Prolog: Der Stern, der flüstert
Die Nacht war ungewöhnlich still über der Sternen Akademie. Die Schüler schliefen, die Lichter in den hohen Türmen waren erloschen, und der Himmel über ihnen spannte sich wie ein samtener Vorhang voller glitzernder Sterne. Doch mitten in diesem friedlichen Bild erschien ein neues Licht – ein Stern, der nicht leuchtete wie die anderen.
Er war blass und schwach, doch sein Licht flackerte wie ein Atemzug. Es schien fast, als würde er sprechen, ein leises, kaum hörbares Flüstern, das durch die Nacht hallte. Hoch oben im Observatorium der Akademie stand Direktorin Stella Sternen Glanz und starrte mit ernster Miene in den Himmel. Neben ihr stand Elias, der junge Sternen Magier, der bereits so viel mit der Dunkelheit durchgemacht hatte.
„Der Flüsternde Stern“, sagte sie leise, ihre Stimme kaum mehr als ein Hauch. Elias sah sie an. „Ihr habt von ihm gehört?“
„Gehört, ja“, antwortete sie, ohne den Blick vom Himmel abzuwenden. „Doch es ist mehr als das. Der Flüsternde Stern ist keine Legende. Er ist real – eine Macht, die seit Jahrhunderten schlummert. Manche glauben, er ist eine Warnung. Andere sehen ihn als Schlüssel zu einer neuen Ära. Aber niemand weiß genau, was er bedeutet.“
„Was sagt er jetzt?“ fragte Elias, obwohl er die Antwort bereits ahnte. Die Direktorin schwieg einen Moment, ihre Augen dunkel vor Sorge. „Er ruft. Und er wird nicht lange warten.“