Mein ungewöhnlicher Stalker

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Summary

Inara, 19 Jahre alt. Eigentlich dachte sie, das ihr Leben nicht perfekter sein könnte. Doch uhrplötzlich fängt eine Fremde Person an, ihr angst zu machen. Als sie jedoch herausfindet wer und vor allem was dieser "jemand" ist, gerät sie in einen zwiespalt. Was wird sie tun? Und vor allem, wer ist dieser "jemand"?

Status
Ongoing
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
16+

Kapitel 1

Ich ging gerade durch denn Schulflur, um mir meine Sportsachen aus dem Spind zu holen, als mich eine bekannte Stimme rief.

"Inara, warte auf mich!"

Es war mein bester Freund Emrys, welcher auf mich zu rannte. Schnell wich ich ihm aus, bevor er gegen ein paar Spinde rannte. Er war schnell, sehr schnell aber das musste er auch sein, als Rugby Spieler. Allerdings habe ich keine Ahnung auf welcher Position er spielt oder ob es überhaupt welche gibt.

"Aua, mein Kopf."

Jammerte er und hielt sich denn Kopf, als ich neben ihn kam und meinen Spind öffnete.

"Ich hab dir schon 100x gesagt, dass du nicht immer mit dem Kopf gegen die Wand rennen sollst!"

"Ich weiß aber wenn du immer meinen Umarmungen ausweichst, dann kann ich doch nichts dafür."

"Und selbst wenn ich stehen bleiben würden, dann würden wir zusammen gegen die Spinde knallen und darauf hab ich keine Lust!"

Konterte ich, genervt von der immer gleichen Diskussion. Schnell nahm ich mir meine Sportsachen und lief in Richtung Turnhalle, während er mir folgte. Im gegensatz zu mir, hatte Emrys noch andere Freunde. Ich verstand mich zwar auch gut mit ihnen aber ich genoss es dennoch, entweder alleine oder in Emrys Gesellschaft zu sein. Wenn man vom Teufel spricht! Da kamen sie auch schon, die zwei Stinker, wie ich sie liebevoll nenne. Natürlich wissen sie das nicht.

Lonan war von den drei der älteste. Er trug eigentlich immer schwarz, manchmal auch in Kombination mit weiß. Sein Gesichtsausdruck war eigentlich ziemlich eintönig, entweder wie drei Tage Regenwetter oder ein leichtes Lächeln, dass kam aber auch nur in dieser Jungs gruppe vor. Mit seinen dunkel braunen Haaren und ebenso dunklen Augen wirkte er nicht gerade fröhlicher.

Und nun zu Corwin. Er ist immer fürs gelächter anderer verantwortlich und hat immer irgendwelche dummen Ideen. Mit seinen frechen blonden Locken und grün blauen Augen, kommen seine Scherze oft mal's noch besser rüber. Oft trägt er eher schrille und bunte Farben, allein das, macht ihn schon zu einem absoluten Klassenclown.

"Hallo, Inara. Wie geht's, kleine?"

Fragte mich Corwin und zerzauste mir die Haare, wie er es eigentlich immer tat. Um dann Emrys ein Highfive zu geben. Als Lonan an mir vorbei ging, zerzauste er nur noch mehr meine Haare und begrüßte Emrys anschließend mit einem lauten Handschlag.

Gernervt von dem ganzen Haare verwuscheln, ging ich in Richtung Mädchenumkleide. Sobald ich fertig war, wartete ich vor der Tür des Gebäudes, auf meinen Lehrer und meine Mitschüler. Als mich ein ungutes Gefühl überkam, das Gefühl, dass mich jemand beobachten würde. Ich schaute mich schnell um und fing dann an, meine braunen Haare zu einem Zopf zusammen zu binden. Anschließend versuchte ich mich davon abzulenken, indem ich an denn Beinen meine blaue Sporthose richtig drehte und mir meine Ärmel ein wenig nach unten zog.

Als ich mich umgeschaut hatte, konnte ich niemanden erkennen. Denn restlichen Tag verfolgte mich das Gefühl weiterhin, doch ich versuchte es zu ignorieren. Nach der Schule ging ich wieder nachhause. Als ich an meiner Schwester Isha vorbei lief, um in mein Zimmer zu gehen, hielt sie mich auf.

Isha galt in meiner Familie, als vielseitig Begabt. Wodurch sie offensichtlich die ganze Aufmerksamkeit auf sich zog. Aber ich mochte sie, sie war zwar ein paar Jahre älter als ich aber dennoch war sie eine so liebevolle und ehrliche Person. Die man einfach mögen musste.

"Iny, warte! Das hier lag für dich im Briefkasten. Aber ich habe ihn nicht geöffnet, er war vorher schon so."

Sagte sie und reichte mir einen zusammengefalteten Zettel, ohne einen Umschlag. Neugierig faltete ich ihn auf und lass: "Hallo, ich werde mir die Freiheit nehmen und weiter auf dich aufpassen. Im Schatten der Dunkelheit, V."

Nachdem ich das gelesen hatte, verzog sich mein Gesicht zu einem Schock und ich hielt mir die Hand vor denn Mund. Als mir Isha auch schon denn Brief aus der Hand rieß.

"Inara, du musst damit zur Polizei, ganz offensichtlich stalkt dich jemand!"

"Nein, ich werde erstmal schauen was als nächstes passiert und dann gehe ich vielleicht."

"Okay, na gut. Dann sag aber wenigstens Mom und Dad bescheid."

"Nein, Isha! Ich möchte, dass das erstmal unter uns bleibt. Haben wir uns verstanden?"

Sie überlegte kurz und sah mich dann verzweifelt an.

"In Ordnung aber du erzählt mir bitte, sobald es was neues gibt. Alles klar?!"

Ich nickte nur und nahm ihr denn Zettel wieder ab, um dann in mein Zimmer zu gehen. Schnell schmieß ich meine Schultasche auf mein Bett, packte denn Brief in meine Schublade und zog mich um. Ich zog mir ein schwarzes Tanktop an, dazu eine ebenso dunkel grüne knöchel lange Hose, welche viele Taschen hatte. Zum Schluss schlüpfte ich in meine braunen Turnschuhe. Zügig schnappte ich mir meinen Bogen und die Tasche mit denn Pfeilen drin.

Als mein Handy anfing zu summen und ich sah, dass Emrys mir geschrieben hatte.

"Bestimmt bist du gerade auf dem Weg zum Training aber ich wollte dich zumindest fragen. Hättest du Lust, dich heute Abend mit mir und denn Jungs, an der Klippe zu treffen?"

"Hm, na gut. Aber ich würde dann meine Trainingssachen gleich mitnehmen, damit ich nicht hin und her muss."

Schrieb ich ihm zurück und steckte mir mein Handy dann, in eine der vielen Hosentaschen. Anschließend ging ich raus in denn Wald, nach einigen Minuten Fußweg, kam ich an meinem Trainingsplatz an. Vor mir standen 5 Zielscheiben, welche ich alle vor etwa 10 Jahren aufgestellt hatte. Die erste war etwa 10 Meter von von mir entfernt, die nächste 20m, dann 30, 40 und die letzte 50m.

Ich hatte im alter von etwa 9 Jahren, mit dem Bogenschießen angefangen. Das konnte man auch gut an meinen Zielscheiben erkennen, da sie mittlerweile schon ziemlich zerlöchert waren. Aber ich liebte das Bogenschießen einfach.

Mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht, begann ich mein tägliches Training. Wie immer traf ich immer in die Mitte, also stellte ich kurzer Hand, alle Zielscheiben 10m zurück. Also 20m, 30m, 40m, 50m und 60m. Dann machte ich mich wieder bereit, als mich wieder dieses Gefühl der Beobachtung überkam.

Eilig schaute ich mich im Wald um aber ich konnte niemanden erkennen, ich schüttelte das Gefühl ab und machte weiter. Bis ich nach etwa 2 Stunden Training, fertig war. Ein wenig verschwitzt, packte ich meine Sachen zusammen und machte mich auf denn Weg zur Klippe.

Still und heimlich, schlich ich mich an die Jungs heran. Diese hatten mir den Rücken zugedreht.

"BUUH!!"

Rief ich, während ich aus dem Dickicht hervor sprang.

"AHH!!"

Schrien alle drei gleichzeitig auf und Corwin viel sogar nach hinten. Da es bereits dunkel wurde, hatte der kleine Schreck gut funktioniert. Ich setzte mich zu denn anderen auf denn Boden, als Emrys den Berg aus Holz anzündete.

"Schön das du auch endlich da bist, Inara."

"Danke, Emrys."

Er lächelte mich freundlich an und dann schaute ich in das Feuer, welches immer größer wurde.

"Hey, habt ihr vielleicht Lust auf eine kleine Gruselgeschichte?"

Fragte Lonan in die Runde, wir alle nickten. Um ihn dann neugierig an zu schauen. Gruselgeschichten fand ich schon immer toll aber auch andere Übernatürliche Dinge fand ich spannend. Also legte ich mich auf denn Bauch, um es ein wenig bequemer zu haben.

"Vor vielen Jahren lebte ein Mädchen, sie war ungefähr in unserem Alter. Sie hieß Nisu. Nisu war ein sehr fröhliches Teenager, jeden Tag spielte sie nach der Schule mit ihren Freundinnen. Zu ihren Eltern hatte sie auch immer eine gute Bindung. Doch irgendwann lernte sie einen Mann kennen, er war nur 2 Jahre älter als sie. Aber mit der Zeit, verliebte sie sich in ihn und er sich in sie. Als sie ihn ihren Eltern vorstellte, waren diese aber überhaupt nicht von ihrer Liebe begeistert. Es kam sogar soweit, dass ihre Eltern sie im Haus einsperrten, damit sie ihn nicht treffen konnte. Ihre Eltern nannten ihn immer wieder *Die ausgeburt der Hölle* oder auch *Der Teufel in Form eines Menschen*."

Wir alle hörten ihm wie gebannt zu. Dann fuhr er fort.

"Doch all das verstärkte nur die Liebe und Sehnsucht der beiden. Also schlich sich Nisu eines Tages aus dem Haus, indem sie durch denn staubigen Kamin kletterte, bis hin in die Freiheit. Nachdem sie draußen war und einige Meter gerannt war, fand sie ihn und die beiden nahmen sich glücklich in die Arme. Ab da an, wurde Nisu nie wieder gesehen."

Beendete er seine Geschichte dramatisch, während mir eine Träne über die Wange kullerte.

"Weinst du etwa?"

Fragte mich Lonan und verspottete mich. Ich streckte ihm aber nur die Zunge raus, als ich plötzlich ein knacken im Wald hörte. Sofort setzte ich mich auf und schaute in denn Wald. Aber da war nichts zu sehen, die Jungs hatten scheinbar nichts mitbekommen.

"Ich hab Brötchen und Würstchen mitgebracht, will jemand einen Hotdog?"

Fragte Corwin in die Runde und spielte mit seinen Augenbrauen, wodurch ich lachen musste. So schnell ich konnte, schnappte ich mir drei Hotdogs. Da Corwin leider die Soßen und Zwiebeln vergessen hatte, musste es wohl so gehen. Doch nach meinem ersten Hotdog, hörte ich wieder das knacken und beschloss mal nach zu sehen, wobei ich meine Hotdogs mitnahm.

"Wo gehst du hin?"

"Ich geh nur eben noch etwas Holz holen. Bin gleich wieder da."

Antwortete ich Emrys und nach nur wenigen Schritten, sah ich einen kleinen grauen Wolfswelpen. Er sah mich ängstlich an aber als ich mich langsam hinhockte und ihm ein Würstchen hinhielt, kam er vorsichtig näher und fraß es mir aus der Hand.

"Wer bist du denn, mein Kleiner?"

Fragte ich, in dem wissen das er nicht antworten würde, während ich mich umschaute. Plötzlich trat ein ganzes Rudel von Wölfen aus denn Bäumen hervor, ihnen voran ein schwarzer Wolf mit weißen Flecken im Gesicht. Doch ich hatte keine Angst aber ich weiß nicht genau wieso. Ich sah mir jeden einzelnen Wolf an, es gab 4 schwarze, 7 graue, 1 weißen und 3 braune. Langsam stand ich auf und verbeugte mich leicht.

"Entschuldigt, dass wir in eurem Revier sind. Wir werden bald gehen, versprochen."

Sagte ich und erhob mich wieder, um dann fortzufahren.

"Ihr seid ein so schönes Rudel."

Sagte ich und lächelte leicht, dann drehte ich mich um und ging. Doch ich drehte mich nochmal kurz um und winkte ihnen zum abschied zu.