Different Worlds

Summary

Riverdale. Auf den ersten Blick wirkt die Stadt wie eine dieser typischen Kleinstädte, irgendwo im Nirgendwo. Ruhig. Überschaubar. Fast schon langweilig. Aber wer länger hinsieht, erkennt schnell: Hinter der Fassade brodelt es. Mysterien. Serienkiller. Drogen. Gangs. Und mehr Leichen als in jedem True-Crime-Podcast. Und mitten in diesem Chaos? Ich. Ein ganz normales Mädchen von der Northside – verliebt in einen Jungen von der Southside.

Status
Complete
Chapters
15
Rating
n/a
Age Rating
13+

Kapitel 1

Wieder einmal ein ganz normaler Tag an der Riverdale High.

Zumindest wirkt es auf den ersten Blick so.

Langweilig. Routiniert. Fast schon öde.

Und trotzdem – irgendetwas liegt in der Luft.

Ich kann es nicht erklären, aber ich spüre, dass sich heute etwas ändern wird.

Ob zum Guten oder Schlechten? Keine Ahnung. Aber das Gefühl ist da. Hartnäckig.

Zum Glück ist gerade Pause. Das heißt: für einen Moment keine Lehrer, keine Gedanken an Hausaufgaben, und keine Sorgen darum, was der Tag noch mit sich bringt.

Obwohl ich jetzt schon drei Monate in Riverdale lebe, fühlt sich alles noch immer fremd an.

Selbst in der Schule komme ich mir manchmal vor wie die Neue – dabei habe ich schon am ersten Tag Anschluss gefunden.

Meine Freunde fragen mich oft, ob ich Frankreich nicht vermisse.

Und jedes Mal antworte ich: Nein.

Das stimmt – irgendwie. Zumindest jetzt.

In der ersten Woche habe ich Paris schrecklich vermisst.

Aber je länger ich hier bin, desto mehr verblasst das alte Leben.

Ich bin zweisprachig aufgewachsen, deshalb war es nie schwer für mich, mich sprachlich anzupassen. Der Umzug war trotzdem ein Schock.

Ich habe mich lange dagegen gewehrt.

Wollte nicht weg. Nicht alles zurücklassen.

Aber als meine Mutter starb – einen Monat bevor mein Vater sich entschied, zurück in seine Heimat zu ziehen – wusste ich, dass es nicht nur um mich ging.

Jede Erinnerung an sie schien für ihn ein Stich ins Herz zu sein. Also sagte ich Ja.

Jetzt bin ich hier.

Und ich bereue es nicht.

Riverdale ist... anders.

Fremd, ja – manchmal immer noch.

Aber gleichzeitig fühlt es sich an wie genau der Ort, nach dem ich all die Jahre gesucht habe.

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich das Gefühl, angekommen zu sein.