Little Bird

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Summary

Clara Evans wird von einem Albtraum verfolgt, der sie an den Rand des Wahnsinns treibt. Ein grausamer Fund, eine unheimliche Nachricht, eine weiße Feder – alles Hinweise auf einen Killer, der sie zu seiner einzigen Muse gemacht hat. Doch der wahre Horror beginnt erst, als sie erkennt, dass der Mörder nicht nur ein Fremder ist. Doch was sie nicht weiß: Ihr Schicksal ist längst miteinander verwoben mit dem des Mannes, der sie jagt. Adrien Linc, ein Schatten aus ihrer Vergangenheit, ist zurück. Was als harmlose Jugendliebe begann, ist nun zu einem dunklen Spiel geworden, der Clara an den Rand des Wahnsinns treibt. Zwischen mysteriösen Todesfällen, einer unaufhaltsamen Jagd und der Frage, was er von ihr will, muss Clara sich entscheiden: Wird sie sich ihrer dunklen Vergangenheit stellen, oder wird sie für immer in den Schatten ihrer Ängste verloren gehen? Er will sie nicht nur erobern – er will sie brechen, Stück für Stück. Jede Nachricht, jedes Symbol, jede weiße Feder, die er hinterlässt, ist Teil eines unbarmherzigen Spiels, das sie nicht gewinnen kann.   Ein dunkles Psychodrama über Rache, Besessenheit und ein. Für all jene, die sich von düste-ren Geheimnissen und einer Liebe, die mit dem Wahnsinn verschmilzt, fesseln lassen und sich in den Abgründen der menschlichen Seele verlieren wollen.   "Little Bird" – Manchmal ist der größte Schmerz der, den man niemals vergisst

Status
Ongoing
Chapters
9
Rating
n/a
Age Rating
18+

Until Nothing Remains

5 Oktober, Chicago

Ich werde Dich jagen und Dich finden, egal wo Du bist, Little Bird.

Das Grauen wartet da draußen schon auf dich. Irgendwo, irgendwann…

Die Wände des kleinen, fensterlosen Raumes waren kahl und schmutzig, die Luft stickig. Ein schwaches Licht flackerte an der Decke und erhellte gerade mal die Mitte des Raumes. Das Geräusch von Tropfen, die monoton auf den Boden fielen, erfüllte die Stille.

Inmitten des Raumes stand ein Stuhl, an dem ein Mann gefesselt war. Sein Gesicht war blass, die Augen seelenlos und weit aufgerissen vor Angst.

Hinter ihm stand jemand, eingehüllt im Schutze der Dunkelheit. Das Grauen.

„Wer sind sie? Was wollen sie?" Die Stimme des Mannes zitterte.

Ich trat aus dem Schatten hervor, mein Gesicht von einer Kapuze verhüllt. ,,Sie haben zu viel gesehen, mein Freund", flüsterte ich mit eiskalter, rauchiger Stimme.

Der Mann erschauderte, er hatte Todesangst und dies erfreute mich zutiefst. Ich trat näher an ihn heran, eine Klinge in der Hand. Der Mann wollte aufschreien, doch ich legte ihm die Hand auf den Mund. „Shhh. Es wird alles gut, das verspreche ich. Es wird schnell vorbei sein."

Der Mann hatte keine Familie, lebte alleine, niemand würde seinen Verlust je bemerken - das perfekte Opfer. Ich ließ die Klinge über die Wange des Opfers gleiten, dunkles Blut quoll hervor und es bildete sich eine klaffende Wunde. Die Schreie des Mannes hallten von den nackten Wänden des Kellers wieder, doch niemand würde sie jemals hören.

Nach mehreren qualvollen Minuten der befriedigsten Folter, zog ich eine kleine Injektion aus meiner Hosentasche, ein Betäubungsmittel, das den Körper lähmt, aber das Bewusstsein des Opfers wach hielt. Der Mann würde jede Berührung spüren, jeden Schnitt, die ganze Qual, ohne sich wehren zu können.

Ich trat zurück und betrachtete mein Werk, während der Mann versuchte zu begreifen, was vor sich ging. In seinen Augen spiegelte sich der blanke Horror wieder - genau das, was mich antörnte.

Ich ließ das Opfer die vollkommene Qual spüren, als ich begann ihm die Haut von seinem Körper, in Streifen, zu schälen. Ich ließ ihn in der absoluten Hilflosigkeit ertrinken.

Ich begann bei den Fingern, dann hoch zu den Armen. Als nächstes der Oberkörper und dann zur Leiste. Ich genoss jeden Schrei, jeden Schnitt und jede Träne - es war ein Meisterwerk, eine tiefe befriedigende Symphonie aus Leid und Schmerz. Das war die größte Lust, die ich je empfunden hatte. Und je mehr er bettelte, je mehr er flehte, umso schöner wurde es.

Die Folter zog sich die ganze Nacht lang, bis in die frühen Morgenstunden, ehe dem Opfer das Leben entwich. Ich trennte ihm den Kopf ab, danach musste ich alles beseitigen. Ich wusste, dass ich keine Hinweise hinterlassen durfte - nicht nur, um der Polizei zu entgehen, sondern auch, um sicherzustellen, dass niemand jemals davon erfuhr, nicht mal meine Freunde oder Arbeitskollegen.

Nachdem der letzte Atemzug des Mannes verklungen war, zog ich einen wasserfesten Overall an, um keinerlei Spuren zu hinterlassen. Ich betrachtete kurz die Überreste des Opfers, fast wie ein Künstler, der sein Meisterwerk geschaffen hatte.

Ich fuhr mit der Leiche in ein abgelegenes Lagerhaus, in der sich ein riesiges Säurefass befand. Die Säure war stark genug, um menschliches Gewebe und Knochen innerhalb von ein paar Minuten aufzulösen. Ich arbeitete zügig, aber sehr präzise. Die Überreste verschwanden nach und nach in der brodelnden Flüssigkeit, die mit einem leisen Zischen den letzten Beweis für die Existenz des Mannes auslöschte. Als der Rest verschwunden war, füllte ich die Flüssigkeit in stabile Behälter und lud sie auf meinen Pickup. Ich entsorgte sie - weit außerhalb von Chicago, auf einer Insel.

Als ich wieder in Chicago war, verbrannte ich meine Kleidung, reinigte das Werkzeug und stieg unter die Dusche. Ich ließ das heiße Wasser über meinen Körper laufen.

Danach zog ich meinen Anzug an und machte mich auf den Weg zur Arbeit. Niemand würde jemals irgendetwas ahnen. Für meine Kollegen war ich der nette, freundliche Arbeitskollege, ein guter Mitarbeiter, wie jeden Tag - pünktlich, ordentlich gekleidet und präzise bei der Arbeit.