Die Firma2 Conner&Tiff by Stephanie at Inkitt
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Die Firma2 Conner&Tiff

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Summary

Tiff McGill hat in ihrer Jugend einen Jungen kennengelernt, wo beide sofort wussten, das ist die Liebe fürs Leben, aber das Schicksal ist, wie es nicht anders sein soll, fies. Nachdem sich die Wege der zwei getrennt haben, wird Jahre später Tiff zur Mutter und Ehefrau, anders als gehofft, wird sie zur Witwe gemacht. Ein Story-Killer tötet ihre Familie, er verlangt, dass Tiff weiter an Geschichten arbeitet, doch die ist in ihrer Trauer und Wut gefangen. Conner wird von Elena Cold beauftragt, Tiff zu beschützen, nur kann sie sich leider nicht mehr an ihre Jugendliebe erinnern… Der zweite Band von Die Firma, eine Kurzgeschichte, die einen Anschluss vom ersten Teil hat und zum dritten führt. Ich würde nicht raten, die Teile unterschiedlich zu lesen, ihr könnt es gerne probieren, aber die Bodyguards sind der Auftakt der Reihe, so wie die Reihe gelistet ist, so sollte sie bestenfalls gelesen werden.

Status
Complete
Chapters
13
Rating
5.0 4 reviews
Age Rating
18+

Beobachtungen...


Tiff 

Ich schwitze mir den Arsch weg. Und das nur weil mein Therapeut mir Hausaufgaben gibt. Okay nein, das ist nicht ganz richtig. Es nennt sich Beschäftigungstherapie. Ich selber habe mir vor Monaten diese Hausaufgabe aufgegeben. 

Nach dem Tod meines Mannes und meinen Kindern fiel ich nicht nur in ein schwarzes Loch, es war, als wäre ich mit ihnen gestorben. Mein altes Leben, wie mein Seelenklempner so schön sagt. 

Das ganze ist jetzt über ein Jahr her und die Leute schauen mich immer noch mitleidig an, ich hasse Mitleid. Wäre es eine Art Trost oder etwas anderes käme ich besser damit zurecht. Aber nein, sie bemitleiden mich. Nach der Beerdigung bin ich geradewegs in ein Krankenhaus gelaufen und habe gesagt, wenn ich keine Hilfe bekomme, springe ich vor einen Zug . 

Die Ärzte haben mich angesehen, als hätte ich nicht alle Radmuttern beisammen. Aber ich bekam Hilfe. Ich hatte weder die Kraft noch die Geduld erst einen Termin bei einem Therapeuten zu machen. Ich wusste, wenn die Gäste alle weg sind, würde ich mich umbringen. Die Angst nach den Tod durch meinen Selbstmord nicht zu meinen lieben zu kommen hat mich handeln lassen. 

Dabei bin ich nicht mal gläubig. Ich gehe weder in die Kirche noch bete ich regelmäßig. Aber dieser Gedanke hat mich ins Krankenhaus gebracht. Ich wurde sofort eingewiesen. Natürlich mit meiner Erlaubnis. 

Es waren die schlimmsten Monate meines Lebens, ich konnte kaum Worte in der Zeit bilden, die meiner Trauer Ausdruck verliehen hätten. Es ging nicht. Dr. Hendrik Brum hat mich da raus begleitet, er war geduldig und liebevoll. Die Stunden, die er meine Heulerei ertragen hat, waren beeindruckend. 

Auch heute noch gehe ich zu ihm in seine Praxis, in die Klinik muss ich nicht mehr. Der schwerste Schritt überhaupt war für mich, zu akzeptieren, dass sie tot sind. Dass mein Leben einfach weiter geht ohne sie. Das war hart, aber erst als ich es endlich zugelassen habe, war ich in der Lage weiterzumachen. Das ist jetzt Monate her, ich versuche immer noch herauszufinden, wie ich leben soll.

Nachdem ich mit den Sport angefangen hatte formte sich mein Körper, ich war vor den Tod meiner Familie übergewichtig verdammt sogar Fett. Und nun muss ich kämpfen, um nicht untergewichtig zu werden. Wie dumm ist das bitte, da ist man ein Leben lang Fett und auf einmal muss man sich daran erinnern zu essen. Also wirklich, ich könnte ständig die Augen verdrehen. 

Dabei hatte ich noch Glück. Ich brauche keine Hautstraffung wie manch anderer. Ich hatte mich vor kurzem darüber schlau gemacht, was auf mich zukommen würde, wenn ich mir die Brüste machen lasse oder meinen Bauch straffen lassen würde. Dabei sind Videos und Bilder an mir vorbeigerauscht, mir wird bei der Erinnerung schon schlecht. 

Und das vor dem Box Sack, keine tolle Kombination. Ich bin verdammt glücklich das ich das nicht brauche. Klar, durch die zwei Schwangerschaften habe ich weicheres Bindegewebe, aber durch den Sport hat sich alles schön geformt. Also nein, keine OP, meine Brüste. Naja, das werde ich vielleicht angehen. Aber auch nur vielleicht. 

Ich betrachte mich jetzt nach über einem Jahr als immer noch dasselbe mit einem anderen Leben, anders geht es nicht. Ich bin jetzt 31 Jahre alt. Verwitwet und alleine. Für mich steht fest ich bekomme keine Kinder mehr, den Schmerz ertrage ich kein zweites Mal. Wer weiß ob ich nochmal die Kraft habe, mir Hilfe zu suchen. Also ich bezweifle es. 

Zwar lebe ich jetzt wieder, aber alles unter einer dicken, schweren Decke, alles ist Tauber. Beinahe so, als würden Farben und Geräusche gedämpft sein. Gefühle sind für mich schwerer zu greifen. Dabei nehme ich nicht mehr Antidepressiva ein. Und trotzdem ist mein Körpergefühl anders. Mit den Tabletten war es auch anders. 

Ach verdammt das Leben ist traurig aber ich gebe mein bestes. 

Ich weiß das seit dem Tod mir Leute von der Polizei folgen, sie beobachten mich. Sie verdächtigen mich zwar nicht mehr, aber trotzdem folgen diese Wichser mir. Ich verdrehe schon wieder die Augen, seit ich aus der Therapie raus bin, fluche ich. 

Und das nicht zu wenig verdammte scheiße. 

Ich weiß nicht, wieso sie mir folgen. Der letzte Stand war, dass der Mörder meiner Familie nicht gefasst worden ist. Mehr bekomme ich nicht gesagt. 

Das alles ist ein Witz, das muss ein Einbrecher gewesen sein, wir waren alle am Schlafen. Nur ich bin am nächsten Morgen aufgewacht in einem Bett voller Blut und Leichenteilen. Mein Schädel hat so gedröhnt, als hätte ich eine ganze Kiste Rum getrunken. Ich weiß noch ganz genau wie mein Mann und ich die Kinder ins Bett gebracht haben, wir hatten ja sogar noch Sex. Und dann? 

Einfach nichts mehr. Ein Horror voller Blut und… Okay, nein. Nein, ich weiß nicht, was passiert ist. Ich verstehe nicht, wieso ich nicht aufgewacht bin, laut der Krankenakte hatte ich Gas-Rückstände im Blut, aber ich will nicht verstehen, dass ich es nicht bemerkt habe. 

Scheiße der Box Sack vor mir schleudert zurück. Mit beiden Händen halte ich den Sack, bis er wieder ruhig wird. Das reicht für heute. Mein Selbstverteidigungskurs war schon vor drei Stunden, ich habe nur noch drei Unterrichtsstunden und ich bin fertig damit. Das ist auch so eine Sache, ich habe Sport gehasst. Adrenalin braucht man mit Kindern wirklich nicht mehr, die Sorgen lassen einem das Herz oft genug am Tag höher schlagen. 

Und jetzt suche ich regelrecht das Adrenalin. Der Selbstverteidigungskurs hat mir mein Therapeut auferlegt. Er meint meine Angst würde sich dadurch verkleinern. Dabei habe ich überhaupt keine Angst mehr, vor nichts. Ich kann nachts durch die Straßen laufen oder neben der Hauptstraße lang laufen. Interessiert mich nicht mehr.   

Gut, okay, diese Einstellung ist richtig übel, aber es ist keine Einstellung, es ist eine Tatsache. 

Als ich jetzt das Gym verlasse, verschwitzt und eine Sport Tasche über die Schulter sehe ich die zwei Polizisten wieder. Meine Fresse es nervt mich. Ich bin keine Mörderin Mensch. Eher zerhacke ich meinen Körper bis ich sterbe! 

Genervt gehe ich die Straßen lang. 

Nach dem Tod verlor ich unser Haus, weil ich einfach in die Klinik ging. Ich würde gerne behaupten können das Freunde und Familie mich danach aufgefangen haben, aber das hat niemand. Meine Freunde haben mich weder besucht noch Anstalten gemacht sich zu melden. Sie meiden mich, Wortwörtlich. Meine eigentlich beste Freundin wohnt mir mittlerweile schräg gegenüber. Im gleichen Haus. Sie sieht mich nicht mal an! 

In der Klinik hat man mir geholfen, Sachen aus unserem Haus zu holen und in einer Mietwohnung zu lagern, bis ich alleine leben konnte. Meine erste Aufgabe war es, die Sachen meiner Familie in den Keller zu bringen. Ich bin noch nicht bereit, sie zu entsorgen. Dafür aber ist meine Wohnung ein Möbelhaus. Ich lebe zwar dort, aber naja, mehr irgendwie auch nicht. Ich koche mir mein Essen, mache sauber und gehe schlafen. Meine Arbeit erledige ich am Laptop.  Online-Kundenservice. Ich muss nicht mal telefonieren. Egal, Hauptsache ich kann meine Miete zahlen. 

Da ich nicht weit vom Gym wohne und der Supermarkt auch direkt in der Nähe ist, gehe ich wie immer nach dem Sport einkaufen. Ich brauche noch Eier und Kaffee. Mein ganzer Ernährungsplan hat sich geändert, Mensch, früher habe ich es geliebt zu kochen und heute muss ich mir von einer Ernährungsberatung Pläne geben lassen, damit ich überhaupt koche. Okay, vielleicht ist mein Leben doch einfach nur beschissen. Aber es ist ein Leben. 

Heute Abend habe ich ein Sex Date also sollte ich mir wenigstens Mühe geben gut aus zu sehen, weswegen ich entschlossen Wachsstreifen kaufe. 

Ich habe seit Wochen Sex träume mein Therapeut hat es lang und breit mit Mir ausgesprochen. Klar habe ich Bedürfnisse die verschwinden nicht einfach so wie meine Familie. Die ersten paar Anläufe gingen nach hinten los, ich bin heulend zusammen gebrochen und Ludwig musste mich trösten. Ludwig ist eigentlich ein sehr netter Kerl, ich habe ihn in der Therapie kennengelernt, nur empfinde ich für ihn nichts. 

Er hat mir versichert, dass er auch nichts für mich empfindet, es war also eine win-win Situation um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Aber ich befürchte das es nicht mehr lange gut geht, er sieht sehr gut aus mit seinen 1,80 und braunen Augen. Aber er fängt an mir Kompliment zu machen und möchte mit mir essen gehen. Also wird heute Abend nach den Sex geredet. Ich weiß voll die scheiß Aktion von mir. 

Aber einmal geht noch, oder? Mitten bei den Eiern verdrehe ich die Augen. Ich schiebe mir meine großen Kopfhörer auf die Ohren, meine eigenen Gedanken sind ja nun wirklich beschissen. So etwas hätte ich nie im Leben nie gemacht, aber jetzt? Wie gesagt. Wie ein anderer Mensch. 

Als ich bei dem Obst stehe, suche ich nach Bananen, aber die sehen alle sehr unappetitlich aus, weswegen ich heute mal eine Kokosnuss mitgenommen habe. Uhh, ganz aufregend, ich weiche von meinem Ernährungsplan ab. Meine Güte, was ich heute aufregend. 

Ich hätte fast angefangen zu lachen, wäre nicht ein alter Mann neben mir, der mich angafft. Ekelhaft als fette Frau haben mich damals auch einige angebaggert, aber wenn ich meine Kinder dabei hatte, war es eher ein Flirt Blick. 

Und jetzt? Als würde auf meinem Arsch stehen, bitte gucken! 

Anfassen erlaubt!

Widerliche Menschheit, ich sag’s euch. 

Erst gestern hat ein Typ mir im Gym auf den Arsch gehauen. Einfach so, obwohl ich dabei war die Hanteln aus der Halterung zu nehmen. Der Trainer kam sofort und hat ihn rausgeschmissen, aber das war nicht das erste Mal. Langsam nervt mich das, deswegen hat der alte Mann jetzt auch von mir ein angewidertes Schnauben bekommen. So schnell wie der Weg sieht, kann man sich denken, was im Film im Kopf läuft. 

Ich bin verschwitzt und trage ein Muskel-Shirt, weil wir Hochsommer haben, ich stinke zwar noch nicht, aber ein wenig Ehre sollten die Menschen schon haben. 

Als ich die Kasse verlasse Steuer ich direkt mein Wohnhaus an. Wenn ich dieses Gebäude sehe, wird es mir anders. Nicht nur das Gill dort wohnt, sondern auch die anderen Nachbarn, die scheinbar nichts besseres zu tun haben als Tag und Nacht Party zu feiern. Ich bin keine 18 mehr Mensch, ich muss nicht ständig mit Musik bombardiert werden. 

Außerdem werde ich den Eindruck nicht los, dass meine Wohnung verwanzt ist. Ich hab keine Ahnung woher der Gedanke gekommen ist aber kurz nachdem ich dort eingezogen bin kam es mir einfach so vor. Ich wohne jetzt vier Monate dort und vor drei Monaten bekam ich mit wie die Typen mich verfolgen. Und seitdem spinnt mein Kopf alles Mögliche zusammen. 

Verdammte scheiße das ist alles andere als hilfreich. Jetzt wo ich meine Tür schließe Stelle ich die paar Sachen direkt in die Küche. Diese Bruchbude ist so klein, dass man sich eigentlich nur drehen muss, um in jeden Raum zu gehen. 

Okay, es sind 60m², also so klein für mich alleine auch nicht. Aber ich hatte vorher ein riesiges Haus über 250m² und einen wunderschönen Garten mit Pool. Ich darf also jammern. 

Hätte ich vorher dafür gesorgt, dass die Miete gezahlt wird, hätte ich es nie aufgeben müssen. Aber nein, ich musste ja zusammenbrechen. 

Okay, also jetzt ist Feierabend. 

Es ist wie es ist und so ein großes Haus alleine zu beziehen ist auch Unsinn. Also gehe ich duschen.

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Good Writing

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

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author

Dein neues Buch ist großartig. Leider habe ich noch zu viele offene Bücher und werde deswegen später damit anfangen ❤️❤️❤️❤️❤️

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