Prolog
Bekanntlich ist ein Ende auch immer die Chance auf einen Neuanfang. Ob es besser wird, wenn es sich verändert, weiß man nicht, aber es muss sich ändern, wenn es neu werden soll.
Prolog
„Melody, Audrey Saltsman! Das darf doch wohl nicht wahr sein!" höre ich die Stimme meiner Mutter, die durch die Räume unserer kleinen Wohnung halt.
Wie immer sitze ich in meinem Zimmer am Schreibtisch und erledige die zusätzlichen Hausaufgaben, um die ich meine Lehrer wieder einmal gebeten habe.
Ich beachte sie keineswegs, als sie in mein Zimmer gestürmt kommt.
„Melody... Kind, so kann es doch nicht weiter gehen!"
Erst als ich spüre, wie sie hinter mir ist, drehe ich mich auf meinem Stuhl zu ihr und sehe, wie sie sich auf mein Bett setzt und sich Traurigkeit sowie Besorgnis in Ihrem Blick festsetzen. „Mein liebes Kind. Das muss ein Ende haben. Du verkriechst Dich hier in Deinem Zimmer und versteckst Dich hinter Deinen Büchern. Du bist noch so jung und das Leben hat soviel zu bieten. Geh raus, triff Dich mit Freunden und fange endlich an das Leben in vollen Zügen zu genießen."
Sie legt eine Hand auf mein Knie.
„Ach Mom, Freunde sind nichts für mich. Ich liebe das, was ich tue. Warum verstehst Du das nicht? Ich bin 16 Jahre und ich möchte es so." Das ist, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin eine Lüge. Aber ich kann ihr einfach nicht sagen, dass ich keine Freunde finden werde, sondern nur gehänselt und verspottet werde. Mein Aussehen trägt einen wesentlichen Teil dazu bei.
Meine Brille mit den dicken Gläsern und die Zahnspange, passen nicht in das übliche Bild meiner Mitschüler. Ich habe mir noch nie etwas aus Make-Up und aufreizender Kleidung gemacht. Ich bin eher der unauffällige Typ.
Ehrlich gesagt habe ich mich damit abgefunden, dass mein Leben genauso ablaufen wird...
