Garden of Pain

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Summary

Schmerz und Verlangen erwachen zu einem gefährlichen Spiel in einer vermeintlichen Idylle, als Lydias neuer Nachbar in die andere Doppelhaushälfte einzieht. Zwischen ihnen entflammt nicht nur Streit, sondern auch eine aufregende erotische Spannung. Zwischen Konflikten und verbotenen Sehnsüchten entwickelt sich ein Spiel aus Anziehung und Unterwerfung, das beide an ihre Grenzen führt.

Status
Complete
Chapters
5
Rating
4.0 1 review
Age Rating
18+

Natur pur

„Es kann die Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es diesem Vollidioten von Nachbarn nicht gefällt!“

Eigentlich könnte alles so schön sein. Nach zwei gescheiterten Beziehungen hatte es Lydia nun endlich geschafft eine Doppelhaushälfte auf dem Land zu beziehen. Bisher konnte sie sich ein Leben außerhalb der Großstadt kaum vorstellen, denn sie war die Stadt gewohnt: Glamour und Glitzer bestimmten bisher ihren Lebensstil. Alle Annehmlichkeiten des modernen Lebens hatte sie genossen doch irgendwann stellte sie fest, dass sie in eine Sackgasse geraten war. Wenn Lydia eine Beziehung anfing, geriet sie eigentlich immer irgendwann in eine Sackgasse. War es ihre Schuld, dass sie immer an die falschen Männer geriet? Aus ihrer ersten Beziehung war Charlotte hervorgegangen, aus der zweiten Franziska. Beide gingen in die Grundschule aber die Ältere würde nach den Sommerferien aufs Gymnasium wechseln. Was war sonst noch von den Beziehungen übriggeblieben? Gelegentliche Treffen? Sex mit dem Ex? Fehlanzeige! Charlottes Vater, Clemens von Dumbach, kam jedes vierte Wochenende Freitagabends vorbei um seine Tochter abzuholen. Der Vater von Franziska ließ sich gar nicht mehr blicken, und das war auch gut so. Still war es um Lydia geworden.

Seit eineinhalb Jahren lebte sie nun auf dem Land. Gleich hinter ihrem Haus führte ein nicht enden wollender Feldweg an unzähligen Weizenfeldern vorbei, deren Ähren sich im Sommerwind hin und her wiegten. Um das naheliegende kleine Wäldchen hatte sie schon Rehe springen sehen und hinter ihrem Haus gab es Wiesen auf denen Schafe, Pferde und Hühner ihre Freiheit genossen. Frei war Lydia jetzt auch. Sie hatte einen Halbtagsjob in einem Notarbüro, bekam reichlich Alimente um sich ihre Hundertdreiunddreißigquadratmeterdoppelhaushälfte leisten zu können. Von nun an hatte sie sich vorgenommen, ihr Leben in vollen Zügen zu genießen. Nie hätte sie gedacht, dass sie einmal einen eigenen Garten haben würde! Natürlich hatte auch eine Penthauswohnung ihren Reiz, aber nur solange man zum Essen ausgeführt wurde, eine Putzfrau für Sauberkeit sorgte und irgendjemand, aber nicht sie, das alles bezahlte. Als sie ihre neue Bleibe zum ersten Mal besichtigte und auf die Veranda trat, wusste sie schon, wie sie den Garten gestalten wird, wenn sie hier einzieht: Ein paar Gartenmöbel, eine bequeme Liege für sie, ein riesiger Sonnenschirm und natürlich ein aufblasbarer Gartenpool für ihre Töchter durften da nicht fehlen. Schließlich sollten die Kinder auch ihren Spaß haben, wenn die Sonne hoch am Himmel stand und Lydia war einer gelegentlichen Abkühlung im Pool auch nicht abgeneigt. Hier würde sie sich nach Feierabend sonnen, die Ruhe genießen und sich im Bikini ausgiebig bräunen lassen. Ab und zu ein Glas Wein, ein gutes Buch, was kann es Schöneres geben? Von Beziehungen hatte sie erst einmal genug. Obwohl…

Es gab da noch eine Kleinigkeit, die sie doch schmerzlich vermisste. Einer der Nachteile des Landlebens bestand darin, dass man sich kennt. In der Stadt lebte sie anonym. Niemand interessierte es, als sie nach ihren gescheiterten Beziehungen wieder auf die Pirsch ging und jedes Wochenende einen anderen „Gast“ mit in ihre Wohnung brachte. Manchmal auch zwei. Niemand scherte es, ob am Samstag ein anderer Mann ihre kleine Stadtwohnung betrat als zuvor am Freitag. Sie konnte tun und lassen was sie wollte und niemand nahm daran Anstoß. Doch hier auf dem Land hatte sie einen Ruf zu verlieren. Wer hier aus der Reihe tanzte wurde unter Umständen in der Bäckerei nicht mehr bedient und bekam keine Brötchen mehr. Jeder Nachbar war aufmerksamer als ein Wachhund und es gab viele umliegende Häuser, aus deren gardinenverhüllten Fenstern ihre Eingangstür mit Argusaugen überwacht wurde. Die Zeiten, in denen sie hemmungslos á la carte leben konnte, waren vorbei. Außerdem hatte sie mittlerweile zwei Töchter, die intelligent genug waren um mitzubekommen, was Mama hinter verschlossenen Türen mit den „Onkels“ trieb. Meist waren die Schreie auch nicht zu überhören. Lydia hatte die Vierzig zwar knapp überschritten, aber sie sah für ihr Alter noch verdammt gut aus. Die meisten Männer hätten sie jünger geschätzt. Außerdem half sie mit gekonnt eingesetztem Make-Up noch etwas nach. Sie wusste genau wie man sich einen Mann angelt und ihn dann in den Wahnsinn treibt. Während der Zeit ihrer Großstadteskapaden hatte sie in dieser Beziehung genug Erfahrungen gesammelt. Doch jetzt auf dem Land war sie erst einmal Selbstversorgerin oder, vielleicht besser ausgedrückt: „Selbstbesorgerin“.

Zunächst macht sie aus ihrer Not eine Tugend: Seit Lydias Umzug war ihr Arsenal an Sextoys sprunghaft angewachsen und sie besorgte es sich selbst, wenn ihre Kinder im Bett oder außer Haus waren. Was war jedoch ein Metalldildo oder ein Analvibrator gegen einen richtig harten Prügel, nach dem es ihrer feuchten Möse und auch diverse anderen Körperöffnungen von Zeit zu Zeit verlangte? Es wäre schon längst wieder an der Zeit gewesen sich einmal richtig durchvögeln zu lassen. Aber Lydia war wählerisch. Der nächstbeste Typ kam ihr nicht zwischen die Beine. Im Laufe der Jahre hatte sie gewisse Vorlieben entwickelt und auch ihre Partner sollte gewissen Ansprüchen gerecht werden. Schließlich ist der Vater von Charlotte ein bekannter Jurist und der von Franziska Schönheitschirurg. Man gönnt sich ja sonst nichts! Trotz ihrer akademischen Ausbildung hatten beide Männer ganz eigene Vorstellungen von einem erfüllten Sexualleben. Diesen Stempel prägten sie Lydia meist mit mehr oder manchmal auch mit weniger Druck auf. Dass Lydia von beiden Männern schwanger wurde glich eigentlich einem Wunder, denn das Sperma landete in den seltensten Fällen in ihrer feuchten Möse. Lydia hatte einiges erlebt und sie sehnte sich nach einer Wiederholung. Für sie war es vergebene Liebesmüh, auf dem alljährlich stattfindenden Fest des Schützenvereins zu den Klängen der Dorfkapelle nach einem liebevollen und finanzkräftigen Partner für sie und ihre Kinder zu suchen. Sie hoffte, dass ihre Kinder irgendwann einmal ihre Wochenenden außer Haus verbringen würden und sie wieder freie Bahn hat, sich neuen sexuellen Abenteuern hinzugeben. Irgendwann würden sie sowieso ausziehen und spätestens dann wäre es an der Zeit ein neues Menü zu planen. Ein Amuse-Gueule wäre bis dahin nicht schlecht. Aber woher nehmen? Insgeheim hatte sie darauf gehofft, dass in die andere Hälfte des Doppelhauses vielleicht ein gutaussehender und gut situierter Mann mit einem großen und potenten Bankkonto einzieht.

Vorige Woche fuhr nebenan ein Möbelwagen vor, der Massivholzmöbel in mannigfaltiger Ausführung herbei karrte. „Nicht mein Stil, aber teuer“, stellte Lydia fest. Gespannt schaute sie immer wieder zum Nachbarhaus um zu sehen, wer dort einzog. Ihre geheimen Hoffnungen wurden erfüllt. Es war ein Single-Mann! Leider stellte sich bald heraus, dass der Herr, der die Doppelhaushälfte nebenan gekauft hatte, weder gut aussah, noch nett und zuvorkommend war. Eigentlich war er ein ziemlicher Kotzbrocken. Ihr erstes Kennenlernen fand noch am Tage des Einzugs vor ihrer Haustür statt. Charlotte hatte die Stereoanlage aufgedreht und hörte in voller Lautstärke Hip-Hop. Um 13:18 Uhr klingelte es.

„Sie wissen schon, dass jetzt Mittagsruhe ist?“

„Bitte?“

„Machen Sie sofort die Musik leiser!“

„Wer sind sie?“

„Frank Schuster, ihr neuer Nachbar.“

Sofort machte er auf dem Absatz kehrt und verschwand wieder in seiner Wohnung.

„Na das kann ja heiter werden“, dachte Lydia und verdrehte die Augen.

Frank Schuster war ein Mann gesetzteren Alters. Lydia schätzte ihn auf Anfang bis Mitte fünfzig. Sein Gesicht wurde durch eine hohe Stirn und schütteres Haar geprägt, das Spuren von Grau zeigte. Auch sein zerknittertes Hemd, seine beige Cordhose und der ramponierte schwarze Ledergürtel, der schon stellenweise eingerissen war, trugen bei ihrem ersten Zusammentreffen nicht gerade zu seiner sympathischen Ausstrahlung bei. Vielleicht sah er früher einmal wirklich gut aus, heute zierte allerdings ein leichter Bauchansatz seine Mitte. In Lydias Jagdschema passte diese Art von Erscheinung definitiv nicht. Trotzdem musste sie irgendwie mit ihm klarkommen.

Lydia schloss die Haustür hinter sich und rief „Charlotte, mach sofort die Musik leiser!“, in Richtung Wohnzimmer.

Widerwillig folgte Charlotte der Anweisung ihrer Mutter.

„Was war’n das für’n Typ an der Tür?“

„Unser neuer Nachbar.“

„Der ist irgendwie total ungeil.“

„Charlotte, dreh‘ in der Mittagszeit bitte nicht wieder die Musik so laut auf, ich möchte hier keinen Ärger bekommen.“

„Chill mal, Mum.“

„Ich bin gechillt!“

„Wann gibt‘s was zu essen? Ich hab‘ Hunger!“

„Hol schon mal Franziska. Ich schneide uns eine Wassermelone auf.“

Lydia verschwand in der Küche um den Schock der ersten Begegnung mit ihrem neuen Nachbarn erst einmal zu verdauen.