SKULL HEAD - YOU ARE MINE

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Summary

Caden "Skull Head" Heathen muss seine Haftstrafe absitzen, während seine Liebe Valerie auf ihn wartet. Doch das Gefängnisleben ist hart und voller Feinde. Caden kämpft ums Überleben, angetrieben von der Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Valerie. Doch dann erfährt er, dass sie nicht mehr in ihrem Haus wohnt. Hat Valerie ihn verlassen? Wird ihre Liebe die Trennung überstehen? Ein fesselnder Thriller über die Macht der Liebe und die Opfer, die man bringt, um sie zu bewahren.​​​​​​​​​​​​​​​​

Status
Complete
Chapters
21
Rating
4.9 10 reviews
Age Rating
18+

Chapter 1 - SKULL HEAD

CADEN

Ich stehe vor dem Richter, meine Hände gefesselt, mein Herz schwer wie Blei. Der Moment der Wahrheit ist gekommen, der Augenblick, der mein Leben für immer verändern wird. Der Gerichtssaal wirkt kalt und leer, als hätte jemand alle Wärme und alles Leben daraus gesaugt. Nur Jeremy, Valeries unermüdlicher Anwalt, ich und der verbitterte Staatsanwalt sind anwesend, gefangen in einem Netz aus Anspannung und Ungewissheit.

Der Richter mustert uns eindringlich, seine Augen durchdringend wie die eines Adlers. Mit einer langsamen, beinahe theatralischen Geste schiebt er seine Brille nach unten, als wolle er uns besser sehen, tiefer in unsere Seelen blicken.

"Caden Heathen..." Seine Stimme durchschneidet die Stille wie ein Donnerschlag, lässt mich innerlich zusammenzucken. "Ich verstehe Sie und Ihre Anhänger, wirklich. Der Drang nach Gerechtigkeit, der Wunsch, die Welt zu einem besseren Ort zu machen - das sind edle Motive. Aber das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen, ist nicht der richtige Weg. Es ist der Weg ins Chaos, in die Anarchie."

Jedes Wort trifft mich wie ein Faustschlag, lässt meine Entschlossenheit bröckeln. Ich spüre, wie mein Herz gegen meine Rippen hämmert, als wolle es aus meiner Brust springen.

"Die Geschworenen waren gespalten, die Entscheidung alles andere als einfach. Doch nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Fakten bin ich zu einem Urteil gekommen. Caden Heathen, ich verurteile Sie zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren. Die Tatsache, dass die Jury gleichmäßig gespalten war, hat zu einer Milderung des Urteils geführt. Andernfalls hätten Sie mit 30 Jahren rechnen müssen."

Ein Aufschrei durchfährt den Saal, als hätte jemand eine Bombe gezündet. Der Staatsanwalt springt auf, sein Gesicht verzerrt vor ungläubiger Wut. "Das ist ein Skandal!", brüllt er, seine Stimme überschlägt sich fast. "Sie können doch nicht einfach..."

Doch der Richter lässt ihn nicht ausreden. Mit einem ohrenbetäubenden Knall seines Hammers bringt er den Staatsanwalt zum Schweigen. "Ich kann, und ich werde", erklärt er mit eisiger Ruhe. "Fünfzehn Jahre Gefängnis, begleitet von einer intensiven Psychotherapie, um Mr. Heathen auf ein Leben nach der Haft vorzubereiten. Das ist mein letztes Wort."

Erneut fällt der Hammer, besiegelt mein Schicksal wie eine Todesglocke. Ich wage einen Blick zu Jeremy und sehe das kaum merkliche Zwinkern in seinen Augen, das verschwörerische Lächeln auf seinen Lippen. In diesem Moment wird mir klar, dass er seine Finger im Spiel hatte, dass er Fäden gezogen hat, um meine Strafe zu mildern.

Ein Hauch von Dankbarkeit durchströmt mich, vermischt sich mit der bitteren Erkenntnis, dass selbst fünfzehn Jahre eine Ewigkeit sind. Eine Ewigkeit ohne Valerie, ohne ihre Liebe, ohne ihre Wärme.

Der Staatsanwalt stürmt wutentbrannt aus dem Saal, seine Schritte hallen wie Donnerschläge. Der Richter beugt sich leicht vor, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern. "Fünf Minuten, Jeremy. Nicht mehr."

Jeremy nickt knapp, dann eilt er zu mir, zieht mich in eine Ecke. Seine Hände umklammern meine Schultern, sein Blick bohrt sich in meinen. "Joe wird dafür bezahlen, Caden. Das schwöre ich dir. Er wird den Tag verfluchen, an dem er sich mit dir angelegt hat."

Ich schüttle den Kopf, meine Stimme belegt von Emotionen. "Das ist jetzt nicht wichtig, Jeremy. Hör zu, du musst mir etwas versprechen. Du musst dich um Valerie kümmern, musst sicherstellen, dass sie ihr Leben weiterlebt. Sie darf nicht auf mich warten, verstehst du? Sie soll nicht ihre besten Jahre wegwerfen, nicht für mich."

Die Worte zerreißen mein Herz, schneiden tiefer als jedes Messer. Aber ich weiß, dass es das Richtige ist. Valerie verdient ein Leben im Licht, nicht im Schatten meiner Verbrechen.

Jeremy nickt, seine Augen glänzen verdächtig. "Ich verspreche es dir, Caden. Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht. Aber du musst mir auch etwas versprechen. Du musst durchhalten, musst überleben. Valen Edevane, der Cop, der dich verhaftet hat - er ist befördert worden. Und er hat einen Groll auf dich. Er könnte im Gefängnis zu einem Problem werden."

Ich spüre, wie mir das Blut in den Adern gefriert. Die Realität des Gefängnislebens, die Gefahr, die dort auf mich lauert, trifft mich mit voller Wucht.

Jeremy sieht meine Angst, meine Verzweiflung. Er drückt meine Schulter, seine Stimme eindringlich. "Aber ich habe Leute, Caden. Leute, die dir Schutz bieten können. Hier, präg dir diesen Namen ein: Xavier Hill. Er wird dich erkennen, und wenn er dich anspricht, nennst du meinen Namen. Nimm seine Hilfe an, hörst du? Sonst überlebst du keinen Monat im Fortress."

Ich nicke mechanisch, mein Verstand wie betäubt. Xavier Hill. Der Name brennt sich in mein Gedächtnis, ein Rettungsanker in einem Meer aus Furcht und Ungewissheit.

Die Wachen treten vor, ungeduldig und grob. Sie zerren mich fort von Jeremy, fort von meinem letzten Verbündeten. Doch an der Tür, an der Schwelle zur Hölle, die mich erwartet, halte ich inne. Mit aller Kraft stemme ich meine Füße in den Boden, als könnte ich Wurzeln schlagen, als könnte ich diesem Schicksal entrinnen.

Ich schließe die Augen, atme tief ein. Die Luft von Birmingham, kalt und schneidend, füllt meine Lungen, vielleicht zum letzten Mal in Freiheit. Und in diesem Moment, in diesem Atemzug, ist Valerie bei mir. Ihr Gesicht, ihr Lächeln, ihre sanfte Berührung - sie umhüllen mich wie ein schützender Kokon, geben mir Kraft und Trost.

Doch so sehr mein Herz auch schreit, so sehr meine Seele sich auch aufbäumt - ich weiß, dass ich sie gehen lassen muss. Dass ich ihr die Freiheit schenken muss, die ich selbst verwirkt habe. Es ist mein letzter Liebesbeweis, mein größtes Opfer.

Mit einem letzten, zittrigen Atemzug lasse ich mich von den Wachen fortführen. Hinein in die Dunkelheit, hinein in die gnadenlose Welt des Fortress. Aber tief in meinem Herzen, in einem geheimen Winkel meiner Seele, bewahre ich Valeries Liebe wie einen Schatz. Sie wird mein Licht sein, mein Leuchtfeuer in der Finsternis.

Fünfzehn Jahre mögen eine Ewigkeit sein, doch unsere Liebe ist zeitlos. Sie wird überdauern, wird stärker sein als Stahl und Stein.

Und vielleicht, eines fernen Tages, werden wir wieder vereint sein. Geheilt, gestärkt, bereit für einen Neuanfang.

Die Fahrt zum Fortress ist eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele. Der schwere Transporter rumpelt über die unebene Straße, jede Erschütterung lässt meine Ketten klirren, ein höhnisches Lachen des Schicksals. Die Luft im Fahrzeug ist stickig und drückend, geschwängert vom Geruch von Angst und Adrenalin.

Ich sitze auf der harten Metallbank, eingekeilt zwischen zwei Wächtern, deren Anspannung fast körperlich spürbar ist. Ihre Blicke bohren sich in mich, eine Mischung aus Abscheu und morbider Faszination. Sie sehen in mir das Monster, den Serienmörder, den Albtraum, der die Straßen von Birmingham heimgesucht hat.

Plötzlich durchschneidet ein spöttisches Lachen die angespannte Stille. Es ist der Wächter zu meiner Rechten, ein bulliger Mann mit einem vernarbten Gesicht und kalten Augen. "Verdammt, wer hätte gedacht, dass Skull Head mit 15 Jahren davonkommt?", höhnt er, seine Stimme rau und schneidend. "Anscheinend hast du richtige Anhänger, du Mörder."

Sein Blick trifft meinen im Rückspiegel, eine stumme Herausforderung, ein Kräftemessen. Ich erwidere seinen Blick mit eisiger Gelassenheit, meine Augenbraue hochgezogen in einer Geste der Gleichgültigkeit. Langsam, beinahe provozierend, wende ich mein Gesicht zum Fenster, betrachte die vorbeifliegende Landschaft, ein verschwommenes Bild aus Grau und Trostlosigkeit.

Der andere Wächter, ein junger Mann mit nervösen Händen und fahrigen Augen, scheint in meiner Gegenwart zu schrumpfen. Seine Finger trommeln unablässig auf seinem Oberschenkel, ein stummer Trommelwirbel der Furcht. "Der Staatsanwalt ist völlig durchgedreht", murmelt er, seine Stimme kaum mehr als ein ängstliches Flüstern. "Ich will gar nicht wissen, was der Direktor dazu meint."

Eine bleierne Stille senkt sich über uns, durchbrochen nur vom Dröhnen des Motors und dem Keuchen unserer Atemzüge. Dann, mit einem schiefen Grinsen, das seine Zähne entblößt, wendet sich der ältere Wächter erneut an mich. "Hey, Skull Head", sagt er, seine Stimme gespielt jovial. "Wenn wir schon dabei sind - sitzen musst du sowieso. Verrat mir mal, wieso zur Hölle hast du die Gesichter dieser armen Schweine gehäutet? Vielleicht wärst du ja mit 5 Jahren Knast davongekommen, wenn du sie einfach abgemurkst hättest."

Seine Worte treffen mich wie Ohrfeigen, lassen die Wut in mir aufwallen wie eine dunkle, brodelnde Flut. Ich spüre, wie sich meine Muskeln anspannen, wie sich meine Finger zu Fäusten ballen, bis meine Knöchel weiß hervortreten. Langsam, mit der Präzision einer Raubkatze, drehe ich meinen Kopf, fixiere den Wächter mit einem Blick, der ihm das Mark aus den Knochen saugt.

"Willst du die Antwort wirklich wissen?", frage ich, meine Stimme ein samtenes Grollen, gefährlich und verlockend zugleich. Der Wächter erstarrt, sein Gesicht eine Maske des Entsetzens. Doch zu meiner Überraschung nickt er, ein kaum merkliches Zucken des Kopfes, als könne er der morbiden Faszination nicht widerstehen.

Ich lehne mich vor, soweit meine Fesseln es zulassen, bis mein Gesicht nur noch Zentimeter von seinem entfernt ist. Ich kann seinen Atem riechen, scharf und sauer vor Angst. "Die Angst", flüstere ich, meine Stimme ein heiseres Wispern. "Wie sie sich in die Hosen gepisst haben, während ich ihnen bei lebendigem Leibe die Haut vom Gesicht geschält habe... Das war berauschend. Diese Schweine, die Frauen vergewaltigt, Kinder verstümmelt, Unschuldige getötet haben... Ich wollte, dass sie spüren, was ihre Opfer gespürt haben. Ich wollte, dass sie leiden, wie ihre Opfer gelitten haben. Ich war das Instrument ihrer Rache, der Vollstrecker ihrer Gerechtigkeit."

Meine Zunge gleitet über meine Lippen, kostet den süßen Geschmack der Erinnerung. Der Wächter wird aschfahl, sein Atem kommt in keuchenden Stößen. Ich kann seine Angst schmecken, sie liegt schwer und bitter auf meiner Zunge.

Eine Ewigkeit vergeht, eine Ewigkeit gefüllt mit dröhnendem Schweigen und hämmernden Herzen. Dann, endlich, mit einem Ruck, der uns alle zusammenzucken lässt, hält der Transporter an. Die Türen schwingen auf, enthüllen die düsteren Mauern des Fortress, die sich vor uns auftürmen wie ein Monument der Hoffnungslosigkeit.

Grobe Hände zerren mich aus dem Wagen, schubsen mich vorwärts. Ich stolpere, fange mich, richte mich auf. Mein Blick wandert die massiven Steinmauern hinauf, über die vergitterten Fenster und stacheldrahtbewehrten Zäune. Das Fortress, mein neues Zuhause, meine persönliche Hölle für die nächsten 15 Jahre.

Man führt mich durch ein Labyrinth aus Gängen, vorbei an Zellen, die vor Elend und Verzweiflung triefen. Die Luft ist dick und modrig, geschwängert vom Gestank von Schweiß, Urin und Angst. Schreie hallen durch die Korridore, ein endloser, gequälter Chor der Verdammten.

Schließlich erreichen wir meine Zelle, ein karger Betonkubus mit einem schmalen Bett und einer verrosteten Toilette. Die Wächter stoßen mich hinein, ihre Hände rau und erbarmungslos. Das Klicken des Schlosses hallt in meinen Ohren wider wie der Klang meines eigenen Requiems.

Ich stehe inmitten dieses Albtraums, meine Lungen ringen nach Luft, mein Herz hämmert gegen meine Rippen wie ein gefangenes Tier. Dies ist mein Schicksal, meine Strafe für die Sünden, die ich begangen habe. Aber tief in mir, in einem verborgenen Winkel meiner Seele, glimmt ein Funke des Trotzes, der Unbeugsamkeit.

Sie können meinen Körper in Ketten legen, aber nicht meinen Geist. Sie können mich in einen Käfig sperren, aber nicht meine Überzeugung. Denn ich bin Skull Head, der Rächer der Unschuldigen, der Henker der Schuldigen.

Und selbst hier, in den Fängen des Fortress, werde ich nicht brechen. Ich werde weiterkämpfen, mit jedem Atemzug, mit jedem Herzschlag. Für die Gerechtigkeit, für die Wahrheit, für die Liebe, die mich am Leben erhält.

Denn irgendwo da draußen, jenseits dieser Mauern, wartet Valerie auf mich. Und der Gedanke an sie, an ihre Liebe, ist das Licht, das mich durch die Finsternis führen wird.

Bis zum letzten Atemzug, bis zur letzten Faser meines Seins, werde ich durchhalten. Denn ich bin Skull Head. Skull Head, den ich einst begraben wollte. Das muss warten.

Das einzige was mich über Wasser hält sind Valerie und diese verdammte Maske.

Langsam lasse ich meinen Blick über die kahlen Wände schweifen, über das schmale Bett und die verrostete Toilette. Dies wird mein Zuhause sein, für die nächsten 15 Jahre, mein persönliches Fegefeuer.

Ich lasse mich auf das Bett sinken, das Metall ächzt unter meinem Gewicht. Meine Hände, immer noch in Ketten, ruhen schwer auf meinen Knien. Ich schließe die Augen, atme tief durch, versuche, meine wild wirbelnden Gedanken zu ordnen.

Und dann, ganz leise, kaum hörbar, beginne ich zu summen. Es ist eine düstere Melodie, voller unterschwelliger Bedrohung. Die Worte, die sich in meinem Kopf dazu formen, sind wie ein unheilvolles Versprechen.

"Hörst du die Schreie in der Nacht?

Sie kommen mit aller Macht.

Ich bin der Schatten an der Wand,

Der Albtraum, der dich ewig bannt."

Meine Stimme ist ein dunkles Grollen, das von den Wänden widerhallt. Ich spüre, wie sich meine Lippen zu einem grausamen Lächeln verziehen.

"Mein Name flüstert durch die Zellen,

Ein Echo aus den tiefsten Höllen.

Skull Head, der König der Nacht,

Der über deine Ängste wacht."

Mein Körper wiegt sich im Rhythmus der Worte, wie in einem hypnotischen Tanz. Die Ketten an meinen Händen klirren im Takt, ein makabres Instrument.

"Sie sperren mich in Ketten ein,

Doch meine Wut wird nie verzeihn.

Jede Qual, die sie mir geben,

Wird sie verfolgen, ihr ganzes Leben."

Meine Stimme schwillt an, wird lauter, eindringlicher. Ich kann hören, wie in den angrenzenden Zellen die Gefangenen unruhig werden. Sie spüren die Bedrohung, die von meinem Gesang ausgeht.

"Denn eines Nachts, da komm ich wieder,

Und sing dir meine Rachenlieder.

Ich nehm dein Letztes und dein Liebstes,

Bis du bereust dein schändlich Triebtestes."

Ein unheilvolles Crescendo, meine Stimme ein donnerndes Grollen. Die Luft vibriert vor Anspannung, als würde sie jeden Moment zerreißen.

"Drum zittert nur, ihr falschen Richter,

Ihr heuchlerischen Sündenrichter.

Euer Urteil habt ihr nun gefällt,

Doch ich bin Skull Head - der Herr der Unterwelt!"

Und dann, plötzlich, verstumme ich. Stille senkt sich über den Raum, schwer und drückend. Ich öffne die Augen, starre an die rissige Decke über mir.

"Und eines schönen Tages...", flüstere ich, meine Stimme kaum mehr als ein Hauch. "Wenn ich hier hinauskomme und meine Freiheit wieder erlange... Dann, nur dann werde ich die Maske ablegen und sie unter der Erde begraben."

Ein leises Lachen entfährt mir, bitter und freudlos. Denn ich weiß, dass dieser Tag noch fern ist. Dass ich erst durch die Hölle gehen muss, bevor ich das Paradies erreichen kann.

Aber ich weiß auch, dass ich es schaffen werde. Denn ich bin Skull Head, der Unzerstörbare, der Unbeugsame. Und nichts und niemand wird mich aufhalten.

Nicht die Wächter mit ihren Knüppeln und Ketten. Nicht die anderen Gefangenen mit ihren primitiven Machtspielchen. Nicht einmal die Dämonen meiner eigenen Vergangenheit, die in den dunklen Ecken meines Geistes lauern.

Ich werde überleben. Ich werde kämpfen. Und ich werde siegen.

Denn ich habe ein Ziel, einen Grund, durchzuhalten. Und dieser Grund hat einen Namen: Valerie.

Sie ist mein Licht in der Dunkelheit, mein Anker in den Stürmen des Lebens. Und eines Tages, wenn ich hier herauskomme, werde ich zu ihr zurückkehren. Werde sie in meine Arme schließen und nie wieder loslassen.

Bis dahin werde ich stark sein. Werde die Maske tragen, die mich schützt und verbirgt. Werde der Skull Head sein, den sie alle fürchten und verehren.

Aber tief in meinem Inneren, da, wo niemand hineinblicken kann, werde ich immer Caden bleiben. Der Mann, der liebt und geliebt wird. Der Mann, der für seine Überzeugungen einsteht und für seine Träume kämpft.

Und dieser Mann wird niemals aufgeben. Niemals.

Mit einem tiefen Atemzug lege ich mich auf das harte Bett, schließe die Augen. Und während ich in einen unruhigen Schlaf drifte, formen meine Lippen lautlos die Worte, die mich durch die kommenden Jahre tragen werden:

"Ich komme zurück zu dir, Valerie. Ich verspreche es. Und Skull Head bricht niemals sein Wort."