Verschmolzene Herzen
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Verschmolzene Herzen

This story contains themes of: assault, domestic violence, drug use overdose

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Summary

In der aufregenden Welt der Highschool treffen zwei komplett unterschiedliche Welten aufeinander. Er, der rebellische Bad Boy. Sie, das unscheinbare Good Girl. Als sie gezwungen werden für ein Projekt zusammenzuarbeiten, entdecken sie unerwartete Gemeinsamkeiten und eine tiefe Anziehungskraft. Doch ihre unterschiedlichen Welten und die Vorurteile ihrer Mitschüler stellen ihre Beziehung auf die Probe. Werden sie es schaffen, die Hindernisse zu überwinden und ihre Liebe zu bewahren?

Status
2yrs ago
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
16+

01

• GRACE •

Der Regen prasselte gegen die Fenster unseres Klassenzimmers und ich starrte gedankenverloren aus diesem heraus auf unser Schülerparkplatz, dass sich mir zum Anblick bot. Mr. Evans sprach von irgendetwas geschichtlichem, allerdings hörte ich kaum zu, da ich zu müde dafür war. Meine Augen blieben schwer geöffnet und ich konzentrierte mich darauf, so gut es ging durchzuhalten.

Die Stunde kam mir vor wie eine halbe Ewigkeit, als würde sie gar nicht enden. Dabei saßen wir doch schon ziemlich lange hier, nicht?

»Grace, hier vorne spielt die Musik. Hörst du zu?« Mr Evans stand nun vor meinem Tisch und ich zuckte leicht vor Überraschung. Mein Blick huschte zu ihm und ich blickte in seine blauen Augen, welche mich ernst und ein wenig streng musterten. Ich schluckte.

»Ja, richtig. Entschuldige, Mr. Evans. Diesmal höre ich zu.«

Er beäugte mich für eine kurze Sekunde so eindringlich, als würde er an meinen Worten zweifeln. Dann allerdings nickte er nur zu, ohne sich zu räuspern und schritt wieder nach vorne an seinen Platz zurück, um den Unterricht fortzusetzen.

Ungefähr fünfzehn Minuten später läutete die Schulglocke und teilte die große Pause mit. Ich atmete erleichtert aus und strich mir meine blonden, wildgeworfenen Locken zurück und stand sofort auf, ehe ich mir auch schon meinem Rucksack packte und diesen schulterte. Alle meine Klassenkameraden begaben sich schon nach draußen, stürzten sich regelrecht aus der Klasse. Gerade wollte ich folgen, da hielt mich mein Geschichtslehrer auf.

»Grace. Bleib bitte noch eine kurze Sekunde hier. Ich würde dich gerne sprechen.«

Ich verkrampfte leicht und straffte meine Schultern. Dann drehte ich mich allerdings langsam wieder in seine Richtung und musterte ihn. Was wollter er denn von mir?

»Ja, Mr. Evans?«

»Ist alles in Ordnung bei dir? Du warst heute sehr ruhig. Gestern ist mir dies auch aufgefallen. Du beteiligst dich nicht mehr im Unterricht. Ist bei dir Zuhause alles in Ordnung?«

Wie ich diese Fragen doch hasste. Jedes Mal glaubten Lehrer, sich in das Privatsleben ihrer Schüler einzumischen. Mochte sein, dass sie es vielleicht nur gut meinten, aber wir Schüler mussten nicht immer im Unterricht mitmachen und ein Lehrerliebling sein. Manchmal brauchten wir eben auch ein wenig Ruhe.

Ich war ihm keine wahrheitsgemäßige Antwort schuldig, denn schließlich hatte ihn dies eigentlich nichts zu interessieren, deshalb belächelte ich nur und sagte freundlich, als sei nichts: »Klar. Ich bin etwas müde, weil ich die letzten Tage nicht gut geschlafen habe. Ich weiß nicht. Aber machen Sie sich keine Sorgen, ich werde absofort wieder besser mitmachen.«

Mr. Evans schien etwas misstrauisch, dennoch nickte er leicht und seufzte. »Nun gut, das will ich schwer hoffen. Dann kannst du jetzt gehen, bis morgen.«

Ich nickte und drehte mich auch schon um, um aus dem Klassenzimmer zu verschwinden. Dann lief ich die Flure entlang, während ich mich dabei bemühte, keine einzige Träne zu verlieren. Ich wollte nicht, dass meine Schutzmaske mir vom Gesicht fiel. Ich wollte nicht, dass andere hinter meine Fassade blicken konnten. Dass sie sahen, wie zerstört ich war.

Ich musste mich schließlich langsam an die Tatsache gewöhnen, dass mein Vater kein recht guter Vater war und mir und meiner Mutter das Leben sehr schwer machte. Er war ein Alkoholiker, noch dazu ein narzisstisches Arschloch, dass seine Hand gegenüber Frauen erhob.

Ich hatte schon oft genug versucht meiner Mutter dabei zu helfen, dass sie ihn verließ. Aber immer wieder, wenn wir es versuchten, endete es mit Prügel. Seitdem traute sie sich nicht mehr und das Leiden nahm kein Ende.

Plötzlich rannte ich beim Abbiegen des Ganges gegen eine harte Gestalt und taumelte leichh zurück. »Passt doch auf, wo du hinläufst.« hörte ich ihn sagen.

»Entschuldige, ich hab nicht aufgepasst.« entschuldigte ich mich sofort und blickte in das besagte Gesicht.

Damian Sanchéz.

Ich sog scharf die Luft ein und begann zu stammeln, während mir der Geruch von Zigaretten, Aftershave und Minze in die Nase stieg.

Damian musterte mich mit seinen stechendbraunen Augen. Sein Blick schien todernst, und ich hatte das Gefühl, als würde er mich mit bloßem Blick töten können. »Dann solltest du lieber deine Augen offen gehalten. Genau nach vorne. Denn dafür sind sie gedacht. Das du wohin du auch gehst, hinschaust.", den letzten Satz brachte er mit belustigter Stimme heraus, auch wenn er immer noch ernst aussah.

Er schüchterte mich mit seiner gefährlichen Aura auf eine gewisse Art und Weise ein, und ich war mir sicher, dass ihm dies durchaus bewusst war, doch machte er keinen Anstand damit, aufzuhören, mich so eindringlich zu beobachten.

Ich nickte nur, ohne auf seine Worte einzugehen und entschied mich einfach dazu die Klappe zu halten. Dann lief ich auch schon an ihm vorbei und floh regelrecht vor dieser Situation, denn für sowas hatte ich nun wirklich keine Kraft, also begab ich mich in die Cafeteria und stellte mich an, ehe ich mir mein Tablett nahm und mich stumm an einen einzelnen Tisch setzte.

Ich packte mein Buch aus meinen Rucksack und begann dieses, während des Essens zu lesen.

Wenn mich etwas auf eine positive Art und Weise ablenkte, sodass ich mal raus aus der Realität und in postives abtauchen konnte, dann war es das Lesen. Ich liebte Lesen und ich liebte Bücher.

Das Bücher würden für mich immer ein Fluchtort gegen die Realität und den Schmerzen sein.

Das erste Kapitel ist sehr kurz, dennoch hoffe ich, dass es ein guter & angenehmer Einstieg für euch in meine Geschichte ist.

Ich würde mich über Support freuen!

Eure S. P Tulip

Let S. P Tulip know what you thought about this chapter!

⧉ ᴀᴜᴛʜᴏʀ ɴᴄʜᴀɪɴᴇ 🗝
⧉ ᴀᴜᴛʜᴏʀ ɴᴄʜᴀɪɴᴇ 🗝

Ein gelungener Einstieg. Ich würde Ihre Gefühle etwas intensiver beschreiben, denn das wird bestimmt eine emotionale Story dem Titel nach.☝😊
Ich freue mich auf mehr. Weiter so 👍

2 years
1

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