~Lost and found~

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Summary

Fleur, ein mädchen mit vielen problemen, trifft auf einen jungen der ihre welt für immer verändern wird.

Status
Ongoing
Chapters
5
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1

Es ist zu lange her, seitdem ich was gegessen habe. Ich kämpfe mich jeden Tag durch mein armseliges Leben. Heute ist Dienstag, oder doch schon Mittwoch. Ich bin mir nicht sicher. Es sind Ferien, Winterferien. Ich liege nur in meinem Bett herum, stehe nicht auf und wage es mich nicht einmal in den Spiegel zu schauen. Ich muss grausam aussehen, so sehe ich jeden Tag aus, grausam. Ich will für immer hier in meinem Bett, alleine liegen bleiben. Keine Seele ist bei mir, die mich irgendwie stören könnte, niemand. Es ist ruhig, zu ruhig. Ich höre die meiste Zeit Musik, aber wenn nicht, starre ich nur auf die Decke und denke nach. Ich denke immer, 24/7. Es gibt keinen Moment an dem ich nicht denke. Ich denke über mein Leben nach, über den Sinn den es noch geben könnte, weiterzuleben. Ich denke über die Vergangenheit nach, über das was ich hätte besser machen können, hätte ich mehr nachgedacht. Über alles.

Aufeinmal klopft es an meiner Tür, ich schaue auf und sage gerade laut genug "ja". Meine Mutter kam hinein. Sie ist Mal wieder betrunken. Ich stehe auf. " Ist alles okay bei dir, Mom?" "Jaja, komm doch endlich aus deinem Dreckszimmer raus und räum die Wohnung auf." Wir haben eine schlichte, kleine Wohnung, die meistens mit Alkohol und Zigaretten vollgemüllt ist. Ich bin sprachlos nach ihren Worten. Ich nicke nur kurz und gehe an ihr vorbei. Die Alkoholflaschen waren alle leer. Vodka, Wein, Bier und noch mehr. Ich wusste wenn ich nicht aufräume, kommt mein Stiefvater und verprügelt mich. Das tat er immer, wenn ich nicht gehorchte. Deshalb räumte ich schnell auf und ging anschließend wieder in mein Zimmer. Mein rückzugssort, wo ich mich am wohlsten fühle.

Es sind ein paar Stunden vergangen. Jetzt ist es 4 Uhr morgens. Ich stehe auf und verliere mein Gleichgewicht. Ich stehe wieder auf nachdem ich auf dem eiskalten Boden landete. Es war dunkel, wie immer in meinem Zimmer. Ich mache den Rollladen hoch um hinaus zu schauen. Es war stockdunkel. Der Mond war das einzige Licht weit und breit. Ich stecke mir Kopfhörer in die Ohren und mache Musik an. Das Fenster geht leicht auf. Ich blicke kurz in den Spiegel. So schlimm sah ich nicht aus und draußen ist es sowieso dunkel. Ich packe mein Handy in meine Jackentasche und springe aus meinem Fenster raus, auf die Straße, die nur ein Meter entfernt ist. Ich weiß nicht was ich mache, aber ich weiß das ich dafür bestraft werden würde, wenn meine Eltern bemerken das ich nicht in meinem Zimmer bin. Bis dahin, hab ich jedoch genug Zeit.

Ich genieße meine Musik und gehe durch alle Straßen. Plötzlich sehe ich jemanden, der mir ziemlich bekannt vor kam. Ist das nicht...Aiden? Ich ging näher an ihn heran, als er mir zuwinkt wusste ich das es er ist. "Hey" "hi" "haben wir uns schonmal gesehen?" Die Frage schien ernst zu sein. " Ja, ich bin's Fleur. Wir kennen seit dem Kindergarten, weißt du nicht mehr?" " Oh ja, Fleur, schön dich zu sehen. Wohnst du immernoch in diesem kaff hier?" "Ja leider schon. Wo wohnst du eigentlich.Wir haben uns schon so lange nicht mehr gesehen. Du warst einfach irgendwann weg." " Ja mein Vater hatte einen neuen Job weiter weg angenommen und wir mussten wegziehen. Ich konnte leider kein tschüss mehr sagen." Seine Stimme hörte sich gut an, es machte irgendwas mit mir. Ich glaube ich spüre Schmetterlinge. Er sieht auch gut aus, mehr als gut.Früher, waren wir beste Freunde im Kindergarten und aufeinmal musste Aiden weg. Meine Welt brach zusammen als ich ihn nicht mehr gesehen hab. Ich wunderte mich immer was wohl passiert ist oder wo er war. Er war mein einziger Freund. Danach hatte ich auch keine Freunde mehr. Ich hatte nie irgendwelche Freunde außer ihn, damals. "Oh das ist schade gewesen." " Ja ich wohne jetzt wieder hier in der Nähe. Ich bin ausgezogen sobald ich konnte und bekam ein paar Straßen weiter eine Wohnung. Sie ist klein aber fein." " Das freut mich für dich." Wir redeten lange. Als ich auf die Uhr sah war es schon 7 Uhr und die Sonne ist erst ein wenig aufgegangen. Ich muss los und verabschiede mich mit einer kurzen Umarmung. Ich renne Nachhause, damit ich nicht erwischt werde, dass ich draußen war.

Ich klettere wieder in mein Zimmer und ziehe meine Schlafsachen an um mich wieder ins Bett zu legen. Niemand hat etwas bemerkt. Ich habe nicht mehr geschlafen. Was ist wenn wir wieder Freunde werden und sich mein Leben verbessert. Aber es kann auch sein das alles wieder schlimmer wird, weil er dann wieder geht.Er sieht so gut aus, und seine Stimme, sie ist wunderbar.Ich weiß nicht was ich fühlte, sowas hab ich noch nie empfunden.Ich dachte lange nach.

Später am Tag, machte ich mich fertig und sagte meiner Mutter ich würde raus gehen. "Du raus? Du gehst nie raus. Du bist doch eigentlich nur eine faule Sau die den ganzen Tag schläft." Ich irgnoriere sie und gehe zur Tür hinaus.