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Be My Prince

Summary

Wilhelm ist der Sohn von Kristina Hillberg, der Bürgermeisterin von New York. Dadurch führt Wilhelm ein Leben in der Öffentlichkeit und steht immer im Rampenlicht, was das Erwachsenwerden nicht immer einfach macht. Er triff auf Simon, dessen Mutter die neue Haushälterin der Familie Hillberg ist. Die beiden Jungen verbindet auf Anhieb eine große Anziehung. Kann daraus mehr entstehen oder werden Wilhelm seine Zweifel im Weg stehen? BoyxBoy – Don't like it, don't read it. Geschrieben zusammen mit MiaMcClancy.

Status
Complete
Chapters
51
Rating
5.0 (7 reviews)
Age Rating
18+

👑 Kapitel 01 | Wilhelm

„Wilhelm, das kann doch nicht dein Ernst sein.“ Mit einem Donnern landete die Faust seiner Mutter auf ihrem Schreibtisch, bevor sie ihm ihr Tablet herüber schob. Er sah auf dem kleinen Bildschirm herunter und zog seine Augenbrauen zusammen. Verdammt! Das abgespielte Video zeigte ihn vorgestern Abend im Diamond Club. Zusammen mit Nancy, seiner Ex. Und die beiden waren sehr vertraut miteinander – und, zumindest sie, ziemlich betrunken.

„Als würde es nicht reichen, dass du dich in der Öffentlichkeit betrinkst. Nein, du musst dich wieder mit dieser unsäglichen Person abgeben. Und lässt dich dabei auch noch filmen!“ Wieder schlug seine Mutter mit der Hand auf den Tisch. „Wie soll ich das erklären? Hm? Was hast du dir nur dabei gedacht?“ Fahrig wischte sich seine Mutter mit ihrem Händen durchs Gesicht. „Du weißt doch, dass der Wahlkampf gerade anfängt. Kannst du dich da nicht mal ein bisschen zusammenreißen und aufpassen?“

Ja, der Wahlkampf. Für seine Mutter, oder eigentlich eher für seine ganze Familie, gab es kaum noch ein anderes Thema, seit sie sich vor zwei Wochen zur Wiederwahl zur Bürgermeisterin von New York hatte aufstellen lassen. Wille wäre es lieber gewesen, sie hätte sich dagegen entschieden. Er hasste das Leben unter Dauerbeobachtung. Viel lieber würde er gern ein stinknormales, langweiliges Leben führen. Aber er hatte natürlich kein Mitspracherecht. Sie hatte noch nicht mal nach seiner Meinung gefragt. Naja, sie kannte diese eh. Schließlich hielt er damit nicht hinterm Berg.

Er wusste, es hatte jetzt keinen Zweck seiner Mutter zu widersprechen und sich zu rechtfertigen. Daher setzte er nur ein reumütiges Gesicht auf und spulte den von ihm erwarteten Text ab. „Tut mir leid. Kommt nicht vor. Ich werde mich in Zukunft zurückhalten.“ Damit erhob er sich, aber seine Mutter hielt ihn zurück. „Vergiss nicht, morgen kommt die neue Familie an, die in die kleine Wohnung einziehen wird. Ich erwarte, dass du sie standesgemäß begrüßen wirst.“ „Ja, Mutter.“

Genervt verließ er ihr Büro und traf im Flur auf seinen Vater. „Hat sie dir wieder einen Vortrag gehalten?“ „Ja, hat sie.“ „Und du weißt, dass sie recht hat?“ „Ja, weiß ich“, seufzte Wilhelm. „Dann muss ich ja nichts mehr sagen.“ Sein Vater zwinkerte ihm zu und klopfte ihm dann auf die Schulter. „Pass einfach ein bisschen auf, mit wem du dich abgibst in nächster Zeit, ja?“ „Ja, Dad.“

Mit einem Ruck zog Wille die Tür seines Zimmers hinter sich zu und warf sich dann mit einem Stöhnen aufs Bett, als sein Handy klingelte. „Hi Felice.“ „Haben sie es schon gesehen?“ „Ja, frag nicht.“ „Oh, ich habe Fragen! Was sollte das mit Nancy? Bist du vollkommen bescheuert?“ „Ich habe keine Ahnung, welcher Teufel mich da geritten hat…“ „Teufel tritt es ganz gut. Die Gute ist ein Miststück. Versprich mir, dass du sie nie wieder anfassen wirst, ok?“ „Jaaaa, ok…“ „Ich weiß genau, dass du gerade mit den Augen rollst. Aber glaub mir, das ist besser so für dich.“

Nun musste Wille lachen. Er fand es ja schon lieb, dass Felice sich Sorgen um ihn machte. Es hatte mal eine Zeit gegeben, wo sie in ihn verknallt gewesen war. Aber dies hatten die beiden hinter sich gelassen. Wobei dies eher Felice getan hatte, denn Wille hatte nie romantische Gefühle für sie gehabt. Mittlerweile waren die beide gute Freunde und Wilhelm war glücklich darüber, eine Vertraute wie sie zu haben.


„Kommst du morgen mit ins Café?“ „Ich kann nicht. Morgen zieht doch diese neue Angestellte mit ihren Kindern ein. Mutter besteht darauf, dass ich sie ‚standesgemäß begrüße‘.“ „Oh je. Wie alt sind denn die Kinder? Gibt es vielleicht eine nette Tochter?“ „Man, ich wohne mit denen unter einem Dach. Da fange ich sicher nichts mit der Tochter an. Es sind übrigens ein Junge und ein Mädchen. Beide in unserem Alter.“ „Perfekt, auch jemand für mich. Wann kann ich ihn kennenlernen?“ „Felice!“ „Was denn?“ Wille lachte auf. „Du bist echt unverbesserlich. Er wird mit uns zur Schule gehen. Also siehst du ihn Montag. Aber weißt du was, ich komme trotzdem morgen mit. Mutter kann mich mal.“ „So mag ich meinen Wille. Bis morgen.“

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