Harry Potter: Die verschollene Magie Hogwarts

Summary

Auf ihrer Familie liegt seit Jahren, ein tödliches & dunkles Schicksal. Nun liegt es an Valerie, herauszufinden, wie sie dieses ins gute wenden kann, um den frühen tod zu entkommen

Genre
Fantasy
Author
Rey
Status
Complete
Chapters
206
Rating
n/a
Age Rating
13+

Kapitel 1: Wie alles begann

Für jeden anderen wäre es wohl ein gewöhnlicher Tag in Hogwarts gewesen – Unterricht, Lärm in der großen Halle, der Geruch von Pergament und Zaubertränken in der Luft. Doch für mich war es kein Tag wie jeder andere. Es war der Anfang von allem.


Wenn man mal davon absah, dass ich mein ganzes Leben in Hogwarts verbracht hatte – was für die meisten mehr als seltsam geklungen hätte – stand für mich nun etwas bevor, das alles veränderte: Heute sollte ich nicht länger nur im Schatten der großen Zauberer existieren. Heute würde ich selbst Teil dieser Welt werden. Die Welt der Magie nahm mich nun ganz offiziell auf – gemeinsam mit einer neuen Generation junger Hexen und Zauberer.


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London, 1. April 1980


Regen prasselte gegen die Fensterscheiben des St. Mungo Hospitals, während draußen der graue Himmel kaum noch Licht durchließ. Es war ein Tag wie gemacht für düstere Vorzeichen – und tatsächlich sollte dieser Tag mein Schicksal besiegeln.


Meine Mutter, Prue Ramirez, lag mit schmerzverzerrtem Gesicht in einem Bett der Geburtsstation. Sie wusste, was mit meiner Geburt einherging. Sie hatte es immer gewusst. Schon als Kind war ihr erzählt worden, dass unsere Familie verflucht sei – dass jedes neue Leben ein Opfer forderte. Sie hatte gehofft, sie könnte das Schicksal überlisten. Dass Liebe stärker sei als jeder Fluch. Dass sie mich großziehen könnte.


Aber das Schicksal kannte kein Erbarmen.


Auch mein Vater wusste, worauf er sich eingelassen hatte, als er mit meiner Mutter zusammenkam. Und doch floh er, kaum dass sie schwanger war – mit der feigen Ausrede, er sei noch nicht bereit für eine Familie. Damit zerbrach nicht nur das Herz meiner Mutter, sondern auch jede Hoffnung auf ein anderes Ende.


Sie war nicht die Erste in unserer Blutlinie, die so endete – und vermutlich auch nicht die Letzte.


Die Menschen munkelten von einem dunklen Fluch, der auf unserer Familie lastete. Ein uralter Schatten, dessen Ursprung niemand kannte. Manche sagten, es sei kein Zufall. Andere behaupteten, er sei durch einen Verrat entstanden. Aber niemand wusste Genaueres – nur, dass er da war. Und dass er tötete.


Kurz vor ihrem Tod bat meine Mutter einen alten Freund – Rubeus Hagrid – sich um mich zu kümmern. Ich war noch nicht einmal eine Stunde alt, als sie starb. Um Punkt zwölf Uhr mittags kam ich zur Welt. Minuten später war ich Waise.


Hagrid, der große, gutmütige Halbriese, nahm mich an sich. In jener stillen, regennassen Nacht trug er mich – ein Neugeborenes – in seinen mächtigen Armen hinaus aus dem Krankenhaus, hinein in mein neues Zuhause: Hogwarts. Während London schlief, begann mein neues Leben zwischen den uralten Mauern der berühmtesten Schule für Hexerei und Zauberei.


Für Hagrid war ich kein gewöhnliches Kind. Aber vielleicht war genau das der Grund, warum er mich so liebevoll großzog. Er hatte sich schon um Drachen, Hippogreife und sogar einen dreiköpfige Riesenhund gekümmert – was war da schon ein Mädchen mit einem Schicksal, das finsterer war als jede verbotene Magie?


Ich wuchs heran – wild, neugierig und ein wenig chaotisch. Ich war nie das brave Mädchen, das sich leise in eine Ecke setzte. Ich stellte Fragen, stellte Dinge auf den Kopf – und ja, ich spielte Streiche. Viele. Nicht immer gingen sie gut aus, und meistens bekam ich Ärger – besonders, wenn Professor Snape das Ziel meiner Eskapaden war. Aber ich lebte. Und das war mehr, als meiner Mutter vergönnt gewesen war.


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Heute war es also so weit. Mein offizieller erster Schultag in Hogwarts. Und obwohl ich jeden Korridor kannte, jede Abkürzung, jede wackelige Treppenstufe, hatte ich noch nie so viel Nervosität in mir gespürt. Heute sollte ich nicht mehr nur beobachten. Heute sollte ich selbst Magie lernen. Zaubertränke brauen, Flüche wirken – vielleicht sogar jene, die so mächtig und gefährlich waren, dass sie verboten worden waren.


Aber am meisten fieberte ich der Einteilung in die Häuser entgegen.


Mir war klar, dass ich in jedes der vier Häuser passen könnte – mutig wie ein Gryffindor, klug wie ein Ravenclaw, loyal wie ein Hufflepuff. Doch in meinem Herzen schlug eine andere Sehnsucht: Slytherin. Nicht, weil ich böse war – sondern weil ich die Herausforderung liebte. Ich wollte mit den Schlauen, den Listigen, den Unangepassten sein.


Natürlich hatte ich keine Angst vor dem Sprechenden Hut. Ich hatte eher Angst davor, dass er mir Dinge sagen könnte, die ich noch nicht über mich wusste. Denn wenn Hogwarts mich eines gelehrt hatte, dann das: In jedem von uns stecken dunkle und helle Seiten – es kommt nur darauf an, welchen wir folgen.


Und so stand ich dort – in der Großen Halle, zwischen hundert anderen Schülern, das Herz klopfend, die Augen auf das zerfledderte Stück sprechenden Stoffs gerichtet, das gleich über mein Schicksal entscheiden sollte.


Ich war bereit.

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