Sirah, DER DUNKLE PLANET

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Zusammenfassung

Jeff wird durch ein Experiment in der Nachbarschaft mit Hilfe eines schwarzen Lochs auf einen fernen Planet geschleudert. Es beginnt ein Überlebenskampf. Er trifft auf das Volk der Akoni und bekommt nach anfänglichen Schwierigkeiten unverhofft Hilfe.

Genre:
Scifi
Autor:
Wolfgang
Status:
In Arbeit
Kapitel:
8
Rating
5.0 1 Bewertung
Altersfreigabe
16+

Sirah, der dunkle Planet

Kapitel 1


Jeff

Jeff versuchte die Bremsscheibe von der Radnabe zu lösen, sie war über Jahre hinweg festgerostet. Es war Ende Mai und die Hitze stand schwer in der Werkstatt. Er lebte in Newcastle Emlyn, nahe der Westküste von Wales und arbeitete in einer kleinen Werkstatt, die sich auf keine Marke festgelegt hat, er reparierte auch Landmaschinen und Zweiräder und ihm gefiel die Abwechslung mit immer neuen Herausforderungen. Allerdings, die Grube, die muss nicht sein, denn er war zwar schlank aber mit seiner Körpergröße von 1, 92 m, war das kein Vergnügen.

Da nahm er doch lieber eine der 3 Hebebühnen. Es war kurz vor vier Uhr Nachmittags, also fast Feierabend.

Jeff wohnte an der Castle Street, unweit der neuen Firma, mit dem Namen "Black Goal" die vor einem Jahr hier direkt am Fluss "Teifi" seine Tore eröffnet hat. In seinen Stamm Pub hatte er gehört, dass die da wohl mit Schwarzen Löchern experimentieren. Heute werde ich mir noch ein schönes Bier in meinem Pub gönnen, dachte er.

Jeff wollte gerade den Hammer auf dem Werkzeugwagen ablegen, und sah nur noch einen hellen Blitz und der Hammer fiel zu Boden.

Sein Kopf dröhnte und seine Augen brannten so sehr, dass er sich nicht traute sie zu öffnen. Seine Arme und Beine schmerzten, als hätte er einen Marathon gelaufen und danach Holz gehackt.

Jeder Muskel fühlte sich an wie Blei. Jeff versuchte sich zu erinnern was passiert war. Wie durch eine Nebelwand, die sich langsam auflöst, kommen Bruchstücke seiner Erinnerung zurück.

Ich hatte zuletzt an den Bremsen eines Volvos gearbeitet. Aber wieso ? Bin ich ein KFZ-Mechaniker oder bin ich nur handwerklich so begabt, das ich mein Auto selbst reparieren kann? Er wusste es nicht. Ich habe nur noch ein grelles Licht gesehen. Jeff versuchte die nähere Umgebung mit seinen Händen zu ertasten und seine Finger und Hände gehorchten ihm. Seine rechte Hand fühlte sich einfach nur nass an, seine Finger bohrten sich in Schlamm oder ähnliches. Seine linke Hand fühlte nasses Gras, glaubte er.

Er öffnete seine Augen und sah nichts. Bin ich blind?

Jeff setzte sich langsam mit großer Anstrengung und unter großen Schmerzen auf. Sein Rücken, Arme, Beine, eigentlich schmerzte alles.

Er blieb eine Weile mit geschlossenen Augen sitzen und versuchte sich zu entspannen. Langsam wurden die Schmerzen erträglicher.

Dann rieb er sich mit der nassen Hand durch sein Gesicht und schmeckte die Flüssigkeit, von der Jeff dachte, es wäre Wasser. Sie schmeckte etwas Salzig und es fühlte sich Ölig an, es roch seltsam, fast wie Benzin aber nicht ekelhaft, denn er mochte den Geruch von Benzin und Autoabgase und es war schwer zu definieren. Egal es war kühl und erfrischend. Er ließ seine Hände nochmals in die Flüssigkeit hinein und Strich mit beiden Händen durch sein kurzes schwarzes Haar.

Jeff öffnete wieder seine Augen und versuchte etwas zu erblicken.

Wieso kann ich nichts sehen, fragte Jeff sich. Alles fühlte sich normal an.

Er hob die rechte Hand und suchte sie aber er sah sie nur schemenhaft und das auch nur, direkt vor seinem Gesicht.

„Ok, ich bin nicht blind. Das ist ja schon mal was“.

Es muss Nacht sein. Aber warum sehe ich keine andere Lichtquelle?

Kein Mond. Nur wenige Sterne-zu schwach, um die Finsternis zu durchdringen.

Er versuchte aufzustehen, was ihm auch nach ein paar Versuchen gelang, denn seine Beine schmerzten als sein Gewicht auf ihnen lastete, dann versuchte ein paar Schritte und stieß gegen etwas Hartes, ein Felsen. Jeff setzte sich auf den Felsen und dachte an die Fetzen, an die er sich erinnern konnte.

Ich stand in einer Werkstatt mit drei Hebebühnen und eine Grube. Die Werkstatt hatte drei große Tore und am Ende der Halle waren drei Werkbänke, an der Wand, dort wo die Werkbänke standen, waren diverse Spezialwerkzeuge an der Wand.

Links war eine Treppe, die zu den Büros in der oberen Etage führte.

Rechts führte eine Treppe zu dem Ersatzteillager. Langsam kam die Erinnerung wieder.

Soweit, so gut. Aber was war passiert und wo bin ich?

Er konnte sich anstrengen wie er wollte, an mehr konnte er sich momentan nicht erinnern. Es war sehr warm „30, vielleicht 35 Grad. Mist. Ich denke sogar in Celsius… also bin ich wohl doch kein Amerikaner.“

„Wieder etwas schlauer“

"Ok Jeff, reiß dich zusammen"

"Ah, meinen Namen kenne ich also auch, es geht voran".

Jetzt ne Zigarette. Upps, ich bin Raucher. Man kann ja alles Mögliche vergessen aber die Sucht bleibt.

Dann muss ich auch ein Feuerzeug oder Streichhölzer haben.

Er durchsuchte seine Taschen und fand erstmal Zigaretten, er öffnete die Schachtel, sie war fast voll, zog eine raus und steckte sich eine Zigarette in den Mundwinkel.

"Hoffentlich habe ich Feuer dabei ".

In der rechten Hosentasche fand er ein Feuerzeug. Er hielt das Feuerzeug vor seinem Gesicht und betätigte es.

"Fuck" schrie er.

„Wie kann man so dumm sein“.

Ich bin hier, wer weiß wie lange, in nahezu völliger Dunkelheit, und entzünde direkt vor meinen Augen ein Feuerzeug.

"Mann, Mann, Mann" murmelte er.

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die tanzenden Punkte verschwanden.

"Ok, zweiter Versuch"

Jeff entzündete das Feuerzeug rechts von ihm, mit ausgestrecktem Arm und schaute in die Gegenrichtung. Langsam richtete er den Blick in die Flamme. Sie war immer noch sehr hell aber das war ok.

Dann saß er einfach da und genoss die Zigarette.

Nach einer gefühlten Stunde überlegte er wie er aus dieser seltsamen Situation heraus kommt.

Ich muss erstmal die Umgebung erkunden.

Er nahm sein Feuerzeug und entzündete es, diesmal war er aber vorsichtiger.

Man konnte gerade mal 1m weit gucken. Es gab Bäume, allerdings mit einer seltsamen Rinde aber dafür hatte er jetzt keinen Kopf.

Das, was er dachte, waren keine Pfützen, sondern ein kleiner Rinnsal, der grün schimmerte. Er hielt seine Hand darüber und stellte fest, dass es an diesem Rinnsal sehr viel wärmer war. Er schnappte sich einen handlichen Ast, riss sich ein Stück von seinem Hosenbein ab, wickelte es um den Ast und tauchte es in dem Rinnsal.

Er hielt sein Feuerzeug darunter und die Fackel brannte mit grünlichen Flammen.

Hhmm, das muss irgendein brennbare Fossile sein. Aber mit so einer Farbe und in so einer Konsistenz ?

Dann… ein Geräusch, rechts von ihm.

Jeff fuhr herum, konnte aber, außer ein paar Blätter, die sich in Bodennähe bewegten, nichts erkennen.

Wahrscheinlich ein kleines Tier.

Es dauerte wieder ein Augenblick bis seine Augen sich an das Licht seiner Fackel gewöhnt hatten.

„Was ist das für eine Vegetation, diese Bäume und das Gras?“

"Was ist das für eine Gegend und wo bin ich?"

Es ist relativ still, wenig Tierstimmen oder sonstige Geräusche. Es wehte nur eine leichte Brise. Das Gras war nicht grün, sondern pechschwarz. An der Spitze hatten die Halme geschlossene Knospen. Die Rinde der Bäume wirkte wie gegerbtes Leder-trocken, zäh und unnatürlich warm. Die Blätter waren riesig, bestimmt 2 m lang. Die Baumkronen konnte er nicht sehen, dafür reichte sein Licht nicht.

Hier und da ein leichtes Rascheln. In der Ferne war ein Fauchen zu hören. Was war das?

Er schaute auf seine Armbanduhr,

Vier Uhr. Sie ist stehen geblieben.

Jetzt fiel ihm wieder was ein.

Als er an dem Volvo gearbeitet hatte, wurde er plötzlich von einem unglaublich hellen Licht geblendet. Dann wurde es dunkel und als er erwachte, fand er sich in diesem Matschloch wieder. Ich muss mir einen Überblick verschaffen, dachte er. Ein Hügel, Fehlanzeige, dafür ist das Terrain hier zu flach, zumindest was er bei dem Licht seiner Fackel sehen konnte. Vielleicht sollte ich auf einen Baum klettern.

Ok, das hört sich an wie ein Plan, aber mit der Fackel in der Hand, kann ich nicht klettern. Er suchte sich ein Baum aus und rammte die Fackel in den weichen Boden. Dann betrachtete er den Baum.

Nach dem Umfang des Stammes muss er ziemlich hoch sein.

Ok, vielleicht sehe ich in der Nähe eine Stadt oder Dorf.

Jeff begann den Aufstieg und tastete nach den nächsten Ästen über ihn. Seine Beine und Arme schmerzten immer noch, aber es wurde mit jeder Bewegung leichter. Viel sehen konnte er nicht, also alles nach Gefühl. Die Rinde war sehr griffig und die Äste waren relativ dicht bei einander gewachsen.

Zwischen den Blättern waren ebenfalls geschlossene Knospen. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht. Ast für Ast zog er sich am Baum hoch, plötzlich griff er ins Leere, er suchte seine Umgebung tastend ab aber er fand keine Äste mehr. Ich kann doch nicht schon oben sein, ich bin gerade mal 3 oder 4 Meter geklettert. Dem Umfang des Stammes zufolge müsste der Baum mindestens 30 bis 40 Meter hoch sein.

"Ich kenne keinen Baum der so wächst“.

Er tastete nach oben-nichts. Kein weiterer Ast. Kein Stamm, der sich fortsetzte. Als hätte der Baum einfach beschlossen, hier zu enden.

"Egal, ich bin oben, was soll’s“

Sein Blick suchte den Nachthimmel ab, aber es waren kaum Sterne zu sehen, geschweige denn, Sternbilder. Der Himmel war Wolkenlos, soweit er es beurteilen konnte. Der Mond, Fehlanzeige.

"Sehr seltsam „

Er schaute sich um.....Richtung Westen? keine Ahnung.

Dunkelheit, wohin er sah. Nein …da war etwas.

Ein schwacher, grüner Schimmer am Horizont.

„Na also, das ist mein Weg“

Dann machte er sich an den Abstieg.

Er tastete sich langsam runter und fand mit seinem rechten Fuß einen Ast, verlagerte sein Gewicht darauf, ließ die Äste los und fiel, wild mit den Armen nach Halt suchend auf dem Bauch im Matsch. Er fluchte laut und musste dann über sich selbst lachen.

"Manno Mann, so schnell bin ich noch nie einen Baum runter gestiegen"

Er steckte sich noch eine Zigarette an, schnappte sich die Fackel und ging los.

Die Fackel brachte nicht wirklich was. Einmal wäre er fast, trotz Fackel gegen einen Baum gelaufen.

Die Baumstämme waren unglaublich weit auseinander gewachsen. Es müssen ziemlich große Baumkronen sein.

Hier und da waren ein paar Pfützen, einige mit diesem grünen Schimmer, einige waren farblos, er traute sich noch nicht daraus trinken. Aber irgendwann blieb ihm keine andere Wahl.

Im Zweifelsfall, höre auf deinen Geschmackssinn.

Er ging jetzt schon Stunden und bekam Durst und Hunger, also suchte er sich eine kleine Pfütze aus, natürlich die farblose, legte sich auf den Bauch davor und hielt eine Handvoll Wasser vor seine Nase. Es roch leicht nach Moor und er tauchte seine Zungenspitze ins Wasser, so wie es roch, schmeckte es auch.

"Na dann Prost"

Als er seinen Durst gestillt hatte, rollte er sich auf den Rücken und blieb eine Weile so liegen. Es dauerte nicht lange und er schlief ein.

Jeff träumte von der hübschen Barkeeperin aus seinem Pub. Er flirtete heftig mit ihr und sie ging auf seinen Flirt ein. Es war nicht viel los im Pub und so hatte sie Zeit mit ihm zu reden. Sie stützte sich auf dem Tresen ab und kam mit ihrem Gesicht verdammt nah und Jeff nutzte die Gelegenheit um sie zu küssen. Erst zuckte sie zurück aber er merkte dass sie mehr wollte und sie ließ es sich gefallen. Der Kuss war heiß- dann zu wild für seinen Geschmack. Langsam erwachte er aus seinen Träumen aber der Kuss wurde immer wilder bis er die Augen öffnete und über sich ein Tier sah. Es saß auf seiner Brust und leckte Jeff sein Gesicht sabbernd mit einer unglaublich langen Zunge ab. Jeff schrie, sprang auf und das Tier verschwand in der Dunkelheit.

"Was war das?" schrie er, dann musste er lachen.