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Der bittersüße Sog der Vergangenheit

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Summary

Ein Jahr nach dem Tod ihres Ehemanns wagt sich Ellen Shore endlich in die Welt des Datings. Doch zuerst platzt ihr Sohn Mathew unerwartet in ihr Date und dann erhält sie einen alarmierenden und unerwarteten Anruf aus der Vergangenheit. Ellen wusste, ihr Leben würde nie wieder so sein wie zuvor. Die Schatten der Vergangenheit waren nicht bereit, sie loszulassen, und die Herausforderungen der Gegenwart standen ihr noch bevor.

Status
7mo ago
Chapters
9
Rating
n/a
Age Rating
16+

Prolog

Es ist dunkel.

Nicht die Art von Dunkelheit, die man mit geschlossenen Augen kennt.

Keine, die sich vertreiben lässt.

Diese hier… ist schwerer und scheint endlos.

Sie hält mich fest und gibt mich nicht frei.

Irgendwo darin dringt ein Geräusch zu mir durch.

Ein gleichmäßiges, monotones Piepen. Dazwischen ertönen viele Schritte und Stimmen.

Sie sind gedämpft, hinterlassen den Eindruck, als würden sie nicht zu mir gehören. Mit der Zeit entfernen sie sich.

Der Klang ähnelt einem Echo aus einer Welt, die ich nicht mehr erreichen kann.

Ich versuche, ihnen zu folgen und mich zu bewegen.

Zu atmen.

Zu fühlen.

Nichts passiert.

Egal, wie sehr ich mich bemühe, ich fühle mich gefangen.

Zeit existiert hier nicht.

Oder vielleicht… vergeht sie einfach ohne mich.

Plötzlich verändert sich etwas. Zuerst kaum spürbar.

Es ist nur ein Hauch. Ein Flimmern am Rande einer endlosen Schwärze.

Ein schwacher Funke in der Dunkelheit.

Es ist sanft und warm, als würde es mich zu sich rufen. Die Dunkelheit vor meinen Augen beginnt sich zu lösen.

Dies geschieht jedoch sehr langsam. Wie Nebel, der sich über dem Boden hebt.

Ich erkenne, dass Formen entstehen. Zuerst sind sie verschwommen. Doch sie werden klarer.

Ich stehe mitten in dem Geschehen und blicke mich ehrfürchtig um.

Der Boden unter meinen Füßen ist nun viel weicher und fühlt sich lebendig an.

Ich habe das Gefühl, dass es Tage, gar Wochen und sogar Monate dauert, bis ich in dem Garten stehe, der sich vor mir formt.

Der Garten ist durchzogen von Farben, die ineinanderfließen. Blumen wiegen sich im Wind, als hätten sie mich erwartet. Die Luft ist warm, erfüllt von einem süßen Duft, der sich tief in meine Sinne legt.

Und mitten in all dem, steht eine Frau.

Ihr honigblondes Haar fällt in weichen Wellen über ihre Schultern, fängt das Licht ein, als wäre es ein Teil von ihr. Das weiße Kleid umspielt ihren Körper und bewegt sich im sanften Takt des Windes.

Ich weiß nicht, wie lange ich sie ansehe.

Sekunden? Minuten?

Vielleicht sogar Wochen?

Doch ich scheine sie zu erkennen. Nicht mit dem Verstand.

Sondern tiefer. Ein Ziehen und Drängen liegt in meiner Brust.

Als hätte mein Herz sie längst gefunden, bevor ich es begreifen kann.

„Wer bist du?“

Meine Stimme ist kaum mehr als ein Hauch.

Langsam dreht sie sich zu mir um. Die Zeit scheint genau in diesem Moment stillzustehen.

Als würde selbst die eigenartige Welt, in der wir uns befinden, den Atem anhalten.

Ich sehe ihr Gesicht. Und in diesem Moment weiß ich: Jede Sekunde des Wartens hat sich gelohnt.

Ihr Lächeln ist weich, strahlend… Und zugleich so zerbrechlich, dass es mir den Atem raubt.

Meine Brust zieht sich zusammen.

Ich kenne sie nicht, und doch fühlt es sich an, als hätte ich sie nie vergessen.

Sie tritt einen Schritt auf mich zu. Dann noch einen. Bis sie direkt vor mir steht.

Ihre Augen sind graublau. Gefüllt mit etwas, das ich nicht einordnen kann.

Schmerz?

Liebe?

Verlust?

Ich fühle mich durcheinander. Ihre Finger umschließen meine Hand.

„Galvin“, sagt sie leise.

Der Klang trifft mich wie ein Schlag. Er ist vertraut. Und doch… Fremd.

„Ich habe ihn verloren“, flüstert sie, und ihre Stimme bricht.

Etwas in mir zieht sich zusammen.

„Wen…?“ Meine Worte stolpern übereinander. „Was ist passiert? Wo bin ich?“

Doch die Welt beginnt bereits zu verschwimmen. Der Garten beginnt sich aufzulösen.

Der kristallklare Himmel flackert dröhnend über uns. Sie wendet sich von mir ab.

„Nein.“ Meine Finger krallen sich fester um ihre Hand. „Warte“, sage ich panisch.

Nicht schon wieder. Ich möchte nicht zurück in diese Leere.

„Du musst zurück“, sagt sie sanft mit einem Blick über die Schulter.

Zurück?

„Ich will nicht zurück“, stoße ich hervor. „Ich möchte hier bleiben. Bei dir… ich habe Angst.“

Es kommt ungefiltert und ehrlich über meine Lippen. Als hätte ich keine Kontrolle mehr darüber, was ich sage.

Die Dunkelheit schiebt sich näher und überschwemmt den Garten.

Die Frau antwortet nicht.

Doch ihr Blick verändert sich. Etwas darin wird klarer und stärker. Und dann erkenne ich es.

Hoffnung!

Ich atme scharf ein. „Ich werde es versuchen“, verspreche ich.

Ich weiß nicht, wie. Oder ob es überhaupt einen Weg gibt.

Aber ich weiß, dass ich es versuchen werde.

Für sie.

Unsere Hände lösen sich voneinander und die Welt zerfällt.

Und als alles um mich herum endgültig in sich zusammenbricht, bleibt nur ein einziger Gedanke.

„Ich muss zu ihr zurück!“


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Heartwarming

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Shocking

Good Writing

2

Good Writing

Compelling Plot

1

Compelling Plot

Great Character

1

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Strong Dialog

1

Strong Dialog

author

Ein sehr spannender Einstieg. Super gelungen ☝️👍✨️

2 years
1
author

Mmh…🧐 interessant! Ich tippe mal auf Koma?! Hatte sie einen Unfall? Bin gespannt…🤓

2 years
2
author

Eine Interessante Geschichte bis Jetzt 😀

a month

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