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Summary

Susi ist eine lebensfrohe junge Frau, die sich neben ihrer Schriftstellerei mit Kellnern ihren Lebensunterhalt verdient. Auf ihre einzigartige und tollpatschig Art rutscht sie von einem Abenteuer ins Nächste. Erst fällt sie dem Wissenschaftler Benjamin Peter in die Arme, dessen blaue Augen sie mehr wie durcheinander bringen. Doch mit der Entdeckung seines Eheringes, ein jähes Ende findet, glaubt sie zumindest. Das Schicksal kennt aber keine Gnade und bei einem neuen Zusammentreffen lässt sie sich auf ein Stelldichein der animalischen Art ein. Dann wird ihre Freundschaft zu ihrer besten Freundin Lissi auf eine harte Probe gestellt. Diese bittet ihre Freundin , ihren untreuen Freund zu testen, was schrecklich in die Hose geht. Als ob das noch nicht genug ist, entdeckt Susi , dass sie mehr für den charismatischen Benjamin empfindet. Er schafft es ihre Grenzen zu sprengen und ihr eine ganz neue Seite ihrer eigenen Lust zu zeigen. Sie öffnet sich immer mehr und vertraut Benjamin, der sie zu einer neuen Frau werden lässt.

Status
Ongoing
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
18+

Chapter 1

Susi

Der Geruch von Kaffee verbreitet sich im Zimmer und langsam werde ich wach. Sauge tief den aromatischen Duft ein und strecke mich wie eine Katze . Ja so geweckt zu werden hat was, da brauche ich nicht mal mehr ein Wecker.

Wie ein Geist schwebe ich aus dem Bett Richtung Küche. Immer der Nase nach. In Trance hole ich eine Tasse raus und schenke mir von den schwarzen Lebenselixier ein. Mit beiden Händen halte ich die Tasse und lasse mir den Kaffee durch die Kehle rinnen. Was für eine Wohltat.

Ich kann förmlich spüren, wie meine Lebensgeister erwachen und mein Körper langsam zu sich kommt. Für meinen Geist fülle ich meine Tasse noch einmal nach und setze mich auf den Tresen meiner Kochinsel.

Mein Telefon stört die Zeremonie des Erwachens und meine gestresste Freundin am anderen Ende weckt meinen Fluchtreflex.

„Süße , ich muss ganz dringend mit dir reden!“

Wenn ein Gespräch so beginnt, kommt meistens nichts Gutes.

„ Es ist früh am Morgen, du weißt schon, dass ich noch nicht ganz wach bin?“

Ein Schnaufen am anderen Ende.

„Süße , es ist 15 Uhr! Hast du wieder gezecht?“

„Nein meine Liebe , ich hatte Nachtschicht!“

Nun wurde es ruhig auf der anderen Seite, vielleicht auch wegen meines grimmigen Unterton, den ich beim besten Willen nicht verbergen konnte.

„Wo brennt’s denn?“

Das war der Startschuss für einen wahren Redeschwall meiner Freundin. Lissi redete ohne Punkt und Komma und mein Geist war noch nicht wach genug , um dem zu folgen. Irgendetwas mit ihrem Freund aber ich schaffe es nicht die ganzen Informationen zu verarbeiten. Genervt rufe ich „Stopp!“

Augenblicklich herrscht Stille. Ich hole tief Luft.

„Lissi , ich hab grade Kaffee gemacht , komm rüber und dann erzähl es mir in Ruhe.“

,Ok‘ tönt es von der anderen Seite und dann tutet es nur noch. Sie hat aufgelegt. Für mich der Startschuss, duschen und anziehen. Wie ich Lissi kenne braucht sie sicher nur ein paar Minuten.

Also rutsche ich vom Tresen runter und watschle ins Bad. Wie wohltuend das warme Wasser über meinen Körper strömt. Doch zum Genießen bleibt nicht viel Zeit. Ich beeile mich und laufe anschließend mit dem Handtuch übern Kopf , meine Haare rubbelnd, in mein Schlafzimmer. Dabei höre ich ein Pfeifen und das unverkennbare Zischen meiner Freundin. Erschrocken luke ich durch meine langen nassen Haare

„Ein bisschen Zeit hättest du mir schon geben können.“

Grummle ich vor mich hin und denke nicht einmal daran mich zu bedecken und setze meinen Weg zum Schlafzimmer fort. Ich beeile mich, denn wenn Lissi ihren Freund Tom mitschleppt, heißt es , ich muss wieder Schiedsrichter spielen. Und das am frühen Morgen!

Angezogen stiefel ich wieder in die Küche und schlürfte aus meiner Kaffeetasse. Atme noch einmal tief durch und bemerke wie mich Tom anstarrt.

Was Lissi an ihm findet kann ich nicht verstehen. Er ist der typische Schürzenjäger, der nicht treu sein kann. Gut er sieht verdammt gut aus. Dunkle Haare, dunkle gebräunte Haut, eine Figur wie Adonis und einen Charme, der jede wie Butter schmelzen lässt. Ganz besonders Lissi. Er sitzt breitbeinig wie King Louis auf der Couch, beide Arme ausgestreckt auf der Lehne geparkt und starrt mich an.

Ich weiß genau was dieses Feuer in seinem Blick bedeutet , aber dieses Mal schmeichelt es mir nicht. Eher angewidert erwidere ich seinen Blick .

Langsam lasse ich mich in den Sitzsack fallen, der der Couch gegenüber steht und sehe Lissi fragend an.

„Weißt du , was der Herr nun beruflich macht ?“

Soll ich darauf jetzt antworten ?

„ Der Herr….“

Dabei betont sie die beiden Worte besonders und zieht sie extrem in die Länge.

„… ist jetzt Stripper!“

„ Sag bloß, dass wusstest du nicht?“

Es sprudelt so unbedacht aus mir raus und wird von einem entsetzten, fast gequietschtem „Was?“ gefolgt.

Oje, sie wusste es wirklich nicht, dabei war Das das absolute Stadtgespräch seit schon fast 2 Wochen.

„Liebes, du bist so eifersüchtig, deswegen hab ich dir nichts gesagt.“

Mit sanfter Stimme versucht er sie zu beruhigen. Ja klar , sie hatte ja auch mehr wie nur einen Grund dafür. Auch wenn er immer behauptet, es sei nichts gewesen. Sie las oft genug süffisant Smsen, die irgendwelche Tussis geschickt haben. Doch sie glaubte da noch, er arbeitet hinter der Bar der neuen Diskothek und nicht als Partyeinlage.

Er schlingt seine Arme um sie und beteuert, dass sie die Einzige in seinem Herzen sei. Ich sehe mir das Schauspiel an und weiß nicht ob ich lachen oder kotzen soll. Mag wohl sein, dass sie die Einzige in seinem Herzen ist, aber für seinen Schwanz ganz sicher nicht. Lissi beobachtet mein Mienenspiel und versteht sofort was ich denke.

Schon bricht das Donnerwetter los und ich klinke mich gedanklich aus. Mein Tag ist gelaufen , schlechte Laune macht sich langsam breit. Solange sie sich von ihm immer einlullen lässt, wird sich nie was ändern. Leise stehe ich auf , gehe in die Küche Kaffeenachschub holen und als ich zurück komme , hat er es tatsächlich geschafft, Lissi zu beruhigen und küsst sie .

Mir wird schlecht, ich stelle meinen Kaffee ab und ich schleiche mich aus meiner Wohnung.

Die Sonne scheint mir ins Gesicht und ich blinzele die Straße runter. Was mache ich denn jetzt? Mein Magen knurrt und so gehe ich zum Bäcker an der Ecke und bestell mir ein Frühstück.

Die Verkäuferin starrt mich ungläubig an , doch ich beharre auf das Frühstück und erkläre lächelnd, dass ich wirklich erst gerade aufgestanden bin.

Verständnisvoll und mit viel Liebe bereitet sie mir mein Tablett mit einem gekochtem Ei, Kaffee und frisch Brötchen mit Butter und Erdbeerkonfitüre vor. Ich suche mir einen Platz am Fenster und beobachte die Menschen auf der Straße. Dabei sticht mir ein Auto ins Auge. Bumbelbee!

Wie das Auto aus dem Film, quitschgelb und schwarze Rally Streifen. Ein großer Mann steigt aus und sieht total genervt wieder ins Auto. Auf dem Beifahrersitz sitzt eine Frau , die ich kaum erkennen kann, die stur geradeaus sieht. Mh da ist wohl Ärger im Paradies, scheint heute wohl überall so zu sein.


Benjamin

Warum sind Frauen nur immer so anstrengend?

„Hör zu, Liebling , ich würde sagen, lass uns das Gespräch im Bäcker fortführen. Ein Cappuccino?“

Viktoria sieht mich immer noch sauer an und steigt aus. Ich schließe das Auto ab und gehe ihr nach. Oh man das kann ja heiter werden. Also lasse ich sie einen Platz auswählen und gehe die Bestellung aufgeben. Ein Kribbeln über meinen Rücken lässt mich überrascht umdrehen. Ich kann spüren wie ich von Blicken verfolgt werde. Ich fange Viktoria Blick ein, die mich unverhohlen anstarrt. Eigentlich habe ich keine Ahnung warum ich mir das alles antue. Sie ist immer am nörgeln und nichts ist ihr gut genug und doch ist sie meine Frau. Nur in Momenten wie diesen möchte ich sie einfach nur zum Mond schießen. Miss Zickig trommelt mit ihren Fingern auf dem Tisch, ein Zeichen, dass sie wieder einmal zur Bestform aufgeblüht ist. Na toll. Am Tisch angekommen werde ich auch schon von ihr bombardiert.

„Also wie stellst du dir das vor? Ich bleibe zu Hause und du reist in der Welt herum? Natürlich !“

„Schatz , ich bin davon auch nicht so begeistert, aber es ist nun mal das, was ich brauche um weiter zu kommen.“

„Ja das verstehe ich ja auch, kann ich nicht trotzdem mitkommen?“

Nein !!!!

„Schatz , ich bin dann von morgens bis abends am Arbeiten, was willst du machen ganz allein?“

„Ich weiß. Ach man ich musste mir ja auch einen Wissenschaftler aussuchen.“

„Also sind wir uns einig , es sind doch nur 6 Monate.“

„ 6 Monate? Du sagtest do….“

Sanft lege ich ihr einen Finger auf die Lippen.

„Meinst du nicht wir sollten den letzten Tag genießen, statt nur zu streiten?“

Nach einigen Malen auffordernden Zunicken lächelt sie doch noch , na geht doch.

Wir trinken unseren Cappuccino aus und gehen dann noch ein wenig shoppen. Zu Hause angekommen blinkt der Anrufbeantworter. Eine Nachricht von dem Professor, der zu einem Dinner lädt. So richtig hab ich keine Lust aber so kann ich mir ein paar Mails sparen. Also mache ich mich fertig und begebe mich nach einem nochmaligen Streit mit meiner besseren Hälfte zu der Villa des Professors.

Das Dinner entpuppt sich zu einer doch recht großen Party . Kellnerinnen flitzen durch die Gegend und zwängen sich mit ihren Tabletts durch die Leute, die sich in dem sehr großzügigen Saal und der anschließenden Terrasse mit Garten verteilen. Eine von ihnen kommt direkt auf mich zu. Sie weicht gekonnt den Gästen aus, das Tablett auf den Fingerspitzen balancierend. Ihre lange rote Mähne hat sie in einem Pferdeschwanz gebändigt und die Bluse und ihr kurzer Rock kleben förmlich an ihren Rundungen. Doch das alles ist nicht das was mich fesselt. Sie sieht mich mit einem frechen Blick an, der ein Versprechen beinhaltet, das jeder Mann gerne erkunden möchte. Gegen jede Absicht weckt sie meinen Jagdtrieb und so atme ich ihren Duft tief ein, als sie direkt vor mir steht.

„Ein Sekt?“

„Nein danke. Gibt es auch eine Bar?“

Sie dreht sich und will mir die Bar zeigen , doch dann knickt sie mit einem Fuß um, verliert das Gleichgewicht und das Tablett saust im hohem Bogen davon. Sie fällt mir direkt in die Arme. Entsetzt sieht sie mich an und sieht dabei so bezaubernd aus. Doch aus dem entsetzten wird ein schmerzhafter Blick. Irgendetwas stimmt nicht. Sie greift sich an ihren Fuß, während sie sich einfach an meiner Brust abstürzt.

Sie versucht aufzutreten aber es geht nicht und ein leises „Fuck" flutscht aus ihrem Mund.

„Kann ich helfen?“

Etwas verwirrt nickt sie nur und so greife ich ihr beherzt unter dem Arm und bringe sie etwas abseits zu einer Sitzgruppe.

„Ich glaub ich habe mir den Knöchel verknackst.“

„Das haben wir gleich!“

Suchend schaue ich mich um, entdecke die Bar.

„Nicht weglaufen, ich bin gleich wieder da.“

Ich gehe zur Bar und besorge Eis und ein Geschirrtuch. Als ich zu ihr zurückgehen, sehe ich wie sie gar nicht ladylike ihr Bein auf dem Anderen abstürzt und man einen unbefangenen Blick unter ihren Rock nehmen kann. Bei ihr angekommen ziehe ich einen Sessel zu ihr, setze mich und nehme ihren Fuß. Langsam wickelte ich das Tuch mit den Eis um ihren Knöchel und begreife erst jetzt , dass sie nichts unter ihrem Rock trägt. Dieses kleine haarlose Dreieck hält meinen Blick gefangen , bis sie den Rock etwas herunter zieht und mir so die Sicht versperrt. Ertappt sehe ich auf, doch ihr Blick ist nicht empört oder verlegen, was ich erwartet hätte. Es ist ein freches , fast schon herausforderndes Lächeln.

Ich schlage meine Beine übereinander und lege ihres oben auf. Meine Erregung lässt sich nicht mehr verbergen, so hoffe ich , sie bekommt nichts davon mit.

„Wird es besser?“

Mehr unbeholfen frage ich, sie hingegen ist die pure Verführung. Meine Hand wandert wie von selbst über ihren Fuß , ihren Knöchel entlang bis zu ihrer Wade. Ich lasse sie nicht aus den Augen, so wie sie mich auch nicht. Unsere Blicke versinken ineinander . Wenn ich jetzt könnte , wie ich will. Ihr scheint es genau so zu gehen. Sie beißt sich auf die Unterlippe und beginnt ihre Augen über mich wandern zu lassen. Bis sie an meinen Händen hängen bleiben. Ruckartig verändert sich ihr Blick. Sie wird ernst und zieht ihren Fuß zurück. Dabei achtet sie penibel darauf, das ich keinen Blick mehr unter ihren Rock erhaschen kann und steht auf. Etwas unbeholfen, doch sie streckt sich und steht stocksteif vor mir.

„Danke , es geht schon.“

Barfuß macht sie sich davon, immer noch leicht humpelnd. Ich sehe auf meine Hand und begreife , was sie so verschreckt hat. Mein Ehering.