Erste Begegnung
Als ich in seine grau-grünen Augen schaute wusste ich, ich war verloren. Ich erkannte ein Glitzern in seiner Iris, wodurch mir klar war, er wusste es auch.
Mein Gefährte.
Er war mein Gefährte.
Shit, er war mein Gefährte!
Wie sehr hatte ich Angst vor diesem Zeitpunkt. Viele, eigentlich die meisten Wölfe, sehnten sich diesen Tag herbei. Sie wollten ihren Gefährten, ihren Seelenverwandten, treffen. Doch ich wollte dies nie. Für mich war ein männlicher Gefährte eine Gefahr. Er würde mich und meinen Titel bedrohen. Viele wünschten sich wieder einen männlichen Alpha auf dem Thron. Sie verabscheuten es, dass ich, eine Frau, ihnen Befehle erteilte, dass ich die Königin des Werwolfreiches war.
Ich war die erste Königin die es gab und einige hatten damit noch zu kämpfen. Doch ich hatte mir den Thron rechtmäßig verdient und ich würde ihn mir nicht so schnell nehmen lassen.
Mein Gefährte, der mich aufmerksam musterte, grinste mich an.
„Die Königin“ sagte er mit einem Hauch Belustigung in der Stimme. Ich bekämpfte den Drang näher an ihn heran zutretten um seinen Duft einzuatmen und räusperte mich, „ ja das hast du richtig erkannt, ich bin die Königin und wer bist du?“ Ich zog sekptisch meinen Augenbraun nachoben und musterte ihn abschätzend.
„Mein Name ist Jakob und ich bin der Alpha des Redshine Rudels.“
Ich nickte knapp. „Gut da wir das jetzt geklärt haben, können wir dazu übergehen uns abzulehnen.“
Er schaute mich verduzt an.
„Ich brauche keinen König an meiner Seite und einen Gefährten schon mal gar nicht“ erklärte ich ihm abschätzend.
Er knurrte mich an. Es war ein besitzergreifendes Knurren. So eins, was ich an Werwölfen immer verabscheute. Doch sein Knurren löste eine Gänsehaut bei mir aus und lies mich ein leichtes kribbeln spühren.
Er kam zwei Schritte auf mich zu, sodass er direkt vor mir stand. Seine Hand griff mein Kinn und hob es an. Ich konnte nichts anderes tun, als ihn in seine wunderschönen grau-grünen Augen zuschauen.
„Du willst mich also abhlehnen“ hauchte er mir mit seiner tiefen Stimme ins Ohr. Sein schwarzer Bart kitzelte dabei meinen Hals und ich musste mir ein Stöhnen verkneifen. „Da habe ich wohl noch ein Wörtchen mitzureden.“
Er ließ mein Kinn los und strich mit seinem Finger über meine Lippe. Ich konnte nicht anders, als fassungslos meinem Körper dabei zuzuschauen, wie er Jakob verfiehl. Mein Körper sehnte sich nach mehr Berührung, nach mehr Nähe. Die Gefährtenbindung war stärker als ich es vermutet hatte. Er grinste mich arrogant an. „Dein Körper weiß schon ganz genau wem er gehört.“ Seine Hand wanderte zu meiner linken Brust und knetete sie. Er zwickte in meinem Nippel. Was mich leise aufstöhnen ließ. „Den Rest bringe ich auch noch dazu mich zu wollen.“ Mit diesen Worten ließ er von mir ab und tratt wieder zurück. Er ließ mich und meinen lüsternen Körper zurück. Ich versuchte händeringend wieder einen klaren Kopf zubekommen.
Konzentration Tamina, Konzentration! Befahl ich mir immer wieder selber. Irgendwann schaffte ich es ihm erneut in die Augen zu schauen. Mein Blick war kalt und verriet nicht, dass mein Körper nach seinen kurzen Berührungen noch immer in Flammen stand.
„Kein Wort davon zu irgendjemanden! Wir verschieben die Audienz auf morgen“ befahl ich.
Er nickte knapp. Ich musste hier raus, möglichst weit weg von ihm. So hatte ich mir die Audienz einer meiner Alphas nicht vorgestellt. Er kam, weil er mit mir über ein Probelm mit seinem Rudel sprechen wollte und ich ging mit dem Wunsch seinen Schwanz zwischen meinen Beinen zu spühren.
Er drehte sich um und verließ den Saal. Ich atmete erleichtert aus. Nichts wie raus hier. Meine Wölfin drehte total durch, da sein Geruch immer noch im Saal wabberte. Ich lief in den Garten und ließ mich auf die Wiese fallen. Ich atmete gierig die frische Luft ein um seinen Duft aus meinem Kopf zu bekommen. Meine Wölfin Lina drängte immer wieder nach draußen. Sie wollte auf die Jagd gehen, auf die Jagd nach Ihrem Alpha. Sie wollte sich ihm hingeben und sich von ihm dominieren lassen. Doch dies würde ich nicht so leicht zulassen. Ich hatte schon meine Erfahrung mit einem Alpha gemacht, dem meine Macht zu Kopf gestiegen war.
Ich seufzte tiefe und setzte mich auf. Ich vernahm den Geruch von meiner besten Freundin die zugleich auch meine Beta war. Faye kam mit ernsten Gesicht und schnellen Schritten auf mich zu.
„Ist alles in Ordnung bei dir? Ich habe gehört die Audienz wurde verschoben!“
Ich verdrehte die Augen natürlich macht dies im Schloss bereits die Runde.
„Ich hab sie aus persönlichen Gründen wif morgen verschoben.“ Sie sah mich skeptisch an, „ du bist der Alpha du musst persönliches außen vor lassen, es ging danei um wichtige ausenpolitische Angelegenheiten! Jakob vom Redshine Rudel ist einer der wichtigsten Alphas, du kannst es dir nicht erlauben ihn zu verärgern!“
Ich lachte bitter auf, als ich ihre Worte hörte.
„Denkst du ich verärgere ihn sehr wenn ich ihn als meinen Gefährten ablehne?“
Sie sah mich entgeistert an. „Dein Gefährte!?“ schrie sie förmlich.