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Yukinas Sicht
I schlich mich gerade in mein Zimmer, da ich heimlich beim See zum Eislaufen war, als die Stimme meiner Mutter hinter mir ertönte:"Yukina, wo warst du? Wir haben uns Sorgen um dich gemacht!" Ich drehte mich um und sah in das besorgte Gesicht meiner Mutter. Manchmal war es wirklich anstrengend mit ihr, aber ich konnte nicht behaupten, dass ich es meinen Eltern immer einfach machte."Entschuldige Mutter, ich war noch etwas draußen", entgegnete ich, da ich wusste, dass sie es hasste, wenn man keine Antwort gab."Naja, wie auch immer, dein Vater und ich wollten sowieso noch etwas mit dir besprechen, da können wir ja auch gleich darüber reden", damit drehte sie sich um und lief in Richtung Wohnzimmer. Schnell folgte ich ihr, um sie und Vater nicht lange warten zu lassen. Als ich ins Wohnzimmer kam saßen meine Eltern bereits auf einem der Sofas und sahen mich ernst an. Ich setzte mich ihnen gegenüber hin und wartete bis sie anfingen zu sprechen."Yukina, wir wissen, dass du dich jeden Tag zum Eiskunstlaufen raus schleichst und du weißt auch ganz genau, dass du nach dem Unfall dein Bein nicht so sehr belasten sollst", fing mein Vater an. Betroffen sah ich zu Boden, denn ich wusste, dass sie sich nur Sorgen machten, doch sie mussten auch verstehen das ich das Eiskunstlaufen nicht so einfach aufgeben werde. Ich wollte gerade etwas sagen, als meine Mutter mir zu vor kam:"Wir haben beschlossen, dass du zu deinem Großvater fahren wirst. Er ist professioneller Trainer und kann auf dich aufpassen, damit dir nicht passiert." Glücklich sah ich meine Eltern an. Ich meine Yakov ist zwar nicht mein richtiger Großvater, doch als ich klein war hat er oft auf mich aufgepasst und ist so etwas wie mein Großvater geworden."Und wann fahr ich los?", fragte ich Mutter und Vater, doch ließ mir die Aufregung dabei nicht anmerken. Endlich würde ich aus diesem Anwesen raus kommen und andere Kinder in meinem Alter treffen, vielleicht sogar welche, die ebenfalls Eiskunstlaufen machten oder mochten."Du fährst in zwei Tagen, also solltest du anfange deine Sachen zu packen, aber mach heute nicht mehr zu lang es ist schon ziemlich spät", damit standen sie auf und verließen das Zimmer. Kurze Zeit später verließ auch ich den Raum, denn ich wollte unbedingt noch meine Schlittschuhe und mein Kostüm(?) einpacken, damit meine Eltern nichts davon mitbekommen. Als ich alles in den versteckten Boden meines Koffers geräumt hatte legte ich mich schlafen. Ich wurde durch ein Klopfen an meiner Tür geweckt. Müde stand ich auf und lief zur Tür, um diese aufzusperren. Davor stand eines der Hausmädchen und hielt ein rotes Kleid in der Hand, welches mir reichte und danach wieder verschwand. Kopfschüttelnd sah ich ihr hinter her. Seit ich mal eine Vase nach einem der Butler geworfen hatte, hatten alle Bediensteten Angst vor mir. Ich zuckte mit den Schultern und schloss die Tür. Schnell ging ich ins Bad um zu duschen, als ich damit fertig war zog ich mir das Kleid mit den passenden Schuhen an, dazu ein Haarreif, besetzt mit künstlichen roten Blumen. Danach fing ich an meinen Koffer zu packen, es wanderten nach einander Bücher, Stifte, Hefte, Blöcke, Kleider, Schuhe, Haarreife, Haarbürste, MP3-Player, Kopfhörer, Laptop, CD's, DVD's und noch andere Dinge die ich brauchte in meine schwarz-roten Taschen und Koffer. Ich wurde von einem kratzen an meiner Terrassentür unterbrochen. Ich öffnete sie und schon sprang mir Nala (weiß) und Claire (schwarz) meine beiden Katzen entgegen. Stimmt ja, für ihren Transport musste ich ja auch noch alles vorbereiten. Innerlich schlug ich mir gegen die Stirn. Ich packte noch meine Klaviernoten und meine Geige zusammen, bevor ich anfing Nalas und Claires Sachen zusammen zu packen. Als ich fertig war ließ ich mich erschöpft auf mein Bett fallen und sofort kamen Claire und Nala zu mir um gestreichelt zu werden. Ich sah auf die Uhr und stellte entsetzt fest, dass gerade mal zwei Stunden vergangen waren, was sollte ich den den ganzen Tag lang noch machen? Als erstes räumte ich noch ein bisschen mein Zimmer auf, doch damit war ich nach fünf Minuten bereits fertig, weshalb ich beschloss in die Bibliothek zu gehen und zu lesen. Meine Katzen folgten mir natürlich auf Schritt und Tritt, worüber ich schmunzeln musste. In der Bibliothek nahm ich mir fünf dicke Bücher übers Eiskunstlaufen und die Musikgeschichte, setzte mich in eine der vielen Leseecken und fing an zu lesen. Irgendwann hörte ich eines der Dienstmädchen nach mir rufen. Erstaunt sah ich auf die Uhr und merkte, dass es Zeit für Mittagessen ist. Ich klappte das Buch, welches ich bis gerade eben noch gelesen hatte zu und Räumte wieder alles an seinen Platz. Danach lief ich schnell zum kleinen Speisesaal, wo meine Mutter und ich immer aßen. Ihr fragt euch jetzt sicher, warum nur meine Mutter und ich. Naja, mein Vater isst meistens in seinem Büro, weil er keine Zeit hat mit uns zu essen. Das Essen verlief still, jeder hing seinen Gedanken hinterher. Als wir fertig waren verschwand meine Mutter sofort mit der Erklärung, sie müsste noch etwas für ihren nächsten Modelljob vorbereiten und ich, ich lief mit meinen Katzen im Rosengarten rum. Als es anfing zu dämmern ging ich wieder rein direkt in mein Zimmer, dort zeichnete ich noch bis es Abendbrot gab. Danach ging ich direkt ins Bett, da ich morgen früh aufstehen muss um meinen Flug nicht zu verpassen. Mitten in der Nacht ging mein Wecker los, ich wollte ihn gerade genervt ausschalten, als mir einfiel, warum ich den Wecker gestellt hatte. Schnell sprang ich aus dem Bett und lief ins Bad, wo ich mir gestern schon Kleidung zurechtgelegt hatte.
Ich machte eine schnelle Katzenwäsche und zog danach das Kleid an, dazu flocht ich mir einen Fischgrätenzopf und zog silberne Ballerinas an. Ich schnappte mir noch schnell meine silberne Handtasche und lief dann nach unten wo bereits Mutter und Vater warteten. "Pass auf dich auf Yukina", sprach meine Mutter bevor ich ins Auto stieg, ihr ein letztes Mal wank und dann davon fuhr in ein neues Abenteuer.