Alle Träume in Montana 4

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Zusammenfassung

Das ausgerechnet der erfolgreiche Bullenreiter Kyle Collister sich in Ronan niederlassen würde hätte auch niemand gedacht. Doch nach einer Verletzung zieht es Kyle in die malerische Kleinstadt in Montana. Gemeinsam mit Nik und Jamie plant er ein Trainingscamp für angehende Bullen,- und Rodeoreiter ins Leben zu rufen. Dank eines großzügigen Sponsors ist es schon bald kein Wunschdenken mehr sondern harte Realität. Viele Aufgaben müssen bewältigt werden und sogar die Freundschaft zwischen Taylor und Kyle wird auf eine harte Probe gestellt. Freundschaft oder doch mehr? Das ist es was Kyle mehr beschäftigt als ihm lieb ist.

Genre:
Romance
Autor:
Aelyn Raven
Status:
In Arbeit
Kapitel:
65
Rating
5.0 4 Bewertungen
Altersfreigabe
16+

Kapitel 1

Prolog

7 Monate zuvor

Kyle


Mein Kopf dröhnt als hätte ich eine ganze Woche durch gesoffen … mindestens. Mühsam öffne ich meine Augen, das erste was ich erblicke – von dem viel zu grellen Licht mal abgesehen – ist ein Gesicht, dem meinen sehr ähnlich.

„O Fuck! Ich wusste der Tag wird hässlich, aber mit Dir habe ich nicht gerechnet“, krächze ich mit heiserer Stimme und schließe schnell meine Augen wieder.

Der Mann dessen Gene ich nicht verleugnen kann lacht dunkel auf.

„Es freut mich auch Dich zu sehen … Sohn, wann wirst du endlich erwachsen und hörst mit dem Mist auf?“, klar das er nicht erstmal fragt wie es mir geht, wozu auch wahrscheinlich sehe ich genauso scheiße aus wie ich mich fühle.

„Im übrigen siehst du scheiße aus …“, schiebt er hinterher. Na danke auch. Nun bin ich es der auflacht, okay es bleibt bei einem Versuch da mein schmerzgeplagter Körper mir jedes bisschen Fröhlichkeit untersagt.

„Das liegt an den guten Genen die du mir vererbt hast Dad, mein Aussehen habe ich von Dir!“, krächze ich erneut. Verdammt, kann man hier mal etwas zu trinken bekommen? Mieser Service hier. Ich taste nach dem Alarmknopf, gibt es hier keine Schwestern die sich um das Wohl ihrer Patienten sorgen verdammt? Eine Braue erhebend mustert mein alter Herr mich aufmerksam.

„Was willst du denn? Trinken?“, ich nicke murrend und er greift nach dem Schnabelbecher auf dem Nachttisch. Meine Augen weiten sich beim Anblick des Bechers. Das ist ein mieser Scherz, oder? Anders kann es gar nicht sein. Natürlich entgeht meinem Dad mein entsetzter Blick nicht wie ich unschwer an dem vergnügten Glucksen entnehmen kann, das an meine Ohren dringt.

Widerwillig lasse ich zu das er dieses entwürdigende Ding an meine Lippen setzt, der Blick den ich ihm zuwerfe spricht für sich.

„Tja Junior, würdest du endlich vernünftig werden und aufhören wie ein Teenager auf wilden Bullen herum zu juckeln, dann müsstest du jetzt nicht aus einem Schnabelbecher trinken“, unnötig zu erwähnen das er meine derzeitige Lage genießt. Vorsichtig nehme ich ein paar Schlucke um dann den Kopf wegzudrehen.

„Was willst du Dad? Warum bist du überhaupt hier?“, er stellt den Becher beiseite und blickt mich dann aus tiefbraunen Augen an.

„Ich will das du nach Hause kommst Kyle. Vorerst um zu genesen und dann um das Familiengeschäft zu übernehmen.“, genervt verdrehe ich die Augen. Klar das er wieder mit dem leidigen Thema kommt.

„Ich werde das Familiengeschäft nicht übernehmen Dad!“, schwer seufzend fährt er sich mit seiner Hand über sein Gesicht.

„Sobald du fit genug bist um verlegt zu werden, wirst du mich nach Texas begleiten. Du wirst die besten Ärzte, Physiotherapeuten und was du sonst brauchst bekommen. Darüber diskutiere ich nicht Kyle!“, sein strenger Blick lässt keine Widerrede zu und so nicke ich nur leicht.

*****

Seit gut zwei Wochen bin ich nun in der Klinik in San Antonio wo sich Private Ärzte und Schwestern um mein Wohlergehen kümmern. Klar, wenn Miles Collister pfeift dann springt das Volk in Weiß. Mir soll es recht sein, je schneller ich hier rauskomme, umso besser. Die Operation bezüglich meines gebrochenen Brustwirbels wurde direkt in Colorado Springs vorgenommen und ich habe sie gut überstanden und was meine gebrochenen Rippen betrifft, sie heilen.

Bisher lässt Collister Senior mich in Ruhe mit seiner Forderung ich solle das Familiengeschäft übernehmen. Ich greife nach meinem Handy um meiner Schwester Carol eine Kurznachricht zu schreiben.

» Kyle: Hi Cari, ich muss mit Dir reden … dringend. Gib Bescheid wann du mich besuchen kommst. Kyle «

Carol ist nach mir das älteste Kind in der Familie Collister und eindeutig diejenige die für das Familiengeschäft geboren wurde, im Gegensatz zu mir. Leider will unser alter Herr das nicht einsehen, hauptsächlich weil Carol eine Frau ist. Er hätte kein Problem damit sie mir direkt zu unterstellen, aber sie an der Spitze des Konzerns zu sehen kommt in seiner Welt nicht vor.

Es dauert eine Weile bis mein Handy vibriert und eine neue Nachricht verkündet. Wie erwartet ist es eine Nachricht von Carol.

» Cari: Hi Kyle, ich komme morgen bei Dir vorbei. Genießt du noch die Luxusbehandlung im Privatbereich der Klinik? Gruß Cari XO «

Grinsend schüttle ich den Kopf und lege das Handy beiseite. Typisch Cari, kurz, knackig und immer voll auf den Punkt. Wenn der alte Herr nur einsehen würde, das Carol ihm ähnlicher ist als er zugeben will. Beide stur wie Maultiere.

Grinsend greife ich nach der Fernbedienung des Fernsehers, mal schauen ob was brauchbares in der Flimmerkiste läuft.

*****

„Ich werde nie verstehen wie du so schlank sein kannst, obwohl du dich mit diesem ungesunden Zeug vollstopfst.“, es liegt ein deutlich wehmütiger Zug im Blick meiner Schwester Carol. Ja, was den Genpol angeht komme ich ganz nach unserem Vater, während sie eher die Gene unserer Mutter geerbt zu haben scheint. Soll heißen, sie neigt dazu ein paar Pfunde mehr auf den Rippen zu haben als die Gesellschaft für gut hält. Nicht das es ihrer natürlichen Schönheit geschadet hätte, ich würde sogar das Gegenteil behaupten. Carol ist eine wunderschöne junge Frau mit einer langen, wilden, dunkelbraunen Lockenmähne und warmen blau-grauen Augen. Sie ist einen Kopf kleiner als ich und hat mörderisch heiße Kurven mit denen sie die Männerwelt zum sabbern bringt.

Leise lachend lege ich die Serviette auf den nun leeren Teller auf dem sich kurz zuvor noch eine äußerst delikate Lasagne tummelte.

„Hast du in letzter Zeit mal in den Spiegel geschaut Cari? Solltest du tun, Dir wird eine umwerfend schöne junge Lady entgegen blicken. Führst du eigentlich Liste über die Typen die in deiner Gegenwart mit Herzversagen zu Boden sinken?“, sie kichert verlegen und die zarte Röte die ihre Wangen überzieht steht ihr hervorragend.

„Ach hör doch auf du alter Charmeur“, gluckst sie verlegen obwohl es dafür gar keinen Grund gibt.

„Du wolltest mich sehen Kyle, was kann ich für Dich tun?“, ich deute auf den Stuhl der neben meinem Bett steht.

„Setz Dich, das wird nun etwas dauern.“, alarmiert schnellt eine ihrer Augenbrauen nach oben, aber sie nimmt brav auf dem Stuhl Platz.

„Du kannst Dir sicher denken um was es geht, oder?“, sie zeigt ein reichlich schiefes grinsen.

„Vermutlich darum das du das Familiengeschäft übernehmen sollst. An dem du aber wie jeder in der Familie weiß kein Interesse hast. Er wird es nie begreifen Kyle.“, sie seufzt schwer. Dieses Thema belastet uns beide schon seit geraumer Zeit.

„Ja, aber ich werde meine Meinung nicht ändern Carol. Da kann der alte Herr sich auf den Kopf stellen und mit dem Ars … ich meine natürlich Hintern, Mücken fangen.“, sie lächelt sanft.

„Ich wäre bereit das Familiengeschäft zu übernehmen Kyle. Meine Abschlussprüfungen sind bald und danach könnte ich sofort Dad`s Posten übernehmen. Aber nach wie vor sieht er eine Frau nicht an der Spitze des Familienunternehmens.“, normal ist unser alter Herr nicht so verbohrt und uneinsichtig, aber wenn es um sein Lebenswerk geht macht er keine Kompromisse.

„Ich werde nochmal mit ihm reden und ihm deutlich sagen das ich niemals die Leitung des Familienunternehmens übernehmen werde und er sich mit dem Gedanken anfreunden soll das du diesen Posten übernimmst.“, sie nickt langsam. Wir waren uns in diesem Punkt schon immer einig. Sie hat jahrelang studiert und daraufhin gearbeitet. Ich bin mir sehr sicher das sie ihren Abschluss mit Bestnoten ablegen wird.

Wir unterhalten uns noch eine Weile über alltägliches und Carol erzählt mir von den neuesten Streichen unserer jüngsten Schwester Lindy. Die kleine ist wahrlich ein wahrer Wildfang und hat ziemlich viel Unfug im Kopf. Für eine gerade mal achtjährige ist sie sehr intelligent und pfiffig. In der Schule glänzt sie mit den besten Noten auch wenn sie viel lieber Zeit mit den Pferden der Familie verbringt als zu lernen.

*****

„Ich werde nicht die Führung des Familiengeschäfts übernehmen Dad. Und es ist mir egal wie oft du noch damit anfängst, meine Antwort ist und bleibt NEIN!“, es war nicht anders zu erwarten gewesen, auch wenn er mich die letzten Monate weitgehend in Ruhe gelassen hat damit ich mich von meinem Unfall erholen kann. Mich nervt diese Endlosdiskussion ohne Ende.

„Aber du bist mein erstgeborener Sohn Kyle. Somit ist klar das du das Familiengeschäft übernehmen wirst!“, er ist heute wieder stur und bockig wie ein kleines Kind das seinen Willen nicht bekommt.

„Ich bin dein einziger Sohn presse ich ich mühsam um Ruhe kämpfend zwischen meinen Zähnen hindurch.

„Du hast eine sehr fähige älteste Tochter, Carol ist für den Posten bestens geeignet, wie ihr Universitätsabschluss zeigt!“, er schnaubt abfällig.

„Was willst du dann machen Kyle? Wie lange willst du noch auf wilden Bullen dein Leben riskieren?“, mein gleichgültiges Schulter zucken ist nicht was er hören oder sehen wollte.

„Ich werde schon etwas finden das mir liegt und woran ich vor allem Spaß habe!“, werfe ich ihm zischend entgegen. Er hat nicht unrecht und wenn ich ehrlich bin, dann beschäftigt mich dieser Gedanke schon eine ganze Weile.

Theatralisch seufzend wirft er seine Hände ihn die Höhe um dann unerwartet sanfte Töne anzuschlagen.

„Ich mache mir Sorgen um Dich Kyle. Du bist mein Sohn und es ist mir wichtig das es Dir gut geht.“, erstaunt sehe ich ihn an.

„Und warum willst du mich dann unbedingt in etwas drängen wo ich unter Garantie unglücklich sein werde?“, irgendwie traue ich ihm nicht wirklich, diese sanfte, versöhnliche Tour passt nicht zu ihm.

„Du würdest Dich daran gewöhnen Kyle. Und so schlimm ist der Job auch nicht, mich macht er sehr glücklich.“, seufzend schüttle ich den Kopf.

„Dich, ja und genau das ist der Punkt … ich bin nicht du … ich gehöre nicht in ein Büro um Angestellte zu delegieren oder weiß der Geier was zu tun. Ich brauche körperliche Arbeit, etwas das durch meine Hände entsteht. Etwas das ich aufbauen und dabei zusehen kann wie es wächst.“, er überlegt kurz und nickt dann.

„Gut, dann überleg du Dir was du künftig tun willst. Ich werde mich mit dem Gedanken beschäftigen Carol die Geschäftsführung zu überlassen“, What! The! Fuck! Was in Dreiteufelsnamen ist das denn nun? Reichlich verblüfft nicke ich und sehe zu wie er sich von meinem Schreibtischstuhl erhebt und mein Jugendzimmer – in dem ich derzeit residiere – zu verlassen. Ich bleibe zurück, minimal verwirrt und reichlich skeptisch aufgrund seiner Kursänderung.

Nachdem ich mich einigermaßen gefangen habe, ziehe ich mein Handy hervor um meiner Lieblings Zimtschnecke zu schreiben.

» Kyle: Hi meine süße Zimtschnecke! Wie ist die Lage am Rande vom Ars… der Welt? Ich hoffe es geht Dir gut und die Geschäfte laufen prächtig. Ich spiele mit dem Gedanken Dich bald besuchen zu kommen. Glaubst du, du hättest Bock auf meine Gesellschaft? Gruß Kyle <3 «

Während ich auf Antwort warte, setze ich mich an meinen alten Schreibtisch, zücke Papier und Stift um mir Gedanken zu machen und selbige zu Papier zu bringen.

Erstaunlicherweise dauert es heute recht lange bis mein Handy vibriert und eine ankommende Nachricht verkündet. Überrascht blicke ich auf das Papier vor mir – wow, wann hab ich denn soviel aufgeschrieben? – und greife dann nach meinem Handy.

» Taylor: Hi Kyle, schön das du Dich meldest, ich war schon kurz davor mir Sorgen zu machen! Du weißt das du jederzeit Willkommen bist, sag mir einfach wann du ankommen wirst. Ich gehe davon aus, das du inkognito unterwegs bist? Gruß Taylor <3 «

Schmunzelnd lese ich die Nachricht und schicke ihr einen ‚Daumen hoch‘ Emoji. Natürlich werde ich mich noch bei ihr melden um ihr mitzuteilen wann genau ich in Ronan ankommen werde.

*****

„Hier ist dein Hausschlüssel. Bitte nicht verlieren, ich musste Kaution hinterlegen.“, mit diesen Worten drückt Taylor mir besagte Schlüssel in die Hand. Sie hat in ihrem Namen für mich ein süßes Cottage angemietet in dem ich vorerst wohnen werde. Bald werde ich ein Gespräch mit Jamie und Nik haben, bei dem ich Ihnen von meinen Plänen erzählen möchte. Überraschenderweise war mein Dad recht beeindruckt von meinen Plänen und hat großzügig seine Unterstützung finanzieller Art zugesichert. Vermutlich ist er einfach froh das ich angekündigt habe meine Rodeo-Karriere zu beenden.

„Danke Süße, darf ich Dich hereinbitten? Führst du mich herum oder muss ich meinen Weg selbst suchen wie ein Trüffelschwein?“, ihre Augenbrauen zucken vergnügt.

„Bring mich nicht auf Ideen Kyle …“, gurrt sie leise und zwängt sich dann an mir vorbei ins Haus. Die Führung ist recht schnell beendet und so finden wir uns mit einer Tasse Kaffee auf dem Sofa wieder.

„Willst du mir erzählen warum du hier bist?“, ihr forschender Blick tastet über mein Gesicht.

„Bald meine Süße, bald. Ich muss noch ein paar Dinge klären, dann erfährst du alles, okay?“, leise brummend kuschelt sie sich an meine Seite.

„Na gut. Wie geht es Dir Kyle?“, ich kann ein Seufzen nicht vermeiden, von allen Fragen muss sie ausgerechnet diese stellen.

„Es geht, mit jedem Tag der vergeht wird es besser. Mach Dir keine Sorgen Taylor, ich bin bald wieder fit.“, es ist nicht schwer zu erraten, das sie mir nicht so wirklich glaubt, aber sie belässt es dabei.

*****

„Ja Dad, jaaahaaa … Nik und Jamie wollen mit mir gemeinsam das Projekt angehen. Nein Dad, wir werden nicht scheitern. Ganz sicher nicht. Und falls doch kannst du mich immer noch ins Familienunternehmen stopfen.“, meine Güte, er geht mir so auf den Sender, aber mit ihm als stillem Teilhaber und ‚Sponsor‘ haben wir die besten Chancen schnell ein profitables Geschäft aufzubauen. Ich bin nicht traurig darüber, das er auf meinen Seitenhieb bezüglich des Familienunternehmens nicht eingeht. Schlimm genug das ich diese Klausel in Kauf nehmen musste. Drei Jahre, dann muss unser Unternehmen schwarze Zahlen abwerfen. Sollte dem nicht so sein, ist das Projekt offiziell gescheitert und ich habe mich seinem Willen zu fügen. Das ich alles nur denkbare tun werde, damit es dazu nicht kommt ist glasklar. Noch dazu hängen sowohl Nik als auch Jamie`s Zukunft daran das wir nicht scheitern.

„Ja, ich schicke Dir die Kontaktdaten damit du ein Angebot für das Land abgeben kannst. Danke Dad“, er brummt etwas und ich beschließe das Gespräch zu beenden. Wie versprochen schicke ich ihm die Daten in einer E-Mail, sicher wird es nicht lange dauern bis er mich wieder kontaktiert. Aber bis das passiert, warte ich auf Taylor die wie fast jeden Tag etwas leckeres zum Essen vorbeibringt. Das gemeinsame Abendessen ist mittlerweile zu einem richtigen Ritual geworden. Es ist nicht so das ich nicht raus könnte, das kann ich sehr wohl. Vielmehr möchte ich noch nicht von zu vielen erkannt werden. Ronan mag noch so sehr nah am Ars… der Welt liegen, aber trotzdem würden mich die braven Bürger des kleinen Städtchen erkennen und das halte ich zum derzeitigen Zeitpunkt für kontraproduktiv. Erst unlängst habe ich Nik, Brylee und Nori – Nik`s Freundin – auf der Blue Sky Ranch besucht und mit ihnen einen schönen Abend und den nächsten Tag verbracht.

Gedankenverloren greife ich nach meinen Schmerztabletten. Auch wenn meine Verletzungen weitgehend verheilt sind, brauche ich in gewissen Situationen noch meine ‚Gute-Laune-Pillchen‘. Kurz schweift mein Blick über das vom Doc verordnete Antidepressiva Duloxetin. Pfff, als ob ich so etwas brauchen würde. Nur ganz zu Beginn meiner Verletzungsbedingten Auszeit habe ich hin und wieder eine von den Dingern genommen, aber das liegt schon eine ganze Weile zurück.

*****

Fast ungläubig starre ich auf den von meinem Dad unterschriebenen Kaufvertrag über das von mir ersehnte Land in Ronan. Wow! Es kann also losgehen, wie geil! Da ich schon einige Zeit in dem Cottage am Rande von Ronan wohne, war klar das mein Dad bei mir wohnt solange er in der Stadt ist.