Sommerherz

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Summary

Wenn sich eine Sklavin mitten im Winter in Sommerträume verliert, kann sie ihren Herrn schon mal in den Wahnsinn treiben. Und dann landet sie im Keller, weil er will, dass sie wieder zur Vernunft kommt. Ob es funktioniert?

Status
Complete
Chapters
4
Rating
5.0 2 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1

„Hier bleibst du jetzt, bis du wieder zu Verstand gekommen bist!“, hatte er – mein Herrchen – vorhin gesagt, als er mich einfach hier unten im Weinkeller geparkt hatte. Wie viel Zeit ist seitdem vergangen? Keine Ahnung – gefühlt sind es auf jeden Fall etliche Stunden.

So hocke ich nun hier in der Ecke, an eines der Weinregale gelehnt – in einer ziemlich unbequemen Stellung, welche mir von den Hanfseilen aufgezwungen worden ist. Er hat auf besonders fiese Weise die Handgelenke mit den Knöcheln verbunden, sodass ich tatsächlich gezwungen bin, in außerordentlich krummer Haltung auf dem Boden zu kauern.

Wieder zu Verstand kommen?

Ich bin bei völlig klarem Verstand, möchte ich behaupten. Ich bin nur anderer Meinung gewesen, als er – das ist das ganze Dilemma an der Sache. Ich, meine Sturheit und meine verdammte besserwisserische Art – so nennt ER das.

Jetzt sitze ich also hier, um mich herum nichts als diese eingestaubten Kostbarkeiten, die er hütet wie seine Augäpfel.

Oh – und diese eklige Spinne, keine zwei Meter von mir entfernt.

Ahnungsvoll hängt mein Blick an dem achtbeinigen Ungetüm. Also, wenn das Vieh auch nur die geringsten Anstalten macht, um auch nur einen einzigen Millimeter in meine Richtung zu krabbeln – dann werde ich ihm in einem megamäßig gekonnten, hysterischen Anfall das ganze Haus zusammen schreien!

Stellt sich nur die Frage, ob er das überhaupt hören würde. Mein Blick schweift düster in die Runde. Bei meinem derzeitigen Glück würde das alte Gewölbe dieses Kellers sicher jeden Ton einfach schlucken!

Aber wenigstens ist es hier unten schön kühl. Herrlich fühlt sich das an im Sommer.

Sommer … damit hatte die Auseinandersetzung erst angefangen.

Ich lasse meine Gedanken einfach laufen. Lasse sie wandern, wo immer sie hinwollen. Und sie wollen alle hinaus in den Sommer. Sie lechzen nach der Sonne …

Mit einem leisen Seufzer verdränge ich die unbequeme Fesselung, den harten Boden unter mir – und das Spinnenvieh in der Ecke aus meinen Gedanken - und denke an den Sommer.

Sonne.

Hitze.

Strahlend blauer Himmel.

38° im Schatten und ein eisgekühlter Drink in der Hand. Bevorzugt eine Pina Colada, natürlich. Ein Sonnenschirm über mir und vor mir das einladende Glitzern des Pools. Beheizt, logisch – schließlich gehöre ich zu der Fraktion der Warmduscher. Und dazu stehe ich aber auch.

Ich nichts an, als nur die nackte Haut. Nahtlos gebräunt, natürlich – wenn schon, denn schon.

Sommer.

Das bedeutet Freiheit und Lebenslust. Lebensfreude und Wohlfühlen.

Ich bin und war immer schon ein Sonnenmensch. Kaum zu glauben, bei diesem hellen Schneewittchenteint. Aber so ist es tatsächlich …

Sommer – das bedeutet aber auch jede Menge spannender Erlebnisse. Outdoor.