Die Reisenden
Once Upon a Time
Mein geistiges Eigentum, ich bitte euch dies zu respektieren! Danke und viel Spaß beim Lesen!
Summer wird von ihrem normalen Leben in eine ihr unbekannte Welt katapultiert…
Wird sie die Herausforderungen bestehen?
Once upon a time…
Es war einmal…jedes Märchen fängt so an…
Dieses Märchen auch.
Es war einmal eine junge Frau, die sich dem Abenteuer ihres Lebens stellen muss. Sie steht nicht alleine, aber kann sie dem frechen und arroganten Waldelf Caelyf trauen? Wir sie sich zurechtfinden?
Die Reisenden
Summer lebte in einem kleinen Dorf, in einem kleinen Haus.
Ihr Vater hatte es ihr geschenkt, bevor er ging um die Welt zu bereisen. Oder besser gesagt, der Mann, den sie Vater nannte. Sie hatte unfassbares Glück, das er sie nicht einfach in staatliche Obhut gab, als ihre Mutter verschwand, sondern es auf sich nahm sie großzuziehen.
Byran hatte ein Herz aus Gold und hat ihr alles beigebracht, was ein guter Dad seiner Tochter mit auf den Weg geben sollte. Aber auch er war ein Nomade und als Summer 19 wurde, fing er an seine Abreise zu planen um kurz nach ihrem 20′zigsten zu verschwinden.
Er ließ alles was zum Haus gehörte und eine Notiz auf dem kleinen abgenutzten Küchentisch liegen und war fort ohne ein weiteres Wort.
Vermutlich hätte er sonst nie gehen können...
Ihre Mutter hatte sie nie kennenlernen können, denn sie war verschwunden, als sie noch ein Baby war. Sie wollte sich nicht an einen Ort binden lassen und überließ ihr zwei Wochen altes Kind dem Mann, der ihr durch die Monate der Schwangerschaft geholfen hatte.
Es gab keinerlei Anhaltspunkte wohin und wer sie war. Auch nicht zu ihrem leiblichen Vater, aber das war Summer eigentlich auch völlig egal.
Byran war ein sehr guter Vater und egal ob sich ihre biologischen Eltern irgendwann melden würden, sie hatte ihn, als ihre Familie.
Anders, als ihre Erzeuger und Byran, hatte Summer nie das Bedürfnis wegzukommen. Sie war so verbunden mit ihrem Wohnort und den Menschen die dort lebten, das es ihr nie in den Sinn kam.
Sie verspürte nie die innere Unruhe, wie ihr Vater.
Summer war zufrieden damit einfach hier zu sein – dachte sie zumindest.
Sie hatte eine ordentlichen Schulabschluss in der Tasche, machte ein Fernstudium und arbeitete in dem einzigen kleinen Laden, des Ortes.
Die betagten Ladenbesitzer, Mr. Wilbor und seine Frau, hatten selber keine Kinder und somit, war Summer ihr selbst erklärtes Enkelkind, seid sie denken konnte.
Wie immer am Tag nach meinem Geburtstag machte ich einen Streifzug durch die Gegend zu den Klippen. Vorbei an den Feldern, die in voller Blüte standen und runter zum Strand.
Daddy vergaß nie einen meiner Geburtstage, auch wenn er nicht da war. Er schickte jedes mal einen Brief und auf dem ersten hatte er hinten auf dem Umschlag die Anweisung geschrieben, das ich zum Strand gehen soll, bevor ich den Brief öffne, damit wir in dieselbe Richtung schauen können, wenn ich ihn lese. Immer zusammen mit einer Uhrzeit...komisch!
Es waren immer verschiedene Uhrzeiten angegeben und so ging ich immer zu den verschiedensten Zeiten am Tag nach meinem Geburtstag zum Strand.
„Liebe Summer, meine kleine Blume!
Nun sind es sechs Jahre, die ich fort bin und auch wenn ich dich schrecklich vermisse, so fühle ich mich doch auch wohl unterwegs zu sein.
Es wird Zeit, das ich dir etwas wichtiges sage. Bald wird ein Umbruch kommen. Ich hätte es dir schon längst sagen sollen, aber ich war nicht Manns genug, meiner geliebten Tochter Kummer zu bereiten.“
Ich blickte auf und sah über das Meer hinweg, bevor ich weiter las. Was meinte Daddy damit?
„Ich weiß, wie sehr du an unserem Zuhause hängst und wie wenig du von dort weg willst.“
Was sollte das bedeuten???
„Ich weiß, das du deine Tasche mit allem, was ich dir gesagt habe immer mit dabei hast und hab keine Angst, du wirst nicht alleine sein.“
Natürlich hatte ich die Umhängetasche, wie immer, dabei, aber warum war mir nie in den Sinn gekommen. Klar, es waren allerlei praktische Dinge darin, die man immer gebrauchen konnte, aber ich habe es nie hinterfragt. Komisch!
„Vergiss auch nicht, dein Training! Du wirst es brauchen!“
Auch mein Training hatte ich weitergeführt, als er ging. Ich hatte es ja schließlich versprochen. Auf die Frage warum ich Kampfsporttraining machen sollte, hatte Daddy nur geantwortet - wie auf alles andere auch - man wüsste nie, wann man was gebrachen könnte.
„Dies wird mein letzter Brief sein, den ich dir zur Erde schicke, denn so die Göttin will, werden wir uns bald wieder sehen....
Warte am Strand, bis die Sonne untergeht, das sollte jetzt gleich geschehen, denn wie ich dich kenne hast du Zeit vertrödelt um über meine Worte nachzudenken...
Es kommt dich jemand holen. Sein Name ist Caelyf - Cal. Er wird dich nach Hause bringen. Nein, nicht den Brief weglegen und nachdenken. Kämpfe nicht gegen ihn, lass dich einfach von ihm nach Hause bringen. Du kannst ihm später in den Hintern treten.
Ich habe dich unendlich lieb und sage bis bald!
Dein Daddy“
Und plötzlich kam aus einem Lichtfeld ein Typ raus und schnappte mich und hielt mich fest und zog mich durch das Licht hindurch, aus dem er gekommen war.
Ohne ein Wort und so schnell, das ich in keinster Weise Reagieren konnte.
Ich merkte jetzt schon, wie mein Temperament in mir hoch kochte. Aber jetzt schloss ich erst mal die Augen, auch wenn das vielleicht nicht die beste Art ist in ein Abenteuer zu stürzen und so fühlte es sich an.
Alles überschlug sich - Wort wörtlich!
Nicht nur meine Gedanken, sondern auch mein ganzer Körper und das ich auf - nennen wir es mal Reise - dieser Reise nicht verloren ging, verdankte ich meinem Begleiter.
Himmel, alles drehte sich, verschwamm.
Dehnte sich aus und zog sich wieder zusammen.
Und genauso plötzlich stand alles wieder still.
„He, du kannst die Augen wieder öffnen!“ sagte meine Reisebegleitung.
Bevor ich das tat machte ich jedoch erst mal eine Bestandsaufnahme meiner selbst.
Alles noch da wo es hingehört.
Was definitiv nicht dahin gehört, war, das dieser Caelyf zu nah an mir stand und seine Hände noch immer zu tief auf meinem Rücken hatte.
„Du kannst mich los lassen!“ antwortete ich spitz und fügte an: „Falls nochmal so eine Art der Reise ansteht möchte ich vorgewarnt werden!“ Ich befreite mich von ihm und schaute mich um.
Wir befanden uns auf einem Felsplateau, zu dessen Fuß ein richtig gehender Urwald war.
Nichts, was ich jemals gesehen hatte.
„Willkommen zuhause, Prinzessin!“ sagte Caelyf feierlich und breitete in einer ausladenden Geste seine Arme aus, um auf die Umgebung zu deuten.
„Das ist nicht mein zuhause!“ antwortete ich tonlos und folgte seiner Bewegung.