You & Me : Gegen den Rest der Welt

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Summary

Mia entscheidet sich, nach South Carolina zu ziehen, um ihr Psychologiestudium zu verfolgen. In einer abgelegenen Villa am Rande der Stadt hofft sie auf ein ruhiges Leben. Doch als der Staatsfeind Nummer eins, Black Lion, von der ganzen Welt gejagt wird und mit seinen Komplizen Zuflucht in Mias Villa sucht, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Eine Hexenjagd beginnt, und sie findet sich in der Gewalt des maskierten Mannes wieder. Wird Mia es schaffen, der Gefahr zu entkommen und die Wahrheit hinter den dunklen Machenschaften aufzudecken? Tauche ein in einen nervenaufreibenden Thriller voller Intrigen, Verrat und unerwarteter Wendungen.

Status
Ongoing
Chapters
6
Rating
4.8 4 reviews
Age Rating
18+

Bleibe ruhig

In den tiefen Wäldern von South Carolina, wo die Bäume wie alte Wächter in den Himmel ragen und das Sonnenlicht sich durch das Blätterdach schlängelt, entsteht an einem glühend heißen Sommertag ein neues Kapitel in meinem Leben. Gemeinsam mit meinem Vater Henry und meiner Stiefmutter Grace erheben wir meine zweistöckige moderne Glasvilla aus den Schatten der Natur. Ein Bauwerk, das die Grenzen zwischen Innen und Außen verschwimmen lässt, wie die Geheimnisse, die tief in den Wäldern verborgen liegen.

Mein Name ist Mia Jones, ein Name, der auf den Winden der Veränderung getragen wird, während ich mich im Alter von 21 Jahren von den Weiten Washingtons in die geheimnisvollen Wälder von South Carolina begebe. Mein Herz schlägt im Takt der Verheißung, die in der Zusage für mein Psychologiestudium liegt, ein Wegweiser für meine Seele in die Tiefen des menschlichen Geistes.

Für mich ist dieses Haus mehr als nur ein Gebäude aus Glas und Stahl. Es ist ein Spiegel meiner Träume, ein Ort, an dem Vergangenheit und Zukunft sich in den Scheiben widerspiegeln, während die Sonne ihre goldenen Finger über die Fassade gleiten lässt.

“Das Essen ist im Ofen, du musst heute nicht kochen. Alle elektrischen Geräte sind installiert, die Lampen leuchten und das Überwachungssystem ist aktiviert. Den Tür-Code habe ich neben dem Überwachungsdisplay notiert. Habe ich etwas vergessen, Grace?” Sein leicht verwirrtes Verhalten zaubert mir ein Lächeln auf die Lippen. Nervös dreht er sich um und blickt durch das geräumige Wohnzimmer.

“Reg dich nicht auf. Alles ist bestens versorgt. Mia würde sich freuen, wenn du sie endlich in Ruhe lassen würdest”, sagt meine Stiefmutter Grace und bringt mich zum Schmunzeln. “Ich möchte nur sicherstellen, dass ihr an nichts fehlt”, verteidigt sich mein Vater. Er streicht sich einmal über sein volles, edelweißes Haar und wird von mir liebevoll umarmt. “Es ist alles erledigt, Papa. Ihr könnt jetzt zurückfahren. Sonst verpasst ihr euren Flug nach Japan, von dem ihr so lange geträumt habt.” Ich reibe beruhigend über seine Schulter. “Vielleicht sollte ich ohne ihn fliegen?“, neckt Grace ihn erneut und zaubert mir ein weiteres Lächeln ins Gesicht. “Okay, okay. Ich gehe schon”, hebt er beschwichtigend beide Arme an. “Wir sehen uns, Schatz. Pass auf dich auf und melde dich, wenn etwas sein sollte.” Grace umarmt mich, bevor sie die Tür öffnet und hinausgeht. “Keine wilden Partys, und dein Handy bleibt die ganze Zeit eingeschaltet”, mahnt mein Vater mit dem Finger auf mich gerichtet. Ich nicke und verabschiede mich mit einer herzlichen Umarmung. Als Grace im Auto hupt, hat mein Vater keine andere Wahl, als mich loszulassen und mit Tränen in den Augen die Villa zu verlassen. “Du bist so schnell erwachsen geworden. Das ist einfach zu viel für mich”, jammert er, während er die Autotür öffnet.

So habe ich mich von ihnen verabschiedet, zu Abend gegessen und bereite mich nun in meinem Zimmer auf den Schlaf vor. Vor meinem Schminktisch richte ich meine langen, lockigen orangefarbenen Haare und creme mein helles Gesicht mit den Sommersprossen ein. Ich trage ein weißes kurzes Nachtkleid mit einem tiefen Ausschnitt, das sanft an meinem zierlichen Körper liegt. Draußen tanzt der Regen sanft gegen das Panoramafenster wie ein leises Klavierkonzert, jeder Tropfen eine Note in der nächtlichen Symphonie. Das Mondscheinlicht dringt durch die Fenster wie ein verträumter Liebhaber, der sanft die Dunkelheit durchdringt und mein Zimmer in ein zauberhaftes Gemälde aus Schatten und Licht taucht.

Mit entblößten Füßen schreite ich behutsam zu meinem Schreibtisch, wo meine Psychologiebücher für das bevorstehende Studium bereitliegen. Ich setze mich mit den Büchern auf mein Bett und öffne die erste Seite, als plötzlich ein Lärm am Hintereingang meine Aufmerksamkeit erregt. Ich stehe auf, trete vor das Panoramafenster und sehe einen Streifenwagen, der völlig deformiert und mit Kugeln verziert ist, mit einer Vollbremsung vor meiner Villa zum Stillstand kommen.

Zwei maskierte Gestalten steigen aus dem Wagen, gekleidet in tiefschwarze Tanktops und Jeans. Ihre dunklen Skimasken verbergen ihre Gesichter, doch ihre Augen strahlen eine bedrohliche Entschlossenheit aus. Sie zerren einen Mann in einem Anzug aus dem Kofferraum und schleudern ihn auf den Rasen. Seine blutende Schläfe und Nase lassen seine Angst deutlich erkennen, während sie seine Hände und Beine fesseln.

“Was nun?“, spricht einer der maskierten Männer. “Wir warten auf Black Lion. Er wird wissen, was zu tun ist.” Mit diesen Worten taucht jemand aus dem Wald auf einem tiefschwarzen Motorrad auf, das direkt auf meine Villa zusteuert. Mit geschickten Manövern stoppt er das Motorrad. Der Mann, der von dem Motorrad absteigt, strahlt eine düstere Aura aus, die mich vor Angst schlucken lässt.

Er ist größer als die anderen Männer, ich schätze ihn auf 1,95 Meter. Er trägt eine Maske, die sein Gesicht vollständig verhüllt und am Hinterkopf mit einem straffen Gummi festgezurrt ist. Diese Maske ist von einer weißen Skelettmusterung geprägt, mit düsteren schwarzen Konturen um die Augen, die Wangen und die Zähne. Sein Haar am Ansatz ist tiefschwarz, dicht und fällt sanft zur Seite, während die Seiten äußerst kurz rasiert sind. Besonders auffällig ist eine Strähne vorne, die so lang ist, dass sie bis zu den Lippen reicht.

Seine Augen strahlen in zwei verschiedenen Farben. Ein Auge weißblau, das andere lila, eine düstere und bedrohliche Kombination. Auf seinem Hals steht das Wort “Dead”, eine grausame Erinnerung an vergangene Sünden. Auf seinem muskulösen Körper trägt er nichts außer zahlreichen silbernen Ketten und eine frische Schusswunde am Rand seines Bauches. Ein Tattoo mit der Aufschrift “the devil fucks you!” ziert sein Schlüsselbein.

Zwischen seinen Brüsten prangt ein Teufel mit flammenden, ausgebreiteten Flügeln, unterhalb der Brust. Auf seinem Bauch sind Dutzende von mysteriösen Symbolen tätowiert, die unmöglich zu entziffern sind. Seine muskulösen Arme, an denen jede Ader sichtbar ist, sind von Flammen umgeben, die Dutzende von Skeletten verbrennen, die verzweifelt nach Hilfe rufen. Obwohl seine Hände in den tiefschwarzen Handschuhen verborgen sind, sind die Spuren der Tätowierungen an seinen Armen bis zu den Händen zu erkennen. Seine kräftigen Beine sind in einer tiefschwarzen sportlichen Hose mit vielen Taschen und Ketten verhüllt. Der weiße Bund seiner Boxershorts blitzt hervor. Wenn seine robusten Stiefel den nassen Rasen betreten, wird sein Körper vom Regen benetzt. Die Regentropfen gleiten von seinen muskulösen Brüsten hinab bis zum Bund seiner Boxershorts, als ob sie den Weg des Lebens nachzeichnen würden, der unaufhaltsam seinen Lauf nimmt. Das Blut, das an der Stelle steckt, wo die Kugel eingedrungen ist, wird vom Regen fortgespült, jedoch fließt sein roter Lebenssaft unbeirrt weiter, ein düsteres Zeugnis seiner Verletzlichkeit und Stärke zugleich.

Seine Präsenz erfüllt den Raum mit einer beängstigenden Aura, die meine Beine zum Zittern bringt, als stünde ich vor einem Abgrund, der in die Dunkelheit hinabführt. Seine Erscheinung ist wie ein Schatten, der die Luft um mich herum verdunkelt und eine Kälte in mir auslöst, die bis tief in meine Knochen dringt. Es ist, als ob die düsteren Geheimnisse der Nacht in seiner Gestalt Gestalt angenommen haben und sich in meinen Gedanken festkrallen wie bösartige Dämonen.

Seine Augen, die in einem unheimlichen Ton leuchten, durchdringen meine Seele und enthüllen Abgründe von Dunkelheit und Verzweiflung. Jede Bewegung seiner starken Arme und Beine erweckt eine unbeschreibliche Angst in mir, als wäre ich Zeuge eines albtraumhaften Schauspiels, das keine Grenzen kennt.

“Bringt ihn rein”, hallt die befehlende Stimme durch die Nacht, kalt und unnachgiebig wie der Schatten, der über der Szene liegt. Die Worte durchdringen die Dunkelheit und lassen keinen Raum für Widerspruch oder Zweifel. Ein Hauch von Angst und Drohung schwingt in der Stimme mit, und die maskierten Männer gehorchen dem Befehl, ohne zu zögern, als ob sie Marionetten in einem düsteren Spiel wären, das von unsichtbaren Fäden gelenkt wird.

Als die beiden maskierten Männer den verletzten Mann anheben, wird mir schlagartig bewusst, dass die Terrassentür unverschlossen ist. Ein Schauer läuft mir über den Rücken, als ich die Gefahr erkenne. Mit aller Macht renne ich aus meinem Zimmer, eile zwischen den Türen und dem Panoramafenster durch den schmalen Gang und stürze mich die Treppe hinunter. Vor der Haustür angekommen, versuche ich panisch den Code einzutippen, der an der Wand steht. Ein schneller Blick zurück genügt, um den maskierten Mann mit den unheilvollen Augen zu erkennen, wie er auf mich aufmerksam wird.

Bevor ich die letzte Zahl eintippen kann, hämmert er so kraftvoll mit dem Fuß gegen die Terrassentür, dass sie aufschwingt. Mit einem Schreckensschauer durchfährt mich die pure Angst, und ich verstecke mich hastig unter dem kleinen Beistelltisch, als er mit seinen Gefährten in den Raum eindringt. Die Dunkelheit umhüllt mich wie ein schützender Mantel, während ich den Atem anhalte und das dumpfe Pochen meines Herzens in meinen Ohren widerhallt.

“Schaut nach, ob jemand noch oben ist”, verlangt er von seinen Komplizen mit einer unheilvollen Autorität in der Stimme. “Oh ja! Es wird Zeit, die Wände wieder mit unserem Symbol zu kennzeichnen. Ich hoffe, sie bluten mehr als die letzten Typen. Da hatte das Blut nicht mehr für das letzte Wort gereicht”, prahlt einer der Männer mit einer makabren Freude, die mir einen Schauer über den Rücken jagt. Vor Angst pressen meine Hände an meine Lippen, um nicht laut aufzuschreien.

“Spinn nicht herum, Ceyce! Wir werden hier für eine Weile bleiben, und ich möchte kein Chaos haben”, mahnt der andere, der nun den Arm des gefesselten Mannes loslässt. Die beiden Männer eilen an mir vorbei, und ich presse meine Augen fest zusammen. Als ich höre, wie sie die Treppen nach oben rennen, wage ich es langsam, sie wieder zu öffnen. Ein perfekter Blick auf den Mann mit der Skelettmaske bietet sich mir, wie er sich nun in Richtung der offenen Küche bewegt. Auf seinem Rücken ragen zwei gigantische, tiefschwarze dämonische Flügel empor, als wären sie seine eigenen, zwischen ihnen steht ein Name in unentzifferbaren Schriften. In seinem Hosenbund steckt eine Waffe, und mein Herz droht vor Angst zu zerspringen.

Er öffnet den Kühlschrank und hebt einige Getränke hoch, lässt sie jedoch wieder zurückfallen. “Wie kann man in einer solchen Villa leben und keinen Alkohol besitzen? Als wäre ich zu Gast beim Papst!“, donnert er und schlägt die Kühlschranktür mit voller Wucht zu. Meine Augen klappen vor Angst zusammen, als die Vorstellung, getötet zu werden, mich lähmt. Der maskierte Mann durchsucht nun die Schubladen und Schränke, holt ein scharfes Messer, einen kleinen Löffel und eine Dose mit scharfem Chilipulver heraus, lässt heißes Wasser ins Waschbecken fließen und hält den Lappen darunter, ohne auf den Schmerz zu achten. Er dreht den Wasserhahn ab, zerdrückt den Lappen und verlässt die Küche wieder. Diesmal öffnet er ungeduldig den Erste-Hilfe-Koffer.

Er lässt sich schwer auf die Couch fallen, stellt die Utensilien neben sich ab und öffnet den Deckel der Chilipulverdose. Mit bedrohlicher Langsamkeit zieht er die Maske bis zu seinem Nasenbein hoch, und ich erkenne seine vollen, rötlichen Lippen, voller Symmetrie und beinahe verführerisch in ihrer Grausamkeit. Ein schauriges Schauspiel entfaltet sich vor meinen Augen, als er seine Zunge herausstreckt und sein Zungenpiercing sichtbar wird, bevor er den ganzen scharfen Chilipulver in seinen Mund kippt. Die leere Dose schleudert er auf den Tisch, zieht die Maske herunter und beginnt mit dem Messer die Kugel aus der Wunde zu entfernen.

Mit jedem Schnitt, der tiefer geht, spritzt mehr Blut hervor, und mein Magen verkrampft sich vor Ekel und Panik. Als er seinen Kopf minimal in meine Richtung dreht, schließe ich die Augen aus purer Angst, dass er meine Anwesenheit spüren könnte. Die Stille wird von dem geräuschvollen Schmatzen und dem tropfenden Blut untermalt, ein verstörendes Konzert des Schreckens, das in meine Seele eindringt und mich erstarren lässt. Die Vorstellung, dass er mich entdecken könnte, lässt mich erstarren, als ob ich ein Opfer in seiner düsteren Inszenierung wäre, unfähig, mich zu bewegen oder zu atmen.

Ich wage es, ihn wieder anzusehen. Er scheint die Kugel so positioniert zu haben, dass er nun mit dem kleinen Löffel vorgehen kann. Mit geschickten Bewegungen nimmt er die Kugel und wirft sie zusammen mit dem Löffel in eine Schüssel. Der nasse, heiße Lappen drückt er auf die blutende Wunde, säubert die Umgebung und öffnet anschließend erneut den Erste-Hilfe-Koffer.

“Was für eine Scheiße ist das denn?“, entfährt es ihm, als er feststellt, dass der Koffer außer selbstgemachten Keksen nichts Brauchbares enthält. Mein Vater hat vergessen, mir einen ordentlichen Erste-Hilfe-Koffer zu besorgen. Verblüfft starrt er auf die Kekse, als wäre er selbst nicht sicher, was er mit ihnen anfangen soll. Sein Kopf gleitet erneut langsam in meine Richtung. Mit den Händen, die immer noch fest an meinen Lippen haften, schließe ich die Augen. Ein dumpfes Geräusch lässt mich aufschrecken, und als ich sie wieder öffne, sehe ich, dass er den Koffer auf den Tisch geworfen hat und sich zur Kommode neben der Küche bewegt.

Die Hand drückt er an die blutende Stelle, er durchwühlt die Schubladen, doch findet nicht, wonach er sucht. Langsam nähert er sich mir. Meine Augen schließen sich, mein Herz hämmert gegen meine Brust. Ein Schatten fällt auf mein Gesicht, und ich öffne sie wieder. Der maskierte Mann steht vor mir, seine Beine sind deutlich erkennbar. Langsam geht er in die Hocke, eine Hand am Tisch, die andere mit dem blutigen Messer schlaff herabhängend. Er neigt den Kopf zur Seite und betrachtet mich von oben bis unten, selbst mein Tanga entgeht seinem aufmerksamen Blick nicht, da ich meine Beine so weit nach oben gezogen habe, dass er einen unverhüllten Blick auf meinen Körper hat.

Sein Atem klingt wie das Flüstern des Windes in einem verlassenen Friedhof, gefüllt mit den Seufzern der Vergangenheit und den Schrecken der Zukunft. In seiner Gegenwart fühle ich mich wie eine verlorene Seele, gefangen im Netz seiner düsteren Macht, unfähig, mich von seinem bannenden Einfluss zu befreien!