Prolog
Penelope weinte die ganze Nacht.
Sie konnte nicht glauben, dass sie vermählt wurde, mit einem Mann, den sie weder kannte, noch liebte. Es war nun 2 Uhr Nachts. Die Perlen auf beiden ihrer Wangen trockneten nicht aus. Es war soweit, dass der besagte Herr an beider Schlafgemachstür anklopfte, doch war sie fest verriegelt. Penelopes einziger Zufluchtsort, beider Schlafgemach. Wo waren ihre Schwestern, wo ihre Mutter, und wo der Mann, der ihr sein lebenlang Schutz bieten wollte, ihr Vater? Panik überflutete sie, ihre Gedanken und ihren ganzen Körper.
»Was soll ich tun?«, flüsterte sie ganz leise, »Was soll ich jetzt bloß tun?«.
Ihr Weinen wurde durch das wiederholte Anklopfen verstärkt. Voller Furcht verbarg sie ihre Lippen hinter den Händen, um keinen Laut von sich zu geben.
„Penelope?", ertönte die Stimme von außen.
„Öffne die Tür. Öffne sie jetzt bitte."
Penelope schüttelte den Kopf, winselte ganz leise. Dort stand er. Vor der Tür. Don Juan García. Nur wenige Schritte von ihr entfernt, einzig und allein separiert durch eine gewöhnliche Wand. „Öffne sie." Die frisch vermählte Prinzessin vergrub ihr Gesicht hinter den zierlichen Händen und zog die Knie ganz dicht an ihren Körper heran.
„Bitte mach nun auf", beharrte er. »NEIN! GEH!!«, schrie sie laut zurück. Weiter wusste sie nicht, was sie sagen oder tun sollte. Sie wollte, dass das alles hier ein Ende einnahm. Penelope sammelte wieder Mut zusammen. Mehr Mut, um nochmal zu posaunen. Er sollte gehen. Sie wollte nicht die Ehe mit ihm, nicht den Trost von ihm, rein gar nichts von ihm. Ehe sie aber den Mund zu einem erneuten Versuch öffnen und laut losschreien konnte, vernahm und bemerkte sie die gesamte Tür vor sich endlos zappeln. Die Türklinke gab schreckliche Töne von sich und die Regung der Tür wurde immer schlimmer, immer abnormaler. Auf einmal fiel sie um, die Türklinke, auf den eisernen Boden. Nicht konnte sie länger den rapiden Bewegungen standhalten, die Don Juan verursachte.
Und die Tür ging auf.








