Der gefühlslose König

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Summary

Die Organsisation, Das Auge, ist für das Gleichgewicht des Universums zuständig. Sie kümmern sich um den Frieden und um due Liebe. Matilda, die Chefin, hat alle Planeten im Blick. Jedoch einer schlägt im Moment Alarm. Es ist der Planet Mynak. Der König, Clark Hype, verbreitet Krieg und ist gegen jegliche Beziehung. Er hat bisher seinen Seelenverwandten nicht gefunden und weiß auch nicht, ob es diesen überhaupt gibt. Der Planet droht gerade zerstört zu werden, denn keiner kennt mehr Liebe. Es werden keine Nachkommen gezeugt. Bald existiert der ganze Planet nicht mehr. Matilda muss jemanden finden, der den König dazu bringt, dieses Verbot aufzuheben und den Planeten zu retten. Wird es ihr gelingen, diese Person zu finden oder existiert Mynak bald nicht mehr?

Status
Complete
Chapters
27
Rating
5.0 10 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1

Mein Name ist Eva Blank und ich bin 25 Jahre alt.

Ich habe gerade eine schmerzliche Trennung hinter mir.

Meine letzte Beziehung ging 5 Jahre lang und ich dachte, ich hätte den Mann fürs Leben gefunden. Aber anscheinend war es nicht so.

Er hat mich betrogen und ich habe sie beide dabei erwischt.

Sie war eine Arbeitskollegin von ihm und ich will gar nicht erst wissen, wie lange das schon so ging.

Deswegen habe ich meine Sachen gepackt und bin jetzt bei meiner Freundin in Alabama untergekommen.

Sabrina, ist meine beste Freundin und sie hat mich schon immer vor meinem Ex, Paul, gewarnt.

Anscheinend hatte sie Recht, aber ich war zu verliebt, um dies zu erkennen.

Für Paul habe ich alles getan. Mein Studium zur Webdesignerin habe ich abgebrochen und bin zu ihm gezogen. Mit Kellnerjobs habe ich mich über Wasser gehalten, damit ich etwas dazu verdienen konnte.

Paul sagte immer, dass ich seine große Liebe bin und ihm egal wäre, als was ich arbeite. Er hatte einen guten Job in einer großen Firma und war dort der Personalchef.

Wir kannten uns aus der High School haben uns irgendwann verliebt.

Meine Eltern haben mich auch immer gewarnt, dass ich etwas vernünftiges lernen sollte, damit ich irgendwann mein eigenes Geld verdienen kann, damit ich für mich selbst sorgen könnte.

Natürlich habe ich nur auf Paul gehört.

Ich habe mir immer vorgestellt, wie es sein würde, wenn wir heiraten und Kinder kriegen würden.

Aber dieser Traum ist jetzt geplatzt.

Nachdem ich Paul zur Rede gestellt hatte, fing er nur an zu lachen und entschuldigte sich damit, dass er auch nur ein Mann sei und dieser Kollegin nicht widerstehen konnte.

Das ist lächerlich.

Paul war kein hässlicher Kerl. Er war gut gebaut, schlank und hatte Muskeln an den richtigen Stellen.

In der Schule war er schon beliebt und deswegen war ich so froh, als er sich in mich verliebte.

Ich bin nicht gerade groß, nur 1,65m groß und habe braune Haare. Die meisten Jungs stehen auf blond und vollbusig. Aber ich bin genau das Gegenteil.

Jetzt sitze ich im Wohnzimmer meiner besten Freundin und grübele über die Vergangenheit.

Ich muss mit dem grübeln aufhören und nach vorne schauen.

Die Trennung ist jetzt fünf Monate her und ich trauere diesem Mistkerl immer noch hinterher.

Meinen Job habe ich natürlich nicht aufgegeben. Die ersten zwei Wochen habe ich mich krank gemeldet, weil ich erst einmal zur Ruhe kommen musste. Aber danach bin ich wieder hin gegangen.

"Du musst endlich was aus deinem Leben machen", sagte Sabrina.

Wir sitzen im Wohnzimmer und schauen eine Sendung.

Wie immer war ich Gedanken versunken und schenkte dem Fernseher keine Aufmerksamkeit.

"Du kannst gerne hier wohnen bleiben, das macht mir nichts aus. Aber willst du bis zur Rente diesen Kellnerjob machen?", fuhr Sabrina fort.

Seit Wochen liegt sie mir damit in den Ohren.

Sabrina ist der Meinung, dass ich mein Studium wieder aufnehmen soll oder mit etwas anderem beginnen soll. Aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht einmal, was ich machen will.

Ich habe sogar schon überlegt, ob ich in ein anderes Land oder auf einen anderen Kontinent ziehen soll.

Ein anderer Planet wäre auch nicht schlecht.

Mit dem Job in der Bar kann ich mich so grade über Wasser halten. Das Geld reicht für die Miete aus und ich kann Lebensmittel kaufen, aber das war es dann auch.

"Aber ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich fühle mich so leer. Zurück in mein altes Studium möchte ich auch nicht.", gab ich ehrlich zu.

Denn bei Sabrina brauchte ich gar nicht erst mit irgendwelchen Ausreden anzufangen, denn dafür kannte sie mich zu gut.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie mich besser kennt, als ich mich selber.

"Was hältst du davon, wenn wir uns morgen hinsetzen und die Zeitung mal durchsehen. Vielleicht finden wir ja etwas, was dir zusagt.", schlug Sabrina vor.

Ich nickte nur, weil ich gerade nicht weiter darüber nachdenken wollte.

Ein neuer Job bedeutete, dass ich auch neue Leute kennen lernen müsste und darauf hatte ich nicht wirklich Lust drauf.

"Es ist schon spät, ich gehe jetzt in mein Zimmer", sagte ich und stand auf.

Sabrina besaß eine drei Zimmerwohnung. Zum Glück. Somit hatte jeder von uns sein eigenes Zimmer und ich musste nicht auf der Couch schlafen.

Ich musste nur an vier Abenden in der Woche arbeiten und die restlichen drei Tage hatte ich frei. Eigentlich war ich ein Nachtmensch, aber in den letzten Wochen, ging ich immer früh schlafen.

Am nächsten Morgen schleppte ich mich schläfrig in die Küche und machte mir als erstes einen Kaffee. Denn ohne Kaffee war ich nicht in der Lage überhaupt meinen Tag zu beginnen.

Ich wusste, wenn Sabrina aufstand, dann fing sie sofort mit der Jobsuche an. Sobald sie sich irgendetwas in den Kopf gesetzt hatte, dann würde sie solange etwas dafür tun, bis sie es geschafft hatte.

Die ganze Nacht habe ich mich nur hin und her gewälzt. Meine Gedanken kreisten immer nur darum, was ich jetzt machen möchte.

Jedoch zu einem festen Entschluss bin ich nicht gekommen. Aber was ich definitiv wusste, war, dass ich einen Job haben möchte, in dem ich reisen kann.

Ich bin bereit mir die Welt anzusehen, denn hier hält mich nichts mehr, außer Sabrina.

Nachdem ich meinen Kaffee getrunken hatte, ging ich ins Badezimmer und machte mich für den Tag bereit.

Ich duschte und schminkte mich, denn ich hatte wirklich beschlossen, dass ich mein Leben jetzt anders gestalten will.

Sabrina wartete schon in der Küche auf mich.

"Guten Morgen", ich lächelte sie an.

Sabrina sah mich an, als ob mir ein zweiter Kopf gewachsen wäre und das brachte mich zum kichern.

"Was?", fragte ich sie, aber ich wusste genau, was sie mir mit dem Gesichtsausdruck sagen wollte.

Normalerweise kam ich mürrisch aus meinem Zimmer und ein lächeln gab es in den letzten Monaten auch nicht von mir.

"Was ist mit dir passiert?", fragte sie und legte ihre Stirn in Falten.

"Ich habe beschlossen, deinen Rat zu befolgen und etwas aus meinem Leben zu machen. Aber ich weiß immer noch nicht was.", erklärte ich.

"Das wurde aber auch Zeit", Sabrina lächelte jetzt.

Wir saßen am Küchentisch und hatten die Zeitung ausgebreitet.

"Ich hätte nichts dagegen, wenn mein neuer Job das Reisen mit sich bringen würde"

"Dann lass uns doch damit anfangen, etwas zu suchen, wo du auch reisen kannst"

Wir studierten die Zeitung, fanden aber nichts.

Sabrina holte ihren Laptop und schaute im Internet.

Ich blätterte weiter in der Zeitung, in der Hoffnung etwas zu finden, damit ich hier raus kam.

Dann stieß ich auf eine Werbung.

"Schau mal, das hört sich doch nicht schlecht an", sagte ich.

Sabrina schaute mich an und forderte mich auf, ihr die Anzeige vorzulesen.

"Wir suchen junge Frauen und Männer, die ungebunden sind und Lust auf ein Abenteuer haben.

Wenn du bereit bist, für die nächsten Monate zu reisen, dann melde dich noch heute bei uns"

Diese Anzeige versprach eigentlich das, was ich mir vorgestellt habe.

Sabrina sah mich an und ich konnte sehen, dass sie der Anzeige gegenüber skeptisch ist.

"Was ist das für eine Firma?", fragte sie.

"Mmmmhh, sie nennt sich 'Das Auge' "

"Warte mal, ich Googel das schnell"

Sabrina tippte auf ihrem Laptop.

Ich rutschte ein Stück näher, weil ich sehen wollte, was sie dort fand.

Aber die Suchmaschine gab nichts Preis.

"Diese Firma gibt es nicht", sagte Sabrina und schaute mich skeptisch an.

"Ja, vielleicht haben die nur keine Internetseite", argumentierte ich.

Die Anzeige hörte sich so verlockend für mich an und ich wollte das unbedingt ausprobieren.

Alle Voraussetzungen erfülle ich.

"Hier steht eine Adresse", sagte ich und zeigte auf die Anzeige.

"Ja, die Adresse kenne ich. Das Gebäude befindet sich 15 Minuten von hier weg. Dort sind mehrere Agenturen.", erklärte Sabrina.

"Was hab ich schon zu verlieren. Ich kann es ja versuchen"

Sabrina zuckte nur mit den Schultern und nickte.

Ich ging in mein Zimmer und schaute in den Kleiderschrank.

Mein Kleiderschrank war voll, aber wie immer habe ich nichts passendes gefunden.

Doch dann fiel mein Blick auf einen Anzug.

Den hatte ich mir mal gekauft, als Paul zu einer Firmenfeier eingeladen war.

Ich hatte ihn nur einmal an und seitdem hing er in meinem Schrank.

Naja, was solls.

Vielleicht bringt er mir sogar Glück.

Der Anzug war dunkelblau und ich kombinierte ihn mit einer weißen Bluse.

Meine braunen glatten Haare frisierte ich zu einem hohen Zopf und frischte mein Make-Up auf.

Ich ging zurück in die Küche und speicherte mir die Adresse in mein Handy ein.

"Drück mir die Daumen", sagte ich.

"Viel Glück", rief Sabrina mir hinterher, als ich die Wohnung verließ.

Ich schaltete das Navi auf meinem Handy an und ging los.

Der Weg war nicht so schwer und ich erreichte das Gebäude nach fünfzehn Minuten.

Jetzt stand ich vor einem riesigen Gebäude und wusste nicht, wo ich hin sollte.

Das Gebäude hatte ungefähr zehn Stockwerke.

Mittlerweile war ich mir unsicher, ob ich wirklich rein gehen sollte.

Vielleicht war das alles auch nur ein Scherz und jemand wollte einen Streich spielen.

"Kann ich ihnen helfen, Miss?", riss mich ein dunkle Männerstimme aus meinen Gedanken.

Erschrocken hob ich den Kopf und sah einen breit gebauten Mann in einem schicken schwarzen Anzug vor mir stehen.

In seinem rechten Ohr trug er einen Ohrknopf.

Er hatte kurze schwarze Haare und einen Bart, was ihn gefährlich aussehen ließ.

Also Nachts wollte ich ihm nicht begegnen.

"Ähm, ich bin hier wegen dieser Anzeige", stotterte ich.

Normalerweise war ich nicht so ängstlich, aber ich stand hier alleine mit diesem Mann und es war keiner zu sehen.

Er drückte auf den Knopf und sprach "Ich habe hier jemanden, der kommt wegen der Anzeige"

Dann wurde er still.

Anscheinend hörte er jemanden zu.

Ich trat von einem Bein auf das andere, weil ich Angst hatte, er würde gleich los lachen und mir sagen, dass es diese Anzeige überhaupt nicht gegeben hat.

"Kommen sie, ich bringe sie hoch", sagte er und lächelte dabei.

Ich zögerte einen Moment, weil ich mir nicht mehr sicher war, ob ich das richtige tat.

Aber bevor ich überhaupt reagieren konnte, bewegten sich meine Füße und folgten dem Mann ins innere des Gebäude.

Ich trat durch die Tür und kam in eine große Halle.

Der Boden war aus weißen Fliesen und man konnte sich darin spiegeln.

Im inneren standen mehrere Sessel mit Tischen, alles war in weiß gehalten.

Alles sah so makellos aus, dass man Angst hatte, irgendetwas zu berühren.

Es war sehr still.

Nur die Schritte von dem Mann und mir waren zu hören.

Wir gingen auf einen Aufzug zu.

Die Türen öffneten sich und der Mann deutete auf den Anzug. Ich ging hinein und er folgte mir.

Die Stille war beunruhigend und ich fing an, am ganzen Körper zu zittern.

"Warum findet man im Internet nichts über diese Firma?", ich habe die Stille nicht mehr ausgehalten.

Meine Angst, dass es ein Fehler war, hierher zu kommen, wurde immer stärker.

"Das werden sie noch früh genug erfahren", der Mann lächelte.

Es war kein beängstigendes Lächeln, sondern, es hatte etwas beruhigendes an sich.

Die Zahlen im Aufzug zeigten, dass wir schon im fünfzigsten Stock waren.

Die Zahlen wurden immer schneller.

Mir rauschten die Ohren, als ob wir im Flugzeug säßen und gerade abheben würden.

Dann gab der Aufzug ein Ping von sich und zeigte die Zahl 300.

Stirnrunzelnd sah ich den Mann an, denn er hatte mich die ganze Zeit beobachtet.

"Es wird sich alles klären. Bleiben sie ganz ruhig.", beruhigte er mich.

Wir stiegen aus dem Aufzug aus und kamen in einen großen Wartebereich.

"Setzen sie sich, es wird gleich jemand zu ihnen kommen", sagte er und zeigte auf den Wartebereich.

Dort standen mehrere Sessel, alle waren pink.

Nickend setzte ich mich hin und wartete.

Meine Hände schwitzten und ich rieb sie an meiner Hose ab.

Die Nervosität stieg von Sekunde zu Sekunde an.

War das die richtige Entscheidung hierher zu kommen?

Dann wie aus dem Nichts, stand eine Frau mittleren Alters vor mir.

"Guten Tag", begrüßte sie mich.

"Ich bin Matilda, die Chefin von 'Das Auge' ", stellte sie sich vor und hielt mir ihre Hand hin.

Zitternd schüttelte ich ihre Hand und sagte "Mein Name ist Eva Blank. Ich bin wegen ihrer Anzeige hier"

"Folgen Sie mir, wir haben viel zu besprechen", sagte sie und ich folgte ihr in einen großen Raum, der aussah wie ein Konferenzraum.