Summer Babes: Mean Girls stay stronger

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Summary

BAND 1 | LAUFEND »Die Bitch machen wir fertig!« Als Ava mit ihren Freundinnen Chloé und Kiani im Sommerhaus ihrer Eltern ankommt, traut sie ihren Augen nicht. Anstatt des entspannten Sommerurlaubes muss sie sich mit einer Horde Rugby-Spieler herumschlagen die das Haus nicht nur angemietet sondern auch verwüstet haben. Hinzu kommt noch, dass Avas Ex-Freund ebenfalls an der Küste Urlaub macht. Wird sie es schaffen, ihm zu widerstehen, oder wird sie sich erneut auf ihn einlassen und dabei Gefahr laufen, ein weiteres Mal von ihm verletzt zu werden?

Status
Ongoing
Chapters
15
Rating
n/a
Age Rating
16+

Chapter 1 Ava

»Wo bleibt sie nur?«, murrte ich genervt.

»Du weißt doch wie Kiani ist ... Sie braucht ewig für ihre wilde Lockenmähne.« Meine beste Freundin Chloé grinste. Dabei verfing sich mit dem aufkommenden Wind eine Walnussbraune Haarsträhne in ihren Wimpern.

»Warte, du hast da was.« Vorsichtig strich ich sie hinter ihr Ohr. »So, das dürfte passen.«

»Gott, Ava«, sie verdrehte spielerisch die Augen, »du und dein innerer Monk. Das solltest du dringend mal abschalten.«

»Das kann ich nicht und das weißt du auch.« Es ging mir gewaltig gegen den Strich, wenn etwas nicht nach Plan verlief. Und eine lose Haarsträhne, die nicht wie gewohnt saß, gehörte ebenfalls dazu.

»Zumindest während des Urlaubes. Versprich mir, dass du nicht wieder durchdrehen wirst, nur, weil etwas nicht nach Plan verläuft, ja?«

Bevor ich antworten konnte, stürmte auch schon Kiani auf den Wagen zu und schloss Chloé in eine Feste Umarmung. »Oh mein Gott, Ladys!«, kreischte sie voller Vorfreude. »Wir fahren in einem Cabrio?!«

»Sieht ... ganz so aus.« Sie ging um den Wagen herum und hauchte mir einen flüchtigen Kuss auf die Wange, ehe sie über die geschlossene Wagentür auf die Rückbank sprang. »Es gibt auch ... Türen. Und die lassen sich öffnen.«

Doch Kiani ignorierte meine Worte und stützte stattdessen ihre Füße an Chloé Rückenlehne ab.

»Hey, Vorsicht mit dem Leder!«, fauchte ich. »Daddy hat den Wagen erst letzte Woche neu beziehen lassen! Wenn er auch nur einen Fleck findet, der sich nicht wieder herauswaschen lässt, wird er mich eigenhändig umbringen!«

»Reg dich ab, du Stinkstiefel!«, feuerte Kiani zurück, während sie sich die Chucks von den Füßen streifte. »Das ist so cool! Ich fühle mich wie Britney in I'm not a Girl! Jetzt müssen nur noch ein paar süße Jungs mit ihren Surfboards am Strand herumspringen und alles ist perfekt.«

Schnaubend startete ich den Motor. »Schnallt euch bitte an. Ich habe keine Lust, von der Polizei aufgehalten zu werden.«

Sobald ich das Wort »Polizei« ausgesprochen hatte, bereute ich es auch schon wieder. Denn genau dieses Wort war der Grund, weshalb meine partywütigen Freundinnen »Policeman« von Ava Simons anstimmten. Ein Insider, weil sie sozusagen meine Namensvetterin war und ich dazu neigte, in gewissen Situationen zur Spielverderberin zu werden.

»Ich meine es todernst! Wer sich nicht anschnallt, bleibt hier!«

Kiani hob kapitulierend ihre Hände und sagte: »Schon gut, du Moralapostel! Ich schnalle mich ja schon an.«

»Nicht, das Ava noch einen Kollaps bekommt, weil ihr Kopf vor Wut hochrot anläuft«, scherzte Chloé.

»Ha-ha!« Ich setzte den Blinker und fuhr nach einem kurzen Schulterblick auf die Straße. »Ihr seid wirklich wahnsinnig witzig.«



Nach zwei Stunden Fahrt und zwei

Taylor Swift

-Alben später, hielten wir an einer Tankstelle an, damit Chloé auf die Toilette gehen und Kiana ein paar Snacks besorgen konnte. Natürlich dachte ich nicht einmal daran, diesen ganzen industriellen Zucker in mich hineinzustopfen, schließlich war mein Körper ein Tempel und keine Müllhalde.

»Hu-hu, Ava!« Mir fiel die Kinnlade herunter, als Kiani plötzlich mit zwei vollen Tüten aus der Tankstelle herausmarschierte. »Hilf mir mal, ansonsten reißt die ...«, noch bevor sie ihren Satz vollenden konnte, lagen auch schon lose Bierdosen auf dem Asphaltboden verteilt und rollten in sämtliche Richtungen.

»Verdammt, Kia!« Ich fluchte selten, aber Kiani hatte ein Talent dazu, mich zur Weißglut zu bringen. »Wieso hast du keinen Stoffbeutel gekauft?«

»Weil das drei Dollar extra gekotet hätte!«, moserte sie. »Das sind fast zwei Dosen Bier!«

»Ernsthaft? Du misst den Wert eines Stoffbeutels in Bier-Einheiten?«

»Na, und?« Kiani kicherte und versuchte mit ihrem Fuß so viele Bierdosen wie möglich zum Stehen zu bringen und einzusammeln. »Besser als in Broteinheiten.«

»Das ergibt keinen Sinn.« Mein innerer Monk tobt gerade. »Broteinheiten sind Maße für den Kohlenhydratgehalt in Lebensmitteln. Bier-Einheiten ersetzen in diesem Fall den Wert von Geld.«

Anstatt etwas darauf zu sagen äfft sie mich nach und verdreht die Augen.

»Hey, Süße«, ertönte plötzlich eine männliche Stimme in unserer unmittelbaren Nähe. »Du hast da was verloren.«

Ein schmieriger Kerl mit Basecap reichte Kiani eine der Bierdosen. Als er ihr zu allem Übel noch ein Lächeln schenkte, fiel mir auf, dass ihm die obere Zahnreihe fehlte.

Ich verzog angewidert das Gesicht und hoffte wirklich inständig, dass Kiani sich auf kein Gespräch mit diesem Typen einlassen würde. Denn andernfalls würde ich einschreiten müssen.

Verdammt, wo bleibt Chloé nur?

»Hier bin ich, Schatz!«, sagte sie aus heiterem Himmel, bevor sie ihren Arm um Kianis Taille schlang und ihr einen Kuss auf die Wange hauchte.

Gott sei Dank!

»Oh, danke, dass Sie so nett waren, uns beim Einsammeln zu helfen«, sagt Chloé und nimmt Loser-Zahnreihe-Basecap die Dose aus der Hand.

»Die Kleine ist deine Freundin?«, hakte er misstrauisch nach.

»Jepp, und das schon ziemlich lange.« Chloé war die Schlagfertigste von uns. Was ich an ihr bewunderte, war, dass sie es stets schaffte, einen kühlen Kopf zu bewahren. »Tja, dann ... wir müssen los. War nett Sie kennengelernt zu haben.«

Das war mein Stichwort. Ohne zu zögern warf ich die vom Boden aufgesammelte Ware auf den Rücksitz, stieg ein und schnallte mich an. Glücklicherweise taten die anderen beiden es mir gleich.

Ich startete den Motor und fuhr los. Für eine Weile lang schwiegen wir uns an, bis Kiani mit einem zögerlichen »Das war irgendwie strange« das große Schweigen brach.

»Habt ihr seine Zahnlücke gesehen?«, kicherte Chloé. »Die war größer als der Grand Canyon!«

»Du bist so fies!«, entgegnete Kiani. »Vielleicht ist er Eishockeyspieler und hat deshalb keine Zähne.«

»Oder er ist einfach ein ranziger Typ, der sich seit Monaten weder geduscht noch die Zähne geputzt hat.«

»Jepp, das wird es sein«, bestätigte Chloé. »Und dann hat er eine fiese Parodontose bekommen, woraufhin ihm alle Zähne ausgefallen sind.«

Wir lachten und ich drückte aufs Gas, um endlich in Crystal Bay anzukommen. Ich war hundemüde von dem ganzen Gesinge und Gegacker, dass ich mir gerade nichts sehnlicher wünschte, als eine Runde im Pool schwimmen zu gehen und ein paar Margaritas zu schlürfen.