Dark Kingdom

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Zusammenfassung

~ Es tut mir leid Prinzessin, doch das Königshaus muss fallen. Mit all jenen die uns damals in die Dunkelheit gesperrt haben. Wir werden nicht eher aufhören bevor wir das haben was wir begehren. Das du diejenige bist die nun zwischen den Fronten steht, ist uns egal. Wir haben nie gesagt das wir die guten wären dazu sind wir nicht im Stande. Du hast es dir schlicht einfach gewünscht. Tut mir leid Kleines, dies hier ist kein Märchen an dessen Ende alles gut wird~

Genre:
Erotica/Fantasy
Autor:
James
Status:
In Arbeit
Kapitel:
4
Rating
5.0 1 Bewertung
Altersfreigabe
18+

Eins

~ Es tut mir leid Prinzessin, doch das Königshaus muss fallen. Mit all jenen die uns damals in die Dunkelheit gesperrt haben. Wir werden nicht eher aufhören bevor wir das haben was wir begehren. Das du diejenige bist die nun zwischen den Fronten steht, ist uns egal. Wir haben nie gesagt das wir die guten wären dazu sind wir nicht im Stande. Du hast es dir schlicht einfach gewünscht. Tut mir leid Kleines, dies hier ist kein Märchen an dessen Ende alles gut wird~



Schwungvoll trifft die Scheide des Schwerts auf die Kante des dicken Eichenholztischs, der die Tafel inmitten des großen Saals bildet. Skeptisch hob mein Vater, der an der Spitze des Tisches sahs, seinen Blick gefolgt von meinem jüngeren Bruder der links ziemlich mittig der langen Tafel sahs. In seinen Händen hielt er wie immer ein schönes, goldverziertes Buch. Sein Blick wanderte von mir wieder zurück zu den dunkle bläulichen Tinten-Geschnörkeln auf leicht vergilbten Seiten. Woher er dieses Buch schon wieder hat, war mir ein Rätsel, sicher war es keines das ihn auf das Leben als Lord vorbereitet.

Zumindest ließ der Titel stark darauf deuten >> Religionskonflikte<<, kein Zweifel: Es war ein Buch zum Weiterbilden, auf religiöser Ebene. Sicher wurde darin von unzähligen Schandtaten, die im Rahmen des Glaubens abgehalten wurden, berichtet.


"Cassandra", erklang die tiefe, raue Stimme meines Vaters, der die eisige Stille schnitt, die bis eben noch über uns drei hing. Unverzüglich schnellte mein Kopf in seine Richtung.

"Ja Vater?", entgegnete ich ihm und tat so, als würde ich nicht einmal im Traum wissen, was er von mir wollte.

Mit einem sanften Lächeln auf den Lippen falte ich meine Hände und legte sie vor meine Körpermitte auf dem Tisch ab.

Prüfend hob der alte Mann eine Augenbraue und nickte in Richtung des Schwertes.

"DAS", zischte er und machte eine theatralische Pause", hat weder in deinen Gemächern noch im Speisesaal etwas verloren, allein auf dem Hofe darf es geführt und untergebracht werden."

Augenrollend stieß ich mich mit meinen Händen von der Tischkante ab, knarzend zog sich der Stuhl zurück und gab mich wieder frei.


Mit geschicken Fingern umgreife ich mein Schwert und hebe es an.

Mein Bruder, der deinen Blick noch immer vertieft auf seinen Seiten hat, schmunzelt mich über den Buchrücken hinweg schelmisch an.

Sicher hat er nur darauf gewartet, dass Vater mich darauf hinweist. Sonst tat er das ja liebend gerne, aber vor ihm spielte er, stehts der Liebe, adrette Sohn und Thronfolger. Soll mir recht sein, es erspart mir viel Stress.

"Ich bin gleich wieder da", brumme ich und schob das Schwert mit der Scheide wieder zurück in seine Halterung an meinem Gürtel.


„Außerdem, Cassandra wäre es schön, wenn du mir so wie deinem Bruder den nötigen Respekt erweisen würdest, am Tische ein Kleid zu tragen. Es ist nicht verkehrt, wenn du das übst, sicher hat dich deine Mutter bereits darauf hingewiesen"

Zähne knirschend wand ich mich den beiden wieder zu, erhob meinen Finger , meine Miene hingegen verfinsterte sich.

"Sie ist nicht meine Mutter!", verließ es zischend meine Lippen, nun loderte das Feuer der Wut nicht mehr nur in meinen Augen. Die Miene meines Vaters verfinsterte sich eben so.

"Raus!", schrie er, wie so oft, wenn genau dieses Thema zum Gespräch kam.

Würde ich die neue Frau meines Vaters als Mutter betrachten und auch sie mich als ihre Tochter anerkennen? Ja, dann würde ich sie auch meine Mutter nennen. Daran gäbe es keinen Zweifel.

Leider war sie nicht die Art Frau, die fremde Kinder als ihre ansah, nein, sie war die Art Frau, die, die Kinder seiner verstorbenen Frau wie Ungeziefer behandelte. Schließlich sind es nicht ihre, nicht ihr Fleisch und Blut, und genau das lässt sie mich auf grausame Weise spüren.


Da mein Vater von ihr einen Sohn geschenkt bekam, war ihr Ansehen in seine Augen eh um einiges gestiegen, schließlich hatte sie es geschafft, was meiner Mutter bedauerlicherweise auf grausame Weise das Leben gekostet hatte.

Und zur großen Enttäuschung aller- ja- gab es mich als Erstgeborene des Reiches Antrala.

Die Lordschaft der Höfe tuschelt deswegen schon seit Jahren. Sicher ist daraus bereits ein Jahrzehnt geworden.

Trotzig führten mich meine Schritte vom Speisesaal die Wendeltreppe hinter bis zum Inneren des Hofes.

Dort steuere ich mit hocherhobenem Kinn in die Waffenkammer.

Wütend über den Blick, so wie die missbilligten Worte meines Vaters, schleuderte ich das Schwert einfach in Richtung der Garnitur, an der die anderen brav und gehorsam verweilten.

Klirrend fielen einige zu Boden, aber das war mir gleich.


"Oh Cassy du bist es", die warme und freundliche Stimme des Stallburschen traf an meine Ohren und ließen sie kurz überrascht zucken. Ich habe ihn nicht mal kommen gehört.

"Milo", wie immer, wenn ich ihm gegenüber stand, versuchte ich auch jetzt, freundlich zu klingen. Mit einem leicht aufgesetzten Lächeln meinerseits drehte ich mich auf der Stelle in seine Richtung.

Mit in die Höhe gezogenen Augenbrauen betrachtete er mich nur prüfend.


"Du bist sauer", sagte er dann knapp, und die Erkenntnis seinerseits ließ mich erschaudern.

Schnell räusperte ich mich, "ist das so offensichtlich?", mit leicht schiefgelegtem Kopf betrachteten meine Augen ihn. Wie er gelassen am Eingang des Stalles steht, seine Arme vor der Brust verschränkt hat und dennoch mit der einen Hand den Besenstiel umfasst, der ebenfalls an seinem Körper lehnte.

Seine Kleidung war genau wie immer verschlissen, dreckig von der Arbeit und selbst seine Mutter würde mit großer Hingabe die Spuren der Arbeit nicht mehr aus dem hellen Leihenstoff bekommen.

Und trotzdem strahlte er solche Freundlichkeit in diesem Moment aus, wie sonst niemand in diesem Schloss, der schwer für seine Silbermünzen arbeiten muss.


"Ja es ist offensichtlich", mit dem Finger zeigte er auf die Garnitur mit den Schwertern, einige der Waffen lagen auf dem Boden und waren nun mit Stroh bedeckt.

Leicht zerknirscht sah ich Milo an und seufzte, dabei hob ich leicht niedergeschlagen meine Schulterblätter an.

"Es geht um meinen Vater und mein weniger adrettes Verhalten am Hofe, alles nur wegen seiner neuen Frau", ich rollte mit den Augen .

Danach ließ ich mich auf eines der Fässer fallen, das an der Wand stand.

Meine Ellenbogen lege ich auf den Knien ab , danach bette ich mein Gesicht in meine Hände.


"Sagte dein Vater nicht selbst seit der Geburt deines Bruders William, dass du von den adeligen Verpflichtungen entlassen bist, da man für dich-", er hielt inne und ich lachte unverzüglich dumpf auf.

"Da man für mich keine Verwendung mehr hat?", ergänze ich mit zynischem Unterton in der Stimme. Es war die harte Realität, da gabs nichts zu beschönigen.

Milo sah geknickt in meine Richtung, er lehnte den Besen an einen Pfosten und trat näher.


" Cassandra weswegen möchtest du unbedingt kämpfen? Wieso trägst du immer die schwere Waffe mit die herum? "Weil ich ein besserer Krieger wie mein Bruder bin.

Da ich weiß, dass ich das Land besser regieren könnte wie er.

Da mein Willen und meine Entschlossenheit stärker sind als seine, so ist auch mein Kampfgeist stärker- aber das kann ich Milo nicht sagen.


" Ich fühle mich dann frei" , antwortete ich ihm stattdessen und löste mein Gesicht wieder von meinen Händen, ehe ich sie über meinen Kopf hieve, um mich zu strecken.

" Ich muss wieder in den Speisesaal, dort werde ich sicher noch von wütenden Blicken erwartet, während ich mein Essen zu mir nehmen werde" ein leichtes Grinsen rückt auf mein Gesicht, allein wenn ich daran denke, das auch Sie da sein wird.

Meine >> Mutter<< meist kam sie eher verzögert zum gemeinsamen Essen. Da sie mit wichtigen Dingen beschäftigt sei, wie sie es immer meinem Vater verkaufte. Doch ist wusste, dass es anders war, dass es andere Männer für sie gab, jüngere, besser gebaute, die eben mehr hermachten.


Mit gestrafften Schultern fand ich mich daher weniger Minuten später im Speisesaal wieder. An der Seite meines Bruders William habe ich meinen Platz bezogen, unter dem Tisch drückte ich mein eines Bein über das andere. Meinen Oberkörper lasse ich derweil nach hinten in die Lehne fallen.

"Hast du dich beruhigt?", fragte mein Vater während ich etwas Gedanken verloren nach meiner Gabel greife.

" Ja und wie steht es um dich und dein Gemüt?" , stellte, ich sehe direkt sie Gegenfrage , mein Blick hin dabei schwer auf seiner erscheinung. Er hasste es schon je her, intensiven Blickkontakt zu mir zu halten, weswegen er sich räusperte und der erste von uns war der wieder weg sah.

Zufrieden begann ich daher zu essen, bis ich vernahm, dass jemand schwungvoll die Türe des Saals öffnete.


" Meine Liebe ", säuselte der Lord und sah die Dame an, die amutig in den Raum tat, mit erhobenem Haupt. , sie reckte ihr Kinn nach vorne und überblickte uns alle mit ihren mahnenden Augen, die so dunkel waren wie die Nacht. Ihre äußerst weibliche Erscheinung hatte sie heute in ein dunkles, nachtblaues Kleid gehüllt. Die dunkle Corsage, die ihre Mitte schmeichelt, hebt dabei ihren übigen Busen besonders hervor, so sehr, dass man fast das Rosa ihrer Brustwarzen erkennen könnte. Würde sie nur eine Flasche Bewegung machen. Nicht das ich darauf spekuliere. Dennoch wäre es amüsant.

" Sei gegrüßt, mein Liebster", einen kleinen Knicks später sah sie zu seiner Rechten und begann zu essen. Nur William schenkte sie vorher ein kurzes Lächeln.


" Wie zu erwarten hat sich keiner der anderen Lords bis her gemeldet", verkündete sie unverblümt ihre Absichten, die sie schon eher als zwei Jahre hegte. Seit meinem zwanzigsten Lebensjahr steht's sie in Kontakt zu den anderen Lords, um mich an eines ihrer Höfe zu verscherbeln. Jedoch möchte mich keiner der Lords, sie wissen nichts über mich, über meine Art oder mein Interesse. Nicht mal mein Aussehen ist außerhalb der Festung irgendjemandem bekannt. Und dennoch lehnten sie bis her jeden versucht ab, eine Erkenntnis, die mich schmunzeln ließ. Eine Zufriedenheit breitet sich in meinem inneren Haus, die ich selbst nicht so Recht zuordnen kann.

Eigentlich sollte ich doch traurig darüber sein, aber ich war es in keinster Weise.


Mein Vater jedoch unterbrach mein schadenfrohes Grinsen mit einem lauten Seufzen, das genau zu Ausdruck brachte, wie genervt er davon war.

" Gut Cassandra, du hast vorerst gewonnen, du kannst dein Kampftraining gerne wieder aufnehmen", na endlich! Entzückt über seine Worte lächelte ich sachte und nickte, so wie es sich für eine Frau gehörte.

" Vielen Dank, Vater, aber dafür benötige ich erst einen neuen Meister, der mir alles beibringt. Henrik ist leider Anfang des Jahres an einer Krankheit gestorben, wie du weißt. Mit einer geraden Haltung drückte ich meine Gabel eher beiläufig in das Fleisch auf meinem Teller. Mit dem Messer entferne ich geschickt ein Stück und schiebe mir zugleich die Köstlichkeit zwischen die Lippen.


Mit Daumen und Zeigefinger fuhr sich der ältere Mann über die Schläfe. „Da war ja was, den Tod von Hendrik habe ich schon wieder vergessen. Ich werde dafür sorgen, dass du einen anderen Waffenmeister erhältst, der sich trainiert. Aber es wird sicher einige Zeit in Anspruch nehmen. Schließlich trainiert niemand freiwillig eine Frau. Die letzten Worte seiner Ansprache betonte er besonders, um ihnen mehr Gewicht zu geben. Aber mir war bewusst, dass niemand freiwillig eine Frau trainierte. Ich habe selbst genug Männer gefragt, die geschickt im Umgang mit Waffen schienen. Alle haben mich nur spöttisch ausgelacht und gemeint, ich sollte mich wieder hinter den Herd stellen, dort hin, wo ich eben hingehöre. Kleingeister eben.


" Bekomme ich ebenfalls Kampfunterricht, Vater?" Nun meldete sich endlich auch William zu Wort. Der blonde Teufel hat sein Buch über die Religionskonflikte wirklich aus der Hand gelegt, kaum zu fassen. Sorgfältig zusammengeschlagen mit einem dunkelgrünen Lesezeichen zur Orientierung, an dem eine goldene Feder befestigt ist, legte er das Buch zu seiner Rechten auf den Tisch.


" Ich werde in zwei Monaten 16 wäre es da nicht angebracht, wenn ich ebenfalls Unterricht werde, was das kämpfen angeht, sicher würde das meine Gemalin beeindrucken, meist du nicht auch Vater?"

Angestrengt unterdrückte ich ein dumpfes Lachen, das in einem kurzen Hustenanfall endete, als ich ein Glas Wasser an meine Lippen führte. Hastig schlage ich mir selbst auf den Brustkorb. " Verzeihung", mit dem Handrücken wisch ich mir über die Lippen.

Meine Augen wanderten zu meiner Mutter hinüber.


" Eventuell sollten Sie das ebenfalls in den Schreiben an die Lords erwähnen, werte Mutter, da ich im Kampf trainiert werde. Eventuell würde das die Lordschaft beeindrucken, oder meinen Sie etwa nicht?", fragend betrachte ich sie und versuche dabei, so aufrichtig wie möglich zu wirken.

Dennoch sah sie wohl den Schelm in meinen Augen flackern. Sie gab nur ein kurzes zischen von sich und wannte sich dann ihrem Sohn zu.

" Wenn du Kampfunterricht wünscht, wird dir, daheim Vater diesen gewehren, so wie deiner Schwester "


Williams Augen leuchteten freudig auf, seine blauen Augen fielen auf mich. Anscheinend heckte der Teufelsbraten wieder etwas aus, eine Gemeinheit, die mir gelten sollte. Oder eventuell wollte er dieses Mal nur damit sagen. >> Schau wenn ich so etwas Frage, will niemand mit mir deswegen tagelang diskutieren oder mir das ausreden. Ich bin ein Mann, ich darf alles machen, was ich will, und ich werde auch alles bekommen, was ich will<<

Lächerlich!

" Wie es aussieht, können wir uns ja bald im Kampfe messen, lieber Bruder", ", sagte ich dagegen entzückt und kam ihm wohl mit diesen Worten zu vor. In seinem Gesicht konnte ich genau ablesen, dass er geplant hatte, mir diese Worte entgegenzufeuern. Aber ich war schneller.


" Wann werden uns die Lords eigentlich beehren? ", mit auf dem Tisch zusammen gefalteten Händen blickte ich mich in der kleinen Runde um. Seit ich denken kann war nie jemand der Lords auf unserem Landstreifen gewesen, gar in der Burg. Sicher waren sie zur Hochzeit meines Vaters und Lusiane da gewesen. Aber damals war ich noch zu klein. Sicher hatte ich den ganzen Abend mit irgendeiner Bediensteten auf meinem Zimmer gesessen und mir Märchen angehört, genau so wie bei der Geburtsfeier meines Bruders.

" Zu Williams 16 Geburtstag, da wird er zum Teil und in die Gesellschaft aufgenommen. Die zweite Feierlichkeit, an der sie kommen werden, wird entweder deine Hochzeit meine Liebe oder Williams 18 Geburtstag und somit die Vollendung der Aufnahme in die Gesellschaft mit bekanntgebung seiner Verlobung nicht war?"


Meine Hochzeit wird eindeutig nicht vorher sein, zumindest wenn sich weiterhin keiner der Lords dazu bereit sieht. Schließlich wird sich zu meinen Gunsten nie wieder der Lords darauf hinablassen, jemand wie mich zur Frau zu nehmen.

"Ich verstehe, vielen Dank, Mutter. Ich sollte wohl jetzt zu Magda gehen, die Anprobe für die Kleider wird doch sicher bald stattfinden, oder darf ich an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen?"


Nun war sie es, die sich fast an ihrem Getränk verschluckte. Hustend sah sie mich an.

Anscheinend hat sie nicht damit gerechnet dass ich nichts zu dem Teil mit meiner Hochzeit sagen würde und mich dann auch noch atrette für die Feier meines Bruders zeigen möchte.

" Für einen potenziellen Partner wäre es doch auch ebenso wichtig, sich von einer besonders guten Seite am Tag der Feierlichkeiten an der Seite meines Bruders zu zeigen, oder etwa nicht?", fragte ich daher besonnen und höflich nach, so wie man mir es einst beibrachte.

Irriert darüber, was ich sagte, nickte sie.

" N... Natürlich ", mit einem Tuch tupfte sie sich über ihre rot bemalten Lippe. Danach aß sie einfach weiter.


„Mein Kind, wie schön, dass du für sie ankleiden vorbeikommst. Hat dich die knädige Frau zu mir geschickt? Sie meinte, du benötigst kein Kleid da du nicht zur Feier erscheinen wolltest", natürlich war es klar das sie , Lusiane das genau so hin drehte das ich die jenigen war die keine Lust darauf hätte. Aber in Wirklichkeit hätte ich es nicht einmal gewusst und wäre dann wohl stillschweigend auf meinem Zimmer geblieben, aber diesen Gefallen werde ich ihr nicht tun. Sie will spielen, dann werde ich eben mit ihr spielen!

Freundlich sah ich Magda an. 


„Ach, ich war nur so traurig wegen Hendricks Tod und meinem dadurch ausfallenden Training. Er war ein guter Mann und ein noch viel besserer Meister", berichtete ich ihr und sie nickte, so als würde sie meine Art der Trauer verstehen.

Mit einem Maßband überzog sie kurzerhand jede wichtige Stelle meines Körpers und notierte sich die Maße.


„Miss für eine Frau ihres Status und ihres Alters –" Sie brach den Satz ab, als ich mich zu ihr wand.

„Ja, ich höre?" Sie hatte ihre Worte einfach hinuntergeschuckt.

„Nichts", verkündete sie, das Notizbuch, so wie das Band und der Kohlestifte, verstaute sie in einem kleinen Lederbeutel.

„Kommen wir daher zur Farbauswahl, ein Mind-ton würde ihnen sicher schmeichelnd"

Ich sah mir die Stoffe an.


" Was ist mit dem?"

Mein Finger drückte sich, sachte auf einen Moosartigen Ton.

„Der hat viel zu dunkel für ihre helle Haut", Magda schüttelte ihren Kopf, wobei ihre dunklen Locken umherflogen.

„Aber mir gefällt dieser Ton besser als das Mind."

„Wie sie wünschen", ohne noch was zu sagen, drückte sie auch den Stofffetzen in den kleinen Lederumschlag.

„Ich werde den Schneider damit beauftragen. Nächste Woche sollten Sie es zur Anprobe tragen können."

Nickend wand ich mich der Türe zu.

„Hab vielen Dank, Magda!"


Die Nacht war bereits über Antrala gekommen, als ich aus dem Ankleideraum am linken Flügen trat. Mein Kopf drehte sich wie von selbst in Richtung der Sterne, genau auf den Fleck, der nicht von Wolken bedeckt war. Unzählige, keine hellen Punkte, die man Sternen nannte, blitzten leuchtend hervor. Durch sie wirkte die Nacht weniger kalt und trostlos.

Auch der Mond hinschwre in seiner vollen Pracht inmitten dieser unzähligen Punkte und der vereinzelten dicken grauen Wolken, die wohl gegen den hellen Schein des Mondes etwas hatten. Es schien fast so, als seien sie auf das Licht, das er warf, eifersüchtig.

Einen Moment stand ich daher einfach nur da und sah hinauf. Alles um mich herum schien still zu sein, keine nervigen Bediensteten, kein mürrisches, enttäuschtes Schnaupen meines Vaters und auch kein grilles, spöttisches Lachen meines Halbbruders.


Nachdem die Kälte, die die Nacht mit sich brachte, doch meinen Körper erreichte und jedes meiner Lieder heimsuchte, so dass es mich fröstelte, sah ich mich bereit, den Weg zu meinem Zimmer anzusteuern.

Ich sollte schlafen. Schließlich könnte es jeden Tag so weit sein, dass mein Vater mir einen neuen Waffenmeister vorstellt, auch wenn er sagte, es würde dauernd einen Mann zu finden, der mich unterrichtet. Ich war mir sicher, Er würde bald jemanden finden.

Ein Stern löste sich aus der Himmelsdecke und rauschte über den dunklen Himmel in das endlose Nichts.

„Bitte, lieber Herr, schick mir einen neuen Meister für mein Training, um mehr möchte ich dich vorerst nicht bitte"

Mit gefalteten Händen sah ich dem kleinen Wunder nach, von dem in wenigen Sekunden nichts mehr vorhanden war.

Ob mein Wunsch gehört wurde? Ich bezweifel es, schließlich hatte er auch damals meinen Wunsch nicht vernommen und meine Mutter mit sich in die Ewigkeit genommen.