Der Schatten von Blackwood: Der Anfang

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Zusammenfassung

Sie war nie dazu bestimmt, schwach zu sein. Sie wollten nur, dass sie es glaubt. Natalia Blackwood liebt den zukünftigen Alpha des Ironwood-Rudels, seit sie Teenager waren. Als die Nacht kommt, in der er seine Gefährtin wählen muss, ist sie sich sicher, dass das Schicksal endlich sie wählen wird. Stattdessen weist er sie zurück – öffentlich, grausam und gnadenlos. Als unwürdig abgestempelt und von dem Rudel verstoßen, das sie schon immer verachtet hat, tut Natalia das Undenkbare: Sie geht. Allein. Ohne Gefährten. Als Rogue. Doch das Exil bricht sie nicht – es erweckt sie. Verborgen hinter den Grenzen der Rudel entdeckt Natalia ein Erbe, das weitaus mächtiger ist, als irgendjemand es sich je hätte vorstellen können. Unter der Anleitung eines rücksichtslosen Trainers und einer Großmutter mit gefährlichen Geheimnissen schmiedet sie sich zu etwas, mit dem Ironwood niemals gerechnet hätte. Jahre später betritt Natalia das Territorium der Dark Howlers – ein Elite-Rudel aus der Stadt, das von einem kalten, berechnenden Alpha regiert wird, der weder Schwäche … noch Widerstand duldet. Und er bemerkt sie sofort. Während alte Bande verbrennen und neue Macht erwacht, muss Natalia entscheiden, wer sie sein will – und ob der Mann, der sie einst zerstörte, einen Platz in ihrer Zukunft verdient hat … oder ihren Untergang. Eine Slow-Burn Rejected-Mate Paranormal Romance über Macht, Überleben und den Weg zur Unaufhaltsamkeit.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
29
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Kapitel 1 – Verbotene Anfänge

Natalia POV

Heute ist ein entscheidender Moment in meinem Leben. Ich stehe kurz davor herauszufinden, ob ich wirklich Damons Gefährtin bin. Vor vier Jahren haben sich unsere Wege gekreuzt. Alles begann in der Highschool, als wir als junge Turteltauben gemeinsam durch das Gefühlschaos der Jugend navigierten. Während ich an meinem Schminktisch sitze und mich akribisch für die große Party vorbereite, schweifen meine Gedanken durch unsere gemeinsamen Erinnerungen. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich das Glück haben würde, an der Seite von jemandem wie ihm zu gehen. Damon, der zukünftige Alpha des Ironwood Pack, strahlt eine Stärke und Führungskraft aus, die jeden in seinen Bann zieht. Wenn ich an unsere Anfangszeit denke, muss ich lächeln. Wäre er nicht so verzweifelt gewesen, seinen Matheunterricht zu bestehen, hätte er mich vielleicht nie bemerkt. Trotz der Herausforderungen war unsere Beziehung ein wunderschönes Abenteuer. Ja, wir hatten unsere Höhen und Tiefen, aber welches Paar hat das nicht? Jeder Moment, ob voller Freude oder Kummer, hat uns enger zusammengeschweißt, auch wenn das Gerede im Rudel mich immer wieder an meinen niedrigen Status erinnert.

„Komm schon, Natalia! Was dauert denn so lange?“ Die Stimme meiner Adoptivmutter hallt durch das Treppenhaus, durchzogen von Ungeduld und einem Hauch Sorge. Ich seufze schwer. Das Geräusch vermischt sich mit dem Rascheln meines Kleides, während ich vorsichtig in die zierlichen Absätze schlüpfe. Sie lassen mich größer wirken, verstärken aber auch meine Nervosität. Jeder Schritt die Treppe hinunter fühlt sich an wie eine Reise durch ein Labyrinth aus Gefühlen. Ich komme meinen Adoptiveltern näher, die bereits gespannt auf mich warten.

Während ich hinabsteige, muss ich an die Leere denken, die meine leiblichen Eltern hinterlassen haben. Sie sind Gestalten, die in Geheimnisse und Tuscheleien gehüllt sind. Ich bin mit Geschichten über ihren Mut und ihren Verrat aufgewachsen. Sie waren Krieger, die einst für das Rudel kämpften, sich aber schließlich gegen es wandten. Diese Erzählung lag wie ein schwerer Mantel auf meinen Schultern – einer, den ich nie wirklich akzeptieren konnte. Tief in meinem Inneren habe ich immer an der Wahrheit ihrer Taten gezweifelt. Ich habe mich gefragt, ob sie wirklich die Bösewichte waren, als die das Rudel sie darstellte.

„Wir müssen uns beeilen! Wir dürfen die mit Spannung erwartete Zeremonie zum Erwachsenwerden des Alphas nicht verpassen“, drängte mein Adoptivvater. Seine Stimme war fest, aber voller Vorfreude. Als wir uns auf den Weg zum Rudelhaus machen, überrollt mich eine Welle der Angst und des Schreckens. Der Gedanke, dass ich vielleicht nicht Damons vorherbestimmte Gefährtin bin, nagt an mir, auch wenn ein Teil von mir an diese Hoffnung klammert. Die Verbindung, die ich zu ihm spüre, ist anders als alles, was ich je erlebt habe. Es ist ein Band, das über das Gewöhnliche hinausgeht.

Als ich durch den Haupteingang des Rudelhauses trete, knistert die Luft vor Aufregung. Der elegante Ballsaal ist mit funkelnden Lichtern und festlicher Dekoration geschmückt, die ein warmes Licht auf die versammelte Menge wirft. Mein Herz klopft wild, während ich den Raum absuche. Ich suche nach Damon, dem Mann, der mein Herz gestohlen und meine Hoffnungen entfacht hat. Da ist er. Er steht selbstbewusst bei seinen Freunden. Lachen dringt aus ihrer Gruppe, während sie an der Rückwand lehnen und ein Charisma versprühen, das jeden anzieht.

Entschlossen mache ich mich auf den Weg zu ihm und schlängle mich durch kleine Gruppen von Rudelmitgliedern, die sich angeregt unterhalten. Doch gerade als ich einen Funken Hoffnung spüre, werde ich jäh aufgehalten – von niemand Geringerem als Carmella, der Tochter des Betas. Sie stellt sich mir in den Weg, ihre Haltung strahlt Autorität und Verachtung aus. Ein süffisantes Lächeln spielt auf ihren Lippen und lässt mir einen Schauer über den Rücken laufen.

„Was glaubst du eigentlich, was du hier zu suchen hast?“ spottete sie, ihre Stimme triefte vor Herablassung. „Erzähl mir nicht, dass du wirklich glaubst, du wärst Damons Gefährtin.“ Ihr Lachen klingt schrill und spöttisch durch den Saal. „Ich will dir ja nicht den Spaß verderben, aber du bist ein Niemand in diesem Rudel. Damon amüsiert sich nur gerade mit dir, aber mehr als eine nutzlose Omega wirst du nie sein.“

Ihre Worte treffen mich hart. Jede Silbe erinnert mich an das Gerede, das mir ständig folgt, und an die Zweifel, die an meinem Selbstvertrauen nagen. Ich stehe einfach da, das Herz hämmert in meiner Brust. Ich spüre das Gewicht ihres Urteils und die Blicke des Rudels, während ich mit der Realität meines Platzes in dieser Welt ringe.

Ich atme tief durch und lasse die Anspannung abfallen, während ich ihren Blick festhalte. Ich spüre, wie sich die Schwere des Augenblicks um uns legt. „Schon bald werden wir erfahren, wem Damons Herz wirklich gehört“, verkünde ich. Meine Stimme ist fest, trotz des Gefühlssturms, der in mir tobt. „Und selbst wenn das Schicksal nicht auf meiner Seite steht, lasse ich mich nicht von deiner Arroganz unterkriegen. Ich bin mehr als nur ein Schatten in diesem Rudel.“ Mit einem Anflug von Trotz schubse ich sie beiseite. Diese Bewegung ist getrieben von Wut und Entschlossenheit. Jeder Schritt, den ich auf Damon zugehe, fühlt sich bewusst an. Mein Herz rast, während ich mich durch die Menge navigiere. Die Zweifel hallen in meinem Kopf nach, doch sie werden überlagert von dem Fünkchen Hoffnung, dass er sich vielleicht doch für mich entscheidet.

Als ich ihn erreiche, hüllt mich sein warmes Lächeln ein wie eine weiche Decke. Er zieht mich sanft näher und legt seinen Arm sicher um meine Taille. In diesem Moment fühle ich mich sicher und zugehörig, auch wenn ich inmitten der verurteilenden Blicke der anderen stehe. Ihr Spott durchschneidet die festliche Atmosphäre, doch in seiner Umarmung finde ich Trost – ein Schutzraum vor der harten Realität. Mein Herz schwillt an vor Hoffnung und Angst. Ich wünschte, dieser Moment würde ewig dauern. Ich sehne mich danach, dass sein Schutz mich vor dem Gerede bewahrt, das meine Gedanken verfolgt. Schließlich hält er mein Herz, und ich habe ihm meine ersten Erfahrungen von Liebe, Vertrauen und Verletzlichkeit anvertraut, was diese Verbindung für mich so kostbar macht.