Prolog
Ich träumte von ihm.
Von seinem Händen, seinen Augen, seinen Lippen. Seiner Haut auf meiner, die tiefe dunkle Stimme, die meinen Namen stöhnte...
Wie von selbst glitt meine Hand zwischen meine Schenkel, ich stellte mir vor, es wären seine Finger, die mich zur Extase trieben. Keuchend unterdrückte ich ein Stöhnen, also meine Finger um den einen Punkt kreisten, an dem seine Zunge sein sollte.
Vor meinen Augen verschwamm die Welt, es existierte nur noch er, sein Körper auf meinem, sein Schwanz in mir...
Alles drehte sich, ich konnte nicht mehr denken.
Sein Name. Lucius.
Das einzige, das in meinem Kopf blieb, als ich mit einem stummen Schrei über meine eigenen Finger kam.
Ich verdeckte vor lauter Scham mein Gesicht. Ich sollte so nicht denken. Ich durfte so nicht denken.
Es war so falsch, auf so vielen Ebenen. Langsam atmete ich aus und zog meine Decke höher über mich. Es war falsch.
Ich durfte das nicht.
Ich sollte nicht einmal so denken.
Ich musste mir diese Sätze immer wieder in Erinnerung rufen.
Schließlich war er mein Professor.