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Amors Blumen

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Summary

Lia erhofft sich ein Leben voller Harmonie und Struktur, doch die Liebe hat andere Pläne. Als sie auf den charmanten, aber zugleich geheimnisvollen Robert trifft, wird sie aus ihrer gewohnten Welt gerissen. Doch die Begegnung mit Robert ist nicht das einzige, was Lia durcheinanderbringt. Als sie Thomas trifft, den Bruder von Robert, entfaltet sich ein neuer Konflikt in ihrem Inneren. Thomas' faszinierende Ausstrahlung und sein charmantes Lächeln fordern sie heraus – und stellen ihre Gefühle auf die Probe. Zwischen Robert, Thomas und ihrer eigenen Suche nach Liebe und Identität beginnt Lia, sich in einem Netz aus Verlockungen, Geheimnissen und unerforschten Gefühlen zu verlieren. Werden ihre Begegnungen nur flüchtige Romanzen oder wird das Schicksal sie zu einer unerwarteten Entscheidung führen? In Amor’s Blumen begegnen sich zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und doch könnten sie sich näher sein, als sie denken. Ein Roman über die Kraft der Liebe, die Schatten der Vergangenheit und die Suche nach der wahren Verbindung.

Status
Complete
Chapters
45
Rating
5.0 7 reviews
Age Rating
16+

Prolog

Lia blitzte ihr Spiegelbild wütend an.

Als sähe sie nicht nur sich selbst, sondern ihn. Jenen Menschen, dessen Gesicht sie zu gut kannte. Vielleicht sogar zu gut.

Als erinnerte sie sich an jedes Wort, das sie von ihm gehört hatte.

Wie konnte alles so schnell entgleisen? Erst das Lachen im sanften Licht der Sterne, seine Berührung, als sie glaubte, für einen Moment … Nein. Es war falsch gewesen. Alles war falsch gewesen.

Aufgebracht strich sie sich eine ihrer blonden Strähnen aus dem Gesicht, die sich immer wieder aus ihrer lockeren Hochsteckfrisur löste.

Wie hatte sie sich nur so täuschen lassen?

“Verfluchter, verlogener Mistkerl”, unterbrach sie sich selbst und war drauf und dran, ihre sorgfältig arrangierten Haare zu zerzausen. Fehlte nur noch, dass sie mit dem Fuß aufstampfte wie ein trotziges Kind.

Normalerweise hätte sie über so einen Ausbruch nur den Kopf geschüttelt. Heute war eine dieser seltenen Herausforderungen des Lebens, die wohl als Lektion betitelt würden.

Jeder Mensch war entweder ein Geschenk oder eine Prüfung.

Na, auf dieses Geschenk hätte sie verzichten können. Viel zu energisch und mit eindeutig zu viel Schwung glättete sie das zartgrüne Kleid, das ihren Körper umschmeichelte und ihr bis zu den Knien in sanften Wellen hinabfloß. Sie prügelte fast auf den weichen Stoff ein, weil sie sich kaum unter Kontrolle bekam.

Ihre Freundin würde heute heiraten und es war ihre verdammte Pflicht, dabei zu sein, wenn sie ihrem Verlobten das Ja-Wort gab. Dem Mann, der Lia in den letzten Wochen den Kopf verdreht hatte. Von dem sie dachte, dass er der Richtige für sie war.

Entschieden wischte sich Lia ihre verzweifelten Tränen aus den Augenwinkeln, die sich entgegen ihrer Wünsche immer wieder dort einfanden.

Verräter!

Sie würde nicht wie ein armseliger Teenager rumheulen und einem Kerl nachtrauern, der sie nicht verdient hatte. Und ganz sicher würde sie ihre Freundin nicht ahnungslos in ihr Verderben laufen lassen.

Sie atmete tief durch.

Durch das geöffnete Fenster drang mit der lauen Brise der Duft nach Lilien und Rosen zu ihr herein. Doch statt tröstlich zu wirken, ließen die lieblichen Gerüche sie heute fast würgen.

Enttäuscht, wütend. Auf sich selbst und auf ihn. Weil sie auf dieses ... dieses Arschloch hereingefallen war.

Tagtäglich hatte sie mit Männern zu tun, die sowohl ihrer Frau, als auch ihrer Geliebten Blumen schickten. Dieses Schicksal wollte sie ihrer Freundin ersparen.

“Wart’s nur ab.”

Trotzdem lauerten leise Zweifel am Rand ihres Verstandes, die ihr sehr schlüssig klingende Gegenargumente auflisteten, warum sie nicht das Recht hatte, dazwischen zu funken.

Würde sie sich wirklich in das Leben ihrer Freundin einmischen, nur weil sie nicht loslassen konnte?

Es war doch ihre Pflicht, die Wahrheit zu sagen?

Bedenken krochen in ihr Herz, ein flimmerndes Bild von ihr und ihm, das in ihrem Kopf immer wieder auftauchte. War sie einfach zu egoistisch, um ihn gehen zu lassen? Missgönnte sie den beiden ihr Glück?

Sie würde ihrer Freundin den Hochzeitstag ruinieren. Den einen Tag, den sie mit so viel Hingabe geplant hatte.

Sie konnte aber auch nicht weiter die Augen vor der Realität verschließen, die in den letzten Tagen über ihr schwebte wie eine immer dunkler werdende Gewitterwolke.

Ein letzter Blick in den Spiegel sagte ihr, dass ihr das Sommerkleid gut stand, aber keine Rüstung bilden würde in dem Kampf, den sie zu bestreiten hatte. Es würde sie nicht vor den Gefühlen schützen, die sie erdrückten und ihr den Schlaf raubten.

Sie würde hingehen müssen.

Und etwas würde zerbrechen.

Vielleicht sogar sie selbst.

Sie hatte keine Wahl.

Vielleicht würde heute mehr als eine Wahrheit enthüllt.

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Good Writing

6

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

4

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View 1 previous comment…
author

Der Auftakt ist Dir schonmal gelungen. Es ist auch weder zu kurz noch zu lang geschrieben. Bin mal gespannt was Sie aus der Situation macht.

a year
1
author

Ich bin auch gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickeln wird 🖤 Meine Meinung dazu kennst du bereits 🥰 Viel Erfolg weiterhin beim Schreiben. 😊

a year
1
author

Ich freue mich total, endlich wieder einmal eine Geschichte in der dritten Person geschrieben gefunden zu haben. Ich mag das so sehr, kann selbst nur so schreiben, weil es bei mir immer so viele Protas gibt, denen ich gerecht werden will. Ich bin gespannt!

9 months
1

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