Schiffbrüchig unterworfen

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Zusammenfassung

Diese Geschichte ist kein Liebesroman. Die Protagonistin wird im Laufe des Buches erniedrigt und sexuell missbraucht werden. Es ist keine Romanze unter Palmen über die ich hier schreibe, stattdessen geht es um schweren Machtmissbrauch und um eine junge Frau die entdeckt, dass sie es genießt genommen, missbraucht und erniedrigt zu werden, zumindest solange bis sie einen Ausweg findet.

Genre:
Erotica
Autor:
Jay
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
11
Rating
3.5 2 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Die Yacht

Emily genoss das Gefühl der Sonne auf ihrer Haut, die auf Grund ihres knappen Bikinis so gut wie nicht verhüllt wurde. In Deutschland war es jetzt zwar auch Sommer, zumindest wenn man nach dem Datum ging, laut Wetterbericht war es dort jedoch auch kalt und regnerisch. Doch hier, in der Nähe des Äquators, herrschte beinahe immer richtiger Sommer. Ein Sommer der diesen Namen auch verdiente.

Sie konnte es kaum glauben, noch vor vier Wochen hatte Emily im Klassenraum des Humboldt Gymnasiums geschwitzt um ihr Abitur zu machen, während draußen bei dreißig Grad die Sonne schien. Kurz darauf kam natürlich der große Wetterumschwung und es regnete in einer Tour. Es war Tobias gewesen, der sie auf die Idee brachte den restlichen Sommer auf der Yacht seines Vaters zu verbringen. Tobias´ Eltern waren mehr als nur vermögend, sie waren stinkreich. Zuerst war Emily nicht besonders begeistert gewesen. Ihre Mutter war alleinerziehend und hätte ihr nicht einmal den Flug zum Emilymi International Airport in Florida bezahlen können. Doch ihre beste Freundin Dorothee überzeugte sie schlussendlich dann doch davon mitzukommen. Für Emily war es der erste Flug ihres Lebens gewesen. Ihr erster richtiger Urlaub in einem anderen Land, wenn man die Klassenfahrt nach Holland im letzten Schuljahr nicht mitzählte. Es war für sie wie ein Traum. Mit Dorothee , Tobias, Jonas, Ben, Robin und John, alles ehemalige Klassenkameraden, war sie nach ihrer Überfahrt aus den Vereinigten Staaten eine Woche in Havanna, auf Kuba, in einem luxuriösen Hotel abgestiegen, bis die Yacht im Hafen der Stadt anlegte. Bevor sie die fünfzig Meter Yacht mit eigenen Augen sah bezweifelte Emily, dass sie zu siebt plus Kapitän Raffael Schneider und zwei lateinamerikanischen Matrosen auf dem Schiff ausreichend Platz finden würden. Obwohl Tobias immer wieder das Gegenteil versicherte, war es für sie schlicht unvorstellbar, dass einem einzelnen Menschen ein Schiff gehörte in dem das Reihenhaus in dem sie aufgewachsen war bequem hinein passen würde. Kapitän Schneider hieß die sieben Jugendlichen auf dem Schiff willkommen und führte sie unter Deck. Tobias zeigte ihnen mit Stolz die Suite und die vier Zweibettzimmer. Tobias bezog die Suite und hieß ihnen sich ihre Zimmer selbst auszusuchen.

Emily teilte sich ihr Zimmer selbstverständlich mit ihrer Freundin Dorothee . Die beiden ließen sich nie lange aus den Augen. Obwohl die beiden schon lange mit den jungen Männern befreundet waren, fühlte sie sich doch in der Gesellschaft Dorothee‘s wohler.

Inzwischen waren sie schon seit drei Tagen auf See, es waren mehr als zwei Tage vergangen seit Emily das letzte Mal Land am Horizont ausmachen konnte. Der endlose Horizont verschlug ihr immer wieder den Atem.

In den Nächten feierten die Freunde ausgelassen auf Deck, das Schiff schien über einen nahezu endlosen Vorrat an alkoholischen Getränken zu verfügen und hier draußen auf hoher See beschwerte sich auch niemand über zu laute Musik. Nur eines störte Emily an ihrer Reise. Kapitän Schneider schien sie jedesMal wenn er sie sah von Kopf bis Fuß zu mustern. Er sagte nichts, machte auch keine Andeutungen, trotzdem spürte sie eine leichte Gänsehaut wenn seine Blicke ihren Körper erkundeten. Auch Dorothee hatte einen Verehrer in der Mannschaft. Bei ihr war es war ein Matrose namens Miguel und seine Interessenbekundungen waren weniger subtil als die Blicke von Kapitän Schneider. Erst schenkte er ihr selbst geschnitzten Nippes, den Dorothee stets zurück wies, am zweiten Tag fragte er sie offen und in gebrochenen Englisch ob sie nicht mal eine Nacht mit ihm verbringen wollte. Dorothee vertraute sich Emily an und sie wandte sich an Tobias der ihr versprach sich um die Sache zu kümmern.

Als Emily ihn am folgenden Abend darauf ansprach, druckste Tobias erst eine Weile herum bevor er ihr sagte was das Gespräch mit Kapitän Schneider gebracht hatte. „Er meinte, dass sich die Kleine nicht so aufregen soll. Dass zwei Frauen die mit fünf Jungen auf so eine Reise gingen es doch so wollten.” Emily fühlte wie Zorn in ihr aufstieg. „Und was hast du gesagt?”, fragte sie mit bebender Stimme. „Ich hab ihn gefragt was ihm einfiele und dass ich Meldung bei meinem Vater machen würde wenn wir wieder im Hafen sind.” „Das ist alles? Ich meine…” Jetzt wurde auch Tobias ärgerlich. „Was soll ich denn machen? Ihn über Bord werfen lassen? Selbst wenn, er ist der einzige der dieses Schiff hier steuern kann!”

Wie jeden Abend saßen sie auch jetzt auf dem Achterdeck des Schiffes. Jonas und John waren schon recht gut abgefüllt, während Ben im Pool seine Runden zog. Dorothee saß am Beckenrand und neckte Ben, Tobias´ Ausruf der Empörung ließ sie jedoch alle aufhorchen. Tobias schnaufte kurz aber heftig, drehte sich um und ging.

Kurze Zeit später kam er zurück, in der Hand hielt er eine Bierflasche an der die Luftfeuchtigkeit kondensierte und einen Früchtecocktail den er Emily wie ein Friedensgeschenk reichte. Erst zögerte sie das Getränk anzunehmen, doch als sie Tobias entschuldigendes Grinsen sah, nahm Emily es dann doch lächelnd entgegen. „Wenn ihr, du und Dorothee , euch unsicher fühlt können wir auch umkehren, Havanna ist ja auch schön, aber so lang wir auf See sind können wir nichts machen. Ich meine…ich könnte meinen Vater anrufen, aber der kann auch nicht mehr tun als Kapitän Schneider zurecht zu weisen.” Emily drückte dem sichtlich überraschten Tobias einen Kuss auf die Wange. „Ist schon gut, lass uns den Abend einfach genießen.” Emily lehnte sich in ihrer Sonnenliege zurück und blickte in den Sternenhimmel. Jonas setzte sich breitbeinig auf die benachbarte Liege. „Ist das nicht einfach wundervoll?”, fragte Emily und schaute in den klaren Nachthimmel. „Ich habe nie zuvor die Milchstraße gesehen. Sie sieht aus wie ein Band aus Diamanten.“ Tobias zögerte bevor er antwortete, trotz seines guten Aussehens und des Vermögens seiner Eltern war er stets ein wenig schüchtern und unbeholfen gewesen. „In Deutschland gibt es einfach zu viel Smog.”, antwortete er nach einer Weile und bei jedem Wort das er sprach fühlte er wie unpassend diese Antwort war.

Hastig leerte er sein Bier und zog sein Hemd aus. „Ich werde mal Ben Gesellschaft leisten.“, sprach er und sprang ins Wasser. Dorothee schrie auf als sie von einem kleinen Schwall kühlen Pool-Wassers getroffen wurde, der von Tobias Kopfsprung in die Nachtluft geschleudert worden waren. Emily lachte und vergaß fürs Erste ihre Sorgen.

Den Rest des Abends feierten die sieben Freunde unbeschwert auf dem Deck der Yacht. Laute Musik schallte in die Dunkelheit untermalt vom Klang der schweren Schiffsdiesel.