Deine Zukunft mit mir

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Summary

Neue Stadt, neue Wohnung, erfolgreicher Freund. Alle Wegweiser standen in Richtung Zukunft für Nicole. Denn nach zehn Jahren Beziehung macht man sich nunmal um die Lebensplanung Gedanken. Sie war sich sicher, das Jacob der Mann fürs Leben war. Was sie nicht gleich erkannte war, das sie sich selbst, Stück für Stück aufgab. Sie zog sich in einem PC Rollenspiel, einer bunten Fantasiewelt zurück, wo sie, sie selbst sein konnte. Doch das ausgerechnet die Freundschaft zu einem anderes User Zweifel an ihrer Beziehung und ihren Gefühle schürte, damit hatte sie nicht gerechnet. Ihr Leben geriet durch ihre neue Bekanntschaft ins wanken, auch wenn er selbst nicht der war, was sie zu glauben schien. Aber nicht nur für sie allein änderte sich alles, auch diejenigen um sie herum waren davon betroffen. Selbst ihr Freund veränderte sich, immer mehr rückte eine Art Obsession ihr Gegenüber in den Vordergrund, er hatte plötzlich das Verlangen seine tiefsten Fantasien, Realität werden zu lassen und das nicht nur mit ihr. Was nur hatte das plötzlich bei ihm ausgelöst, oder war er schon immer so und wusste es nur nicht?

Status
Ongoing
Chapters
10
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1 Neuanfang

Nicole

Schwer atmend schleppte sie die letzte Kiste in ihre neue Wohnung und setzte sie auf der Küchentheke ab. Hier war sie also, schon wieder in einer neuen Stadt, schon wieder in einer neue Wohnung und schon wieder musste sie sich einen Job suchen. Doch als sie den Mann erblickte, für den sie alles zurückließ, waren all ihre Sorgen wie fortgetragen.

"Schön hell hier", er sah zufrieden aus, so wie er da stand, mit den Händen in die Hüften gestemmt.

Jacob sah noch genauso aus, wie sie ihn kennengelernt hatte. Seine kurzen, dunkelbraunen Haare, die er stets ordentlich nach hinten kämmte, lagen perfekt. Leichte stoppeln zierten seine harten Kieferknochen und verleiten ihm ein markantes Aussehen. Er besaß eine schlanke Statur, war immer gut gekleidet und gepflegt. Am liebsten trug er seine maßgeschneiderten Anzüge, auch am Wochenende legte er viel Wert auf sein Aussehen. Nur etwas reifer war er geworden und dennoch unverändert schön.

Nicole blickte sich um, durchaus war das Wohnzimmer lichtdurchflutet und die Küche viel größer als die, die sie zuvor ihr eigen nannte. Ihre Finger glitten über die Arbeitsfläche, die aus weißem Marmor bestand und allein schon dadurch sehr edel aussah.

"Ja, schön", antwortete sie fast schon gleichgültig und blickte zu dem Durcheinander, das all die herumstehenden, unaufgebauten Möbel und Kisten verursachten.

Sie hatte es sich beim letzten Mal geschworen, so schnell nie wieder umzuziehen. Sie war es Leid immer wieder aufs neue lieb gewonnene Kollegen und neu gekaufte Gegenstände zurück zu lassen, doch schon wieder befand sie sich in dieser Lage. Sie ließ sich erschöpft auf einem Holzstuhl sinken, drei Umzüge in zwei Jahren waren einfach zu viel.

"Komm, du musst das Bad sehen", Jacob nahm sanft ihre Hand und zog sie vom Stuhl, den Flur entlang.

Die erste Tür neben der Eingangstür öffnete sich, ein heller, großer Raum lag dahinter. Eine riesige, Boden-ebene Dusche und ein Whirlpool fanden hier Platz, sowie eine Toilette und zwei Waschbecken. Der große, weiße, Schrank neben dem Waschbecken, versprach viel Stauraum. In der Mitte lag ein heller Teppich, es war noch soviel Platz, das man mühelos tanzen konnte, ohne irgendwo dagegen zu ecken.

Nicole musste sich eingestehen, das dies hier wesentlich luxuriöser war, als ihre damaligen Wohnungen. Dies lag allerdings auch an der neuen Stelle ihres Freundes, das sie sich dies nun leisten konnten. Jacob hatte die letzten Jahre hart dafür gearbeitet und endlich bei einem nennenswerten Unternehmen angefangen.

Jacob umarmte sie von hinten und umschlang sie mit seinen schlanken, langen Fingern. "Platzt genug für uns zwei", mit diesen Worten schmatzte er einen Kuss auf ihre Wange und zog sie weiter.

Das Schlafzimmer war genauso geräumig, wie die anderen Räume und groß genug für den riesigen Schwebetürenschrank, der bereits, noch verpackt, gegen die Wand gelehnt stand. Nebenan gab es noch einen weiteren kleinen Raum, dies sollte sein Büro werden, falls er von Zuhause aus Fälle überarbeiten musste.

Jacob war Anwalt und inzwischen sehr erfolgreich, sodass er in eine der berühmtesten Kanzleien seinen Platz fand. Vor einigen Wochen schon hatte er dort angefangen und wurde positiv aufgenommen. Wegen der langen Fahrerei nahm er sich eine kleine Wohnung Vorort und war nur selten Zuhause, dies sollte sich nun endlich ändern. Sie war glücklich.

Zu Nicoles Überraschung gab es noch einen weiteren Raum auf der anderen Seite des Flures. Diese Wohnung war größer und geräumiger als ihre alte, das musste sie eingestehen, doch mit soviel Platz hatte sie nicht gerechnet.

Ihre Gedanken schweiften ab, wäre es möglich das Jacob schon für die Zukunft plante. Dieser Gedanke war alles andere als verwerflich, sie waren immerhin schon seit zehn Jahren ein Paar und sie stand in der Blüte ihres Lebens.

Ein klingeln unterbrach ihren Gedankengang, Jacob eilte an sein Handy. Nachdem zu Urteilen was sie Verstand, war die Zweisamkeit nun doch früher zu Ende, als gedacht. Anscheinend gab es Ärger mit einem Klienten und Jacob musste sofort in die Kanzlei.

Mit einem entschuldigendem Blick und durchaus schlechtem Gewissen, ließ er Nicole, in Mitten der ganzen Umzugskartons, alleine zurück

Sie seufzte, nun das hieße wohl, das sie erstmal alleine mit dem Chaos da stand. Und so verging die Zeit, ein Karton nach dem anderen wurde inspiziert und an Ort und Stelle geräumt. Stunden später meldete sich ihr Magen, sie hatte völlig vergessen wie spät es war.

Es gab nicht viel, was sie zu Essen besorgt hatten, ein wenig Brot und haltbaren Aufstrich, um für die schnelle ihren knurrenden Bauch zu beruhigen. Den Großeinkauf hatten sie für später angedacht, nun müssten sie das wohl am nächsten Tag erledigen. Zu bestellen lohnte sich nun auch nicht mehr, für nur eine Person.

Nicole machte sich nicht die Mühe Jacob zu erreichen, denn sie wusste bereits schon zu gut, das er so schnell nicht zurück kommen würde. Am Anfang hatte sie noch die Illusion, immer gemeinsam mit ihm zu Abend zu essen. Aber je wichtiger Jacob wurde, desto seltener wurden die gemeinsamen Momente in der Woche. So sehr sie es auch liebte, sie kochte kaum noch.

Mit einem plopp öffnete sie eine Flasche Wein und goss sich einen kräftigen Schluck in ein Wasserglas, denn die Weingläser hatte sie noch nicht gefunden. Sie machte es sich auf dem gemütlichen Sofa bequem und öffnete ihr Laptop, welcher schon am Strom hing. Mit wenigen bissen war ihr Erdnussbuttersandwich verschwunden und sie scrollte Gedankenverloren im Netz umher, bevor sie ihre E-Mails checkte.

Schon wieder eine Absage

Sie laß die Nachricht vom städtischen Krankenhaus, denen sie ihre Bewerbungsunterlagen zusandte und trank danach einen riesigen Schluck. Etliche Bewerbungen schickte sie schon vor Wochen los, doch erhielt kein einzigstes Vorstellungsgespräch.

Dabei hatte sie ein Master in Sportphysiotherapie und ein ausgezeichnetes Zertifikat von ihrem letzten Arbeitgeber. Aber nach ihrem Werdegang zu Urteilen, konnte man leicht auf falsche Schlüsse kommen. Nach dem Abschluss hatte sie drei Arbeitgeber in zwei Jahren, aber wie sollte sie sich dafür rechtfertigen können, wenn sie noch nicht einmal eine Einladung zu einem Gespräch bekam.

Dabei hatte sie so viele Ambitionen, sie spezialisierte sich auf Sportverletzungen und Rehabilitation. In ihre Ausbildung konnte sie schon erste Erfolge durch eigene Ideen und spezialisierte Therapiepläne verbuchen. Sie war talentierte und zudem machte ihr der Beruf auch noch Spaß. Ihr Ziel war eine eigene Praxis um mit Sportlern zusammen zu arbeiten.

Doch je näher Jacob seinen Zielen kam, desto mehr rückten ihre in den Hintergrund. Sie war inzwischen in einem Alter, wo man über Heirat nachdachte und auch über das Kinder kriegen. In knapp zwei Jahren war sie immerhin schon dreißig Jahre alt und die Zeit verrinn wie Sand in ihren Händen.

Sie kippte noch einen großen Schwall in ihr Glas und scrollte wieder durchs Netz, sie suchte, was hier in der Nähe war. Ein Cafe und Bäcker um die Ecke, ein großes Einkaufszentrum ein paar Minuten zu Fuß, ein kleiner Park, ein Sportstudio, ja sogar ein Kino und ein Schwimmbad lag nicht weit von hier. Diese Gegend war nicht schlecht und doch lag sie nicht in der Innenstadt.

Nach einem prüfenden Blick stellte sie fest, das es bereits sieben Uhr war. Schon jetzt hatte sie Langeweile, doch der Anblick der vielen Kartons und unaufgebauten Schränken ließ sie schwer aufatmen. Darauf hatte Nicole nun wirklich keine Lust. Zu ihrer Ernüchterung war der Fernseher noch nicht geliefert worden, aber selbst wenn, bezweifelte sie, die richtigen Kabel in diesem Chaos zu finden.

Was sie nun brauchte war Ablenkung, so öffnete sie ihr Lieblingsspiel, legte das Tablette auf ihren Schoß, das Mauspad neben ihr auf die Couch und schaute dem Balken beim laden zu.

Zu Anfang hatte sie sich über dieses Spiel, "Nardoum" geärgert, die Auswahl der weiblichen Spielfiguren waren zwar enorm. Mann konnte alles, von Kopf bis Fuß anpassen, sogar Schmuck, Strähnchen im Haar, Piercings und vieles mehr. Dennoch waren die Kleidungsstile für ihre Magierin eher sexistisch und rein gar nicht praktisch. Aber mit der Zeit gefiel es ihr immer mehr.

Nie würde sie im echten Leben so viel Haut zeigen, nie so gewagt Outfits tragen. Nicht weil sie sich schämte, vielmehr weil Jacob daran ständig was auszusetzen hatte.

Hier konnte sie so sein, wie sie wollte und so wurde sie hier zu Nero. Ihr Charakter war stark und konnte dunkle Magie zaubern, sie spielte ihn schon ungefähr ein Jahr und war, nach ihrem Ermessen, eine gute Spielerin. Sie blieb immer fair und gerecht, was ihr manchmal zum Verhängnis wurde.

Kaum eingeloggt, schon verlor sie sich in der animierten, bunten Welt, die so wild, wie ihre Bewohner war. Was sie daran so faszinierte war die schier unendliche Vielfalt der Landschaft, auch die Kämpfe zwischen Kreaturen und anderen Spielern war aufregend und faszinierend.

Schon knapp zwei Stunden spielte sie dieses endlos scheinende Spiel. Sie entdeckte eine verborgene Höhle und wollte sich die Schatztruhe krallen, die sie sich nur zurecht erkämpft hatte. Nicht nur besiegte sie im Alleingang diese bösartige Kreaturen, es galt auch die Rätsel des tödlichen, unterirdischen Labyrinths zu überstehen.

Doch mit einem Mal war sie, wie in einer durchsichtigen Blase gefangen. Eine kleine Uhr lief ab, sie war in eine Falle getreten und wie versteinert, bis die Zeit auf Null lief. Nicole fluchte, als sie sah das ein anderer Spieler sich an ihrer Truhe zu schaffen machte.

Spieler konnten sich nur in bestimmten Arealen bekämpfen, sogenannten Arenas. Doch gab es allerlei Fallen, die sie auslegen konnten, um Gegenspieler zu lähmen, zu schwächen oder sogar zu töten, wenn man nicht den passenden Gegenpruch oder Mittel hatte.

Nero war gefangen und sie konnte nur dabei zuschauen, wie ihr Schatz vor ihren Augen leer geräumt wurde. Nicole ärgerte sich das sie von einem Krieger ausgeraubt wurde und das obwohl dieser gerade Mal Stufe Fünf war. Eine kleine Nachricht leuchtete an sie gerichtet in der linken Ecke auf.

~Stormfighter: habt Dank holde Maid~

Die Spielfigur verbeugte sich und verschwand, so wie sie gekommen war. Dieser Stormfighter hatte sich mit der Falschen angelegt, er stand noch ganz am Anfang und war zu voreilig, zu dreist.

Nicole schrieb eine persönliche Nachricht zurück.

~Nero: bleib stehen du Dieb, gib mir meine Sachen zurück, sonst wirst du es bereuen.

Zwanzig Sekunden noch, Nicole konnte nichts anderes tun, als abzuwarten und nahm einen kräftigen Schluck ihres Weins.

Das einzigste was Stormfighter ihr jedoch schickte, war ein kleinen Teufel.

Die Zeit lief ab und sie bahnte sich ihren Weg zum Ausgang. Sie wusste, das solch eine Höhle immer eine versteckte Abkürzung besaß. Nach kurzem suchen fand sie diese und schlüpfte hindurch. Allerdings hätte sie diese nicht gebraucht, denn der Dieb steckte in einer Art Schlamm fest. Diese Falle plazierte sie nur für den Fall, denn man konnte ja nie Wissen. So stand sie nun daneben und konnte zusehen, wie seine Lebenspunkte auf Null schlichen. Sie ließ Nero winken.

~Nero: das hättest du kommen sehen müssen~

~Stormfighter: steh da nicht so rum, hilf mir~

~Nero: zuerst meine Truhe~

~Stormfighter: niemals~

~Nero: na dann Bye Bye, du weißt ja was passiert, wenn du getötet wirst. Das heißt Neuanfang~

~Stormfighter: warte warte...~

Ein Brief kam angeflogen, die Truhe war darin verschickt worden~

~Nero: geht doch~

Doch statt ihm zu helfen, machte sich Nero davon.

~Stormfighter: warum?...

~du lässt einen sterbenden Krieger zurück, was für eine Frau würde nur so etwas tun~

~oh schöne Maid, komm zurück zu mir~

Nicole musste Lachen, seine Art war amüsant.

~Nero: wohl eher ein Dieb, du bist kein ehrenvoller Krieger, nur ein Betrüger~

~Stormfighter: ich geb es zu.... ich konnte nur nicht alleine diese Wesen besiegen, sie waren zu stark, also hab ich mich auf die Lauer gelegt~

~ es tut mir Leid ..~

~Nero: ein Fehler~

Nero war schon um die Ecke verschwunden, doch statt weiter zu laufen drehte sie sich doch um und stand wieder vor ihm. Seine Lebenspunkte waren bei Zehn angelangt, so klickte sie auf den blubbernden Kreis und deaktivierte ihre Falle. Es zerfiel in dich, als wäre es nie dagewesen.

Ein Türklicken ließ Nicole aufhorchen, Jacob war wieder Zuhause.

~Nero: auf nimmer wieder sehen~

Sie schrieb noch schnell diese kurzen Zeilen, teleportierte sich in die nächste Stadt und speichert, dann klappte sie den Laptop zu.

"Du bist weit gekommen", Jacob grinste amüsiert.

Nicole hob entschuldigend die Arme und zeigte auf ihr Glas, "auch eins?"

Doch zu ihrem Leidwesen schüttelte er den Kopf. 

"Ich muss noch ein paar Akten durchgehen, aber ich beeil mich. Versprochen", mit diesen Worten war er auch schon in seinem Büro verschwunden.

Nicole trank in Ruhe ihren Wein aus, spülte alles ab und machte sich bettfertig. Es war schon elf Uhr, doch Jacob würde wahrscheinlich noch eine Weile beschäftigt sein. So kroch sie ins Bett, doch war zu müde um noch einmal in ihrem Lieblingsbuch zu blättern. So zog sie die Decke hinauf und schlief friedlich ein.

Doch nicht für Lange, sie wachte aus ihrem schlummrigen Zustand auf, als Jacob sie schon von hinten nahm. Er fickte sie, so wie er es immer tat. Er kroch zu ihr ins Bett, streifte ihr die Hose runter und rammte seinen, bereits steinharten Schwanz in sie.

Ihm gefiel dieses Gefühl, wenn sie tief schlief und gar nicht wusste wie ihr geschah. Dann, das sie immer feuchter wurde obwohl sie noch nicht wirklich bei Sinnen war. Besonders erregte es ihn, wenn sie getrunken hatte, so konnte er dieses Gefühl länger genießen.

Nicole wurde durch sein ächzen wach, er stöhnte ihr ins Ohr und hielt sie fest umschlungen.

"Jacob", flüsterte sie, noch schlaftrunken, doch Jacob war schon kurz davor.

Lust begann in ihrem Unterleib aufzuflackern, ein angenehmes Gefühl dehnte sich in ihr aus. Er packte sie an den Hüften und drückte sie so fest er nur konnte an ihn, um nur noch tiefer in sie eindringen zu können. Kurz bevor er kam, nahm er seinen pochenden Schwanz aus ihr und entlud sich mit einem tiefen Stöhnen auf ihren Po. Er liebte es auf ihr abzuspritzen und so sank er zufrieden und erlöst in die weichen Kissen.

Nicole hingegen war nun wach, doch wusste das eine zweite Runde keine Option ware. Schon so oft versuchte sie ihn erneut zum Stehen zu bringen, doch meist schlief er davor oder sogar während dessen ein. So gab sie Jacob einen liebevollen Kuss auf den Mund und machte sich Richtung Bad auf.

Sie seufzte, als sie das Sperma von ihrem Po wischte und ging aufs Klo. Schon viel zu oft nahm er sie so und ließ sie unbefriedigt zurück. Es gab schon lange kein Vorspiel mehr und schon Recht keinen Orgasmus.

Dafür musste sie schon selber sorgen. Die ersten Male war sie noch so aufgeregt, als sie sich ins Bad schlich und sich selbst berührte. Inzwischen war es Routine. So holte sie einen kleinen Dildo hervor, der etwas größer war, als Jacob, aber dennoch alles andere als riesig.

Sie hatte sich nie beschwert, wenn man jemanden liebte, so machte man doch oft abstriche. Aber dennoch vermisste sie das Gefühl, das er sich ein wenig mehr Mühe gäbe und sie nicht immer nur nachts beglücken wollte.

So schob sie sich, den rosa farbenen Dildo, in Form einer kleinen Raupe, in ihre leicht geschwollene Spalte. Sie bückte sich nach vorne und verlor sich in diesem Gefühl. Ihren Helfer schon die zunächst sanft in sich, nach und nach wurde sie schneller und rammte es sich schließlich härter in ihr bereits triefendes Loch. Sie biss sich auf die Lippen um die Lustrufe zu erdrücken. Ihre andere Hand wanderte zu ihrer Klitoris, mit schnellen Bewegungen ihrer Finge gab es ihr den Rest. Sie zuckte und zitterte, krümmte sich dabei und ließ den Orgasmus sie brauschen, so leise wie sie nur konnte.

Nach einiger Zeit säuberte sie sich und den kleinen Dildo, packte ihn wieder ganz weit nach unten in ihr Kulturbeutel. Jacob wusste nichts von ihrem kleinen Freund und er sollte es auch nie herausfinden, sie wollte ihn nicht kränken.

Sie wusste, dass das falsch war. Ein Mann sollte doch ausreichen, ihr Mann sollte doch ausreichen. Doch immer und immer wieder, schlich sie sich ins Bad und brachte sich selbst zum Höhepunkt. Danach fühlte sie sich schlecht und schämte sich ein wenig. Sie war sogar einmal kurz davor ihn in der Tonne zu versenken, doch sie stellte sich den Sex dann ohne diese süße Raupe vor und packte ihn dann doch wieder an seinen sicheren Platz.

Zufrieden schlüpfte sie unter die Decke und kuschelte sich ein. Jacob lag immer noch nackt neben ihr und schnarchte vor sich hin. Ihre Hand streckte sich zu ihm aus, doch ergriff sie nur die Decke um seine Lendengegend zuzudecken, sie wollte diesen kleinen, schlaffen Penis heute nicht mehr zu Gesicht bekommen. So drehte sie sich auf die andere Seite und schlief allmählich ein.

Uns so vergingen die Tage, der Alltag trat ein. Jacob ging beschäftigt seiner Arbeit nach, doch die erhoffte Vorstellung ,das er nun mehr Zuhause wäre, trat nicht ein. Es blieb genauso wie es war. Sie dachte, sie würden nun viel näher an seiner Arbeitsstelle wohnen, doch dies war nicht ganz der Fall. Der Weg war immer noch lang und Jacob behielt seine Zweitwohnung, so wie er sagte, nur zur Sicherheit.

Die Wohnung verwandelte sich, Schränke standen nach und nach an ihrem Platz, welche Nicole zum größten Teil selbst aufbaute. Die Kartons waren alle verschwunden, Deko machte das Bild des Heimes gemütlicher. Man konnte es inzwischen ein Zuhause nennen, nur das eine große Zimmer blieb leer. Sie hatten noch nicht besprochen, was daraus werden solle.

Nicole erkundete die neue Gegend um ihrer Wohnung herum und stellte fest, das es ihr hier gut gefiel. Die Nachbarschaft war ruhig und die Leute nett. Viele Geschäfte waren zu Fuß zu erreichen, welches auch nötig war, da sie kein Auto, geschweige denn einen Führerschein besaß. In der Großstadt hatte sie dies nie gebraucht, aber nun stellte sie sich immer öfter die Frage, ob es nicht an der Zeit war, darüber nachzudenken.

Im großen und ganzen war sie glücklich, nur eins machte ihr immer Mal wieder zu schaffen. Sie fand keinen Job, niemand hatte interesse daran sie einzustellen. Sie hatte sogar ihre Ansprüche heruntergeschraubt und war bereit eine niedrigere Stelle anzunehmen, trotzdem blieben die Vorstellungsgespräche aus.

Dies hatte sich Nicole anders vorgestellt. Jacob versuchte sie zu beruhigen, sagte sie müsse nicht zwingend arbeiten, sein Geld reiche für beide. Doch genau daran lag das Problem, es war sein Geld. Nicole wollte unabhängig bleiben, schon diese Wohnung war ihr Anfangs zu viel, sie hätte sich mit ihrem Gehalt so etwas schönes nie leisten können.

Ihr Entschluss stand nun fest, nachdem sie in der kleinen Stadt, so glaubte sie, alle Möglichkeiten einer Arbeitseinstellung ausgeschöpft hatte. Sie musste außerhalb schauen und hierzu brauchte sie ein Auto. Ja, sie brauchte ein Führerschein.

Genervt klickte sie in ihrem Laptop umher um die dritte Fahrschule durchzugehen. Seit wann war der Führerschein so teuer? Nicole war klar, das sie dies nicht bezahlen konnte, aber Jacob konnte sie nicht danach fragen, ihr rund 5000 Euro zu leihen. Sie schnaufte durch. Dies hieße wohl doch zuerst einmal irgendein Job.

Schlechte Laune breitete sich aus, so zog sie sich wieder in ihrer Spielwelt zurück. Zu ihrer Überraschung war Stormfighter online, so früh am morgen? Aber sie selbst war ja auch dort.

Er hatte sie, nachdem sie ihn aus der Falle entlassen hatte, eine Freundschaftsanfrage geschickt. Dies verunsicherte Nicole, noch nie hatte sie in diesem Spiel mehr als nur für ein oder zwei Quest ein paar Verbündete, die danach wieder ihren Weg gingen. Sie war Einzelgänger, ein Einzelspieler.

Lange überlegte sie die Anfrage anzunehmen, doch drückte auf ablehnen. Seitdem schickte er ihr jeden Tag persönliche Nachrichten, wenn sie online war, dies amüsierte sie zuerst doch blieb sie stur und drückte immer wieder erneut auf ablehnen, wenn er es erneut versuchte.

Heute war er wieder da, aber Nicole wunderte sich, wieso sie das sah? Wieso stand da ein Freund online. Sie klickte in der oberen Leiste auf das Symbol und erschauderte. Hatte sie das letzte Mal ausversehen auf annehmen gedrückt?

~Stormfighter: Hallo Freund~

Schnell klappte sieh den Laptop zu, ihr Herz raste. Nervös ging sie durch ihre Wohnung, es ging ihr nur eins durch den Kopf. Sie hatte geschworen alleine zu spielen, sie hatte Jacob versprochen keinen Kontakt zu anderen Spielern aufzubauen. Aber wollte sie das auch?

Wieso wusste sie auch nicht, was ihn daran störte. Es wäre ja nicht so, das sie gleich nebenan wohnen oder das alles gutaussehende Männer waren.

Nein, es gab tausende von Spielern. Womöglich wäre Stormfighter ein Mädchen oder ein alter Mann, oder ein Kind. Wer wusste das schon.

Langsam ging sie wieder auf ihren zugeklappten Bildschirm und öffnete es.

Dann begann Nicole zu antworten, ihrem ersten virtuellen Freund.