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I ❤️ New York

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Zusammenfassung

Lebe mit Liebe oder sterbe allein… Der sechzehnjährige Noah Nathaniel O’Conner ist der Sohn eines berühmten Unternehmers und einer gefeierten Schauspielerin. Während seine Eltern um die Welt reisen, verbringt er seine Zeit in einem Internat für reiche Kids und hält sich nur selten an die Regeln. Heimliche Partys, nächtliche Ausflüge und Clubs gehören für ihn zum Alltag. Als plötzlich der siebzehnjährige Mason Carter auftaucht, ist Noah alles andere als begeistert. Angeblich ist er der Sohn alter Freunde seiner Familie und soll einige Monate am Internat verbringen. Ruhig, höflich und unerträglich vernünftig geht er ihm vom ersten Tag an auf die Nerven. Mason Carter ist der Sohn eines ehemaligen Soldaten und Geheimdienstagenten. Er wohnt im Ausbildungszentrum für Bodyguards seines Vaters. Kampftraining, Schusswechsel und Aufmerksamkeitstraining gehören für ihn zum Alltag. Eigentlich ist er ein sehr gelassener und professioneller Typ, aber als er geschickt wird um den jungen Promi Noah O’Conner zu beschützen, merkt er schnell das die Gefahr nicht immer nur von außen kommt. Zwischen Partys, Alkohol und Drogen versucht er Noah zu beschützen, der es ihm nicht gerade leicht macht, nicht aufzufliegen. Aber die beiden merken schnell, vielleicht ist die größte Gefahr nicht die, vor der Mason Noah beschützen soll, sondern die Gefühle, die keiner von beiden geplant hatte.

Status:
In Arbeit
Kapitel:
2
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Prolog


-Noah

Musik dröhnt in meinen Ohren und der Bass vibriert in meinem Brustkorb, während Menschen sich an mir vorbei schieben. Irgendwo singt jemand laut und schief, irgendwo anders lacht jemand so laut, dass es selbst die Musik übertönt. Ich grinse und schiebe mich durch die Menge.

„Noah!“

Jemand packt meinen Arm. Ich drehe mich um und entdecke Simon, der mich missbilligend ansieht. „Sag mir bitte, dass wir gleich nach Hause gehen.“

„Die Party hat doch gerade erst angefangen.“

Sein Blick sagt deutlich, was er von dieser Aussage hält. „Aber im Internat ist bald Ausgangssperre?“

„Das hat uns doch noch nie abgehalten.“ Ich hebe mein Glas und proste ihm zu. Simon verdreht die Augen.

„Irgendwann werden wir von der Schule fliegen.“

„Wäre doch nicht das erste Mal.“

Er stöhnt genervt auf und verschwindet wieder in der Menge. Ich lache leise. Seit wir das letzte Mal fast von der Schule geflogen wären und mein Vater die Direktorin nur mit einer weiteren großzügigen Spende davon abhalten konnte, ist Simon so unentspannt geworden. Aber ich bleibe.


Irgendwann wird es immer stickiger. Immer mehr Menschen strömen herein. Es riecht stark nach Alkohol und die Stimmung wird immer ausgelassener. Ich komme gerade von der Tanzfläche und möchte mir etwas zu trinken besorgen, als ich laute Stimmen vernehme. Erst ignoriere ich sie, auf Partys streiten immer Leute, doch die Stimmen werden immer lauter und auch aggressiver. Irgendetwas fällt scheppernd zu Boden und alles wird für einen Moment lang still. Plötzlich fängt jemand an zu schreien und die Menge rennt Richtung Ausgang. Ich kann nicht erkennen was los ist, aber im nächsten Moment fliegen leere Flaschen durch die Luft. Die erste verfehlt mich, doch die nächste trifft. Ein Schmerz durchzuckt meinen Kopf. Die Welt kippt. Ich taumele. Benommen blinzle ich.

„Noah!“

Jemand ruft meinen Namen. Es klingt weit weg. Ich kann nicht sagen, wer. Mein Kopf hämmert. Etwas Warmes läuft über meine Schläfe. Ich greife danach. Als ich meine Hand zurückziehe, ist sie rot verfärbt. Blut. Der Gedanke kommt erstaunlich ruhig.

Ich will etwas sagen, einen Witz machen, irgendetwas, doch meine Knie geben nach. Der Boden kommt mir entgegen. Menschen bewegen sich über mir. Alles ist verschwommen: Gesichter, Schatten, Lichter und Stimmen. So viele Stimmen.

„Ruft einen Krankenwagen!“

„Er blutet!“

„Geht zurück!“

„Lasst ihn atmen!“

Langsam wir die Welt dunkler und schließlich endgültig schwarz.



-Mr. O´Conner

Das gleichmäßige Piepen der Geräte geht mir inzwischen auf die Nerven. Und auch dieser klinisch beissende Geruch ist nicht gerade angenehm.

Noah schläft. Zumindest hoffe ich das. Er wirkt so ruhig und friedlich und nicht wie jemand der gerade fast gestorben wäre.

Mein Junge liegt regungslos im Krankenhausbett. Ein Verband zieht sich um seinen Kopf, sein Arm steckt in einer Schlinge, und die dunklen Schatten unter seinen Augen lassen ihn älter wirken als sechzehn. Ich sitze seit ein paar Stunden schon neben seinem Bett. Als der Anruf kam, dass mein Sohn im Krankenhaus sei, habe ich mich sofort in den nächsten Flieger gesetzt. Meine Frau konnte leider nicht vom Dreh weg.

Langsam fahre ich mir mit einer Hand durchs Gesicht.

Als Noah klein gewesen war, hatte ich geglaubt, ich könne ihn vor allem beschützen:

vor Enttäuschungen, vor Fehlern, vor Schmerzen. Heute weiß ich es besser. Ich verstehe nicht warum, aber manche Menschen stürzen sich mit offenen Augen ins Chaos. Und mein Sohn ist einer von ihnen. Er macht es nicht aus Absicht oder Bosheit, das ist mir klar, aber er besitzt diese besondere Fähigkeit, immer genau dort zu sein, wo Probleme entstehen. Und wenn sie nicht entstehen, scheint er sie manchmal versehentlich selbst zu erschaffen. Normalerweise würde ich darüber lächeln und mir sagen das Teenager nunmal so waren, aber… es ist noch nie so schlimm gewesen. Hätte er sich nicht auch noch vor seinen Bodyguards davon geschlichen, hätte das Ganze vielleicht weniger schlimm geendet. Ich weiß, dass er es hasst überwacht zu werden, aber ohne Mike und Steve wäre er - so fies das jetzt klingen mag - schon draufgegangen.

Mein Blick wandert erneut zu meinem schlafenden Sohn.

„Du machst es mir wirklich nicht leicht“, seufze ich und stehe auf. Ich will es zwar nur sehr ungern tun, doch du lässt mir keine andere Wahl.


Draußen auf dem Flur ist es ruhiger. Die meisten Besucher sind längst gegangen. Nur vereinzelte Schritte hallen durch die Gänge. Ich ziehe mein Handy aus der Tasche um den Mann anzurufen, der mir Mike und Steve vermittelt hat. Ich drücke auf anrufen. Es klingelt zwei Mal, dann nimmt jemand ab.

„Ich habe den Bericht von Mike bereits vorliegen, er konnte mir jedoch nicht sagen wie schlimm es ist.“

„Hallo, Chef.“

„…Muss ich mir Sorgen machen?“, fragte die Stimme besorgt.

„Er wäre fast gestorben, aber jetzt ist sein Zustand stabil“, antworte ich. Eine kurze Pause entsteht in der niemand etwas sagt.

„Mike und Steve haben ihr bestes gegeben.“

„Ich weiß. Mein Junge kann echt anstrengend sein“, gebe ich zu und seufze.

„Ich glaube ich weiß, was du jetzt von mir willst.“ Wieder eine kurze Pause.

„Er wird dich dafür hassen.“

„Das ist mir egal. Lieber hasst er mich, als dass ich irgendwann an seinem Grab stehe.“

Die Worte bleiben zwischen uns hängen.

„Er ist der Beste“, sage ich irgendwann leise, „und er ist diskret.“

„So wie ich ihn kenne und was ich von Mike und Steve gehört habe, wird er ihn wahrscheinlich nach zwei Tagen erwürgen.“

„Dann gib ihm drei“, ich lächle leicht und auch am anderen Ende ertönt ein leises Lachen.

„Also?“, frage ich.

„Ich rede mit ihm.“

Es ist keine Zusage, aber auch keine Absage.

Ich nicke. „Danke.“

„Bedank dich später.“

Der Chef legte auf.


Für einen Moment bleibe ich allein auf dem Flur stehen. Dann stecke ich das Handy weg und blicke durch die Glasscheibe. Noah schläft immer noch. Ich weiß, dass wenn er es rausfindet seine Reaktion katastrophal ausfallen wird. Doch diesmal werde ich nicht nachgeben.

„Tut mir leid, Noah.“ Leise schüttle ich den Kopf. „Aber diesmal hast du keine Wahl.“



Kapitel
1. Prolog
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