prologue
In der kargen, unpersönlichen Umgebung des Gerichtsgebäudes sitzen Taehyung und Jungkook an einem einfachen Holztisch einander gegenüber. Ihre Mienen spiegeln den Ernst der Lage wider. Der 42-jährige Taehyung kaut nervös auf seinen Lippen, während seine Finger ein Taschentuch auf seinem Schoß zerknüllen. Er wirft Jungkook immer wieder ängstliche Blicke zu. Der 43-Jährige sitzt mit starrer Haltung da. Seine Gesichtszüge wirken stoisch und unlesbar. Er hat seine Hände fest auf dem Tisch verschränkt und strahlt eine Kälte aus, die die Luft um ihn herum zu erfüllen scheint. Er hat sich schon vor langer Zeit mit einem Leben ohne Liebe und Wärme abgefunden.
Als der Richter den Raum betritt, rast Taehyungs Herz. Die Realität des Moments drückt schwer auf ihn. Dies ist nicht die Ehe, von der er immer geträumt hat. Es ist eine erzwungene Verbindung, die ihm durch die Erwartungen ihrer Familien aufgebürdet wurde. Jungkook bleibt in seinem Verhalten unverändert. Seine kalte, strenge Fassade lässt nicht das Geringste durchblicken.
Während der Richter die kurze Zeremonie beginnt, kämpft Taehyung darum, das Zittern in seiner Stimme zu unterdrücken. Er spricht das Eheversprechen nach, wobei jedes Wort von der Last der Verpflichtung schwer wiegt. Neben ihm sagt Jungkook die Worte mit monotoner Stimme auf. Sein Blick bleibt starr auf den Richter vor ihnen gerichtet.
Mit dem schlichten Austausch der Ringe und der Unterschrift auf der Heiratsurkunde ist es besiegelt. Taehyung und Jungkook sind nun rechtlich aneinander gebunden. Nicht aus Liebe oder freiem Willen, sondern durch die kalte, unerbittliche Hand der Umstände. Als sie das Gerichtsgebäude verlassen, hängt die Schwere ihrer Zwangsehe wie Blei in der Luft. Sie ist eine bittere Erinnerung an die Opfer, die sie für die Erwartungen ihrer Familien bringen mussten. Sie können nicht anders, als sich zu fragen, ob sie in der kalten, sterilen Enge dieser erzwungenen Ehe jemals wahres Glück finden werden.
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