Nur für eine Nacht - Kurzgeschichte

Summary

Eine Nacht, die alles verändert.

Status
Complete
Chapters
4
Rating
4.8 4 reviews
Age Rating
18+

Chapter 1

Heute ist mein Abend. Das kann ich spüren. Ich bin auf der Suche nach einem Kerl. Nach dem Kerl. Zum vögeln. Ich hatte eine beschissene Woche und ich will einfach nur meinen Spaß haben. Mit einem gutaussehenden Kerl und mir den Verstand raus vögeln lassen.

Es gibt diese Tage, an denen geht alles schief. Der Kaffee ist leer, der Kühlschrank sowieso. Das Auto springt nicht an, es regnet. Der Kopf schmerzt und die Glieder auch. Die Mandanten sind anstrengend und der Stapel an Arbeit wird nicht weniger. Und diese Dinge zogen sich über die gesamte Woche. Ich brauche dringend Ablenkung und ist es nur für heute Abend, für eine Nacht.

Ich habe mich mit meinen zwei besten Freunden Simon und Raphael verabredet. Dieser Abend soll uns allen etwas Ablenkung bescheren. Jeden Abend bin ich erschöpft und ausgelaugt nach Hause gekommen. In eine Wohnung die zu groß und zu leer ist. Ich bin gut in meinem Job, angesehen und erfolgreich. Aber mir fehlt es nach Hause zu kommen in eine Wohnung, die warm und gemütlich ist. In der Liebe und Wärme wohnen, Lachen und Kinderstimmen an mein Ohr dringen, wenn ich die Tür aufschließe. In der eine Katze um meine Beine schleicht, kleine Füße auf mich zugetapst kommen, die Arme ausstrecken um in die Luft gewirbelt zu werden. Ein liebevoller starker Ehemann, der mich mit einem leidenschaftlichen Kuss begrüßt.

Meine letzte Beziehung ist zwei Jahre her, sie endete unschön mit einem Riesenstreit. Ich erwischte meinen Ex mit einem anderen Kerl in unserer Wohnung, in unserem Bett. Wütend zog ich den Kerl von meinem Freund, oder besser gesagt, aus meinen Freund heraus und beförderte ihn nackt, wie Gott ihn schuf vor die Tür.

Ich war so dermaßen wütend auf Gabriel, aber noch größer war meine Enttäuschung. Ich war verletzt und traurig, wütend und enttäuscht.

Ich flüchtete aus der Wohnung und blieb bei Simon. In einer Nacht- und Nebelaktion kaufte ich dieses Appartement, holte meine Sachen und nun bin ich hier.

Magnus Bane, 31 Jahre alt, Single und auf der Suche nach einem Kerl zum Vögeln.

Das redete ich mir zumindest ein. Jedes Mal, wenn ich einen Kerl abschleppte, ihn mit in meine Wohnung nahm, mich ficken ließ sprach eine Stimme zu mir. 'Ist er es? Kann er die Mauern um dein Herz einreißen? Wird er dich lieben, achten, auf Händen tragen? Oder wird er dich fallen lassen, beschmutzen, verachten, abstoßend finden?'

Auf diese Fragen gab es immer die gleiche Antwort. Er war es nicht. Er war nicht der Mann, der mein Herz erwärmte, der Mauern einstürzen ließ, der mich bedingungslos liebte, mich ehrt und achtet. Sie wollten alle nur Sex, waren nicht an mir, meinen Gedanken und Gefühlen interessiert. Sie wollten Sex und meinen Hintern.

Es blieb bei Flirts und One-Night-Stands. Vielen Flirts und vielen One-Night-Stands. Ich liebe Sex und habe auch in Beziehungen immer reichlich davon gehabt. Ich liebe und lebe leidenschaftlich. Ich bin kein Kind von Traurigkeit, aber in Beziehungen immer treu. Denn nichts verachte ich mehr als Untreue.

Aber eines Tages wird er da sein, mein Mann und mich mit Herz und Seele lieben. Einmal bildete ich mir ein ihn gefunden zu haben. Wir waren jung, verliebt und er so wunderschön. Aber er verließ mich, gab unserer Liebe keine Chance. Seine Angst vor der Zurückweisung seiner Familie war stärker als seine Liebe zu mir. Aber ich habe ihn nie vergessen, sehe ihn oft in meinen Träumen und frage mich wie mein Leben heute aussehen würde, hätte er uns eine Chance gegeben.

Mein Outfit überlasse ich heute nicht dem Zufall. Nicht an einem Abend wie diesen. Einen Abend an dem ich nicht allein nach Hause gehen möchte. Ich entscheide mich für eine enge schwarze Lederhose und ein silbernes Hemd. Die Knöpfe lasse ich offen. Mein Gegenüber soll wissen was ihn erwartet. 3 Ketten bedecken meine Brust mit ihrem kalten Metall und ich entscheide mich für den Siegelring mit meinen Initialen, MB. Mein Vater schenkte ihn mir zu meinem 16. Geburtstag. Aber seit seinem Tod trage ich ihn nicht mehr oft, zu viele Erinnerungen. Doch heute habe ich das Gefühl ich brauche ihn.

Ich verbringe viel Zeit im Bad und kümmere mich ausgiebig um meine Haare. Ich style sie nach oben und umrande meine Augen schwarz, der silberne Eyeliner rundet das Bild perfekt ab. Ein letzter Blick in den Spiegel lässt mich zufrieden Grinsen.

Simon und Raphael treffe ich im Club. Es ist laut und stickig und voll. Ich liebe es. Perfekte Bedingungen um auf die Jagd zu gehen.

Ich gehe auf direktem Weg zur Bar, bestelle mein Getränk und verschaffe mir einen Überblick. Raphael entdecke ich auf der Tanzfläche. Dicht gedrängt an einen großen blonden Kerl. Genau sein Beuteschema. Wo ist Simon? Ich blicke mich um, kann ihn aber nicht entdecken. Hoffentlich geht es ihm gut. Wir machen diesen Abend nicht nur zu meinem Vergnügen. Auch für Raphael, der unbedingt mal wieder Sex braucht und Simon, welcher unsterblich verliebt ist. Leider unglücklich unsterblich verliebt. Und seine Angebetete weiß nichts davon. Seit mehreren Jahren versuche ich ihn dazu zu bringen es ihr einfach zu sagen.

Wir wollen uns auf andere Gedanken bringen, einfach abschalten von der stressigen Woche und nicht erwiderten Gefühlen. Und wenn es gut läuft, dann geht keiner von uns allein nach Hause. Zumindest Raphael ist schon mit einem Bein im Schlafzimmer seiner Beute. Nach ein paar weiteren Getränken muss ich zur Toilette und laufe auf dem Rückweg in Simon rein. Er taumelt, ich kriege ihn aber noch zu fassen.

„He Babyboy. Ich habe dich gesucht." Er mag es nicht, wenn ich ihn so nenne. Ein Überbleibsel aus unserer Schulzeit. Wie auch seine Angebetete. Er zieht die Augenbrauen zusammen und funkelt mich böse an. „Nenne mich nicht immer so." Simon lallt leicht. Anscheinend hat er schon einiges getrunken. Ich lege meinen Arm um seine Schultern und ziehe ihn zur Bar.

Auf dem Weg dorthin sammele ich Raphael und sein Anhängsel ein. Wir genehmigen uns einige Shots und ich spüre den Alkohol in meinen Adern. Ich will tanzen. Und vögeln. Raphael hängt an dem blonden Kerl und Simon versinkt in Trübsal.

„Lasst uns tanzen", sage ich zu meinen Freunden und bin schon auf halbem Weg zur Tanzfläche, als mir ein Mann ins Auge fällt. Er ist groß. Er hat schwarze Haare. Er hat große Hände. Er bewegt sich geschmeidig. Seine Bewegungen passen sich den Klängen der Musik an. Er ist genau mein Typ. Ich blicke zu meinen Freunden. Raphael ist beschäftigt, Simon trinkt. Ich gehe jetzt tanzen und versuche mein Glück bei dem schönen Unbekannten. Ich vermute das er schön ist. Ich erkenne sein Gesicht nicht, nur leicht sein Profil. Aber das verspricht mir eine ganze Menge.

Die Tanzfläche ist voll, ich schaffe es doch elegant mich dichter an den Unbekannten zu schieben. Ich beobachte ihn eine ganze Weile beim Tanzen. Seine Kleidung ist komplett schwarz, seine Hose verdammt eng und beherbergt einen wirklich knackigen Hintern. Das schwarze Hemd ist ebenfalls eng, betont seine breiten Schultern und einen schönen Rücken. Der Unbekannte ist groß, hat lange muskulöse Beine und seine Füße stecken in schweren schwarzen Boots mit silbernen Schnallen.

Sein Körper im Einklang der Musik, seine Muskeln, die sich bei jeder Bewegung unter dem Stoff seines Hemdes abzeichnen lassen, mich ganz unruhig werden.

Meine Hände legen sich auf seine Hüften, meine Bewegungen passen sich seinen an. Seine Hände wandern an meine. Verweilen dort. Er scheint nicht abgeneigt zu sein. Gezielt drücke ich meinen Körper an seinen, mein Schritt presst sich an den sexy Hintern des Unbekannten. Mein Schwanz zuckt in meiner Hose, der Unbekannte krallt seine Finger in meine Hände. Gemeinsam bewegen wir uns, lassen uns von den Bässen der Musik treiben. Vorsichtig lege ich meine Lippen an sein Ohr, lasse die heiße Luft meines Atems seine Haut umspielen. „Ich bin Magnus", sage ich, hauche einen Kuss in seinen Nacken. Zufrieden bemerke ich die leichte Gänsehaut, die sich sofort bildet und meine Lippen neckt. Mit vielen kleinen Küsse arbeite ich mich zurück an sein Ohr. „Ich hoffe du stehst auf Schwänze", sage ich kehlig. Der Unbekannte verschränkt unsere Hände miteinander und führt diese an seine Mitte. Er stoppt kurz vor dem Ziel, nur meine Fingerspitzen ertasten seinen Schwanz. Hart stellt sich mir etwas in den Weg. Ein kleines Stück weiter und ich spüre seine Erektion unter meinen Fingern. Ja er steht auf Schwänze.

Ich drehe ihn zu mir, denn ich möchte gerne sein Gesicht sehen. Er ist hübsch. Nein er ist nicht hübsch. Er ist wunderschön. Blaue Augen sehen mich an. Sie funkeln und erstrahlen im grellen Stroboskoplicht. Wie tausend kleine Sterne tanzen die Lichtpunkte in seinen Augen. Ich erschrecke kurz, es ist lange her das ich diese Farbe bei einem Mann sah.

Er hat hohe Wangenknochen und einen wunderschönen Mund mit vollen Lippen. Diese Lippen laden zum Küssen ein. Er lächelt und dieses Lächeln lässt meine Mitte anschwellen. Schwarze Haare umrahmen sein schönes Gesicht, stehen unordentlich nach allen Seiten ab. Ein aufgeräumtes Chaos, das aussieht, als wäre er gerade aus dem Bett gestiegen. Fuck er ist genau mein Typ und er ist wunderschön.

Eindringlich betrachte ich seinen Körper, meine Hände wollen alles erkunden, jede Kontur, jeden Muskel. Zögerlich lege ich meine Hände an seinen Hals, er schließt kurz seine Augen, atmet tief durch. Weich und warm fühlt sich die Haut unter meinen Händen an, ein kribbeln durchzieht meinen Körper, bis in die Fingerspitzen.

Als er seine Augen wieder öffnet, blicke ich in tiefes blau. Das Funkeln ist noch da, aber es ist Lust gewichen. Ein leichtes nicken seinerseits, ein kleines Lächeln. Langsam gleiten meine Hände über seinen Körper. Federleicht berühren meine Finger seine Haut, ziehen ihre Bahnen, erforschen ihren Weg.

Seine Brustwarzen strecken sich mir hart entgegen, ich kann sie unter dem Hemd genau ertasten. Ein leichter Druck an der richtigen Stelle, der Unbekannte zieht scharf die Luft ein. Seine Bauchmuskeln sind hart und fühlen sich trainiert an. Seine Arme wohl definiert. Ich will unbedingt wissen, wie er nackt aussieht.

Meine Zunge leckt über meine Lippen und ihm gefällt, was er sieht. Denn er überbrückt den Abstand zwischen uns und legt seine Lippen auf meine.

Fordernd, sinnlich küsst er mich, weiß genau was er macht und wie er bekommt was er will. Er ist ein weltmeisterlicher Küsser, das merke ich sofort. Ich gebe mich dem Gefühl seiner Lippen auf meinen hin.

Seine Zunge tippt an meine Unterlippe, ich lasse ihn gewähren. Leicht öffne ich meinen Mund, nur einen Spalt. Zart dringt seine Zunge zwischen den Spalt in meinen Mund, trifft auf meine Zunge. Ein Schlag durchzieht meinen Körper, ein brennen abgelöst durch Kribbeln, welches sich bis in die Zehenspitzen ausbreitet.

Meine Hände wandern zu seinem Hintern und ich drücke meinen Körper an seinen. Mache ihm unmissverständlich klar, was ich will. Sex.

Seine Hände streicheln über meinen Rücken, jede Berührung von ihm fühlt sich unglaublich gut an. Unweigerlich stelle ich mir die Frage, ob es ohne Kleidung auch so ist. Oder sogar noch intensiver?

Meine Hände gleiten in seine Haare, voll, weich und wunderbar lasse ich diese Pracht meine Haut fühlen. Unser Kuss wird hitziger, seine Hände kneten meinen Hintern, hart und fest. Unsere Zungen kämpfen um die Dominanz, ich gebe auf denn ich bin ihm schon jetzt verfallen. Diesem schönen Unbekannten mit der talentierten Zunge und den weichsten Haaren, die ich je berührt habe.

Meine Mitte kreist an seiner, mein harter Schwanz möchte gerne mehr von seinem sehen. Er ist hart, ich ziehe leicht an den Spitzen seiner Haare, er keucht in meinen Mund. Kräftiger ziehe ich an seinen Haaren, lasse meine Hüfte ruckartig nach vorne stoßen. Er krallt seine Finger in meinen Hintern, drückt mich noch dichter an seinen Körper und stöhnt. Sein Mund löst sich von meinem, legt sich an mein Ohr. Heißer Atem trifft auf meine Ohrmuschel, weiche Lippen auf meine Haut.

„Mache das noch mal", raunt er und ich bin kurz vorm Abspritzen. Seine Stimme ist tief und rau, männlich und sexy. Der Bass, die Vibration an meinem Ohr geht sofort in meinen Penis. Dieser richtet sich noch mehr auf, findet keinen Platz mehr in meiner Hose und hinterlässt ein schmerzenden Gefühl.

Wieder ziehe ich an seinen Haaren, erst leicht, dann kräftiger. Meine Hüfte bewegt sich gegen seine. Er stöhnt ungehemmt in mein Ohr, seine Lippen vibrieren auf meiner Haut, hinterlassen ein wohliges Gefühl.

Seine Hände verlassen meinen Hintern, wandern unter mein Hemd. Warm und fest ist seine Berührung. Er streicht über meine Wirbelsäule entlang zu den Schultern. Jede Berührung hinterlässt eine heiße Spur auf meiner Haut.

Ich küsse seinen Hals, er legt den Kopf leicht schräg um mir mehr Platz zu geben. Meine Zunge leckt über seine Haut, ich will wissen, wie er schmeckt. Ein Knistern legt sich auf meine Zungenspitze, breitet sich aus bis an den Rand und tief in den Rachen. Sein Geschmack ist so anders als ich es gewohnt bin. Er schmeckt männlich, herb, mit einem Hauch von Sandelholz. Mein Duft, mein Geschmack. Legt er seine Zunge auf meine Haut, zieht er seine Lippen über meinen Körper, wird er den gleichen Geschmack wahrnehmen wie ich gerade.

Plötzlich werde ich von ihm weggezogen. Fuck hat er etwa eine Freundin? Oder Freund?

Als ich mich umdrehe, sehe ich Simon. Und Raphael. Und das blonde Anhängsel. Der Unbekannte hält meine Hand. Wartet.

„Kannst du Simon nach Hause bringen? Er ist echt durch." Raphael sieht mich flehend an. Meine Augen rollen nach oben und ich atme einmal tief durch.

Raphael hatte schon länger niemanden mehr. Ich dagegen kann mich nicht beschweren. Unsere Schulzeit war überlagert von vielen Partys, viel Alkohol und viel Sex. Ich schulde beiden eine Menge. Sie haben mir des Öfteren den Arsch gerettet. „Okay", sage ich und schnappe mir Simon.

Meine Hand wird noch immer festgehalten. Mir fällt der Unbekannte wieder ein. Ich drehe mich zu ihm und lächele leicht.

„Es tut mir leid. Bester-Freund-Notfall." Seine Augen funkeln mich noch immer erregt an. Ich hätte ihn so gerne mit zu mir in meine Wohnung genommen. Ich hätte ihm gerne das Hirn raugevögelt. Schnell gebe ich ihm einen letzten Kuss. „Ich würde dich gerne wiedersehen..."

Der schöne Unbekannte unterbricht mich, legt seinen Zeigefinger an meine Lippen. Ich schaue ihn enttäuscht an. Habe ich mich geirrt? Waren seine Signale nicht so eindeutig wie ich es empfunden habe?

„Willst du wissen, wie ich heiße?", fragt er mich stattdessen und ich atme erleichtert aus. Wenn er mir seinen Namen verraten will, kann er nicht ganz so abgeneigt sein. Oder?

„Unbedingt", sage ich und lächele leicht.

„Ich bin Alexander. Du kannst mich nennen, wie du möchtest. Aber auf Süßer oder Schatz stehe ich nicht so."

Seine Direktheit überrascht mich. Und er ist noch nicht fertig mit seiner Erklärung. „Ich helfe dir deinen Kumpel nach Hause zu bringen. Dann können wir zu dir gehen und du kannst mir zeigen, ob dein Schwanz genauso schön ist wie der Rest von dir." Ich wimmere bei seinen Worten und mein Schwanz drückt hart gegen meine Jeans. Simon habe ich schon längst vergessen.

„Ach und Magnus, am besten auch nicht Darling." Verwirrt blicke ich ihn an. Er hat einige No-Gos, was Kosenamen angeht. Gibt es noch mehr Dinge, die wir vorher klären sollten? Ich will gerade etwas sagen, als er wieder beginnt zu reden.

„Darling weckt schlechte Erinnerungen und für Süßer oder Schatz bin ich einfach zu hart beim Sex. Das solltest du wissen. Ich habe ein hohes Limit."

Ich will ihn. Ich will ihn so unbedingt. Es macht mich so geil, wenn er redet, seine tiefe Stimme, die funkelnden Augen, seine Zungenspitze, die über seine Lippen streift.

„Lass uns gehen. Helfe mir mit Simon, dann kümmere ich mich um das Problem in deiner Hose."

Gemeinsam bringen wir Simon in seine Wohnung, schaffen es ihn ins Bett zu legen ohne das er sich verletzt oder uns die Füße vollkotzt. Nachdem er eingeschlafen ist, verlassen wir seine Wohnung. Es ist nur ein kurzer Fußmarsch bis zu mir, die kühle Nachtluft ist eine Wohltat für unsere Lungen. Schweigend laufen wir nebeneinanderher. Die Stille ist nicht bedrückend oder beklemmend. Im Gegenteil. Es ist aufregend und prickelnd, die Blicke von ihm sind eindeutig. Subtil und sprechen eine klare Sprache. Er will mich. Unsere Fingerspitzen berühren sich leicht, ich zucke kurz zusammen, sehe ihn an. Seine Augen sind geweitet, seine Wangen gerötet. Ein prickelndes Gefühl zieht von meinen Fingerspitzen in die Hand, hoch über den Arm in meine Schulter. Verteilt eine Wärme in meinem Körper. Er muss es auch gespürt haben, dieses Gefühl. Sein Mund öffnet sich einen Spalt und ich sehe seinen Kehlkopf hüpfen, er schluckt schwer und seine Finger umschließen meine automatisch. Eine große Hand legt sich in meine, schlanke Finger umschließen meine, warme weiche Haut empfängt mich.

So gehen wir schweigend und im Einklang weiter durch die kühle Nacht. Unsere Hände miteinander verschränkt, ein Seitenblick, ein leichtes Berühren der Schulter, ein schmunzeln auf seinem Gesicht. Blaue Augen, die funkeln und in denen sich Ungeduld sammelt.

Angekommen in meiner Wohnung streift er seine Boots ab, stellt sie ordentlich neben die Tür. Mit auf den Rücken verschränkten Armen geht er durch meine Wohnung, sieht sich um. Ich lasse ihn gewähren, beobachte jeden seiner Schritte, seiner Bewegungen, die Blicke. Er lächelt, als er vor der großen Glasfront stehen bleibt. Von hier aus hat man einen schönen Blick über die Stadt. Die Lichter der umliegenden Häuser glitzern, lassen goldfarbene Funken über seine Gestalt fallen.

Langsam dreht er seinen Kopf in meine Richtung, ich gehe auf ihn zu, nehme sein Kinn zwischen zwei Finger. „Möchtest du das noch immer?" Seine pinkfarbene Zunge gleitet über seine volle Lippen. Ich brauche keine Worte, diese Geste ist mir Antwort genug.

Ich vereine unsere Lippen, langsam, gefühlvoll passt er sich meinen Bewegungen an. Seine Hände gleiten über meine Brust, schieben das Hemd von meinen Schultern. Erforschend lässt er seine Hände über meinen Körper fahren, ich stöhne in den Kuss, seine Fingerspitzen streifen meine Brustwarzen. Die kleinen Kreise, welche er zieht, stimulieren mich, erwecken in mir das Gefühl von Lust. Seine Lippen wandern über meinen Kiefer hinab an meinen Hals, saugen sich fest. Ich lege meinen Kopf leicht auf die Seite, gebe ihm mehr Platz. Die Stimulation meiner Brustwarzen, das Saugen und Lecken an meinem Hals erregt mich sehr. Mein Penis drückt hart gegen meine Jeans, ich öffne die Knöpfe seines Hemdes.

Gleichzeitig öffnet er meine Hose, schiebt sie von meinen Hüften, zusammen mit meiner Boxershorts, mein steifer Penis springt ihm entgegen. Ruckartig löst er unseren Kuss, sieht auf meinen Schwanz, der sich ihm willig entgegenstreckt. Ich spüre seinen heißen Atem der schwer gegen meine Brust prallt.

„Oh mein Gott", flüstert er und streicht mit seinem Daumen über meine Spitze. Er fällt auf die Knie, leckt mit seiner Zunge den Tropfen auf, schließt seine Augen und stöhnt laut. Mein Penis zuckt, seine Zunge umkreist meine Eichel, stimuliert und leckt, gleitet in den Spalt und ich kann mich nicht mehr beherrschen. Fest kralle ich meine Hände in seine Haare, er schaut mich von unter herauf an. Das blau seiner Augen ist dunkel und pure Lust blitzt in ihnen auf. Seine Hände kneten meinen Hintern und ich stöhne hemmungslos. Das Spiel seiner warmen feuchten Zunge an meinem geschwollenen Schwanz ist so über alle Maßen erregend. Er weiß genau, was er tut, ist so talentiert und könnte mich allein dadurch zum Kommen bringen.