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Ein Ritter für Katharina

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Zusammenfassung

Sie, ein aufmüpfiges und stures Burgfräulein, dass längst hätte verheiratet sein sollen. Er, ein pingeliger Freiherr und Ritter, der kein Blut sehen kann und sich gnädiger weise einer vernachlässigten Burg annimmt. Doch keinem von beiden ist klar, dass ihr Aufeinandertreffen ihrer beider Leben gehörig durcheinander wirbeln wird. Luftig, herzlich und leicht zu verdauen!

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
27
Rating
4.9 (16 Bewertungen)
Altersfreigabe
16+

Prolog: Er

Nebelschwaden umspielen die Hufe meines Pferdes und hinter dem nächsten Hügel sollte diese vermaledeite Burg stehen…

Gutmütig wie ich nun mal war, nahm ich mich ein weiteres Mal diesem Albtraum „Burg“ an.

Zumindest wurde jene Steinhütte, die inmitten eines Tales auf einem thronartigen Berggipfel ragte, als solche bezeichnet. Ich hatte sie kein einziges Mal gesehen. Geschweige denn das angeblich fruchtbare Land das sie umgab.

Die letzten Jahre war ich für meinen König an den Grenzen seines Landes zum Wachrundgang aufgebrochen und drängte seine Feinde zurück.

Unfreiwillig!

Er riss mich damals aus meinem gemachten Nest heraus, welches ich nur für wenige Monate genießen durfte und davor, für etliche Monate und Gold herausputzen musste. Kein Mensch mit Hirn hätte die morsche Festung in jenem Zustand freiwillig betreten. Nicht auf eigene Gefahr!

Alles wurde natürlich aus eigener Tasche bezahlt... Der gnädige Herr König war schließlich der Meinung, dass ich froh sein sollte, ein solches Schmuckstück geschenkt zu bekommen.

Geizhals…

Er wusste genau, dass ich dieses Steingeröll auf Vordermann bringen würde. Und für solch einen Mann, der nicht einmal seine Krone ehrenhaft tragen konnte, setzte ich mein Leben aufs Spiel. Seit Jahren!

Herrgott, war ich sauer…

Hinter mir nuschelten und brabbelten seit Stunden meine Leibeigenen wie alte Waschweiber. Lachten und genossen den entspannten Spaziergang zu dieser Burg-...Wartstein? Wachtstein?

Wie auch immer… ich hatte es nicht sehr eilig.

Trottend erklommen wir den sanften Hügel, hinter dem unser Ziel lag. Und mit den ersten Sonnenstrahlen am Himmel, erreichten wir die Anhöhe.

Vor uns breitete sich ein weites Tal im morgendlichen Schlummer aus. Ein Schwall Zugvögel flog über unsere Köpfe hinweg. Beinahe märchenhaft lag die kleine Burg, mit dem schiefen Turm und der dick umrandeten Mauer, im Becken der vielen Hügel.

Dichter grüner Wald auf der einen Seite, ein Meer an Feldern auf der anderen und ein winziges Dorf mit roten Spitzdächern lugte frech aus ein paar Bäumen hervor. Ehrfürchtig tummelten sich die wenigen krummen Häuser am Fuß des Berges, an dessen Gipfel weißes Burggestein von der Sonne erhellt wurde. Eine Fahne flatterte sogar fröhlich im Wind…

...an einem gemeingefährlich schiefen Turm...

Sollte heute alles reibungslos verlaufen, werde ich mir sofort einen Hammer holen und alles kurz und klein schlagen! Nur um es wieder akkurat und vor allem gerade aufzubauen.

Welcher Vollpfosten hat DAS nur verkorkst?

Ich schloss meine Augen und schüttelte mir den verschwenderischen Gedanken aus dem Kopf. Ich wollte es einfach nur hinter mich bringen und hob die Hand zum Zeichen, dass wir weiter voranschreiten.

„Herr!“, rief es plötzlich von weiter hinten.

Einer der Stallknaben rannte auf mich und meine vorderen Begleiter zu. Gottfried schwenkte sein Pferd und trat zwischen den Jungen und mir.

„Halt, Bursche!“, brummte er gemütlich. „Was willst du von unserem Herrn und Gebieter?“ Der Mann, dessen gigantische Körpermaße einem Fass Bier glichen, war meine rechte Hand. Und bei Gelegenheit auch meine Linke. Ich vertraute ihm blind und hatte nichts dagegen, dass er sich des Jungen annahm.

Wahrscheinlich ging es sowieso nur um eine Lappalie. Ich schaute derweil zurück ins Tal. Die Sonne erhellte mehr und mehr der idyllischen Landschaft. Vielleicht hatte ich diesmal Glück und der König bot mir ein verborgenes Kleinod an, von dem er selbst nichts wusste. Soweit mir bekannt war, hatte er diese Ecke des Landes noch nicht bereist.

Zum Glück, sonst würde er gleich noch bei mir vorbeikommen und mir die Haare vom Kopf fressen. Verdammter Aasgeier…

Das anfängliche Gemurmel hinter mir artete zu einem heftigen Wortwechsel aus. Der Junge hatte eine ganz schön freche Klappe und ich musste schmunzeln, als er Gottfried vor die Wahl stellte.

Letztlich hörte ich den gestanden Ritter regelrecht mit den Augen rollen und lehnte mich neugierig in meinem Sattel nach hinten. Verblüfft schaute mich der Stallknabe an. Er hatte seine Hose hochgekrempelt und zeigte mit dem Finger auf sein ausgestrecktes Bein. Ich schaute runter und im selben Moment vernahm ich Gottfrieds zischendes Fluchen. Blut tröpfelte aus dem großen Zeh des Jungen.

Dickes, rotes, nach Eisen stinkendes Blut...

Mein Herz pochte schneller. Mein Atem versuchte hektisch, im Sekundentakt, meiner Lunge zu entkommen und meine Rüstung erschien mir wie ein heißer Steinofen, der sich fest um meinen Leib drückte! Und ehe ich das Chaos meiner Leibeigenen um mich herum richtig wahrnahm, wurde mir auch schon schwindelig und schwarz vor Augen.

Teufel und eins… wie ich diesen Fluch verabscheue!

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Gutes Schreiben

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Überzeugende Handlung

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Toller Charakter

7

Toller Charakter

Starker Dialog

2

Starker Dialog

2 vorherige Kommentare anzeigen…
author

ja, jetzt schon lustig, mal gucken wie es weiter geht...

2 Jahre
1
author

Hach, ich liebe leichte und lockere Situationskomik und Dialoge🤣🤣🤣🤣🤣

2 Jahre
1
author

Richtig schöne Beschreibungen 😍🔥

2 Jahre

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