Men of Iron – Buch 3: Hunted by Her Heat

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Zusammenfassung

Als ein Mädchen mit Feuer in den Adern in Ash Flats einmarschiert, kommt sie nicht, um zu betteln. Sie kommt barfuß, blutend und voller Wut – mit dem Foto des Angreifers ihrer Schwester und einer Forderung nach Blut. Doch als ihr Zorn auf das Schweigen der Men of Iron trifft, wird sie zu mehr als nur Trauer mit einer Stimme. Sie wird zum Funken, den keiner von ihnen eindämmen kann. Knuckles verschwendet keine Worte. Er beugt sich nicht. Er bricht nicht. Als Forge Master ist er derjenige, der Feuer in Stahl verwandelt – der Hammer, der härtet, das Eisen, das überdauert. Aber das Mädchen hat keine Angst vor seinem Schweigen. Sie hat Angst vor dem, was passiert, wenn er sie so ansieht, als hätte er sie bereits für sich beansprucht. Sie brennt vor Wut. Er wartet in Schweigen. Und je mehr sie dagegen ankämpfen, sich fernzubleiben, desto mehr entfachen sie etwas, das keiner von beiden kontrollieren kann. Doch Trauer verblasst nicht leise. Und dem Feind, der Jagd auf sie macht, ist es egal, ob sie gebrandmarkt oder gefesselt ist. In einer Welt, die auf Blut, Feuer und Geistern erbaut ist, ist das Gefährlichste manchmal nicht der Krieg vor den Toren… Es ist das Mädchen, das den Forge Master herausfordert, zu brennen.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
51
Rating
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Altersfreigabe
18+

Prolog - Der Zucker und das Bedauern

Irgendwo nördlich von Raven’s Ridge – außerhalb des Club-Gebiets

Der Feldweg zog sich wie eine Ader durch die Bäume – trocken, rissig, nur halb beleuchtet vom nachlassenden Schein eines Lagerfeuers in den Hügeln hinter ihr.

Sie lief barfuß. Die High Heels in der einen Hand. Das Handy in der anderen.

Die Luft roch nach Benzin, billigem Aftershave und Feuer. Weit hinter ihr war die Musik endlich verstummt – als wären sogar die Boxen vor Erschöpfung in die Knie gegangen.

Sie drückte auf Aufnahme.

„Hey, Lux… ich bin’s“, sagte sie mit einem trockenen Lachen, wobei ihr Atem in der Kälte leicht dampfte. „Sorry, dass ich deinen Anruf vorhin verpasst habe. Es war alles in Ordnung. Die Jungs waren cool. Wild zwar, aber nicht… du weißt schon. Nicht gefährlich.“

Sie blinzelte angestrengt und versuchte, sich zu konzentrieren. Mit der freien Hand strich sie den zerknitterten Saum ihres Kleides glatt.

„Du hattest recht mit diesem Drink“, murmelte sie. „Er hat nach Zucker und Bedauern geschmeckt.“

Ein weiteres Lachen – diesmal leiser. Nervös. Nicht wegen Sera. Sondern wegen ihr selbst.

„Ich rufe dich morgen an. Versprochen. Wollte nur sagen… danke. Dass du immer hinter mir stehst. Ich hab dich lieb.“

Sie blieb stehen. Ihr Daumen schwebte über dem Bildschirm.

Sie schickte die Nachricht nicht ab.

Irgendwo in der Ferne knirschten Reifen auf Schotter. Ein langsames Rollen.

Ihr Kopf ruckte herum. Das Display in ihrer Hand leuchtete noch, die Aufnahme lief weiter.

Sie drehte sich langsam im Kreis und musterte die Dunkelheit.

„Okay“, flüsterte sie. „Okay.“

Der Motor des Trucks heulte einmal kurz auf – tief, bedächtig.

Darauf folgte ein Lachen. Männlich. Langgezogen. Nicht fröhlich. Nicht betrunken. Hungrig.

Sie fing an, schneller zu gehen. Ihre nackten Füße rutschten im Staub. Sie atmete schwerer.

Das Handy nahm weiter auf. Mittlerweile vergessen.

Ein weiteres Geräusch hinter ihr – Schotter verschob sich unter Gewicht. Diesmal schwerer. Näher.

Sie rannte los.

„Bitte – nicht!“, schrie sie, die Panik in ihrer Stimme überschlug sich.

Eine Hand packte ihren Arm. Die Finger gruben sich fest in ihre Haut.

Sie riss sich herum. Heißer Atem an ihrem Ohr.

Dasselbe Lachen wieder – jetzt noch näher. Direkt hinter ihr.

Und dann – Ein Schrei.

Kein Schrei der Überraschung. Nichts, was nur erschrocken klang.

Ein Schrei von jemandem, der wusste, dass das Leben hier endete.

Das Display des Handys leuchtete weiter. Die Sprachnachricht nahm immer noch auf.

Und die Nacht verschlang sie vollkommen.