Der Anfang
Man sagt, in unseren Schatten würden Dämonen wohnen oder gruselige Monster. Dies muss ich bejahen, denn durch die Angst und Furcht der Menschen werden sie erschaffen. Das geschieht schon seit über 1000 Jahren, sogar während der Christuszeit. Mein Name ist Yoru, und ich bin ein Dämon. Wenn ihr genau wissen wollt, was für einer ich bin, dann versucht, es während dieser Geschichte herauszufinden. Ich gebe immer wieder Hinweise und wünsche euch viel Spaß beim Knobeln. Nun denn, dann wollen wir mal.
Wir lebten friedlich unter den Menschen, auch wenn die Kirche uns immer wieder jagte und versuchte, uns zu töten. Ich saß auf meinem Stuhl und schaute durch das Zimmer; es war wie immer das übliche Langweilige. Ich durfte mir Beschwerden anhören und bekam Geschenke usw. Als endlich alles vorbei war, machte ich mich auf einen Spaziergang. Als Mensch getarnt ging ich abends durch die Straßen.
Es war ein ruhiger Abend, der Wind wehte leicht kühl. Es war ein schöner Sommerabend, die Sonne legte sich langsam zur Ruhe. Die Straßen waren ruhig; immer wieder sah ich neue Geschöpfe, die von Menschen erschaffen wurden. Auch ich wurde damals vor über 1000 Jahren erschaffen, oder ist das noch länger her? Ich weiß es nicht mehr, auf jeden Fall vor sehr, sehr, sehr langer Zeit. Ich schaute mir die Gebäude an sowie den Sternenhimmel. Es war keine einzige Wolke am Himmel; es war Vollmond. Es war wirklich ein herrlicher Abend. Wir tragen den Namen Umbra. So werden Dämonen und alle anderen Kreaturen bezeichnet, die erschaffen werden. Wenn die Menschen zum Beispiel in dunklen Straßen gehen und Angst bekommen, dabei sich vorstellen, was passieren könnte, entsteht ein neuer Umbra. Es gibt auch Umbras, die leider nicht friedlich unter Menschen leben, sondern versuchen, sie zu unterjochen. Diesen biete eine kleine Gruppe einhalt, wo auch ich mithelfe. Denn ein friedliches und unauffälliges Zusammenleben mit den Menschen würde bewirken, dass die Kirche uns nicht schnell finden würde. Die Kirche lief auf der anderen Straßenseite ihre Wachrunde; ich ging gemütlich weiter und grüßte sie freundlich. Mit einer kurzen Handbewegung grüßten sie zurück und gingen weiter. Manchmal fragte ich mich, warum die Kirche uns so hasste. Früher hatten sie doch alles: Macht und Geld, ach ja, und den großen Einfluss, den sie hatten, dürfen wir ja auch nicht vergessen. Doch heutzutage ist eher alles bei der Regierung; die Menschen arbeiten sich dumm und dämlich. Sie können gerade so leben von dem, was sie bekommen. Aber na ja, als ich dann um die Ecke bog und das Café betrat, grüßten mich freundlich die anderen.
"Hey Yoru, du hast ja wieder mal lange gebraucht, bis du da warst", sagte Miru mit einem breiten Grinsen im Gesicht. "Nun, ich habe ja keine Klauen oder Fell wie du als Werwolf, da muss ich nun mal zu Fuß gehen. Somit brauche ich länger", meinte ich. Die anderen grinsten, wir machten uns bereit, zogen unsere Schürzen an und eröffneten das Café.
Jeder hatte seine Aufgaben, Miru war fürs Kochen zuständig und ich für die Bar. Shu war fürs Kellnern zuständig und Light half da, wo er gebraucht wurde. Es war ein ruhiger Abend im Café, ein paar Damen kamen. Die üblichen Stammgäste, eine Stunde später schlossen wir das Café und eilten in unseren Uniformen los. Es war ein neuer Umbra aufgetaucht, der Unruhe stiftete. Wir mussten vor der Kirche da sein, wir beeilten uns.