Omega V: Zukunftsvisionen by Conny J. Gross & Malaike Lucas at Inkitt
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Omega V: Zukunftsvisionen

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Summary

Die Invasion ist nun kein Geheimnis mehr und die Welt stellt sich auf das Kommende ein. Vampirkönig Ivo Leaffall hat Shay seinen alten Titel als König zurückgegeben und die beide mit noch einigen anderen gehen, eine Allianz ein, die sich tatkräftig für die Verteidigung der Erde einsetzt. Währenddessen erhält Nolwenn Visionen, die ihr zeigen, dass das gesamte Sonnensystem durch die Invaders dem Untergang geweiht ist. Nicht nur der unaufhaltsame Untergang wird ihr gezeigt, sondern auch, wie die Erdenbewohner dagegen ankämpfen können.

Status
Complete
Chapters
40
Rating
5.0 4 reviews
Age Rating
16+

~ Die Invasion ist kein Geheimnis mehr ~

Arc 8: Vorbereitung


Das Wissen, was passieren könnte, wenn sie Phelan Talfon noch weiter hinterherlaufen, reichte aus, um auch den Letzten zu verjagen. Der Hype der letzten Monate um ihn versiegte und die Normalität kehrte in die Welt und auch bei Lan ein.

Er wurde nicht mehr neugierig oder neidisch angeblickt, sondern viele sahen in ihm wirklich nur den Erstklässler und der Direktor wagte es, die anfänglich, wegen Lan aufgestellte Regelungen zu lockern. Somit wurde es auch gestattet, ohne viel Aufhebens in die Stadt zu gehen oder das freie Wochenende daheim zu genießen. Allerdings blieb das Verbot der Informationsweitergabe von Kadett Talfon nach wie vor bestehen. Wie bei den anderen Kadetten auch.

Die vertraglich an die Akademie gebunden Geschäfte eröffneten wieder und die Bars, Kneipen und Gaststätten verlängerten ihre Öffnungszeiten. Allerdings blieb diese Freiheit nicht lange bestehen, denn der König wollte der Bevölkerung und der ganzen Welt mitteilen, was ihnen bevorstand. Es war ja auch schon so, dass einige Städte eine leichte Veränderung spürten. In unbebauten und unbewohnten Gebieten wurden Gebäude errichtet, die nicht wie Wohnungen oder Firmen aussahen und auch Container wurden aufgestellt, deren Zweck unerklärt war. Allerdings war dessen betreten verboten und Schilder von militärischer Natur, zierten die Sicherheitszäune. Noch dazu war es nicht nur ein Verbotsschild, das mit Strafverfolgung geahndet wurde, sondern mit dem Tod.

Natürlich gab es immer wieder welche, die es darauf ankommen ließen und darin eine Mutprobe sahen. Ganz besonders unter den Kindern. Da wurde ein Auge zugedrückt, aber war das Kind bereits über 16. Nun da konnte man sagen, es hatte die Arschkarte gezogen. Zwangsrekrutierung hieß es dann, egal, ob der halbe Erwachsene Fähigkeiten besaß oder nicht. Sicherlich stieß es bei der Bevölkerung Galle auf, so plötzlich mit einer Zwangsrekrutierung bestraft zu werden. Sonst wurde mit Sozialstunden oder wenn das Kind total gegen die Gesetze verstoßen hatte mit Jugendstrafanstalt geahndet. Nun das galt nicht nur für die unter 18-Jährigen. Auch kriminelle und bekannte Straftäter wurden zwangsrekrutiert, allerdings kamen sie in ein Gefängnis, was extra dafür umgebaut wurde. Dadurch wurde auch viel gemunkelt und Gerüchte kamen in den Umlauf, wie Krieg mit einem Nachbarland.

~ Ω Ω Ω ~

Lan war nach dem Sparring mit der V-Klasse total fix und fertig. Die Kadetten hatten bemerkt, dass er kein Schwächling war, und forderten ihm immer wieder gerne heraus und Shay, stand daneben und schmunzelte nur. Komischerweise verhielt es sich bei Gary und den anderen genauso und sie liefen mit schleppenden Schritten zurück ins Wohnheim.

»Bin ich froh, dass ich nach dem SV keine Vampire mehr sehen muss. Jetzt noch die Alten ... ne das schaffe ich nicht!«, jammerte er.

»Hab nur ich das Gefühl, oder wählen die vermehrt uns aus?«, fragte Lan und rieb sich den Bauch, weil er einen Kick, den er nicht mehr ausweichen konnte, bekommen hatte. Gary lachte auf.

»Nene du ... es hat zwar den Anschein, dass sie uns vermehrt aussuchen, aber betrachte mal das Gesamtbild. Die V-Klasse ist genauso stark, wenn nicht sogar stärker als die Fünftklässler ... die sind stärker, denn Kalaid oder ein anderer hatte es bis jetzt noch nicht geschafft, einen von denen zu besiegen. Außer du, du hast einen in den Arsch getreten.«

»Das war auch nur purer Zufall!«, sagte Lan und Gary nickte.

»Aber sie nehmen jeden so hart ran. Nehmen wir mal Lavendel ...«, nahm Gary sie als Beispiel und schon hatte Lan das Gefühl, ihren Schmerz zu spüren.

»Ja du hast recht ... und wenn ich nicht wüsste, für was das alles ist, wäre ich wohl schon lange ausgetreten ... so eine Qual!«

»Tzz ... wem sagst du das?«

»Meine Güte, was habe ich für Waschlappen als Schüler. Na wenn das so ist, muss ich wohl, das frühmorgendliche Training etwas straffer gestalten ...«, sagte Shay, der hinter ihnen ging und schon bekamen die beiden auf unerklärlicher weiße am ganzen Körper Gänsehaut.

»Hast du was gehört?«, fragte Gary und blinzelte nach hinten.

»Nee, nicht wirklich ...«, gab Lan zur Antwort, aber Shay blieb kurz stehen und blickte auf sein Handy. Danach wanderte sein Blick zum nächtlichen Himmel und atmete tief ein.

»Das Statement wurde an allen Sendern übermittelt ... jetzt ist es so weit und die Ruhe vor dem Sturm ist vorbei ...« Lan spürte kurzzeitig die wechselnden Emotionen von seinem Gefährten und blieb ebenfalls stehen.

»Ist alles in Ordnung?«, fragte er und Shay nickte mit ernstem Gesicht. »Oh ... also ist es so weit?« Wieder nickte Shay. Gary war ebenfalls stehen geblieben und wie Shay zuvor blickte er zum Himmel.

»Ich wünschte, das wäre alles nur ein Traum und morgen wache ich auf und bin immer noch auf der Mittelschule ...« Dies passierte nicht nur bei den dreien, jeder der es mitbekommen hatte, verfiel in seinen eigenen Gedanken. Der Countdown des Beginns der Invasion wurde offiziell eingeläutet. Laut Nasa war es in eineinhalb bis zwei Jahren so weit. Die Zeit rannte.

~ Ω Ω Ω ~

Im Radio, im Fernsehen und übers Internet, wurde diese Nachricht, sofort verbreitet und wie es immer so war, wurden Experten, Wissenschaftler, Ufo-Forscher und natürlich auch prähistorische Anhänger der außerirdischen Besucher mit einbezogen und viele mehr, die was zu sagen hatten, oder einfach nur ins Fernsehen wollten.

Auch wurde dies zum größten Gesprächsthema von den Zweit- und Drittklässlern, die bis dato davon nichts gewusst hatten. Einzig und allein die Erst-, Viert-, und Fünftklässler schwiegen über dieses Thema, oder einige davon und ließen bei den Zweit- und Drittklässler eine dunkle Ahnung aufkeimen.

So ging ein Drittklässler zum Tisch der Fünftklässler, die sich ungewöhnlich ›normal‹ verhielten.

»Hey Kalaid, was sagst du dazu?«, fragte Linus der Drittklässler und Kalaid blickte zu ihm hoch.

»Zu was?«, fragte er zurück und Linus glaubte, sich verhört zu haben.

»Na zu dem ganzen Außerirdischen-Kram, zu was denn sonst!«

»Nun nichts! Was will ich dazu sagen?«, gab Kalaid zurück.

»Na du bist doch ein König und laut Statement gehörst du zu dieser Allianz, die gegründet worden ist und somit hast du davon schon gewusst und warum hast du nie was gesagt?«

»Ach das meinst du!! ... und wie du schon richtig geschlussfolgert hast, bin ich ein König und somit habe ich das schon vorher gewusst und warum ich nichts gesagt habe, liegt doch auf der Hand! Du brauchst nur die Nachrichten zu verfolgen und das nun aufkommende Chaos dir anschauen, was sie bringen, was irgendwelche Idioten veranstalten. Dies und mehr, galt, so gut, wie es ging, Einhalt zu gebieten. Das hat viel Vorbereitung und Zeit in Anspruch genommen. Deshalb. Ach und ich gebe euch einen guten Rat ...«, sagte er und hielt Linus sein Handy vor die Nase. Da lief ein Stream, wie Demonstranten gegen diese Invasion liefen. »Das hier bringt nichts, oder glaubst du, die Invaders ziehen sich zurück, nur weil ein paar Idioten gegen die Invasion demonstrieren?«, fragte er und startete ein anderes Video. Da wurde gegen die Zwangsrekrutierung demonstriert. »Das hilft auch nichts, denn die Invaders sind uns Kräfte- und zahlenmäßig weit überlegen. Lachhaft.«

»Wie kannst du nur so drauf sein? Bedeuten dir Menschenleben nichts!«, zischte nun Linus und Kalaid stand abrupt auf.

»Was soll das heißen, mir bedeuten Menschenleben nichts!? Meinst du, ich habe die Invaders hergerufen und die ganzen Maßnahmen die jetzt in Kraft treten gerne aufgestellt? Überlege mal scharf nach! Die ganzen Maßnahmen, Zwangsrekrutierung und alles, wurde aufgestellt, damit wir unseren Planeten verteidigen können!«

»Das ist doch Schwachsinn und der ganze Außerirdische-Kram ebenfalls! Wenn es so wäre, würde es schon längst bekannt sein.«

»Schwachsinn? Jetzt hör mal genau zu. Ich selbst habe davon erst vor ein paar Wochen gehört und bemerkt, dass wir vor einer Invasion stehen, wurde es von der Nasa erst vor nicht einmal einem halben Jahr. Überlege mal scharf nach, wie ich mich gefühlt habe, als ich es erfahren habe? Meinst du echt, ich erteile gerne Gesetze, die in vielen Augen als menschenunwürdig erscheinen? Meinst du, ich will ihnen gerne die ›Entscheidungsfreiheit‹ nehmen? Glaubst du das allen Ernstes, dass ich gerne die Zwangsrekrutierung in meinem Land angeordnet habe, oder die Herrscher und Präsidenten in einem anderen Land? Von niemandem anderem höre ich so negative Stimmen, als von euch Drittklässler. Was ist in eurem Jahrgang nur schiefgelaufen? Ihr braucht euch nur anzusehen und das sieht jeder Blinde, dass ihr kein Team seid. Das bei euch kein Zusammenhalt besteht, obwohl es jeden Tag euch vorgelebt wird. Auch nimmt ihr kein Blatt vorm Mund, und beleidigt ständig eure schwächeren Klassenkameraden und ihr sieht es einfach nicht ein, ihnen unter die Arme zu greifen. Ihnen zu helfen oder einfach ihre Schwächen in Stärke umzuwandeln. Und außerdem und das verstehe ich absolut nicht, seid ihr die einzigen, die in den letzten Wochen ständig versucht habt, irgendetwas gegen Lan zu unternehmen, und daran komplett gescheitert seid. Wie idiotisch kann man nur sein und das man das Offensichtliche nicht sieht. Das könnt ihr nicht, weil ihr, der Meinung seid, ›Ich bin der große Macho, mir kann keiner was, und die anderen sind nur Maden, die es zu zertreten gilt‹. Darum wurden auch schon fünf aus eurer Klasse aus der Akademie geschmissen und darum ist auch ein komplettes Königreich in weniger als einer Woche zugrunde gegangen. Komischerweise weiß das jeder hier, nur ihr scheint es nicht zu begreifen und versucht es immer wieder. Ich sage es mit aller Deutlichkeit, wer jetzt von der Akademie fliegt, wird woanders in seinem Heimatland oder Ort zwangsrekrutiert. Also überlegt es euch zweimal, ob ihr noch weiter die Befehle missachtet. Die Invasion steht vor der Tür und wir müssen unser möglichst Beste tun, um uns dagegen zu wehren! Und dazu gehört, dass Menschen, magische Wesen, Frauen sowie Männer, die das 16. Lebensjahr erreicht haben, zu den Waffen greifen. Es gibt kein du oder ich, kein Königreich, Staat oder Land mehr, es gibt nur noch wir! Denn wir sind es, die unseren Planeten schützen müssen! Wir! Denn wir wohnen und leben auf diesen Planeten ...«, redetet Kalaid sich in Fahrt und erntete von Kendrick, Eckwin und von einigen Professoren und Kadetten Beifall.

»Hmm ... nun kann ich erkennen, warum Shay ihn mit auserwählt hat. Er ist der geborene Anführer!«, murmelte Kendrick und Eckwin nickte.

»Japp ... und ehrlich, mir wirds jedes Mal Angst und Bange, wenn er mit seiner Intuition richtig liegt!«

Linus starrte Kalaid unwirsch an. Eigentlich wollt er was erwidern, aber der Beifall hinderte ihn daran. Auch wenn Kalaid es ihm deutlich vor Augen geführt hatte, so wollte er es dennoch nicht glauben. »Außerirdische ... was für ein Mist. Das ist nur eine verdammte Ausrede, damit der Vampirkönig sich den ganzen Planeten unter den Nagel reißen kann!«, dachte er und wandte sich von Kalaid ab.

»Eckwin behalte ihn im Auge ... ich stelle Nachforschungen über ihn an!«, sagte Kendrick.

»Das Gleiche habe ich soeben auch gedacht. Er ist ein Vorzeigeschild von einem Kadetten. Fleißig, lernt schnell, hat gute Noten, aber es fehlt ihm an Menschlichkeit und denkt nur an seine eigenen Vorzüge!«

»Schon und so wie Kalaid es öffentlich ausgesprochen hat, weiß auch die Akademie davon, dass er nicht gerade teamfähig ist und regelmäßig die Regeln missachtet, warum ist er dann noch auf der AMN?«, fragte Kendrick.

»Tja warum wohl? Er wäre schon längst geflogen, aber wie du weißt, brauchen wir jeden Mann und ein Kadett oder Absolvent von der AMN wird von jeher besser angesehen!«, antwortete Eckwin.

»Verstehe ... andere Zeiten, andere Regeln!«

»Nun nicht ganz ... diese Regel wurde nur etwas gelockert.«

»Tzz ... das solltet ihr noch einmal überdenken. Einen Arsch an der Spitze können wir uns nicht leisten!«

»Tja ... vielleicht wird er eines Besseren belehrt!«, sagte Eckwin, der gerade Linus beobachtete.

»Dann soll er sich schnell belehren lassen, sonst sieht er sich nicht als ›AMN-Absolvent der gehobenen Klasse‹, sondern als kleiner Fußsoldat wieder!«, sagte Kendrick leicht sarkastisch und ging aus der Mensa. Er war nur durch Zufall dort, aber es war nicht umsonst. So konnte er einige Kadetten beobachten, etwas besser kennenlernen, wie Kalaid und sich ein Bild von der Gesamtsituation machen.

»Hmm ... es ist wie überall auf der Welt, wie seit Jahrhunderten ... die Stärkeren trampeln alles nieder, was schwächer ist ... eben das Gesetz des Stärkeren ... der dritte Jahrgang, den muss ich unter die Lupe nehmen ...«, dachte Kendrick.

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Good Writing

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Compelling Plot

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