Feuerkopf

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Summary

Wie ein Raubtier erfasste er seine Beute …sie war seine Beute… er folgte seinem Instinkt Keine Gnade !

Status
Ongoing
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1 – Die Stille zwischen zwei Herzschlägen


Der Geruch von Desinfektionsmittel mischte sich mit dem schwachen Duft von Lavendel, den Ella auf dem Kopfkissen der Sterbenden hinterlassen hatte. Es war ihr Ritual. Etwas Menschliches in einer Welt, die längst vergessen hatte, was es heißt, bis zum letzten Atemzug gesehen zu werden.

Die Hand der alten Frau in ihren war kalt geworden

Ella sagte nichts. Sie sprach nie in diesen letzten Momenten. Sie lauschte. Manchmal flüsterte der Tod etwas, aber nur für jene, die gelernt hatten, in der Stille zu hören.

Ihre smaragdgrünen Augen glänzten feucht, doch keine Träne fiel.

Sie hatte gelernt, mit leeren Taschen zu leben. Aber ihr Herz – das war übervoll.


Mit einem leisen Seufzer legte sie die Hand der Verstorbenen zurück auf die Bettdecke, strich eine Strähne grauen Haares aus dem Gesicht und trat zurück. Niemand wusste, dass sie hier war. Offiziell war sie nur eine Freiwillige in der Klinik, gelegentlich im Empfang, in der Cafeteria, dort, wo man sie sehen durfte. Doch nachts – da wurde sie zur stillen Begleiterin der letzten Stunden.


Sie trug Männerjeans, ein ausgeblichenes Hemd, ihre roten Haare streng zum Zopf gebunden. Tarnung. Sie war schön, ja – aber nicht auf den ersten Blick. Wer nur mit den Augen sah, sah gar nichts.


Draußen war es noch dunkel. Die Straßen New Yorks schliefen nie, aber für Ella begann der Tag im Schatten der Nacht. Als sie aus der Seitentür der Klinik trat, zogen die ersten Sonnenstrahlen goldene Linien über die Betonfassaden.

Sie fühlte sich kurz lebendig. Dann kam der Gedanke zurück – heute war der Tag der Pressekonferenz.

Er würde dort sein.

Der Mann, der alles zerschlagen wollte, was für sie heilig war.

Der Mann, der das Krankenhaus kaufen, niederreißen und aus dem Boden seiner Arroganz eine neue Glasfassade wachsen lassen wollte.

Sein Name war Jack Montgomery.

Ein Name wie eine Warnung. Scharf. Schön. Gefährlich.


Sie hatte ihn nie gesehen. Aber sein Ruf eilte ihm voraus – Disziplin wie Stahl, Herz wie Eis, Erfolg wie ein Rausch.

Und doch … ein Teil von ihr war neugierig. Sie hasste sich dafür.