Schicksalhafte Schatten - Man sieht sich immer zweimal im Leben

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Summary

Liane wurde seit der Trennung ihres letzten Freundes zum Workaholic. Ihre Freundinnen bestehen darauf, dass sie Liane wieder in die Welt hinaus ziehen müssen. Bei einem Frauenabend in Jack´s Pub, trifft sie durch ein Missgeschick auf John. Vorsicht! John bringt Altlasten mit, von den er nichts weiß und die Liane sehr gefährlich werden können. Wie wird sich wohl die Geschichte zwischen Liane und John entwickeln?

Genre
Thriller
Author
B_Snow
Status
Ongoing
Chapters
3
Rating
n/a
Age Rating
18+

Prolog

VOR EINEM JAHR IN JACK´S PUB

UNBEKANNT

Wie jeden Freitagabend sitze ich an meinem Stammplatz in Jack´s Pub. Es ist ein Platz im hintersten Teil des Pubs. Von hier habe ich alle Menschen genau im Blick und kann auf ihn warten... ihn beobachten.

Er kommt jeden Freitag, nach der Arbeit aus seiner Motorrad-Werkstatt her und trinkt einen Whiskey, bleibt bis ungefähr Mitternacht, manchmal auch etwas länger und fährt dann auf seinem Bike nach Hause in seine Wohnung über der Werkstatt. Ja, den Ablauf habe freitags schon oft beobachtet.

Und man würde sich jetzt die Frage stellen, woher ich die Information habe, wo seine Wohnung ist. Ich hatte vergangen Woche das Vergnügen meinen Mann in seiner Wohnung zu besuchen.

Es war eine heiße Nacht. Eine schweißdurchtränkte Nacht und voller Befriedigungen. Sein muskulöser Körper auf mir...

An diesem Abend waren wir im Pub und er hatte etwas mehr, als einen Whiskey getrunken. Möglicherweise wegen seiner Tussi, aber das interessierte mich nicht. Wir begegneten uns an diesem Abend im Gang zu den Toiletten. Er war betrunken, das konnte man deutlich sehen, aber das hielt mich nicht davon ab den ersten Schritt zu tun. Ich ging auf ihn zu und küsste ihn einfach, ohne etwas zu sagen. Ich zeigte ihm deutlich, dass ich ihn wollte und presste meinen Körper an ihn. Überrascht zog er sich von mir zurück und schaute mich mit leeren Augen an, fragte nicht nach meinen Namen oder sagte etwas. Dann küsste er mich zurück und ich konnte durch seine Hose spüren, dass er mich auch wollte.

Wir verließen den Pub und gingen in seine Wohnung. Wir ließen unseren Körpern und unseren Begierden freien lauf. Wenn er sich an diesem Abend wegen seiner elenden Tussi betrunken hatte, dann war sie jetzt vergessen. Es war perfekt...

Nachdem wir schweißgebadet und keuchend da lagen und ich mich zum Schlafen an ihn kuscheln wollte, bat er mich, nach Hause zu gehen. Ich war war überrascht, aber ich machte keine Szene. Das war nicht mein Ding. Er würde sowieso wieder angekrochen kommen. Die Nacht war unglaublich und das hatte er auch gespürt. Da war ich mir sicher. Ich konnte kaum richtig laufen, so hatte er mich rangenommen. Er wollte mich. Nur mich!

Während ich an unsere gemeinsame Nacht denke, kommt die besagte Person in Jack´s Pub. Er beachtet mich nicht und das gefällt mir nicht, obwohl wir uns letzte Woche sehr gut kennengelernt haben. Hat er es vielleicht vergessen, weil er zu betrunken war? Das kann nicht sein, das war eine unvergessliche Nacht. Es war schließlich eine Nacht mit MIR!

Ich stehe auf und laufe langsam in seine Richtung und stelle mich neben ihn an den Tresen. Erst bemerkt er mich nicht, dann sieht er mich mit den gleichen leeren Augen an, wie vergangene Woche.

„Na, möchtest Du einen Nachschlag?“, sage ich mit einem Lächeln und lege meine Hand auf seine.

„Wie, bitte?“, verdutzt sieht er mich an.

Wie jetzt? Ich sehe ihm in die überraschten Augen und sehe, dass es tatsächlich Ernst meint.

Will der mich jetzt komplett verarschen? Er hat wirklich unsere Nacht komplett vergessen?

„Du weißt nicht, wer ich bin?“

„Nein, tut mir leid Lady. Sollte ich es wissen?“

„Wir haben uns letzte Woche kennengelernt“, biete ich an. Ich kann es einfach nicht fassen.

„Oh, das war der Abend, als ich total betrunken war. Ich kann mich nur an den Kater erinnern, den ich am nächsten Tag hatte. Alles andere ist komplett aus meinem Kopf raus“, sagt er verlegen.

„Das macht nichts, ich kann Dir gerne heute Nacht nochmal auf die Sprünge helfen“, gebe ich mit einem anzüglichen Lächeln zurück.

Überrascht zieht er seine Augenbrauen nach oben.

„Sorry Lady, aber heute wird das nichts. Offensichtlich ist letztes Mal zwischen uns was gelaufen, aber ich kann mich nicht mehr erinnern. Tut mir leid“, mit diesen Worten dreht er sich weg und lässt mich einfach neben sich stehen.

Ich platze innerlich vor Wut. Sein Ernst jetzt? Er serviert mich ab?

Kurz bleibe ich noch bei ihm stehen.

„Dein Pech, aber ich werde Dir noch beweisen, was Du verpasst hast. Besonders dann, wenn Dir wieder alles eingefallen ist“, gebe ich zurück, bevor ich mich umdrehe, um an meinen Stammplatz zurückzukehren.

An meinem Tisch angekommen, lasse ich das Gespräch nochmal Review passieren. Er weiß es tatsächlich nicht. Er hat wirklich keine Ahnung, denn er würde mich niemals abservieren, wenn ihm die Nacht mit mir noch in Erinnerung geblieben wäre. Wir harmonieren im Bett einfach perfekt! Ich werde ihm zeigen, wie perfekt. Ich werde die Gelegenheit nochmal bekommen. Er ist einfach noch nicht über seine Tussi hinweg. Genau, das ist der Grund! Wäre er über sie hinweg, würde er mich definitiv nicht von sich stoßen. Dass er mich will, hat er mir deutlich gezeigt. Ich lächle in mich hinein. Was er alles mit mir gemacht hat ...

Ich kann den Tag nicht erwarten, bis ich ihn wieder im Bett habe. Ich ziehe meine Unterlippe ein und beiße darauf, bis ich einen eisernen Geschmack bemerke. Das war etwas zu fest, aber es erregt mich noch mehr.

Manche Leute denken, dass ich nicht richtig im Kopf bin, weil ich gerne mal über die Stränge schlage. Manchmal überkommen mich auch Fantasien, die andere Leute als krankhaft bezeichnen würden, aber das sehe ich nicht so. Ich bin einfach speziell, würde ich sagen.

Ich kann mir ein weiteres Grinsen nicht verkneifen, als mir einfällt, dass auch meine Kumpels manchmal etwas ängstlich sind, wenn ich meine Gedankengänge mit ihnen teile, obwohl die beiden nicht besser sind als ich.

Eine Zeit lang beobachte ich meinen Mann an der Bar. Er unterhält sich mit Jack, dem Besitzer des Pubs, bis eine Frau hereinkommt. Sie geht direkt auf meinen Mann zu und nimmt ihn in den Arm.

Wut brodelt in mir.

Den Zorn, versuche ich zu unterdrücken. Wer ist das? Das ist nicht seine Tussi! Das Gesicht habe ich noch nie hier gesehen.

Als sich die Frau von ihm löst, geht sie zu Jack und umarmt ihn genauso.

Wenn Blicke töten könnten, dann wäre diese Schlampe jetzt tot! Deshalb hat er mich bestimmt abserviert. Dieses Arschloch! Diese Schlampe!

Damit ich nicht die Kontrolle verliere, entscheide ich mich, dass es besser ist, wenn ich den Pub verlasse. Fürs Erste habe ich genug gesehen und erhebe mich aus meiner Stammecke.

Aber das wird ein Nachspiel haben. Ganz bestimmt! Ein Nachspiel, was mir besonders viel Spaß machen wird. Wenn meine Kumpels jetzt hier wären, würden sie wieder Angst von mir bekommen, denn meine Ideen sind gerade sehr blutig und ich bin sehr kreativ. Ich lächle dunkel in mich hinein.

Du wirst mir gehören und es wird fantastisch sein!