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Realität

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Summary

„Realität“ – Eine düstere Reise in den Wahnsinn Dezember 2004. Vier Freunde brechen auf in die verschneite Einsamkeit eines abgelegenen Bergwaldes – aus Langeweile, aus jugendlicher Abenteuerlust, vielleicht auch, um ein letztes Mal dem Alltag zu entkommen. Doch was als harmloser Trip beginnt, verwandelt sich bald in einen Albtraum. Etwas lauert im Wald. Etwas, das nicht menschlich ist. Die Grenzen zwischen Freundschaft und Misstrauen, Halluzination und Realität beginnen zu verschwimmen. Und einer nach dem anderen verschwindet. Ein beklemmender psychologischer Horror über die Abgründe der menschlichen Seele, verdrängte Wahrheiten – und ein Wesen, das nur eines kennt: Hunger.

Genre
Horror
Author
R.S.
Status
Complete
Chapters
5
Rating
n/a
Age Rating
16+

Der erste Tag

Es war der 8. Dezember 2004. Der Tag war wunderschön, einzelne Wolken zeichneten sich an einem scheinbar unendlichen Firmament ab. Vögel durchbrachen die unendlichen Weiten des Horizonts und verschwanden irgendwann aus dem Blickfeld. Und ich … ich lag in meinem Bett, starrte aus dem Fenster und stellte mir dabei grübelnd die Frage: Was sollte ich bloß tun?

Dass diese Frage der Beginn der größten Tragödie meines Lebens sein würde, konnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen …

Ich lag also in meinem Bett und träumte vor mich hin, während ich aus dem Fenster das Leben beobachtete, das sich draußen nur so tummelte … bis mir eine Idee kam: Anstatt vor mich hin zu vegetieren, könnte ich doch meine Freunde anrufen und wir machen etwas gemeinsam – das wär’s doch!

Schnell stand ich also auf, nahm den Hörer in die Hand und rief meine Freunde an. Der Erste, den ich anrief, war Paul. Er wohnte nur ein paar Straßen weiter und war für jeden Spaß zu haben. Zudem kannten wir uns schon seit dem Kindergarten – sogar unsere Eltern waren miteinander befreundet.

Telefon klingelt

Jemand nimmt den Hörer ab

„Hallo? Hallo, Paul?“

„Ja, ja – was gibt’s?“

„Hey Paul, ähm … ich wollte dich fragen, ob du rüberkommen willst. Dann planen wir etwas zusammen. Ich rufe auch die anderen an.“

„Hm … ja, okay. Wieso nicht. Wir sehen uns in 15 Minuten, okay?“

„Okay, bis dann.“

Ich legte den Hörer wieder hin

Hmh … seltsam. Irgendwie hörte sich Paul anders an – eher nachdenklich, zögernd, wenn man es genau betrachtet. Als würde etwas mit ihm nicht stimmen … so kannte ich ihn gar nicht.

Doch die Überlegung wurde durch ein Klingeln unterbrochen, das von der Haustür ausging.

Ich ging die Treppe hinunter, trat zur Tür und öffnete sie. Plötzlich stand Maria vor mir.

„Maria … was machst du hier?“

„Paul hat mir gesagt, dass wir etwas unternehmen, und dass ich zu dir gehen soll.“

„Warte … Paul? Wann hat er dir gesagt, dass du zu mir kommen sollst?“

„Hmh … ich weiß nicht genau, so ungefähr vor …“

Plötzlich fuhr Paul vor dem Haus vor, hupte und rief: „Na, Freunde! Was machen wir?“

Maria drehte sich ruckartig um. Sie wirkte etwas verlegen, wie es schien. Und Paul … er hatte dieses erzwungene Lächeln auf den Lippen. So kannte ich ihn nicht. Er stieg aus seinem Kombi – den er von seinem Vater geliehen hatte – knallte die Tür zu und kam zu uns herüber.

„Hey Paul, du bist aber schneller da als gedacht. Ich habe mich gerade mit Maria unterhalten – sie meinte, du hättest ihr bereits Bescheid gesagt?“

„Ja … und ach … wenn schon, was spielt das für eine Rolle?“

„Ja, ich dachte halt …“

„Ach, ist doch auch egal. Wir sind hier, um etwas zu machen – oder nicht?“

Dabei setzte er einen ernsten Gesichtsausdruck auf.

„Hmh … okay, dann kommt rein, ihr beiden. Ich muss sowieso noch Sonny anrufen.“

„Mach das, mach das“, sagte Paul und ging selbstsicher an mir vorbei. Selbst Maria sah ihm verdutzt nach. So kannten wir Paul einfach nicht – was war bloß aus dem schüchternen Jungen geworden?

Ich rief Sonny an – er traf innerhalb der nächsten zehn Minuten ebenfalls ein. Wir setzten uns alle in mein Wohnzimmer. Meine Eltern waren sowieso nicht da, ich glaube, sie waren gemeinsam verreist oder so – wie so oft. Wir grübelten, was wir machen sollten – uns war schließlich allen langweilig … Es wurden ein paar Ideen genannt, die aber einigen von uns überhaupt nicht zusagten.

Plötzlich sagte Paul, dass er eine Idee habe. Wir alle starrten ihn an und warteten gespannt, was er als Nächstes sagen würde … Seine Worte waren ruhig und kamen nur langsam aus ihm heraus.

„Na, mach schon“, sagte Sonny.

„Na gut … wie wäre es, wenn wir in den Wald fahren? Oben auf dem Mount Creek gibt es eine alte hölzerne Jagdhütte – und ich weiß rein zufällig, dass in dieser Hütte in diesen Monaten niemand sein wird“, fuhr Paul fort.

„Eine Jagdhütte? In diesen kalten Monaten? Oben auf einem scheiß verlassenen Berg?“, fragte Maria mit großem Entsetzen.

„Ja, jetzt hab dich nicht so, Maria – du jammerst ja eh bei allem rum“, erwiderte Paul.

„Leute, Leute … beruhigt euch“, fügte Sonny hinzu und sagte anschließend: „Ich finde, dass Paul gar nicht so unrecht hat. Immerhin ist uns langweilig, und eine bessere Idee als seine haben wir aktuell nicht.“

Maria stupste mich leicht mit ihrem rechten Fuß an und fragte mich leise: „Was hältst du davon?“

Sonny und Paul hatten es ebenfalls gehört und wurden plötzlich still, während sie ihre Augen auf mich richteten.

„Ich, ähm … puh … also ich finde, dass Pauls Idee gar nicht so schlecht klingt.“

Maria schaute mich daraufhin ziemlich enttäuscht an – als hätte sie etwas anderes von mir erwartet, eine andere Antwort … Aber dennoch ließ ich mich nicht beirren und fuhr fort: „Ich meine, wie oft machen wir schon etwas gemeinsam in der Natur?“

Ehe Maria einwenden konnte, fügte ich hinzu: „Ich meine, richtig in der Natur …“

Daraufhin entspannte sich Marias Gesichtsausdruck, und sie lehnte sich wieder zurück – so, als würde sie nun nachgeben.

Wir drei sahen sie an, und sie bemerkte die fordernden Blicke von uns. Schließlich knickte sie ein.

„Na gut … fahren wir halt auf diesen scheiß Berg …“, sagte sie genervt.

Paul fing an zu jubeln, und Sonny zeigte ein schelmisches Lächeln, dem er sich heimlich und still erfreute.

„Bevor ihr euch aber zu früh freut … wenn mir da oben irgendetwas passieren sollte, reiß ich euch eure Schwänze ab, ihr Penner“, sagte Maria drohend.

Paul und Sonny schauten Maria mit aufgerissenen Augen an, ihre Mimik erstarrte förmlich. Sie lehnten sich zurück und waren plötzlich ganz still.

Nach etwa fünf Minuten Ruhe stand ich schließlich als Erster auf und sagte: „Kommt, lasst uns unsere Sachen packen. Jeder geht jetzt zu sich nach Hause, und in 30 Minuten treffen wir uns genau vor meinem Haus – dann fahren wir mit dem Kombi von Pauls Vater hoch.“

„Och man, wieso ausgerechnet mit dem von meinem Vater?“, gab Paul in jammerndem Ton von sich.

Doch Maria entgegnete scharf: „Jetzt heul hier mal nicht so rum. Du willst, dass wir auf diesen Berg gehen – also fahren wir auch mit dem Auto deines Vaters. Und wenn es dabei kaputtgeht, ist das halt so!“, knurrte sie.

Paul wurde wieder still. Sonny stand wortlos auf und ging als Erster hinaus. Ihm folgte Maria, die Paul noch einen genervten Blick zuwarf, ehe sie über die Türschwelle trat.

Jetzt waren nur noch Paul und ich da. Er schaute mich fragend an, ich zuckte nur mit den Schultern und stand auf, um nach oben zu gehen und meine Sachen zu packen.

Nach etwa 28 Minuten ging ich wieder nach unten. Paul saß noch immer unbewegt auf der Couch.

„Hast du nicht deine Sachen gepackt?“, fragte ich ihn.

Er starrte mich ganz nüchtern an und sagte: „Doch, ich habe sie gepackt.“

Ich schaute ihn verdutzt an. Es war seltsam, irgendwie unheimlich … Er saß da und starrte Löcher in die Luft. Ehe ich noch etwas zu ihm sagen konnte, platzte Maria herein und rief: „Na los! Worauf warten wir jetzt noch? Sonny und ich stehen die ganze Zeit draußen und warten auf euch …“

Paul stand auf, ging dicht an mir vorbei und warf mir noch einen kalten, leeren Blick zu, bevor er hinter dem Türrahmen verschwand. Als ich meine Tasche nahm und ebenfalls hinausging, sah ich ihn wieder lachen – er war wie ausgewechselt. Sonny bemerkte meinen fragenden, teils erschütterten Blick, stellte sich vor mich und sagte: „Ey, das wird schön! Und wenn nicht – ich hab Gras dabei. Du verstehst mich, oder? Haha.“

Plötzlich blinzelte ich, richtete meinen Blick auf Sonny, lächelte schnell und instinktiv und antwortete: „Aber ja, natürlich … Rauch aber nicht alles alleine weg, wenn wir oben sind.“

„Haha, wir beide verstehen uns, mein Bruder …“, fügte Sonny hinzu, während er mir auf die rechte Schulter klopfte.

Wir luden unsere Taschen ein und fuhren die Straße entlang – Richtung Wald...

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Good Writing

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

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Strong Dialog

author

Nun gut, fing jetzt nicht ganz so an wie erwartet, aber werde weiter lesen, da jeder eine faire Chance verdient, und gucken was da noch kommt, und was es mit dem komischen verhalten auf sich hat?! Neugier ist definitiv geweckt!!

4 months
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eine Anmerkung habe ich dennoch, es wäre schön vorher etwas über den Protagonist der die Story erzählt zu erfahren. Ob er ♀️oder ♂️ ist, alter usw Hintergrund Info halt!

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