The Mystery of Birth

Summary

In einer Welt voller Magie und Gefahr kämpft Melinda Ryan um das Leben derer, die sie liebt. Die Malfoy-Familie eröffnet eine erbarmungslose Jagd auf sie und ihre Freunde, und Melinda gerät in einen Strudel aus Schmerz, Verrat und verzweifelten Entscheidungen. Der Weg wird mit jedem Schritt gefährlicher, Freund und Feind sind kaum noch zu unterscheiden. Eine dunkle Bedrohung wächst – mächtiger, als sie je ahnte – und droht alles zu zerstören. Doch um zu überleben, muss Melinda sich ihren tiefsten Ängsten stellen. Melinda ist 16, eine kluge, unauffällige Ravenclaw-Schülerin in Hogwarts, mit treuen Freunden und einer Schwester, die einst ihre engste Vertraute war. In den Ferien lebt sie bei ihrer strengen Tante und ihrem Onkel – als „braves Muggle-Mädchen“. Hogwarts ist ihr Zufluchtsort, voller Freiheit und Abenteuer. Doch sie kehrt jeden Sommer zurück – wegen ihrer besten Freundin Megan, ihrer zweiten Hälfte, und Peter, ihrem besten Freund, in den sie heimlich verliebt ist. Was Melinda nicht weiß: Dieser Sommer verändert alles. Geheimnisse werden gelüftet, Loyalitäten auf die Probe gestellt – und eine Entscheidung steht bevor, die ihr Leben für immer verändert.

Status
Ongoing
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
16+

Prolog



Freitag, 21. Juli 1995 – Bayswater, London

Die Nachmittagssonne warf warme Streifen auf den Teppichboden, während ich den letzten Satz in mein Tagebuch schrieb. Dann legte ich die Feder beiseite und ließ meinen Blick zur anderen Seite des Bettes wandern. Dort lag mein Handy – klobig, mit einer ausgeleierten Gummitastatur und einem winzigen, monochromen Bildschirm. Ein ziemlicher Klotz, aber besser als nichts. Langsam drückte ich eine Taste, und das Display flackerte auf. Die SMS war noch da.

Peter (13:24):Also, heute Abend um 22 Uhr?

Ich (13:26):Klar. Ich freu mich drauf.

Peter (13:27):Perfekt. Bis später, Melly!

Melly. Jedes Mal, wenn er mich so nannte, bekam ich dieses Kribbeln im Bauch. Ich biss mir auf die Lippe, während ich das Handy zur Seite legte. Ich wollte mich freuen – sollte mich freuen. Aber irgendwas nagte an mir. Seufzend ließ ich mich zurück aufs Bett fallen. Draußen hörte ich, wie Geschirr klapperte. Tante Nora musste von ihrer Nachtschicht zurück sein. Das bedeutete, sie war müde – und wenn sie müde war, war sie reizbar.

Zum Glück war Onkel Liam noch nicht da. Wenigstens ein paar Stunden Ruhe. Gerade, als ich wieder nach meinem Tagebuch greifen wollte, klopfte es an der Tür. Mein Herz machte einen Sprung. Hastig klappte ich das Tagebuch zu, rutschte zum Bettrand und schob es in die Schublade unter meinem Bett. „Melinda?” Anna. Natürlich. Bevor ich antworten konnte, flog die Tür bereits auf. Sie kam einfach rein. „Was?” fragte ich scharf.

Da stand sie – mit verschränkten Armen und diesem überheblichen Ausdruck auf dem Gesicht, der mich sofort auf die Palme brachte. „Verabredest du dich mit Peter?” fragte sie gespielt unschuldig, wobei ihr Blick auf mein Handy fiel. Ich zuckte zusammen, als es genau in diesem Moment vibrierte.

Peter (14:05):Freu mich echt auf später, Melly.😊

Hitze schoss mir ins Gesicht, während ich das Handy hastig umdrehte. Doch Annas spöttisches Lächeln verriet mir, dass sie es bereits gesehen hatte. „Oh Merlin! Hast du ihm immer noch nicht gesagt, was du für ihn empfindest? Ich kann eh nicht verstehen, warum ausgerechnet der es sein musste. Dieses Schla...” Ich keuchte erschrocken. „Anna!?“, stieß ich laut entsetzt aus.

„Wir haben uns doch darauf geeinigt, dass es Muggel sind, wir benutzen dieses Wort nicht! Wir sind doch nicht so wie diese reinblütigen, hochnäsigen Schnösel!” „Ja, aber es stimmt doch.“, ritt Anna darauf herum. Ich sah sie fassungslos an. Ein ganz kurzes spöttisches lächeln entwich Anna. Sie schnaubte. „Du rennst ihm doch eh schon seit Jahren hinterher. Und jetzt? Endlich ein Date? Oder sitzt du wieder nur da und hoffst, dass er irgendwann mal merkt, dass du in ihn verknallt bist? Wie kam es dazu?” Mein Magen zog sich zusammen, doch ich ließ mir nichts anmerken. „Was ist dein verdammtes Problem, Anna?”

„Mein Problem?” Sie lachte spöttisch. „Mein Problem ist, dass du dich wie ein verliebtes Schulmädchen aufführst, während du dich ständig darüber beschwerst, wie sehr dich alle hier einengen.” Meine Finger krallten sich in die Bettdecke. „Tante Nora und Onkel Liam sind nicht meine Eltern, verdammt! Ich muss mich nicht für alles rechtfertigen.”

Anna zog eine Augenbraue hoch. „Nein, aber sie haben das Sagen. Und wenn sie mich fragen sollten, wo du hingehst, werde ich sicher nicht für dich lügen.” Ich sprang auf. „Typisch für dich! Kaum erlangst du an einer Sache keinen Vorteil, verhältst du dich unmöglich!”

Verfluchte Slytherin!Sie musterte mich noch einen Moment, dann schüttelte sie den Kopf. „Weißt du was? Mach, was du willst. Ist ja nicht so, als würdest du je auf jemanden hören.” Damit schlug sie die Tür zu. Ich starrte auf das Holz, meine Wangen heiß vor Wut.Warum musste sie sich immer einmischen? Anna. Warum war sie nur immer so ein Dreckstück, wenn es um mich ging?Noch sieben Stunden. Ich atmete tief durch. Noch genug Zeit, um mich fertig zu machen.Aber warum hatte ich dieses verdammte, nagende Gefühl im Bauch?Ich atmete tief durch. Noch genug Zeit, um mich fertig zu machen. Aber warum hatte ich dieses verdammte, nagende Gefühl im Bauch? Dieses Gefühl, das sich nicht abstellen ließ, egal, wie sehr ich es versuchte. Die Worte meiner Schwester hallten in meinem Kopf nach:Du bist ein verliebtes Schulmädchen. Sie hatte Recht, aber das war nicht der Punkt. Der Punkt war, dass sie immer alles versauen musste. Immer.

Ich griff nach meinem Handy und starrte die Nachricht von Peter an. Die Worte hatten sich in meinem Kopf eingebrannt.Freu mich echt auf später, Melly.Ich konnte das Kribbeln nicht abstellen, aber es fühlte sich gleichzeitig auch seltsam leer an.Hatte sie mich wirklich so verunsichert?Ich zwang mich, den Bildschirm zu sperren und das Handy auf den Tisch zu legen. Noch immer klopfte mein Herz schneller, als es sollte.