Verlangen nach dir- ALPHA KILIAN 2

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Summary

KILIAN-Sein Leben wird auf den Kopf gestellt, als sein Rudel beschliesst, dass er der ALPHA wird. Kilian ist der Sohn des Betas, Max. Er ist ein vorzeige Wolf und nebst seinem guten Aussehen ist auch sein Verhalten einwandfrei. John, der Ehemalige Alpha, wurde kaltblütig durch den Gamma umgebracht. John war nicht ganz unschuldig, denn er hatte Catherine, die Tochter des Gammas, an Arnor weitergegeben. John war durch seine Spielsucht verschuldet und Catherine, welche halb Wolf, halb Dämon war, war sein Ticket, um sich die Schulden abzutauschen. John hatte nicht damit gerechnet, dass sich ihm sein Rudel quer stellen würde, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Nicht nur durch das Ereignis von Catherine. Nein, Milena Crawford ist der Grund, weshalb Kilians Leben auf den Kopf gestellt wird. Kilian und Milena kennen sich aus dem Sandkasten, bis Milena zur Hochbegabtenschule, auf der anderen Seite der Welt, fliegt. Fünfzehn Jahre später, nachdem Milena ihr Studium in Medizin gemacht hat, kehrte sie zurück zum Rudel. Milena war während ihres Studiums mit Nair Silvestre, aus dem Silvestre-Rudel, zusammen. Sie waren hoffnungslos ineinander verliebt, mit dem Deal, falls sie ihre wahren Gefährten nicht finden würden, für immer zusammenzubleiben. Ob dieser Deal lange halten würde?

Status
Complete
Chapters
29
Rating
4.9 32 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1- Der Alpha

KILIAN

Was macht einen wahren Alpha aus? Seine Abstammung oder die Art und Weise, wie er sein Rudel führt und unterstützt?

Unser Alpha John war vielleicht ein echter Alpha, aber er hat es in jeder Hinsicht versaut und wurde von seiner Gamma eigenhändig vor Publikum getötet.

Ihr habt richtig gehört. Sein Gamma hat ihn getötet, sogar sein Beta war dafür, dass er hingerichtet wird.

Das Problem an der ganzen Sache? John hat seine Partnerin nie gefunden. Mit seinen fünfundvierzig Jahren hatte er immer noch keine Kinder, obwohl er Frauen im Bett hatte. So hatte unser Rudel keinen Nachfolger.

Man konnte ihn sich als mürrischen, unausstehlichen Alpha vorstellen, der ständig zur Flasche griff, um seine Sorgen zu ertränken.

Das ganze Rudel war schockiert über seinen Tod und keiner wusste so recht, wer der nächste Anführer werden sollte. Alexander, der Gamma und Max, der Beta, einer von ihnen musste diese Rolle übernehmen.

Mein Name war Kilian. Ich war einunddreißig Jahre alt und der Sohn von Max, dem Beta. Mit meinen dunkelblauen Augen und dem dunkelblonden Haar sah ich aus wie alle anderen Männer des Crescent Rudels. Wir waren nordischer Abstammung, deshalb waren die meisten von uns blauäugig und blond. Aber es gab auch Ausnahmen: Unsere Gamma zum Beispiel war mit Chiara zusammen, einer Wölfin, die zum Teil dämonisch war. Seine einzige Tochter, Catherine, genannt Cate, wurde an Arnor, den Alpha des Eisrudels, abgegeben.

John war völlig verschuldet, ging jeden Abend in Arnors Casino und verspielte sogar das Vermögen des Rudels, und anscheinend war unser Rudel finanziell am Ende, so dass Arnor Cate als Tauschobjekt wollte. Cate war eine seltene Wölfin, auch halb Dämonin. Man merkte es an ihrer Kraft, und ihr Biss war für einen Wolf fast tödlich.

Wir waren alle schockiert, als Liya auf uns zukam, ein kluges vierjähriges Mädchen mit blonden Locken und ebenfalls blauen Augen.

Sie war an diesem Tag bei Cate und hatte das ganze Szenario mitbekommen. Anscheinend dachte John, dass Liya noch nicht in der Lage wäre, ihn zu verraten. Da hatte sich John getäuscht. Ich erinnere mich noch gut an den Tag, an dem Liya zu mir kam und mir sagte, dass Cate gegangen sei. John hätte sie gebeten zu gehen. Sie wusste nur nicht, wo sie war.

Das Ende des Liedes? Als Alexander es herausfand, erzählte er es dem Beta. Alle waren beteiligt, außer John. Alexander kannte die Regeln. Es war verboten, dem Alpha als Rudelmitglied etwas anzutun. In diesem Fall entschied der ganze Rat anders. John stürzte uns alle ins Verderben und musste nach dieser Aktion beseitigt werden, da waren sich alle einig.

Mit der Unterstützung des gesamten Rates schnappte sich Alexander eines Nachts John und schlug ihm die Seele aus dem Leib.

Das ist die Kurzfassung. Ich erzähle sie, weil diese Geschichte mein Leben stark beeinflusst hat.



“Kilian? Du wirst gebraucht, du sollst zum Beta gehen”, sagte Dion, mein bester Freund. Ich schaute ihn verwirrt an, nickte aber. Ich war gerade im Fitnessraum und trainierte wie jeden Morgen.

Es war wichtig für mich, fit zu sein, nicht nur um den Frauen zu imponieren, nein. Für mich war es wichtig, im Notfall handeln zu können, also waren Fitness und Kampfsport mein tägliches Brot.

Ich stieg vom Laufband und wischte mir mit dem Handtuch den Schweiß von der Stirn.

Dion reichte mir eine Wasserflasche. Ich nickte dankbar und trank die Flasche halb leer. “Flüssigkeitszufuhr ist wichtig für die Haut”, sagte Dion neckend und grinste mich an.

“Lass uns gehen, bevor sie wieder die Vögel kriegen und durchdrehen”, sagte ich und rannte mit Dion los.

Ich trug eine Jogginghose und ein Tanktop. Meine Muskeln waren gut zu sehen. Dass ich ein Fan von Tattoos bin, war nicht zu übersehen. Mein ganzer Körper war damit bedeckt.

Ich lief ins Büro der Beta und alle starrten mich an.

Nicht nur der Beta, mein Vater, war da, sondern auch sein Gamma, der Älteste des Rates und andere wichtige Generäle, wie der von der Grenzpatrouille, unser Kampflehrer.

Das war eine ganze Menge, und ich fragte mich, was sie ausgerechnet von mir wollten.

Ja, ich galt als der Beste unter den Wölfen. Vor allem, weil ich auch ein schlaues Köpfchen war. Wer jetzt denkt, ich würde damit angeben, der irrt. Das sind nicht meine Worte.

Da der Alpha nicht mehr da war, nickte ich allen im Raum respektvoll zu: “Guten Morgen, ihr habt mich gesucht?”, sagte ich zu meinem Vater.

Er nickte leicht: “Schön, dass du da bist, Kilian. Wir hatten eine außerordentliche Sitzung und müssen nun eine Entscheidung treffen, die dich mit einschließt.

Du hast sicher die ganze Geschichte mit John mitbekommen”, fragte er, um sicher zu gehen, dass ich über alles im Bilde war.

Ich nickte leicht “Ja, ich bin über das meiste, was passiert ist, informiert”. bestätigte ich ihm.

Er nickte verständlich: “Nun, wir haben darüber gesprochen, dass wir einen neuen Anführer brauchen, einen Alpha. John hat keinen Nachfolger hinterlassen, also geht die Runde an den Beta über. Auch ich trete aufgrund meines Alters von dieser Position zurück.” Bestätigte er.

Alexander räusperte sich und sah mich an: “Ich bin auch alt genug und der Meinung, dass DU unser neuer Alpha werden solltest. Ich verzichte auch auf diese Position”, sagte Alexander und lächelte mich leicht an. Ich wusste, dass Alexander es nicht leicht hatte. Er hatte gerade seine Tochter verloren und andere Dinge im Kopf, als Alpha zu werden.

Max, mein Vater, ergriff wieder das Wort: “Alexander, hat es an getönt. Wir haben abgestimmt, dass du ab heute unser Alpha bist”, sagte er und lächelte auch.

Oh, wow... Ich habe ja mit allem gerechnet, aber dass ich ab heute die Rolle des Alphas übernehmen soll? Damit hatte ich nicht gerechnet.

Nein, im Ernst. Ich wurde von einer Welle erfasst. Ich konnte nicht glauben, dass sie es ernst meinten. “Meint ihr das ernst?“, fragte ich noch einmal, um mich zu bestätigen.

Max nickte: “Ja, ich meine es ernst, Kilian. Wir kennen keinen Besseren als dich”, sagte er schließlich fast zu stolz.

“Ich bin wirklich überrascht... Ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich meine, natürlich schlägt mein Herz NUR für das Crescent Rudel. Es wäre mir eine Ehre, die Position des Alphas zu übernehmen”. Sagte ich schließlich und musste schwer schlucken.

Alexander klopfte mir auf die Schulter: “Das ist unser Junge, der macht das bestimmt besser als John”, sagte er schließlich.

Ich musste zu Alexander aufblicken, auch wenn ich mit meinen ein Meter neunzig groß war, er war gut zwei Meter groß und überragte alle Männer hier im Raum. Er war der zweite Jason Momoa.

Max nahm den Hammer.

“Hiermit beschließe ich, Max, das Beta des Crescent-Rudels, dass Kilian Moor, das neue Alpha des Crescent-Rudels wird. Gibt es Einwände?” Er blickte in den Raum. Als sich nach einer Minute niemand meldete, schlug er mit dem Hammer auf die dafür vorgesehene Holzplatte.

“Dann findet die Alpha-Zeremonie heute Abend bei Vollmond statt.” Sagte Max und alle im Raum jubelten.

Ich fuhr mir verlegen durch die Haare und musste lächeln. Alle Männer im Raum jubelten, Dion und Mason nahmen mich sogar hoch und trugen mich jubelnd hinaus.

Ich beugte mich zu Dion hinunter, der sich den Mund mit Pfannkuchen vollgestopft hatte: “Wo ist Chiara?” fragte ich ihn mit gerunzelter Stirn.

Auch er sah sich um: “Ich weiß es nicht, aber ich weiß, dass sie kurz davor ist, durchzudrehen, weil sie Cate noch nicht gefunden hat. Die ganze Patrouille hat alles abgesucht, weiß Gott wo sie ist, vielleicht haben sie Catherine getötet, das Eisrudel ist für seine Brutalität bekannt.” sagte Dion und biss sich auf die Unterlippe.

Mir wurde fast übel bei dem Gedanken, denn ich kannte Cate seit meiner Kindheit und sie war auch meine beste Freundin.

Da ich nie Befehle von jemandem erhalten hatte, war ich nie wirklich auf dem neuesten Stand, was ihre Suche betraf.

Das musste ich ändern. Sie war eine Crescent-Wölfin, sie gehörte zu uns und nur zu uns.

Während wir darüber sprachen, spürte ich einen Blick auf mich. Alexander starrte mich quasi an. Ich schaute ihn an und nickte ihm zu, mir kurz nach draußen zu folgen.

Wir gingen ins Nebenzimmer und setzten uns jeder auf einen Stuhl.

“Wie weit sind sie mit der Suche?“, fragte ich ihn, um mich auf den neuesten Stand zu bringen.

Er zuckte mit den Schultern “Laut den Spionen ist sie nirgends im Hof zu sehen, wahrscheinlich halten sie sie im Rudelhaus gefangen, aber so weit kommen wir bei ihnen nicht”, sagte Alexander und seufzte leise.

“Ich mache mir wirklich Sorgen ... Zumal die Verbindung zu ihr immer schwächer wird und Arnor unberechenbar ist.” Sagte Alexander.

“Wie geht es Chiara?“, fragte ich ihn und biss mir auf die Unterlippe.

Er sah mich traurig an: “Sie ist kurz davor durchzudrehen... Du willst gar nicht wissen, wie es bei uns zu Hause aussieht. Seit heute Nacht schläft sie nur noch in Catherines Zimmer und kommt nicht mehr raus”, sagte er leise.

“Wir werden sie finden, Alexander, das verspreche ich dir. Ich werde selbst nach ihr suchen.” Sagte ich selbstbewusst und stand wieder auf.

“Ich will, dass die ganze Mannschaft mobilisiert wird, nur die Grenzwache, bleibt an ihrem Platz, der Rest wird Catherine suchen.” Sagte ich.

Alexander nickte: “Wir dürfen keine Zeit verlieren, Kilian...”

Ich nickte ihm zu und lief schon hinaus.

“Wo willst du denn so schnell hin?”, hörte ich die Stimme meines Vaters rufen.

Ich drehte mich zu ihm um und blickte ihn verwirrt an “Meinen Pflichten nachgehen?” fragte ich.

Er lächelte mich an “Ich wusste, dass du die Sache von Anfang an ernst nimmst”, sagte er und kam auf mich zu.

“Hör zu, du weißt, ich bin jetzt auch ein alter Hase. Ich bin nicht mehr der Beste, um meine Rolle als Beta zu spielen.”

Ich hielt bei seinen Worten inne und sah ihn verwirrt an.“Papa... Was willst du mir damit sagen? Es gibt keinen besseren Beta als dich...”, sagte ich schließlich.

Er nickte leicht “Du magst das vielleicht so sehen, aber ich bin da anderer Meinung, mein Sohn. Ich bin dafür, dass Dion meinen Platz einnimmt. Er ist dir seit Jahren ein treuer Freund und ein großartiger Wolf. Ihr wärt das perfekte Team. Alexander, wäre immer noch eure Gamma, um euch jederzeit beraten zu können", sagte er entschlossen.

Ich musste schlucken, als ich das hörte: “Ja, Dion ist toll, aber ist das wirklich dein letztes Wort? Bist du sicher?” fragte ich ihn.

Er nickte lächelnd. “Mach dir keine Sorgen um mich, Junge. Alles wird gut”, sagte er und klopfte mir auf die Schulter.

“Das Alphazimmer und das Büro werden für dich hergerichtet, du kannst noch heute einziehen”, zwinkerte er mir zu und verschwand.

Das war ein guter Anfang...