Kapitel 1 - Der Autounfall der alles Verändert
Evelyn - Ivy
Ich sehe das helle Scheinwerferlicht aufblitzen, dann kam der laute Knall der mich aufschreien lässt.
Zitternd und Schweißgebadet reise ich meine Tränen unterlaufenen Augen auf. Es fühlt sich an als durchlebte ich den Autounfall mit Becky ein weiteres Mal, selbst die Kälte konnte ich auf meiner Haut fühlen.
Wir fuhren von unterem Einkauf nachhause, aus vollem Halse sangen wir das Lied von Marvin Gaye- Sexual Healing mit, das aus dem Autoradio in vollerster Lautstärke dröhnt.
Vor der Roten Ampel kamen wir zum Stehen, Becky schaute mir in die Augen und sang mir den Text entgegen, doch etwas beunruhigte mich. Meine Blicke schweiften raus über die Straßen, gegenüber an der anderen Ampel stehen zwei Männer, ihre Blicken waren so Unangenehm das sich meine Magengrube zusammenzog.
Beide waren Schwarz gekleidet, der größere Mann zog seine Augenbrauen hoch als der kleine Pummelige sein Mundwinkel auf und ab hebt. Zu schade das ich nicht von Lippen lesen konnte aber eins kann ich sagen, beide sehen sehr sehr Furchteinflösent aus.
Ich versuchte mir über die zwei keinen weiteren Gedanken mehr zu machen und konzentrierte mich wieder auf das Lied von Marvin Gaye. Nach den Satz gliederte ich mich wieder stimmlich dazu und Becky setzten unseren kleinen Polo Voran.
Kaum waren wir in die Kreuzung eingebogen kam uns ein LKW mit einer sehr hohen Geschwindigkeit entgegen, ich wollte meine Augen zukneifen aber alles ging viel zu schnell, nur vor meinen Augen spielte es sich wie eine Zeitlupe ab.
Der LKW prallte in uns ein, meine Hände Greifen um den Gurt der um mich gelegt ist, meine Füße drückten sich automatisch in den engen Fußraum das ich einen besseren halt hatte. Mein lauter Schrei erfüllte die den Stillen Frühlingsabend.
Erst als das Auto zum Stillstand kam begriff ich das wir uns mehrmals überschlugen. Ich griff zu Becky rüber, immer und immer wieder versuchte ich sie Wach zu schütteln ,,Becky wach auf`` schrie ich aus meiner Kehle doch sie Bewegte sich nicht.
Mein Herz drohte aus meinem Brustkorb zu schlagen als mich die Erkenntnis traf.
Die Panik brach in mir ein, mein Herzschlaf wurde immer schneller, mit einem harten Tritt schaffte ich es aus dem Auto zu klettern.
So schnell ich konnte, rannte ich durch die Straßen, ich wollte nur so schnell wie möglich weg, weg vom Unfallort, weg von dem Ort der mein Leben ins schleudern bring.
,,Willow`` schrie ich vor mich hin, der Gedanke das sie mir jetzt meine kleiner Schwester nehmen zerreißt mir zusätzlich das Herz, Becky war meine einzigste Möglichkeit Willow nicht zu verlieren!
Becky kenne ich schon mein ganzen Leben, früher als meine Eltern noch Lebten, half sie meiner Mutter im Haushalt und ab und an kümmerte sie sich um mich.
Als meine Mutter Giselle Harrison mit Willow schwanger wurde war sie meistens nur im Bett gelegen, die Schwangerschaft setzte ihr ganz schön was weg.
Ab da an verbrachte ich die Tage mit Becky, die Tage wurden zu Wochen und die Wochen wurden zu Monaten, Becky wurde wie eine zweite Mutter für mich.
Bei der Geburt von Willow, waren die Blutungen bei meiner Mutter zu stark ,,Mama, du hast mir so eine schöne Schwester geschenkt`` flüsterte ich zu ihr dabei streifte sie Sanft über meine Roten locken Mähne.
,,Ihr zwei seid das beste was mir im Leben passieren konnte`` waren Ihre letzten Worte die ich von meiner Mutter Hörte.
Es vergingen 4 Monate, Becky setzte alles daran mich zum lachen zu bringen, Willow forderte sie täglich aufs neue aber sie ließ sich nicht unterbringen. Nach einiger Zeit hatte sie den dreh raus. Haushalt und uns zwei Kinder unter einen Hut zu bringen.
Das Schicksal ist ebenso eine Bitch wie das Kama!
Die Nachrichtensender im Fernseher waren voll von einer Explosion in einer großen Firma- Willston Companie & Industrial.
Becky kam grad die Treppen runter, endlich muss wohl Willow eingeschlafen sein. Gedankenverloren Blickte sie in den Fernseher hinein ,,was´´ konnte ich leise ihre Stimme hören.
Das Leuten von der Klingel brach die Stille im Raum, ohne den Blick vom Bildschirm zu wenden machte sich Becky auf den Weg die Tür zu öffnen.
,,Guten Tag, wir sind von der Polizeistelle Belfair Washington, dürfen wir rein kommen`` ich hörte eine tiefe Männerstimme sprechen.
Becky zog die Tür weiter auf das die Männer eintreten konnten.
,,Wie sie es bereits aus den Medien erfahren haben, gab es eine Explosion bei Willston Companie & Industrial´´ seid blick schweifte durch den raum, mit einem Kopfnicken schaute er zu mir rüber
,,ich muss ihnen leider mitteilen das Herr Marton die Explosion nicht überlebt hat``.
Ich konnte meine Tränen nicht mehr zurück halten, jetzt verlor ich auch noch mein Vater!
Im laufe der vergangen Jahren war Becky immer an meiner Seite, sie war immer für mich da, so wie für mich auch für meine kleine Schwester.
Willow war noch ein Baby und ich erst 8 Jahre alt als auch mein Vater starb.
Sie hätten uns getrennt, sie hätten uns in irgendwelchen Kindereinrichtungen gesteckt getrennt von einander und ich hätte meine kleiner Schwester vielleicht nie wieder gesehen.
Doch Becky hat alles daran gesetzt uns zu sich zu holen. Wir zogen in eine größere Wohnung und Becky bekam unsere Vormundschaft.
Bis zum Heutigen Tag war mein Leben halbwegs erfreut mit meiner kleinen Familie die ich mir mit Becky aufgebaut habe, das Leben ist so Ungerecht!
Ich komme mit ein paar geschrammten Schürfwunden, blaue Flecken und einem gestauchten Bein davon und Becky, die für uns immer alles getan hat überlebt nicht.
Meine Welt ist mit diesem Unfall unter gegangen aber jetzt muss ich stark sein.
Stark sein für Willow