Ein neuer Anfang
Am nächsten Morgen wachte ich auf und drehte meinen Kopf zu Sarah und sah, dass sie noch schläft. „Guten Morgen meine Kleine, ich hoffe du hast gut geschlafen.“ Doch es kam keine Antwort von ihr. Ich lächelte und drehte mich zu ihr und rückte mich zu ihr herüber und nahm sie von hinten in den Arm und küsste sie anschließend auf ihre Wange und streichelte sie mit meiner Hand durch ihr Haar. Als ich so langsam aufstehen wollte, merkte ich das mich etwas an meinen Handgelenk anpackte und so, als würde etwas mich nicht gehen lassen wollen oder etwas was mich davon abhält zu gehen. Ich drehte mich um und sah das es Sarah war. „Süße, ist alles in Ordnung?“. Doch es kam wieder keine Antwort von ihr. „Kleine? Hast du irgendwas?“. Langsam machte ich mir Sorgen. „Sarah?“ fragte ich. Doch sie antwortete nicht. „Sarah, was hast du? Ist vielleicht was mit unserem Kind?“ fragte ich besorgt. „Liebster..ich…“ sagte sie mit einer schläfrigen und doch schwachen Stimme. „Ja was ist denn? Was hast du Kleine?“ fragte ich. „Liebster..ich..ich…ich muss dir etwas sagen Liebster. Bitte lehne dich nach vorne zu mir und ich werde es dir zu flüstern.“ sagte sie. Ich lehnte mich zu ihr nach vorne und sie fing an mir was ins Ohr zu flüstern. „Ich wollte dir sagen, dass-“. Plötzlich zog sie mich zu sich und küsste mich. Ich erwiderte den Kuss. Sie löste sich von mir und schaute mich an. Ich hingegen schaute sie überrascht an. „Woher kommt auf einmal dieser Kuss?“ fragte ich sie. „Na ja ich wollte es einfach mal ausprobieren. Fandest du es etwa schlecht?“ fragte sie und schaute nach unten. Ich hob ihren Kinn hoch zu mir und sah in ihre Augen. „Nein überhaupt nicht. Mich hat es nur überrascht, meine Kleine.“ sagte ich, lächelte sie an, legte meine Hände auf ihren Gesicht und küsste sie. Sie erwiderte den Kuss. Als ich mich von ihr löste und sie ansah, merkte ich, dass sie davon genauso überrascht ist. „Und woher kommt dieser Kuss?“ fragte sie mich mit charmanten Blick. „Ich wollte sehen, wie du darüber reagieren würdest und es scheint so, als wärst du genauso überrascht.“ sagte ich. „Magst du es denn?“ fragte ich sie leise. „Na ja, ja. Es ist nur komisch so was zuzugeben.“ flüsterte sie. „Nun, dann hast du wohl nichts dagegen wenn ich das hier tue.“ „Was tun? Was hast du vor?“ fragte sie mich. Doch ich hörte nicht darauf, was sie zu mir sagte und hob sie hoch, drehte mich zur Wand, ging dorthin und drückte sie dagegen. Ich sah sie tief in die Augen. „Das.“ sagte ich nur und fing an, sie am Hals zu küssen. Ich merkte, dass sie leise stöhnte und es genoss. „Soll ich weiter machen, meine Süße?“ fragte ich sie verführerisch. „Ja bitte Liebster.“ antwortete sie. „Wie du willst meine Kleine.“ sagte ich und hob sie wieder hoch und ließ sie aufs Bett fallen. Den Rest der intimen Fortsetzung kann man sich schon denken. Als wir mit der Sache fertig waren, sah ich zu Sarah, die erschöpft und keuchend auf die Decke starrte. „Und? Wie fühlst du dich meine Kleine?“ fragte ich sie leicht keuchend. „Ich fühle mich..glücklich und auch etwas befreit, so als hättest du mich von etwas erlöst.“ sagte sie und drehte ihren Kopf zu mir und lächelte. Ich lächelte hingegen auch. „Aber wie fühlst du dich denn Liebster?“ fragte sie mich. „Einfach..befreit.“ sagte ich und atmete dabei aus und schloss nebenbei meine Augen. Ich öffnete meine Augen wieder, stand vom Bett auf und ging ins Bad um mich frisch zu machen. Als ich aus dem Badezimmer raus kam, kam mir der Geruch von frisch, gebrühten Kaffee, der gerade fertig geworden ist entgegen. Ich zog meinen Anzug an, richtete meine Krawatte, ging runter zur Küche und sah dort Sarah, die damit beschäftigt war, das Frühstück vorzubereiten. Sie drehte sich um und sah mich an und lächelte. „Hey gerade rechtzeitig wo das Frühstück jetzt fertig ist Liebster.“ sagte sie und stellte eine Tasse Kaffee und einen Teller mit zwei Scheiben Toast überzogen mit Butter auf dem Küchentisch ab. Ich ging zu ihr hin und küsste sie auf die Wange und setzte mich an den Tisch und fing an zu frühstücken. „Wirst du heute auch zur Arbeit gehen?“ fragte ich sie und nahm einen Schluck von der Tasse. „Hmm..ich weiß nicht so recht. Ich denke, ich gehe heute nicht zur Arbeit. Ich bleibe zu Hause, Ich schone mich besser langsam von der Arbeit. Schließlich wird unser Kind in meinen Bauch von Zeit zu Zeit größer. Von daher fände ich es besser ab jetzt erst mal nicht mehr zur Arbeit zu gehen. Das wird nicht nur mich belasten, sondern auch unserem Kind belasten, wenn ich jetzt noch zur Arbeit gehen würde.“ sagte sie. „Und wann hast du den nächsten Termin beim Frauenarzt?“ fragte ich sie. „Erst in ein paar Monaten. Die Ärztin meinte mir, dass sich bei mir erst mal nichts verändern wird, aber so ganz genau weiß ich nicht wann der Termin ist. Sie meinte mir, sie wird mich anrufen, wenn sie einen freien Termin hat. Zur Zeit hat sie für die nächsten Wochen und Monate keinen freien Termin, da auch andere Patientinnen zur Untersuchung müssen.“ antwortete sie. Stimmt, dort wo wir leben gab es nur einen einzigen Frauenarzt in der Stadt und die anderen Standorte sind viel zu weit entfernt von der Stadt. Ich nahm Sarah an die Hand und streichelte ihre Handoberfläche. „Wir schaffen das meine Süße. Gemeinsam.“ sagte ich und lächelte sie an. Sie sah mich an und lächelte auch und nahm auch meine Hand und drückte etwas leicht darauf. „Ja. Gemeinsam werden wir es schaffen und es wird mir und oder unserem Kind bis zur Geburt nichts passieren.“ entgegnete sie mit einer leicht motivierten Stimme. „Wir werden das schaffen meine Kleine. Da bin ich mir sicher. Ich werde dich dabei unterstützen, jeden Tag. Mach dir keine Sorgen.“ sagte ich und aß das restliche Stück Toast auf und trank den letzten Schluck von der Tasse „Ich weiß, dafür danke ich dir Liebster.“ sagte sie. Ich stand auf, nahm meine Sachen für die Arbeit und die Schlüssel fürs Auto, gab Sarah zum Abschied einen Kuss auf die Lippen und fuhr anschließend los zu meiner Firma. Die nächsten Tage, Wochen und Monate ist nichts Besonderes passiert, bis zu dem Tag an dem ich morgens aufwachte, drehte ich meinen Kopf zu Sarah und sah, dass sie nicht da ist. Ich war verwirrt und fragte mich wo sie sei. Ich stand vom Bett auf und ging nach unten zur Küche. Dort angekommen klingelte das Telefon. Ich ging hin und bevor ich den Hörer abnahm, schaute ich auf das Display nach, welche Nummer uns anrief und sah das es Sarah war. Ich nahm den Hörer ab und wir fingen an miteinander zu telefonieren. “Hey Süße, warum rufst du mich an? Ist irgendwas passiert?” fragte ich. “Nein Liebster es ist nichts passiert. Ich rufe dich an, weil ich fragen wollte, ob du mit mir zum Frauenarzt gehen möchtest. Die Ärztin hat mich gestern Abend angerufen und mir mitgeteilt, dass heute der Termin zur Untersuchung ist. Nur..ugh es ist mir etwas unangenehm dort alleine hinzugehen.” sagte sie. “Und wann ist der Termin heute?” fragte ich. “Äh..der ist gleich in einer halben Stunde.” entgegnete sie. Für ein paar Sekunden kam erst mal keine Antwort, dann fing ich wieder an zu reden. “Und warum hast du das mit mir nicht besprochen?” fragte ich. “Ich wollte das mit dir besprechen, aber ich wollte dich ungern wecken und dich aus dem Schlaf reißen Liebster.” sagte sie. Ein bisschen enttäuscht war ich von ihr schon, aber ich verzieh ihr. “Ist schon okay meine Kleine. Es hat mich nur etwas gewundert.” sagte ich. “Ich wollte es mit dir schon gestern besprechen, aber als du letzte Nacht von der Arbeit nach Hause kamst, hast du einfach deine Sachen auf den Boden fallen gelassen und als du nach oben ins Schlafzimmer gegangen bist, hast du einfach deine Klamotten verteilt auf den Boden gelassen und hast dich dann auf das Bett fallen gelassen und bist daraufhin sofort eingeschlafen Liebster. Und du hast mich einfach ignoriert.” sagte sie. “Oh das tut mir leid. Du muss verstehen, es gibt nun mal Tage, wo man von der Arbeit nach Hause kommt und man möchte sich einfach nur noch ins Bett fallen lassen und einschlafen.” sagte ich beschämt. “Ist schon in Ordnung Liebster, also kommst du mit mir mit zum Frauenarzt?” fragte sie mich erneut. “Ja meine Kleine. Ich werde nach diesem Telefonat ins Schlafzimmer gehen, mich anziehen und sofort zu dir losfahren. Nur ist die Frage wo das Gebäude ist?” fragte ich hingegen. “Das ist nicht weit. Es ist in der Nähe dieses einen Immobilienmarktes und dann direkt da gegenüber, neben dem Buchladen.” antwortete sie. “Okay, ich glaube, ich weiß wo das ist.” sagte ich. “Bitte beeil dich Liebster. Die Zeit wird langsam knapp.” sagte sie. Ich merkte, dass sie sich langsam nervös anhörte. “Ich werde mich beeilen meine Kleine. Ich habe doch gesagt, dass ich dich bei der Sache unterstützen werde.” sagte ich mit ruhiger Stimme. “Danke Liebster. Wir sehen uns dann gleich.” sagte sie.Ich sagte einen letzten Satz und beendete den Anruf. Wie bereits am Telefon erwähnt, ging ich ins Schlafzimmer, zog mich um und stieg sofort in mein Wagen und fuhr los. Angekommen stieg ich aus meinen Wagen und sah, dass Sarah vor dem Eingang auf mich wartete. Ich ging zu ihr hin und küsste sie zur Begrüßung auf die Wange. “Hey du bist da. Danke nochmal das du mich zur Untersuchung begleitest.” sagte sie. “Ich sagte doch, dass ich dich bei dem begleite. Ich kann auch verstehen, dass es dir unangenehm ist dort hinzugehen.” sagte ich. Sie nickte zustimmend und lächelte. Bevor wir den Raum betraten, merkte ich an Sarahs Gesichtsausdruck, dass sie sehr nervös und ein bisschen Angst hat. Ich nahm sie an die Hand und schaute sie an. Sie drehte ihren Kopf zu mir und schaute mich an. “Du brauchst nicht nervös zu sein und du brauchst auch keine Angst haben, okay?” sagte ich. Sie nickte wieder und lächelte wieder. Wir betraten das Gebäude und gingen direkt zum Empfangsbereich. Eine Empfangsdame begrüßt uns. “Guten Morgen. Was kann ich für Sie tun?” fragte sie höflich. “Guten Morgen. Ich hab heute ein Termin zur Untersuchung unseres Kindes.” erklärte Sarah der Empfangsdame. “Okay, dann bräuchte ich einmal ihren Namen bitte.” sagte sie. “Sarah.” “Okay dann bräuchte ich nur noch einige Papiere von ihnen Sarah.” entgegnete die Dame. Sarah gab ihre Papiere ab und die Dame gibt die Daten auf den Computer ein und überprüft diese. “So, dann können Sie direkt zu der Ärztin gehen. Erste Tür links.” sagte sie. Sarah bedankte sich bei der Empfangsdame und wir gingen in den Raum rein zur Ärztin und begrüßten sie mit einem sanften Händedruck. “Hallo Sarah. Schön Sie zu sehen. Wir hatten miteinander telefoniert, richtig? Wie geht es Ihnen denn?” fragte die Ärztin. “Ganz gut, danke. Wir wollten heute eine Untersuchung für unser ungeborenes Kind machen, um sicherstellen zu können, dass mit dem Kind auch alles in Ordnung ist.” sagte sie. “Genau. So hatten wir das gestern Abend besprochen. Legen Sie sich doch erst mal auf die Liege und ich werde alles für die Sonografie, also die Ultraschalluntersuchung vorbereiten.” entgegnete die Ärztin. "So nicht erschrecken, ich trage Ihnen jetzt ein Gel auf Ihre Haut und lege diesen Schallkopf auf Ihren Bauch. Wird ein bisschen kalt.” erklärte die Ärztin. Währenddessen nahm ich Sarah an die Hand und wir schauten auf den Bildschirm. “So. Da können Sie Ihr ungeborenes Kind sehen. Und ich würde sagen, dass es so nach 23. Schwangerschaftswoche aussieht, also im 6. Monat.” sagte sie. “Und können Sie sagen, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird?” fragte Sarah. “Ja, ich kann Ihnen versichern, dass es ganz danach aussieht, dass es ein Mädchen wird Sarah.” antwortete die Ärztin. Ich sah wie Sarah den Tränen nah war und ich war überglücklich darüber. “Wissen Sie denn schon, wie Sie Ihr zukünftiges Kind nennen wollen?” fragte die Ärztin. Wir drehten dabei unseren Kopf zu den anderen und schauten uns an. “Nun..ich habe mir gedacht unser Mädchen Ylvi zu nennen.” sagte Sarah. “Ylvi? Bist du dir sicher meine Kleine?” fragte ich. “Ja. Der Name hört sich süß und verspielt an.” antwortete sie. “Nun das freut mich für Sie beide. Unter anderem ist körperlich bei Ihnen Sarah alles in Ordnung.” sagte die Ärztin und wischte mit einem Tuch das Gel von der Haut ab. Ich und Sarah waren erleichtert darüber, dass es unserem Kind gut geht. Wir verabschiedeten uns von der Ärztin, verließen die Praxis und fuhren nach Hause. Die nächsten Tage lief alles gut, bis zu den Tag an den ich von was geweckt wurde. Es war noch mitten in der Nacht und ich auf der linken Seite des Bettes was Feuchtes spürte. Ich tastete dort ab, wo es am nassesten ist und es fühlte sich warm an. Ich roch zusätzlich an der Stelle und bekam fast einen Schrecken. Es war Blut, frisches Blut was dort lag. Ich stand sofort vom Bett auf, ging zum Lichtschalter und betätige diesen. Ich war schockiert darüber was ich da sah. Auf den Bett und auf den Boden war eine Blutspur zu sehen, die zu der Treppe führte. Ich sah, dass auch neben den Blut eine andere Flüssigkeit zu sehen war, diese aber nicht identifizieren konnte. Ich zog mir einen Bademantel an und nahm zur Sicherheit meine Waffe mit und ging vorsichtig und leise im Schleichen die Treppe runter.