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Summary

Jamie konnte nicht glücklicher sein. Er hat den besten Freund, den man sich wünschen kann und Gefühle für ihm. Aber ein Geheimnis dringt nach außen und ausgerechnet Jamie bekommt die Schuld sich verplappert zu haben. Ohne Erklärungsmöglichkeit nimmt er sich eine Auszeit und trifft erst zwei Jahre später wieder auf Kieran und seine Arbeitskollegen. Die Stimmung ist angespannt und trotzdem ist in ihm die Stille Hoffnung, dass sich hier alles ausgerechnet. Doch dann zeigen sich Hinweise darauf, dass viel mehr hinter der ganzen Geschichte steckt, als jeder ahnt.

Status
Complete
Chapters
26
Rating
5.0 1 review
Age Rating
18+

How it began



„Jamie ist wach“, riefen plötzlich Basti, Kieran und Chris durch die Villa. „Musst du so schreien?“, grummelte ich und hielt mir die Stirn.

„Hast du Kopfschmerzen?“

„Höllische... ich glaub, es explodiert gleich und die Kröte da oben machts nicht besser.“

Kieran runzelte besorgt die Stirn und musterte mich. Basti grinste. „Du hastn Kater. Aber ich hatte dir gesagt, trink weniger. Selbst Schuld.“

„Hab gehört Wasser und Aspirin sollen helfen.“

Ich konnte ihnen nicht folgen, wer was sagte und mein Blick huschte zwischen allen dreien hin und her, bevor ich: „Schon probiert...“ murmelte ich.

„Dann schlafen und leiden“, entgegnete Basti und grinste schadenfroh. „Spaß. Leg dich hin und ruh dich aus. Wir machen dir was fertig. Irgendwie müssen wir dich bis zum Nachmittag wieder hinbekommen.“

Ich schaute zu meinem besten Freund und griff schließlich nach seiner Hand. „Bringst du mich ins Bett?“

„Ich hoffe doch, dass du das alleine kannst. Verlauf dich nur nicht, Wir kommen sofort nach.“

Widerwillig schlurfte ich zur Treppe. Ein Glück hatte diese Villa eine erste Etage, die getrennt voneinander war und unser Schlafzimmer war weit von der Kröte entfernt.



„Besser?“

„Geht... Kaffee?“

„Ich ruf Basti“, sagte er und zog die Knie an seinen Oberkörper.

Misstrauisch betrachtete ich ihn. Kieran kauerte sich niemals ohne Grund zusammen und schickte nie andere, schon gar nicht Basti.

„Kieran... Was ist los? Was ist passiert, dass du nicht einmal aufstehst und Kaffee besorgst?“ Es war zwar nichts Neues, dass Kieran morgens faul war, aber es war nachmittags. Und wenn es mir nicht gut ging oder ich verkatert war, dann tat er alles, damit es mir schnellstmöglich besser ging.

„Ich will nicht drüber reden.“ Kieran klang entschlossen, ernst und schien nicht zu Witzen aufgelegt zu sein. „Ey komm schon...“, murmelte ich und stieß ihn sanft in die Seite. „Du bist mein bester Freund. Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst.“

„Halt die klappte“, grummelte er. „Ich brauch gerade meinen besten Freund und keine psychologischen Gespräche.“

„Gut. Dann gehen wir an den Strand. Wir sind in Hawaii, da müssen wir dort hin.“

Kieran zögerte. Dann stimmte er zu, blieb aber liegen. Er war schwer zu durchschauen und ebenso zu erreichen. Das einzig Gute war, dass er anhänglich war und nicht alles und jeden mied. „Nach dem Kaffee.“

„Und nur wir beide“, murmelte ich und hoffte, ihn damit zu überzeugen.

„Es ist meine beste Freundin und meine Ex...“, nuschelte er leise. „Sie hat als Polizisten einen Mord verschwiegen, den sie bei einer Verfolgungsjagd begannen hat... eigentlich war es bloß Selbstverteidigung und ein Unfall. Er hat gerammt, sie hat gerammt und dann hat sich sein Auto überschlagen und ist explodiert. Sie hat alles mit angesehen und war so geschockt, dass sie mit niemandem drüber geredet hat. Stattdessen hat sie es in sich hineingefressen und es versucht mit Drogen und Medikamenten zu vergessen...“

Ich war wie gelähmt. Seine beste Freundin? Seine Ex? Er hatte mir nie etwas über sie erzählt oder erwähnt, dass er jemals eine Freundin gehabt hatte.

„Scheiße... Kieran... das tut-“

„Nicht deine Schuld“, unterbrach er mich grob. „Du wolltest es wissen, was ist es. Ich will jetzt kein Mitleid.“

„Du kannst mir nicht sowas um die Ohren hauen und dann erwarten, dass ich nichts dazu sage“, erwiderte ich, schob ihn von mir und sah ihm eisern in seine rehbraunen Augen. „Ich will nichts hören.“

„Interessiert mich nich, Kieran! Ich werde nicht zulassen, dass du alles in dich hineinfrisst.“

Er grummelte, aber gab keine Antwort darauf.



Ich spürte Kierans Blicke in meinem Rücken und wusste, dass er es mir nicht abnehmen würde. „Ich mach uns nen Kaffee und dann setzen wir uns auf den Balkon.“

„Gute Idee. Dann kann ich rauchen, schlafen und trinken und muss mich Nichtmal bewegen... ich denke, ich werde mich ganz draußen einquartieren“, überlegte ich laut. Meine Mundwinkel wanderten nach oben, als er mich grinsend betrachtete und ein Kissen nach mir warf.

„Ich weiß ja, dass du ein Faultier bist, aber du überraschst mich immer wieder.“

Das war die Antwort, die ich erwartet hatte. Danach wandte er sich von mir ab und ging aus dem Zimmer.

Ich ließ mich hingegen in die Liege fallen und reckte meinen Kopf der Sonne entgegen.

„Darf ich auch?“

„Hm, was?“, fragte ich und sah zur Balkontür. Basti trat näher und verharrte, als ich meine Hände hob. „Das letzte Mal hast du mir nen Eimer Wasser über den Kopf gekippt.“

„Ich bin unbewaffnet“, entgegnete er und grinste schief. Damit hatte er recht. In seinen Händen konnte ich keine Waffen erkennen, sondern nur das freche Grinsen auf seinen Lippen. „Du hast doch gleich sowieso den Dreh mit Enrique, dann bleib ich hier bei Kieran. Komm schon! Ich versuche bloß Pip zu entkommen, du wärst kein wahrer Freund, wenn du mich jetzt im Stich lässt.“

Basti atmete einmal tief durch und sah mich dann abwartend an. „Wenn das so ist, sei dir Verziehen.“

„Danke eure Hoheit“, entgegnete Basti, stand auf und verbeugte sich vor mir. In dem Moment ertönte ein Räuspern hinter Basti, welcher erschrocken zurück in den Stuhl plumpste. „Verdammt, Kieran! Erschreck mich doch nicht so!“

„Was geht denn hier ab? Da bin ich einmal zehn Minuten weg und du bist zum König aufgestiegen? König der Faultiere oder was?“

„Die haben keine Könige Kieran, die heißen ja nicht umsonst FAULtiere. Die schlafen einfach nur.“

„Falsch Jam! Wann fressen die und wann ziehen sie sich ins Pipi- Kaka-Land zurück?“, fragte Kieran und stieß mich spielerisch in die Seite. Ich blinzelte irritiert und war noch verwirrter als Basti plötzlich lautstark losprustete und vor mir auf dem Boden hockte. Erst grinste ich, dann war ich genervt von Bastis Lautstärke und verpasste ihm einen Tritt. „Ey! Du bist zu laut ich kann meinen Faultierschlaf nicht vollkriegen wegen dir.“

„Brauchst du auch nicht, du hast jetzt Kaffee und in zwei Stunden deinen Dreh.“

Ich grummelte, nahm den Kaffee entgegen und beachtete Basti nicht weiter, der immer noch auf dem Boden hockte und sich einen weg grinste. „Du nervst!“

„Aber wen soll ich den sonst nerven? Enrique is schon drüben, Pip ist mit Paul und denen weg und du bist der einzig junge hier.“

„Ey!“, grummelte Kieran. „Ich bin vielleicht jung. Aber ich bin normal!“

„Nich immer, aber ich hab dich trotzdem lieb“, mischte ich mich ein und grinste meinen besten Freund frech an. „Echt jetzt? Du fällst mir in den Rücken?“ Kieran warf mir einen fassungslosen Blick zu und schüttelte seinen Kopf. „Wie auch immer! Trink! Ich will das es ein guter Film wird und kein Faultier Porno.“

„Du bist mies...“

„Nein realistisch. Trink“, wiederholte er streng und Basti, der noch auf dem Boden hockte, verfolgte unsere Diskussion. Kurz stupste ich Kieran mit meinem Fuß an und deutete stumm zu Basti.

Der Braunhaarige schien sofort zu verstehen und grinste wissend. „Wer ist es?“

„Was?“

„Na der, weswegen du so grinst. Also, wer ist es?“

„Neugierig bist du ja gar nich“, grummelte Basti. Sein Lächeln verschwand und er schaute nach vorne Richtung Meer und wandte uns den Rücken zu. „Is niemand. Es ist mein erster Trip ohne die Angels und Jack und Hoyt fehlen mir.“

„Echt jetz? Deswegen?“, hakte mein bester Freund ungläubig nach. „Ohne Jamie und dich wäre es noch sehr viel schlimmer gewesen.“

Kieran nickte und musterte mich nachdenklich. „Lassen wir ihn bleiben“, sagte er an mich gerichtet. „Er tut mir Leid und eigentlich ist er handzahm.“

„Wie auch immer... ich muss sowieso gleich weg und ich mag den Chaot. Er darf bleiben- ausnahmsweise.“

„Reizend...“, brummte Basti. „Das bekommst du noch zurück...“

„Jaja... ich muss los.“ Ich rappelte mich auf und schaute zwischen Kieran und Basti hin und her. Kieran hob skeptisch eine Augenbraue. Basti wirkte nur verwundert. Eigentlich hatte ich noch knapp zwanzig Minuten, aber ich wollte dieser angespannten Stimmung entkommen. Basti hatte irgendwas, die Angels waren nur vorgeschoben.

Ich joggte die Treppe hinunter und trat in die Küche. Es war erschreckend ruhig, was zu meinem Vorteil war. Nur Chris stand an der Theke und schnippelte irgendetwas.

„Na, bereit?“, hauchte eine Stimme hinter mir in mein Ohr.

„Ich? Du bist Top. Ich muss mich ja kaum bewegen“, murmelte ich und grinste ihn an. „Unglaublich, wie faul du bist.“ Enrique griff nach meiner Hand und zog mich in das Wohnzimmer.

Unser Dreh startete wie besprochen unten und zwar mit mehreren. Paul, Justin, Pip und Chris standen bereits dort. Alle recht entspannt und gut gelaunt, aber als ich Pip sah und sein listiges Grinsen, verging mir die gute Laune. Offenbar sichtbar für alle anderen, denn Enrique nahm mein Gesicht in seine Hände und sah mir fest in die braunen Augen. „Nur fünf Minuten, dann müssen wir uns ohnehin zurückziehen“, sagte er, dann ließ er mich los und überließ unserem Kameramann Luke das Wort. Marty und Atilla standen daneben und sahen alle nacheinander an. „Ihr kennt eure Aufgaben, nehme ich an?“

„Ja. Einkauf wegräumen und Jamie und Enrique verziehen sich dann“, erwiderte Justin grinsend. „So schwer ist das jetzt wirklich nicht zu merken.“

Als ich zu Pip schaute, hatte er ein gehässiges Grinsen auf den Lippen. Am liebsten würde ich ihm etwas sagen, aber bevor es dazu kommen konnte, legte Enrique seine Hände an mein Gesicht und brachten mich dazu ihn anzusehen. „Nicht! Jetzt gibts nur uns beide. Wir verziehen uns ohnehin gleich.“ Grummelnd gab ich nach und verzog mich dann zur Tür. Dort würde es beginnen. Nachdem wir vom Kameramann das Startzeichen bekommen hatten, stolperten wie hinein und stellten die schweren Einkaufskisten auf den Tresen. Pip und Justin machten sich direkt daran die Kisten auszuräumen. Ich hingegen war mehr auf Enrique fixiert, tauschte zwischendrin ein paar Küsse mit ihm, während des Auspackens. Als ich die Eier weggeräumt hatte, wurde ich von Enrique in Richtung Treppe gezogen. Ins erste Stockwerk und dort drückte er mich bestimmend gegen die Wand. Ich kam nicht einmal zum Luft holen, da Enrique augenblicklich seine Lippen auf meine presste und kaum später drängte sich auch seine Zunge in meinen Mund. Ich erwiderte seine Küsse, vergrub meine Hände in seinen Hosentaschen und begann seinen Po dabei zu massieren. Dieses Keuchen, welches genau in dem Moment aus seinem Mund drang, turnte mich noch mehr an. „Nach oben“, hauchte ich. Meine Stimme klang ein wenig angeschlagen, heiser. „Ja?“, fragte er schmunzelnd nach. Ich hatte die Ahnung, dass er mich nur provozieren wollte. Daher drängte ich ihn bestimmend weiter die Treppe hinauf. Mitten auf der Treppe löste er sich und joggte die restlichen Stufen hinauf, mich hinter sich herziehend. Am Liebsten hätte ich ihm einen Spruch um die Ohren gehauen, aber aufgrund des Drehs verkniff ich ihn mir und ließ mich von ihm zur Couch dirigieren. Ein etwas älteres Exemplar und auch nicht sonderlich bequem, für eine schnelle Nummer würde es gehen. Am Saum seines Shirts zog ich ihn zu mir hinunter und Entführte ihn erneut in einen heißen Kuss. Enrique erwiderte zwar, jedoch Beschäftigte er sich damit mir die Shorts auszuziehen und anschließend sein Shirt. Erst als wir beide nackt waren, tastete er sich hinab und strich mit seinen Fingerspitzen mein Glied empor. Langsam, dann beugte er sich hinab, leckte über meine Spitze und nahm mich dann ganz in sich auf. Ich keuchte auf, krallte meine Hand in seine Haare und legte meinen Kopf in den Nacken. Enrique ließ sich mehr als genug Zeit und ließ auch nicht von mir ab, als ich stumm darum bettelte sein Glied haben zu wollen. Ohne Wörter zu verwenden, drehte er sich und wir endeten in der 69-er Stellung. Ich leckte sein Glied entlang und nahm es dann in meinem Mund auf. Es war keine lange Aktion, vielleicht vier Minuten. Dann beendete Atilla den Dreh für heute, lobte uns und kündigte sich mit Marty und Luke zum Abendessen an.



Enrique und ich hatten es uns im Wohnzimmer bequem gemacht. Außer uns waren hier nur Paul und Chris. Wobei Paul mit einem Videospiel beschäftigt war und Chris sein Buch las.

„Heyy.“

„Kieran!“ Ich warf ein Kissen nach ihm und wollte aufspringen, als Paul mich abrupt innehalten ließ. Ich versteifte mich und brachte kein Wort über die Lippen.

„Kieran stimmt das? Du bist mit einer Mörderin befreundet?“, fragte Paul.

Ich sah genau, wie es bei Kieran arbeitete, wie er nachdachte, und dann sah er mich an. In seinen Augen erkannte ich nichts. Keine Emotion war dort, nur Leere und das fand ich soviel Schlimmer als Hass.

„Kieran ich-“, begann ich, brach aber ab, als er seine Hand hob.

„Ich habs dir im Vertrauen erzählt!“ Sein Blick war auf irgendetwas neben mir gerichtet, er schaute mich nicht mal an. Dann wirbelte er herum und war nicht mehr zu sehen.

„Musste das sein Paul?“

„Was denn? Werde ja wohl fragen dürfen.“

Ich gab bloß ein Murren von mir und ging ohne etwas zu sagen nach oben. Ich musste klarstellen, dass ich nichts gesagt hatte.

Als ich mein Zimmer betrat, war Kieran weg, inklusive seiner Klamotten. Ich schluckte, ging auf den Flur und schaute mich um. Er hatte nicht wirklich das Zimmer gewechselt, ohne mich erklären zu lassen, oder?

„Das war echt unterirdisch, Jamie“, sagte Basti und lehnte sich in den Türrahmen. Er sah mich verärgert und enttäuscht an. „Dir hätte ich so ne Nummer am allerwenigsten zugetraut“, sagte Enrique. „Das ist das absolute Pip Niveau“, ergänzte Chris und sah mich angewidert an. Er stand hinter Enrique und verzog seinen Mund, zu einer angeekelten Grimasse. „Kannst du überhaupt noch in den Spiegel schauen?“, fragte er.

Ich schluckte und knallte die Tür, ohne den dreien eine Antwort zu geben, zu. Ich war alleine, obwohl ich jetzt am Liebsten jemanden gehabt hätte, der mich in den Arm nahm oder mich aufheiterte. Ich war allein sein nicht gewohnt, bisher war ich immer von mehreren Menschen umgeben und nur alleine, wenn ich es wollte.




Die ganze Nacht war ich alleine und ehrlich gesagt konnte ich kaum schlafen. Meine Gedanken kreisten die ganze Zeit um Kieran, wo er war, was er machte und wieso er direkt an mir zweifelte.

Am Liebsten würde ich die ganze Zeit im Zimmer bleiben, aber ich brauchte meinen Kaffe

„Morgen“, nuschelte ich, als ich die Küche betrat. Obwohl alle dort standen und in ein Gespräch vertieft war, hob keiner seinen Blick und schaute mich an. Ich kam mir vor, als würde ich gar nicht existieren.

„Ehrlich?“, fragte ich und ließ mein blick durch die Runde gleiten. Mein Blick blieb bei Kieran hängen. „Kann man jetzt nicht einmal mehr darüber reden? und ich dachte wir seien Freunde.“

„Das dachte ich auch“, fauchte Kieran. „Krass wie man sich in einem Menschen irren kann, oder?“

Ich war fassungslos über seine herablassende, kühle Art, die er auf einmal mir gegenüber zeigte. Ich biss mir auf die Lippe und nahm mir einen Kaffee. Ohne was zu sagen, verließ ich die Küche und ging wieder nach oben.

„Hey“, murmelte Pip kurz darauf auf dem Weg nach oben. „Man... du siehst voll fertig aus. Hab davon gehört, was du gemacht hast-“

„Sags schon, wie scheiße ich bin“, grummelte ich.

„Wie scheiße die anderen sind, dass sie nicht einmal zuhören und automatisch alle hinter Kieran stehen... aber dich kennen sie ja länger.“

Ich nickte. Keine Ahnung, was in mich gefahren war, gerade war ich dankbar, dass Pip da war und mir zuhörte.

„Ich hab das nicht gemacht.“

„Ich glaub dir“, murmelte Pip. Er sagte genau das, was ich hören wollte. Ich hatte keine Ahnung warum. In diesem Moment war er mein einziger Halt und ich ging mit ihm in mein Zimmer. Den ganzen Nachmittag saßen wir auf meinem Bett und redeten. Ich erzählte ihm von dem Streit und war froh, dass wenigstens einer mir zuhörte. Zwischendrin sagte Pip etwas oder stellte Fragen, er hörte mir einfach zu. Er machte mir keine Vorwürfe. Er stimmte mir in allem zu und sprach meine Gedanken laut aus, wie Kieran, nur das unsere eigentlich meist gehasste Person neben mir saß.

Mitten im Gespräch ging ein lauter Pfiff durchs Haus, Martys Zeichen, dass alle erscheinen sollten. Aber ich verharrte im Bett und mummelte mich unter der Bettdecke zusammen, während Pip runter ging.

Es dauerte keine halbe Stunde, da hörte ich laute Stimmen und ein wildes Durcheinander.

Als meine Zimmertür aufgerissen wurde, hatte ich die stille Hoffnung, dass Kieran vor mir stehen würde. „Pack deine Sachen. In neunzig Minuten geht unser Last minute Flieger. Es gab eine offizielle Meldung von einem Vulkanausbruch unter Wasser, der kommen soll. Und die lösen meist einen Tsunami aus“, erklärte Pip im Schnelldurchgang.



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