Der Teufel trägt mein Gesicht
Kapitel 1 "Der Teufel trägt mein Gesicht"
Ich habe nie behauptet, ein guter Mensch zu sein. Ich bin der Typ, dem du nachts lieber nicht begegnest – es sei denn, du willst dich verlieren. Im Rausch. In meinen Händen. Zwischen Laken, aus denen du nicht mehr aufstehen willst. Oder im kalten Griff meines Messers, wenn du auf der falschen Liste stehst.
Die meisten sehen nur den Clubbesitzer. Den dunklen König eines glühenden Tempels voller Lichter, Körper, Schweiß und Verlangen.
The Inferno – mein Reich. Tanzen, trinken, ficken. Mehr braucht die Welt nicht, um zu vergessen. Aber hinter der Bühne, hinter der Musik, da bin ich ein anderer. Mein zweites Leben beginnt, wenn die letzte Flasche geleert ist und die letzte Frau ihren Namen stöhnt. Dann wird aus dem Stripclubbesitzer der Mann, den man ruft, wenn jemand verschwinden soll. Für immer.
Lloyd kennt den Club. Nicht das andere. Und das ist gut so.
Er lehnt gerade am Tresen, lässig wie immer, seine grünen Augen beobachten alles. Blonde Haare zerzaust, Lippen von einer Frau geschwollen, deren Namen er wahrscheinlich schon vergessen hat.
„Taith“, sagt er, als ich an ihm vorbeigehe, „du siehst aus, als hättest du wieder nicht geschlafen.“ „Hab ich nicht“, antworte ich und schenke ihm ein halbes Grinsen.
Weil es die Wahrheit ist. Und weil ich letzte Nacht jemandem das Leben genommen habe.
Inferno – 02:13 Uhr nachts
Der Bass wummert wie ein Herz, das kurz vorm Zerreißen ist. Mein Club lebt. Er atmet. Er schreit nach mehr – mehr Haut, mehr Ekstase, mehr Vergessen. Und ich beobachte. Von meinem Platz auf der Galerie über dem Dancefloor habe ich alles im Blick. Der Raum pulsiert in Rot und Schwarz. Die Stange in der Mitte ist glitschig vom Schweiß, die Tänzerin daran – Cassandra – windet sich wie eine Sünde in Bewegung. Ihre Lippen formen meinen Namen, obwohl ich sie nicht hören kann. Sie weiß, dass ich zuschaue. Sie weiß, dass ich ihr Chef bin. Aber sie will auch, dass ich mehr bin. Ich bin es nicht. Nicht für sie. Für niemanden.
„Du glotzt zu viel“, sagt Lloyd, der sich neben mich setzt, zwei Gläser in der Hand. „Könnte als Interesse gewertet werden.“ Ich nehme das Glas, ohne hinzusehen. „Sie wünscht sich, dass ich sie ficke. Ich wünsch mir, dass sie den Mund hält.“ Er lacht leise. „Romantisch wie ein Tritt in die Fresse. Ich liebe dich dafür.“
Ich trinke. Whiskey. Ohne Eis. Scharf, ehrlich. So wie ich ihn mag. So wie ich bin. Die Gedanken an letzte Nacht schieben sich wieder in mein Bewusstsein. Der Auftrag war sauber. Schnell. Eine Kugel zwischen die Augen. Keine Zeugen. Keine Spuren. Aber der Geruch bleibt. Blut hat etwas Eigenes. Wie rostige Münzen und verlorene Zeit.
„Du bist weg mit dem Kopf“, murmelt Lloyd und stützt sich mit den Ellenbogen auf das dunkle Holzgeländer. „Was war’s dieses Mal? Ein Job oder ein Traum?“ Ich zucke die Schultern. Beides, vielleicht. „Tot ist tot“, sage ich. „Das sagst du immer. Aber dein Blick sagt manchmal was anderes.“
Er kennt mich zu gut. Ich weiß nicht, ob das ein Vorteil ist. Oder ein Risiko. Unten tobt das Inferno weiter. Die Menge schreit, tanzt, stöhnt. Ein Ort, wo alle ihre Masken ablegen. Außer ich. Meine sitzt verdammt fest.
„Ich geh runter“, sage ich, stelle das Glas ab, lasse meinen Blick noch einmal durch den Raum gleiten. „Ist eine gute Nacht, oder?“
Lloyd nickt. „Laut. Wild. Chaotisch. Genau dein Stil.“
Ich nicke zurück. Dann gleite ich die Treppe hinunter, mitten in die Hitze, in das Fleisch, in den Dreck.
Ich bin nicht hier, um zu feiern. Ich bin hier, um zu kontrollieren. Und vielleicht… mich ein bisschen selbst zu vergessen.
02:42 Uhr – VIP Lounge
Ich lasse den Lärm hinter mir. Die Tür zum VIP-Bereich schließt sich mit einem satten Klicken, dämpft den Bass, filtert die Welt. Hier herrscht eine andere Art von Stille. Eine, die atmet. Eine, die stöhnt. Der Raum ist in blutrotes Licht getaucht. Schwarze Ledersessel, goldene Vorhänge, ein Hauch von Vanille und Tequila in der Luft. Ein Ort, den ich nur betrete, wenn ich mich daran erinnern will, wie es sich anfühlt, begehrt zu werden. Ohne selbst zu fühlen. Ich bin nicht hier, um zu lieben. Ich bin hier, um zu vergessen.
Zwei meiner Girls gleiten auf mich zu wie Schatten aus Fleisch. Nina. Und Elouise. Beide kaum bekleidet, mehr Haut als Stoff, und jede Bewegung ein Versprechen. „Guten Abend, Boss“, schnurrt Nina und reicht mir ein frisches Glas Whiskey. Elouise folgt ihrem Blick. „Willst du Gesellschaft… oder Ruhe?“ Ich lehne mich zurück, breite die Arme über die Lehne aus. „Ich will trinken. Und sehen, wie ihr euer Geld verdient.“
Sie lächeln. Berechnend, heiß.
Ich ziehe zwei gefaltete Scheine aus der Gesäßtasche, rolle sie locker zwischen den Fingern. Dann gleitet meine Hand in Ninas Spitzenhöschen. „Fürs Lächeln.“ Elouise bekommt ihren Schein langsamer. Ich streiche mit dem Daumen an der Innenseite ihres Oberschenkels entlang, bevor ich das Geld zwischen ihre Hüften schiebe. „Und für die Frage.“ Dann lasse ich sie. Sie kommen näher. Schmiegen sich an mich, als wären sie gemacht dafür. Nina auf meinem Schoß, ihre Oberschenkel wie ein warmes Versprechen um meine Hüften. Elouise streicht mir den Kragen zurecht, ihre Lippen streifen meinen Hals.
Sie sind weich. Sie sind heiß. Aber sie sind nicht nah. Nicht für mich.
Ich nippe am Whiskey. Er brennt wie das erste Feuer der Nacht. Meine Augen gleiten über die Tanzfläche draußen, durch die halbverspiegelte Wand vor mir. Der Club lebt weiter. Laut. Hungrig.
Meine Männer halten die Ordnung. Oder lassen das Chaos zu, wenn ich es will. Ich bin der König hier. Aber ich bin allein. Immer.
„Du bist still“, murmelt Nina und drückt sich fester an mich. Ich antworte nicht.
Was soll ich sagen?
Dass ich letzte Nacht jemanden erschossen habe, der mich mit dem Namen meiner Schwester auf den Lippen angebettelt hat? Dass ich gerade darüber nachdenke, ob mein nächster Auftrag ein Polizist ist, der mir zu nahe kommt? Oder dass ich mir wünsche, für fünf Minuten nicht der Mann zu sein, den jeder fürchtet – sondern einfach nur Taith? Nein. Ich trinke. Ich schweige. Und lasse die Nacht auf mir reiten wie eine willige Geliebte, die ich längst satt habe.
03:01 Uhr – VIP Lounge, verschlossen.
Ich stehe langsam auf, das Glas in der Hand.
Die Mädchen gleiten von meinem Schoß, sehen zu mir auf, als wäre ich der Anfang und das Ende ihrer Welt. Ich gehe zur Wand, greife nach dem schweren Samt. Mit einem Ruck ziehe ich den Vorhang zu. Das Draußen verschwindet. Nur noch wir drei. Nur noch Hitze, Haut, Gier.
„Tanzt“, sage ich rau, leise und mit einem ernsten Blick.
Und das reicht.
Elouise beginnt zuerst. Langsam, geschmeidig, jede Bewegung eine Einladung. Nina folgt. Härter, fordernder. Ihre Hände wandern über ihre Brüste, ihr Blick bleibt an meinem Gesicht hängen.
Ich setze mich auf das kleine Sofa, lehne mich zurück, lasse den Whiskey kreisen, beobachte.
Meine Kehle ist trocken. Mein Körper angespannt. Mein Verstand? Schon längst nicht mehr in diesem Raum. Sie tanzen für mich, weil ich es will. Weil sie wissen, dass ich der bin, der entscheidet, ob sie heute fliegen – oder brennen.
„Komm her“, sage ich zu Nina. Sie kriecht fast zu mir, ihre Knie über das Ledersofa, ihre Lippen auf meiner Haut, ihre Finger an meinem Hals. Ich greife grob in ihr Haar, ziehe sie an mich. „Zu schnell“, murmele ich in ihr Ohr. „Genieß es. Als wär's das letzte Mal.“ Sie keucht leise. Elouise presst sich an meine Seite. Ich spüre ihre Brust an meinem Arm, ihre Lippen auf meiner Wange, während ihre Hand tief rutscht – über meinen Bauch, über den Gürtel, dorthin, wo Kontrolle schmilzt.
Ich packe sie am Kinn, zwinge sie, mir in die Augen zu sehen. „Glaubst du, du darfst mich anfassen, ohne gefragt zu haben?“ Sie schüttelt den Kopf, aber ich sehe das Feuer in ihrem Blick. Sie will, dass ich sie bestrafe. Also tue ich es. Mit einem Griff an ihre Kehle, nicht hart – aber bestimmt.
Dominanz ist keine Show. Sie ist eine Sprache. Und ich spreche sie fließend.
Nina reibt sich an mir wie eine Katze in Ekstase. Elouise keucht, während ich sie an den Schenkel packe, sie gegen das Sofa drücke, ihre Beine öffne. „Zeigt mir, wer die Gierigere ist“, sage ich rau. Sie stöhnen gleichzeitig. Kämpfen um meine Aufmerksamkeit, um meine Hände, um mein Kommando.
Ich bin heiß. Hart. Kalt wie Stahl. Und jeder meiner Atemzüge riecht nach Verlangen.
Meine Finger streifen Haut, zerreißen Stoff. Ich lasse sie wimmern, schreien, beben – unter mir, an mir, für mich.
Ich bin kein Liebhaber. Ich bin ein Tier. Und sie wollen gefressen werden. Ich nehme. Ich fordere. Ich lenke.
Ihre Münder auf meiner Haut, ihre Körper um meinen.
Zwei Feuer, und ich bin das Benzin. Wenn ich komme, zittert der Raum – weil ich es will. Und wenn sie kommen, dann mit meinem Namen auf den Lippen, als wäre ich der Gott, den sie beten müssen, um zu brennen.
Die Welt draußen existiert nicht mehr.
Elouise liegt unter mir, keuchend, schwitzend, die Oberschenkel gespreizt. Ich knie zwischen ihr, ziehe ihren Slip langsam zur Seite – nur, um dann hart mit den Fingern über ihre nasse Spalte zu fahren.
„Schon so feucht?“, murmle ich, mein Blick kühl, kontrolliert. „Du bist schlimmer, als ich dachte.“
Sie stöhnt, hebt die Hüften mir entgegen, will mehr.
Ich gebe ihr weniger – entziehe mich, gerade als sie anfängt zu zittern.
Ihre Augen schießen auf.
„Bitte, Taith…“
Ich presse zwei Finger gegen ihre Lippen. „Ich hab gesagt, du tanzt. Nicht, dass du bettelst.“ Nina hockt hinter mir, reibt sich mit nacktem Körper an meinen Rücken, ihre Zunge an meinem Hals, ihre Hände an meinem Gürtel. Ich drehe den Kopf, packe sie am Kiefer, ziehe ihren Mund auf. „Mach dich nützlich“, knurre ich, als ich aufstehe, zum Sessel schreite und mich nieder lasse.
Sie grinst. Dann sinkt sie vor mir auf die Knie – langsam, wissend – und zieht meinen Gürtel auf. Ihr Blick bleibt an meinen Augen kleben, während sie meine Hose öffnet und meine Härte befreit.
Sie lässt ihre Zunge über die Spitze gleiten. Langsam. Dreckig. Dann nimmt sie mich tief in den Mund. Ich packe sie am Hinterkopf, zwinge sie tiefer. Sie würgt, schluckt, zieht sich zurück – sabbernd, geil, gierig.
„Braves Mädchen“, lobe ich, bevor ich ihren Kopf wieder nach unten drücke. Sie will gewollt werden. Ich will benutzen.
Elouise kommt langsam, drückt sich mir entgegen, ihre Finger zwischen ihre Schenkel, reibt sich selbst, während sie zusieht, wie ihre Kollegin mich mit dem Mund fickt.
Ich sehe es in ihrem Blick – sie will mich in sich. Sie will es hart. Und sie wird es kriegen. Ich reiße das Kondom aus der Hosentasche, reiße die Verpackung auf mit den Zähnen, ziehe es über, halte dabei Blickkontakt zu Elouise.
Dann ziehe ich Nina weg, stelle sie auf die Füße.
„Setz dich auf die Couch“, befehle ich Elouise.
Sie gehorcht sofort, spreizt die Beine. Ihre Muschi glänzt vor Nässe.
Ich drücke mich in sie – hart, gnadenlos. Ihr Schrei wird vom Samt geschluckt. Ich halte sie an den Hüften fest, ramme mich tief in sie, schneller, härter. Ihre Nägel kratzen über meine Brust, ihre Lippen schreien meinen Namen. Ich schweige. Ich fokussiere. Wie ein Messer in heißer Butter. Ich ficke sie, als gehöre sie mir – und für diesen Moment tut sie es.
Nina klettert über die Rückenlehne, führt meine freie Hand an ihre nasse Spalte. Sofort dringe ich hart mit zwei Fingern in sie ein, packe heftig zu – sie schreit auf, reißt den Kopf zurück. „Du bist so ein dreckiges Tier“, keucht sie. „Sag das nochmal“, knurre ich. „Du fickst wie ein Besessener… wie der Teufel, Taith—ahh!“
Ich ziehe mich aus Elouise zurück, drehe sie auf den Bauch, reiße sie an der Hüfte nach oben. Sie zittert, ist aber bereit – sogar dankbar. Ich stoße erneut in sie. Härter. Tiefer. Meine Hand packt ihr Haar, zieht ihren Kopf nach hinten. Sie schreit, kommt – erbebend, zitternd, vibrierend unter mir. Ich lasse sie los, ziehe Nina mit auf den Sessel. Grob. Als wäre sie meine.
Nina reitet mein Bein, stöhnt, reibt ihre feuchte Scham an meinem Oberschenkel. Ich ziehe sie näher zu mir, lasse meine Finger in sie gleiten – tief, rhythmisch.
Ihre Schreie und Elouises nach Stöhnen vermischen sich zu einer Symphonie aus Lust, Hitze und Wahnsinn. Ich spüre meinen Höhepunkt kommen, wie ein Sturm hinter der Stirn. Ich ziehe Nina auf mein hartes Stück, hart. Tief. Gierig. Willig. Sie klammert sich an meine Schultern, beißt in meinen Hals, während ich tief in ihr komme – zuckend, keuchend, brennend.
Ich bleibe still. Nur mein Atem. Nur ihr Zucken. Nur Schweiß. Nur Fleisch. Nur Nacht.
Dann schiebe ich sie von mir runter, ziehe mir langsam die Hose hoch. „Sauber machen“, befehle ich leise, während sie keuchend zu Boden sinkt.
Sie lächeln erschöpft, geil, zufrieden.
Ich trinke den letzten Schluck Whiskey. Ziehe den Vorhang wieder auf. Und draußen tanzt das Inferno weiter.