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Warmes Bernsteinlicht und verborgene Füße in fremden Leder

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Zusammenfassung

Leon genießt elf Tage Alleinsein im Elternhaus, erkundet seine verborgenen Begierden in seiner Mutter Kleidern – bis die Nachbarn Herr und Frau Weber, die täglich nach dem Rechten sehen sollen, ihn bei seinem Geheimnis ertappen. Sie haben ihn bereits vor Stunden gefilmt, als er ahnungslos auf der C…

Genre:
Erotica
Autor:
Misttueck
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
1
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Die Hitze liegt heute so dick in der Luft, dass sie sich fast greifen lässt. Leon steht am Küchenfenster und schaut in den Garten seiner Eltern. Die Rosen im Beet hängen leicht geknickt unter der Last der Nachmittagssonne, und über dem Apfelbaum flimmert die Luft wie über heißem Asphalt. Er ist alleine. Endlich. Seine Eltern sind seit drei Tagen auf Teneriffa, und er hat noch elf Tage dieses Hauses ganz für sich. Kein Gerede, keine Fragen, kein Blick über die Schulter, wenn er um halb drei nachts noch in der Küche steht. Nur er und die Stille.

Er heißt Leon, ist fünfundzwanzig, eins zweiundachtzig groß, achtundsiebzig Kilo. Er treibt Sport, seit er denken kann – Laufen, Schwimmen, gelegentlich Crossfit – und sein Körper ist das, was man wohl durchtrainiert nennen würde. Kurze, dunkle Haare, braune Augen, und bis auf die Haare auf dem Kopf rasiert er alles. Jeden Zentimeter. Er mag das Gefühl der Glätte auf seiner Haut, das kühle Gleiten eines Laken über nackte Waden, die Art, wie Wasser nach dem Duschen in Tropfen stehen bleibt statt im Haar hängen zu bleiben. Es ist eine Frage von Pflege. Und, wenn er ehrlich ist, von Kontrolle.

Heute ist einer dieser Tage, an denen die Hitze alles verlangsamt. Die Uhr im Flur zeigt halb vier, und er hat bisher nichts gemacht, außer auf der Couch zu liegen, Wasser zu trinken und sich überlegt, ob er überhaupt heute noch vor die Tür gehen soll. Der Kühlschrank summt in der Küche. Im Garten summen die Bienen über den Lavendelbüschen, und irgendwo in der Nachbarschaft klappert eine Windrassel. Das Haus riecht noch immer nach dem Kaffee, den er heute Morgen gemacht hat, vermischt mit dem warmen, sonnendurchfluteten Geruch von Holz und Teppichboden. Es ist der Geruch von Ferien. Von Freiheit.

Er steht vom Küchentisch auf, stellt sein Glas in die Spüle und geht den Flur entlang nach oben. Seine Finger gleiten über das kühle Geländer aus poliertem Eichenholz, das sein Vater vor Jahren selbst installiert hat. Jede Stufe knarrt vertraut unter seinen nackten Füßen. Oben angekommen bleibt er vor dem Schlafzimmer seiner Eltern stehen. Die Tür steht offen, das Bett ist gemacht – sauber, ordentlich, die weiße Tagesdecke straff gezogen. Die Vorhänge sind halb zugezogen, und das Licht fällt in schmalen Streifen auf den Teppich. Es riecht hier nach seiner Mutter. Nach ihrem Parfüm, einer Mischung aus weißem Tee und Moschus, und nach dem Lavendelsäckchen, das sie immer auf dem Nachttisch liegen hat.

Er tritt ein. Seine nackten Fußsohlen drücken sich in den weichen, creme-farbenen Teppich. Auf dem Bett liegen frisch gewaschene Wäschestücke, die seine Mutter vor der Abreise noch zusammengelegt, aber nicht weggeräumt hat. Ein Stapel Tücher, Handtücher, und darunter – ihre Sachen. Er sieht die Spitze eines schwarzen Slips, der leicht aus dem Stapel herausschaut. Daneben ein beigefarbenes Paar Nylons, sorgfältig zusammengelegt, so dünn, dass das Licht der Leselampe durch den Stoff scheint.

Er bleibt stehen. Sein Blick haftet an den Nylons. Er greift danach, hebt sie auf, lässt sie zwischen Daumen und Zeigefinger gleiten. Der Stoff ist kühl und unglaublich fein, fast nicht vorhanden. Er riecht nach dem Waschmittel seiner Mutter – einem teuren, französischen, das nach Sandelholz und Rose duftet. Aber darunter liegt ein anderer Geruch, schwach, kaum merkbar. Ein Geruch, der nicht vom Waschmittel stammt. Ein Geruch, der zur Haut gehört. Zu ihrer.

Er hält sich den Nylon an die Nase und atmet ein. Tief. Der Duft füllt seine Nasenhöhlen, und etwas in seiner Brust zieht sich zusammen. Sein Puls beschleunigt sich, ganz leicht, ein Anstieg wie beim ersten Schritt auf eine hohe Leiter. Er lässt den Stoff wieder sinken und greift nach dem Slip. Schwarze Spitze, schmal geschnitten, mit einem schmalen Baumwollfutter im Schritt. Er streicht mit dem Finger darüber und spürt die feine Struktur der Spitze unter seiner Fingerkuppe. Dann hält er auch ihn an sein Gesicht. Der Geruch ist hier intensiver, erdiger, wärmer. Er schließt die Augen.

Er weiß nicht, wie lange er da steht. Eine Minute vielleicht. Vielleicht zwei. Die Hitze des Tages liegt drückend im Zimmer, und auf seiner Stirn perlt ein Schweißtropfen. Er öffnet die Kommodenschublade seiner Mutter und findet, was er vermutet hat: ein weiteres Paar Nylons, ein halblanges Negligé in blassrosa mit einem schmalen Träger und einer Spitzenbordüre am Saum, und ein Paar schwarzer Pumps mit einem mittleren Absatz, so sechs, sieben Zentimeter. Die Sohlen sind leicht abgelaufen, die Innenseiten zeigen den leichten Abdruck ihrer Füße. Größe achtunddreißig. Seine Füße sind größer, dreiundvierzig, aber er drückt seinen Fuß trotzdem in einen der Schuhe. Er klemmt. Die Ferse steht heraus. Aber er spürt das Leder an seinem Spann, und das zieht etwas in ihm nach unten, eine Konzentration, die sich in seinem Unterleib sammelt.

Er setzt sich auf die Bettkante. Das Bett seiner Eltern. Die Matratze gibt unter seinem Gewicht nach. Er streift die Nylons über seine Hände und zieht sie an. Der Stoff spannt über seine Waden, über seine Knie, die Muskeln seiner Oberschenkel. Bei ihm reißt er nicht, aber er spannt sich deutlich, wird dünn an den Stellen, wo seine Beine dicker sind als die seiner Mutter. Er streicht mit den Handflächen über seine Schenkel und spürt die Glätte des Nylons auf seiner rasierten Haut. Es ist ein Gefühl wie ein Kribbeln, wie ein leises Summen unter der Haut.

Dann das Negligé. Er zieht es über den Kopf. Es riecht nach dem Schrank seiner Mutter, nach Zedernholz und Lavendel. Der Stoff fällt über seine Schultern, liegt leicht und kühl auf seiner Brust, und der Saum endet knapp über seinen Oberschenkeln. Die Spitzenbordüre kitzelt an der Innenseite seiner Oberschenkel. Er greift nach dem schwarzen Slip und zieht ihn an. Er spannt über seinem Becken, der schmale Stoff im Schritt presst sich gegen ihn, und er ist hart. Offensichtlich, unübersehbar. Der Stoff des Slips wölbt sich, und die feuchte Stelle, die sich bildet, sickert durch die Spitze.

Er steht auf und geht zum Spiegel auf dem Schminktisch seiner Mutter. Was er sieht, lässt ihn innehalten. Ein sportlicher Mann in einem rosa Negligé, schwarze Nylons an den Beinen, ein Slip, der nichts verbirgt. Seine Schultern sind zu breit für den schmalen Schnitt, seine Knie zu knotig, seine Hände zu groß. Aber der Kontrast – die harte, trainierte Muskulatur unter dem zarten Stoff – erzeugt etwas, das er nicht benennen kann. Etwas, das sein Herz schneller schlagen lässt und das Blut in seinen Schwanz treibt, bis er gegen den engen Slip drückt.

Er öffnet eine weitere Schublade und findet einen schwarzen String, eines der schmalen, fast nichtigen Dinge, die seine Mutter gelegentlich trägt. Er zieht ihn nicht an, sondern legt ihn über seinen Kopf, so dass der schmale Stoffstreifen über seiner Stirn liegt und die Schleifenbänder an den Seiten herunterhängen. Es ist absurd. Es ist bescheuert. Und es macht ihn noch härter.

In einer anderen Schublade findet er Manschetten. Vier Stück. Schwarze, gepolsterte Manschetten mit Klettverschlüssen und Metallringen, die seine Mutter vermutlich für eine Schulterverletzung benutzt hat, die aber eindeutig auch anders verwendet werden könnten. Er befestigt sie an seinen Handgelenken und Knöcheln. Das Gewicht des Metalls, das Klicken der Ringe, der Druck des gepolsterten Stoffes auf seiner Haut – es verändert sein Empfinden. Er ist nicht mehr nur Leon. Er ist etwas anderes. Etwas, das auf etwas wartet.

Er geht zurück zum Spiegel. Er dreht sich, betrachtet sich von der Seite, von hinten. Die Nylons spannen über seine Waden, die Manschetten an den Knöcheln klirren leise bei jedem Schritt. Das Negligé schwingt um seine Oberschenkel. Er legt eine Hand auf seinen Schwanz, der durch den Slip drückt, und streicht langsam darüber. Sein Atem geht flacher. Die Hitze im Zimmer ist drückend, und Schweiß läuft an seinem Hals hinab, unter den Stoff des Negligés.

Er braucht ein Bier.

Er verlässt das Schlafzimmer und geht die Treppe hinunter. Seine nackten Füße sind jetzt in den Pumps seiner Mutter, und das verändert sein Gehen. Er geht anders, vorsichtiger, die Füße leicht nach innen gedreht, der Schwerpunkt weiter hinten. Jeder Schritt auf dem Holz der Treppe erzeugt ein leises, hohles Klicken, das sich im Treppenhaus bricht. Im Flur ist es kühler. Die Fliesen unter seinen Schuhen sind glatt und kalt.

Er geht in den Keller. Die Kellertür steht offen, und die kühle Luft schlägt ihm entgegen wie ein Schlag. Gefliester Boden, weiß und grau, die Wände aus grobem Putz. Der Kühlschrank summt in der Ecke, und auf einem Kastendeckel liegen ein paar leere Flaschen. Er öffnet den Kühlschrank, und das Licht fällt auf die Flaschen im unteren Fach. Er greift nach einem Bier, öffnet es mit dem Öffner an der Wand und trinkt. Das Kalte rinnt seine Kehle hinab, und der bittere, hopfige Geschmack mischt sich mit dem Rest von Sandelholz und Rose, der noch in seiner Nase hängt.

Er steht im Keller, in den Nylons und dem Negligé seiner Mutter, den String über dem Kopf, die Manschetten an Armen und Beinen, und trinkt Bier. Sein Schwanz ist hart, drückt gegen den Slip, und er spürt jeden Herzschlag als Puls im Schritt. Er nimmt noch einen Schluck und geht wieder nach oben.

Im Flur bleibt er stehen. Er braucht eine Zigarette. Er hat vor drei Monaten aufgehört, aber heute – heute ist ein Tag, an dem das nicht zählt. Er greift nach der Schachtel, die er in der Jackentasche seiner Winterjacke im Flurschrank versteckt hat, und zündet eine an. Der erste Zug brennt in seiner Lunge, und der Nikotin-Schwindel legt sich über ihn wie ein warmer Nebel.

Er geht ins Wohnzimmer und lässt sich auf die Couch fallen. Die Fernbedienung liegt auf dem Glastisch, und er schaltet den Fernseher ein. Musikkanal. Irgendein Sommersong, basslastig und träge. Er dreht die Lautstärke etwas höher und zieht an der Zigarette. Der Rauch steigt in trägen Spiralen zur Decke. Sein Blick wandert über seinen Körper: die Nylons an seinen Beinen, die Manschetten an den Knöcheln, das Negligé, das sich über seiner Brust spannt, den Slip, der seinen harten Schwanz kaum verdeckt. Er legt den Kopf zurück und schließt die Augen. Der Bass der Musik vibriert in seiner Brust.

Er hört die Musik. Er hört das Summen des Kühlschranks aus der Küche. Er hört die Bienen im Garten und das Klappern der Windrassel. Was er nicht hört, ist das leise Klicken einer Haustür, die geöffnet und wieder geschlossen wird.

Frau Weber tritt als Erste ein. Sie trägt ihr Blumenprintkleid, beige Pumps mit mittlerem Absatz, und ihre Sonnenbrille ist auf den Kopf geschoben, in ihr dunkles, kurz geschnittenes Haar. Sie ist einundfünfzig, schmal, mit dem gleichmäßigen Gesicht einer Frau, die gelernt hat, ihre Reaktionen zu kontrollieren. Hinter ihr kommt Herr Weber. Breiter, grau an den Schläfen, ein kurzes Hemd und Sandalen. Sie haben einen Schlüssel, den seine Eltern ihnen für genau solche Momente gegeben haben. Nach dem Rechten sehen. Einmal am Tag, das war die Absprache.

Sie stehen im Flur. Die Pumps von Frau Weber klicken auf den Fliesen. Sie hören die Musik aus dem Wohnzimmer. Sie hören sein Summen, seinen Gesang, das leise, tonlose Brummen, das er macht, wenn er zufrieden ist. Sie sehen sich an. Herr Weber hebt eine Augenbraue. Frau Weber presst die Lippen zusammen, aber die Mundwinkel zucken. Sie bewegen sich lautlos über den Flur, und Frau Webers Schritte sind erstaunlich leise für eine Frau in Pumps. Sie hat gelernt, auf Absätzen zu gleiten statt zu stampfen.

Er liegt auf der Couch, die Beine angewinkelt, die Füße in den Pumps seiner Mutter auf dem Glastisch. Das Negligé ist hochgerutscht und zeigt die Nylons an seinen Oberschenkeln, die Manschetten an den Knöcheln, den Slip, der seinen harten Schwanz umschließt. Der String seiner Mutter hängt über seinem Kopf, die Schleifenbänder baumeln an den Seiten seines Gesichts. In der rechten Hand hält er die Zigarette, in der linken das Bier. Der Fernseher läuft. Die Musik dröhnt.

Frau Weber steht im Türrahmen. Sie sieht ihn. Sie sieht alles.

Er merkt es nicht.

Sie beobachtet ihn, wie er an der Zigarette zieht, wie der Rauch aus seiner Nase steigt, wie er einen Schluck Bier nimmt und sich mit der Hand über den Schwanz streicht, ohne es wirklich zu merken, eine unbewusste Geste, wie man sich über den Bauch streicht. Sie sieht die Nylons, die Manschetten, den String über seinem Kopf, das Negligé. Sie sieht die harte Beule im Slip.

Herr Weber stellt sich neben sie. Sein Gesicht ist ein Studium in Neutralität, aber seine Augen wandern über ihn wie über eine Kuriosität in einem Museum. Er schaut zu seiner Frau. Sie schaut zurück. Einer dieser Blicke, die ganze Gespräche ersetzen. Dann grinst er. Sie grinst zurück. Ein kurzes, flüchtiges Grinsen, das sofort wieder verschwindet.

Frau Weber zieht ihr Handy aus der kleinen Tasche, die an der Seite ihres Kleides sitzt. Sie entsichert es, und der Bildschirm leuchtet auf. Sie hält es hoch, und die Kamera ist auf ihn gerichtet. Sie filmen ihn. Frau Weber hält das Handy ruhig, mit der Sicherheit einer Frau, die weiß, was sie tut. Sie zoomt leicht heran, fängt die Details ein – die Nylons an seinen Beinen, die Manschetten, den String über seinem Kopf, die Beule im Slip, die Zigarette in seiner Hand, das Bier in der anderen. Sie filmen ihn, wie er auf der Couch liegt, völlig ahnungslos, völlig versunken in Musik und Hitze und Erregung.

Herr Weber beugt sich zu seiner Frau und flüstert etwas, das Leon nicht hören kann. Frau Weber nickt, fast unmerklich. Sie lassen die Kamera laufen. Dreißig Sekunden. Eine Minute. Sie fangen sein Summen ein, sein Streichen über den Slip, das leise Stöhnen, das aus seiner Kehle kommt, wenn er den Druck auf seinem Schwanz spürt. Frau Webers Augen verengen sich leicht, und ein kaum merkliches Lächern spielt um ihre Lippen. Herr Weber hat die Arme verschränkt und beobachtet ihn mit einem Ausdruck, der zwischen Belustigung und Berechnung schwankt.

Dann, so leise wie sie gekommen sind, ziehen sie sich zurück. Frau Weber senkt das Handy, wischt über den Bildschirm, und sie gleiten zurück durch den Flur. Die Haustür schließt sich mit einem kaum hörbaren Klicken. Die Pumps auf den Fliesen – der letzte Ton, der verblasst, bevor die Stille des Hauses ihn wieder umschließt. Er liegt auf der Couch, Bier in der Hand, Zigarette in der anderen, den Schwanz hart im Slip seiner Mutter, und er hat nichts bemerkt. Nichts.

Zwei Stunden vergehen. Die Sonne ist tiefer gesunken, und das Licht im Wohnzimmer hat die Farbe von warmem Bernstein. Er hat drei Bier getrunken, vielleicht vier, und die Leere in seinem Kopf hat sich zu einem warmen, summenden Gefühl verdichtet. Die Hitze ist immer noch da, aber jetzt ist sie träger, weicher, als ob der Tag selbst müde geworden ist. Er hat die Musik leiser gestellt, aber nicht ausgestellt. Der Bass pulsiert wie ein zweiter Herzschlag.

Er steht auf. Die Pumps seiner Mutter drücken an seinen Füßen, aber er hat sich an das Gefühl gewöhnt. Er geht durch den Flur, und seine Schritte sind jetzt leichter, unbeschwerter, das Klicken der Absätze auf den Fliesen ein Rhythmus, der sich mit dem Summen in seinem Kopf synchronisiert. Die Manschetten an seinen Knöcheln klirren bei jedem Schritt. Er trägt immer noch das Negligé, die Nylons, den Slip. Den String hat er vom Kopf genommen und um sein Handgelenk gewickelt, wie ein Armband.

Er geht in die Küche und holt sich ein weiteres Bier. Der Kühlschrank summt, das Licht fällt auf die Flaschen, und er öffnet eine und trinkt. Das Bier ist kühler als die Luft im Raum, und der bittere Geschmack vermischt sich mit dem süßen, schweren Gefühl in seiner Brust. Er steht am Küchentisch, in den Nylons und dem Negligé seiner Mutter, und er ist dauergeil. Sein Schwanz drückt gegen den Slip, halb hart, halb schwach, aber immer noch da, immer noch präsent, ein Puls, der nicht aufhört.

Er geht durch die Terrassentür in den Garten. Die Luft ist noch warm, aber der Wind, der jetzt kommt, ist kühler. Er streift über seine Haut, über das Negligé, über die Nylons an seinen Beinen, und er spürt jeden Quadratzentimeter Stoff auf seiner Haut. Die Sonne liegt tief über den Dächern der Nachbarn, und der Garten ist in ein goldenes Licht getaucht. Die Rosen seiner Mutter leuchten rot, der Lavendel violett, und die Bienen sind verschwunden. Nur die Windrassel klappert noch, leiser jetzt.

Er geht über den Rasen, die Pumps sinken in das weiche Gras ein, und er muss lachen. Ein kurzes, helles Lachen, das in der warmen Luft hängen bleibt. Er steht im Garten seiner Eltern, in den Nylons und dem Negligé seiner Mutter, den Slip, der seinen Schwanz umschließt, die Manschetten an den Handgelenken und Knöcheln, und er trinkt Bier. Er hebt das Fläschchen und trinkt, und das Bier rinnt seine Kehle hinab, und er spürt es in seinem Magen, warm und bitter.

Er geht um das Haus herum, den schmalen Weg entlang, der an der Garagenwand vorbeiführt. Der Kies knirscht unter den Pumps, und er muss aufpassen, dass er nicht umknicke. Die Manschetten an seinen Knöcheln klirren, und der String flattert an seinem Handgelenk. Er ist um das Haus herumgegangen und steht jetzt an der Vorderseite, an der Einfahrt. Die Straße ist leer. Die Nachbarn sind drinnen, beim Abendessen oder vor dem Fernseher. Niemand sieht ihn. Er steht an der Einfahrt, in den Nylons und dem Negligé seiner Mutter, und er ist hart, und er ist betrunken, und es ist ihm egal.

Dann hört er es. Ein Klicken. Leise, aber deutlich. Das Klicken von Pumps auf Fliesen. Drinnen. Im Haus.

Er erstarrt. Sein Herz schlägt einmal, hart, gegen seine Rippen. Dann noch einmal. Er lauscht. Die Windrassel klappert. Ein Auto fährt irgendwo in der Straße vorbei. Aber unter dem Rauschen der Welt hört er es wieder – ein leises, gedämpftes Klicken, wie von Schritten auf Stein.

Jemand ist im Haus.

Er geht zur Terrassentür und schaut hinein. Die Küche ist leer. Das Licht ist aus. Aber durch den Flur sieht er einen Schatten, der sich bewegt. Und dann sieht er Frau Weber.

Sie steht im Flur. Das Blumenprintkleid, die beige Pumps, die Sonnenbrille auf dem Kopf. Sie hat die Hände gefaltet, und sie lächelt. Nicht das flüchtige Grinsen von vor zwei Stunden. Ein echtes Lächeln, langsam und sicher, das die Augen nicht erreicht.

Hinter ihr steht Herr Weber. Er hat die Arme verschränkt und lehnt an der Wand unter der Treppe. Sein Gesicht ist ruhig, aber seine Augen sind auf ihn gerichtet, und sie wandern über seinen Körper – über das Negligé, die Nylons, den Slip, die Manschetten – mit einem Ausdruck, den er nicht deuten kann.


Frau Weber

Na, Leon. Schön, dass du dich so wohl fühlst.

Sein Magen zieht sich zusammen. Sein Mund öffnet sich, aber kein Ton kommt heraus. Sein Schwanz, der halb weich geworden war, zuckt im Slip seiner Mutter, und er spürt, wie das Blut wieder einströmt, wie er hart wird, gegen den dünnen Stoff drückt, und er kann es nicht aufhalten. Er ist im Garten gestanden, in den Sachen seiner Mutter, und sie haben ihn gesehen. Sie haben ihn gefilmt. Und jetzt stehen sie in seinem Haus, und er steht hier, in den Nylons und dem Negligé, und er ist hart, und er kann nichts dagegen tun.


Herr Weber

Wir haben uns gedacht, wir schauen noch mal vorbei.

Sein Ton ist neutral, aber unter dem Neutralen liegt etwas anderes. Etwas wie Befriedigung. wie ein Jäger, der die Falle geprüft und einen Fang gefunden hat.

Frau Weber macht einen Schritt auf ihn zu. Die Pumps klicken auf den Fliesen, und das Geräusch ist laut in der Stille des Hauses. Sie ist kleiner als er, aber in dem Moment, in dem sie auf ihn zukommt, scheint sie größer. Ihr Blick wandert über ihn, von den Pumps an seinen Füßen – die seiner Mutter gehören, das sieht sie sofort – über die Nylons an seinen Waden, über den Slip, der seinen harten Schwanz umschließt, über das Negligé, über die Manschetten an seinen Handgelenken, über den String, der um sein Handgelenk gewickelt ist. Sie registriert jedes Detail.


Frau Weber

Du hast dich wirklich bequem eingerichtet. Die Sachen deiner Mutter stehen dir nicht schlecht.

Er schluckt. Sein Mund ist trocken, und der bittere Geschmack des Biers liegt auf seiner Zunge.


Leon

Frau Weber, ich – das ist nicht – ich kann erklären –


Frau Weber

Du musst nichts erklären. Wir haben alles gesehen. Vor zwei Stunden. Und jetzt.

Die Worte treffen ihn wie ein Schlag. Vor zwei Stunden. Das heißt, sie waren hier, als er auf der Couch lag, als er sich über den Schwanz gestrichen hat, als er gesungen und gesoffen und geraucht hat. Sie waren hier, und sie haben zugesehen. Und sie haben gefilmt.


Herr Weber

Wir haben auch ein Video. Ein schönes Video. Du bist sehr – ausdrucksstark.

Frau Weber lächelt wieder. Sie macht einen weiteren Schritt auf ihn zu, bis sie nur noch eine Armlänge entfernt ist. Er riecht ihr Parfüm – etwas Blumiges, Schweres, das sich mit dem Geruch des warmen Teppichbodens und dem Rest von Sandelholz und Rose in seiner Nase vermischt. Sie sieht ihn an, und er hält ihrem Blick nicht stand. Er senkt die Augen, und sein Blick fällt auf ihre Füße – auf die beige Pumps, den mittleren Absatz, die leicht gebräunte Haut ihrer Knöchel.


Frau Weber

Du magst Schuhe, nicht wahr? Ich habe gesehen, wie du in den Pumps deiner Mutter herumgelaufen bist. Du bist dir nicht einmal die Blöße gewesen, oder?

Er schüttelt den Kopf. Sein Schwanz pocht im Slip seiner Mutter, und er spürt, wie eine feuchte Stelle durch den Stoff sickert. Frau Weber sieht es. Ihr Blick fällt kurz auf seinen Schritt, und das Lächeln wird breiter.


Frau Weber

Du bist eine kleine Schlampe, Leon. Eine kleine, versaute Schlampe, die in den Sachen ihrer Mutter herumläuft und sich einen reibt.

Er zuckt zusammen, als ob sie ihn geschlagen hätte. Aber er weicht nicht zurück. Er steht da, und er ist hart, und er schämt sich, und er ist erregt, und er weiß nicht, was schlimmer ist.

Herr Weber löst sich von der Wand und tritt neben seine Frau. Er ist breiter als Leon, und er riecht nach Rasierschaum und Bier.


Herr Weber

Die Frage ist, was wir jetzt tun.

Frau Weber schaut zu ihm. Dann schaut sie wieder zu Leon.


Frau Weber

Was denkst du, Leon? Was sollten wir tun?

Er öffnet den Mund. Schließt ihn wieder. Sein Herz hämmert in seiner Brust, und seine Hände zittern, und die Manschetten an seinen Handgelenken klirren leise. Er steht im Flur seines Elternhauses, in den Nylons und dem Negligé seiner Mutter, den Slip, der seinen harten Schwanz umschließt, und die Nachbarn stehen vor ihm, und sie haben ein Video, und er ist betrunken, und er ist dauergeil, und er weiß, dass er verloren hat.


Leon

Bitte.

Er weiß nicht, worum er bittet. Um Verschwiegenheit. Um Gnade. Um etwas anderes. Aber das Wort steht in der Luft, klein und hilflos, und Frau Weber nimmt es auf wie eine Münze, die man ihr anbietet.

Sie lächelt.

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