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Hold My Hand

Summary

Alex Claremont-Díaz beginnt sein Jurastudium an der renommierten Oxford-Universität. Dass Henry, der Prinz von England gar nicht so weit entfernt in Cambridge Kunstgeschichte und Literatur studiert, war natürlich nicht das Argument gewesen, sich gegen Harvard zu entscheiden. Seit ihrem Aufeinandertreffen vor einigen Jahren bei einer Filmpremiere geht Alex Henry nicht mehr aus dem Kopf. Dass dieser nun nur wenige Kilometer entfernt von ihm lebt, stürzt Henry fast in eine Sinnkrise, aus der ihm nur seine Freunde helfen können. Red, White & Royal Blue-Fanfiction AU Kann komplett ohne Vorkenntnisse gelesen werden, wenn man Lust auf eine Gayromance mit royalem Touch hat. 👑👨🏼‍🤝‍👨🏻 Slowburn! Own Character! ManxMan - Don't like it, don't read it.

Status
Complete
Chapters
81
Rating
5.0 (3 reviews)
Age Rating
18+

Prolog

„Alex, hierher.“ „Alex, schau hier rüber.“ „Wie fühlt es sich an, in England zu sein?“ „Wirst du in die Fußstapfen deines Vaters treten? Oder doch eher deiner Mutter?“

Das Geschnatter der Fotografen schien kein Ende nehmen zu wollen, als Alexander Claremont-Diaz über den roten Teppich des größten Kinos in London schritt. Sein Vater Oscar Diaz war ein namhafter Hollywoodstar und spielte im diesjährigen Bondfilm, in dem der Ehemann der Kronprinzessin Englands den berühmtesten Agenten der Welt verkörperte, die Rolle des bösen Rivalen. Arthur Fox, der Bond-Darsteller war tragischerweise vor drei Monaten verstorben.

Alex war vor einiger Zeit achtzehn geworden, weshalb sich die Augen der Presse immer mehr auf ihn konzentrierten. Bis vor einer Woche war es genau das hier gewesen, was er sich gewünscht hatte. Rampenlicht, Aufmerksamkeit, ein bisschen was von dem Ruhm, den seine Eltern genossen, seit er denken konnte. Doch heute, in diesem Moment, fragte er sich inständig, ob er seinen Wunsch wirklich durchdacht hatte. So viele Menschen und sie alle grölten und schrien seinen Namen. Vielleicht hätte er doch ein paar Schauspielstunden nehmen sollen, wie seine Mutter ihm geraten hatte. Sein langjähriges Schwimmtraining hatte ihn jedenfalls nicht auf so eine Meute vorbereitet, dessen wurde er sich gerade schmerzlich bewusst.

Tief durchatmend, als die Tore des Kinos sich schlossen und nur noch geladene Fotografen und Gäste anwesend waren, bemerkte er, wie sich am anderen Ende des Saals eine Gruppe um einen jungen Mann scharte. Der großgewachsene Blonde schien routiniert die Fragen zu beantworten. Erst als einer der Reporter zur Seite trat und Alex damit die Sicht nicht länger blockierte, wurde ihm klar, wer dieser Kerl war. Das war Henry, der Prinz von England. Der Sohn von Arthur Fox, dem verstorbenen Hauptdarsteller des Films.

Er beschloss zu warten, bis sich der Trubel um ihn gelegt hatte und grinste, als Henry ihn ansah. „Hi, Henry, richtig? Ich bin ...“ „Ich muss hier weg“, zischend beugte der Prinz sich zu jemandem hinter ihm, während er ganz klar Alex in die Augen sah. Der Mann in seinem Rücken nickte nur, legte ihm eine Hand auf die Schulter und führte ihn in einen Seitenbereich.

Alex presste die Lippen zusammen und sah den beiden stutzend hinterher. „Na, das lief ja großartig...“ Alex sprach vier Sprachen fließend. Eine davon war Sarkasmus und eine weitere Zynismus. Sein letzter Satz konnte locker als bilingual gewertet werden.

Schnaubend schüttelte er den Kopf, ging in den Kinosaal und setzte sich auf den Sitz in der Loge neben seine Mutter, wo die Ehrengäste erwartet wurden. Nach dem Film wurde zu einem Empfang im Palast geladen, wo sie auf die königliche Familie treffen würden. Wenn es nach Alex ging, hatte er nach der kurzen Begegnung mit diesem Snob jetzt schon keine Lust mehr darauf.

~

Ich kann das nicht. Ich. Kann. Das. Verdammt. Noch. Mal. Nicht. Immer wieder drehten sich diese Worte in Henrys Kopf, als er vor dem Spiegel stand und zwei Bedienstete ihn für die Premiere ankleideten. Sein geliebter Vater war gerade einmal drei Monate tot und natürlich wurde diese Tatsache PR-mäßig für seinen letzten Film gnadenlos ausgeschlachtet. Genauso wie das Schicksal der hinterbliebenen Kinder.

Philip würde als Ältester und zukünftiger König natürlich im Mittelpunkt stehen und diversen Verpflichtungen an dem Abend nachkommen müssen. Aber das würde für diesen kein Problem sein, professionell wie immer. Seiner jüngeren Schwester Bea hatte man immerhin zugestanden, nicht über den roten Teppich laufen zu müssen. Sie würde direkt in den Kinosaal geleitet und musste auch nicht zur anstehenden Party erscheinen. Dafür hatte Henry sich eingesetzt. Wenn er schon vorgeführt werden müsste, wollte er diesen Zirkus seiner kleinen Schwester ersparen.

Zusammen mit Shaan, seinem Equerry, stieg er letztendlich in die für ihn vorgesehene Limousine. Je näher sie dem Kino kamen, desto schneller gingen sein Atem und sein Herzschlag. Das war einfach nicht richtig. Sein Vater war doch gerade erst gestorben und Henry trauerte noch um ihn. Diese ganze Veranstaltung war eine einzige Farce. Er konnte da nicht rausgehen. Auf gar keinen Fall.

„Hoheit? Wir müssen ...“ Shaans beruhigende Stimme drang kaum zu ihm durch. Erst als dieser ihm zaghaft seine Fingerspitzen auf die Schulter legte, schreckte der Prinz aus seinen Gedanken hoch. „Ich weiß, dass es Ihnen nicht leicht fällt ...“ Henry atmete tief durch und nickte seinem Assistenten zu. Dieser deutete dem Pagen durch die Scheibe, dass die Tür der Limousine nun geöffnet werden konnte.

Hinter Shaan stieg Henry hinaus in das Blitzlichtgewitter und das Geschrei. Der Impuls, wieder in den Wagen zu kriechen, wurde fast übermächtig. Aber er riss sich zusammen. Setzte sein eingeübtes Lächeln auf und winkte in die Menge. Schneller, als er eigentlich sollte, begab er sich in das Kino. Diese riesigen Banner mit dem Konterfei seines Vaters schienen ihn regelrecht zu erschlagen.

Doch drinnen war es kaum besser. Überall hingen Poster und – schlimmer noch – standen lebensgroße Aufsteller in Bond-Pose. Henry spürte, wie sich sein Brustkorb zusammenzog, als eine Gruppe wichtiger Presseleute auf ihn zusteuerte. So gut es ging, brachte er diese Begegnung hinter sich.

Aber als Alex Claremont-Diaz, dieser verdammt gut aussehende wie arrogante Promispross sich auf den Weg zu ihm machte, konnte er einfach nicht mehr. Jetzt mit dem Kerl, den er so verflucht attraktiv fand und seit geraumer Zeit anhimmelte, eine aufgesetzte Konversation zu betreiben ... Ein Ding der Unmöglichkeit. Er war ihm in diesem Zustand einfach nicht gewachsen.

„Hi, Henry, richtig? Ich bin ...“ Gott, diese Stimme ... Henrys Knie wurden weich, als er in diese schokoladenfarbenen, warmen Augen sah und er dachte einfach laut: „Ich muss hier weg.“ Shaan reagierte umgehend und bugsierte ihn aus der Menge.

Den Film verbrachte er in einer geschlossenen Toiletten-Kabine, bis Shaan ihn fand und zurück zum Kensington Palace brachte. Er war seinem Equerry so dankbar, dass er um diesen Empfang herumgekommen war. Shaan hatte alles geregelt. Henry konnte sich einfach in sein Bett legen und die Decke über den Kopf ziehen – am besten die nächsten paar Jahre.

Chapters
1. Prolog
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Good Writing

7

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Compelling Plot

4

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Great Character

0

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Strong Dialog

3

Strong Dialog

author

Armer, kleiner Prinz 💕💕
Die Liebe findet dich, wenn es Zeit dafür ist

2 years
2

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