The foxtale

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Summary

Kim ist frustriert - ihr Freund André ist ein Langweiler und so spontan wie eine Betonwand. Nach einer peinlichen Abfuhr hat Kim die Schnauze voll. Sie sucht Aufregung, Erotik und Spannung. Durch Zufall fällt sie Fox in die Hände - Jemand der genau das auslebt was Kim sich insgeheim wünscht. Aber ist der Kerl auch echt oder spielt er sich nur im Netz auf? Soll Kim sich in die Höhle des Löwen wagen und sehen was es mit dem Mann auf sich hat?

Status
Ongoing
Chapters
117
Rating
5.0 9 reviews
Age Rating
18+

Der Anfang - Kim

"Perfekt". Kim war mit sich und ihren Vorbereitungen zufrieden. Sie hatte im Schlafzimmer das Licht gedimmt, die Rollos waren halb unten, die Vorhänge geschlossen und ein paar Kerzen hatte sie auch aufgestellt. Die Teelichter standen in kleinen Gläschen auf der Kommode und dem Nachttisch und flackerte vor sich hin. Gleich würde André von der Arbeit nach Hause kommen. Ihr Plan war es im Flur auf ihn zu warten, bekleidet nur mit einem süßen schwarzen Negligé. Sie warf einen letzten prüfenden Blick in den Spiegel des alten Bauernschranks und war auch damit zufrieden. Sexy, aber nicht zu nuttig. André mochte es nicht "nuttig". High Heels, Strümpfe und Corsagen waren in seinen Augen viel zu sehr "Bordsteinschwalbe" und er mochte keine Frauen die für ihn nach Rotlichtviertel aussahen. Sicher war er der einzige Kerl weit und breit der sich über sowas beschwerte, aber so war er eben. Daher durfte es maximal so ein Kleidchen sein wie das was sie es jetzt trug (bei ihrer Größe reichte es ihr immerhin bis über den Hintern), dazu trug sie einen Slip aus dunkler Spitze. Keine Tanga - Tangas waren auch "böse". In diesem Moment hörte sie Schritte auf der alten Treppe hinauf zur Wohnungstür kommen und dann den Schlüssel im Schloss. Grinsend huschte sie in den Flur und lehnte sich dort an die Wand. André kam zur Tür herein, seine Arbeitstasche unter den Arm geklemmt. Als er Kim dort stehen sah war er verdutzt, bewegte sich einen Moment gar nicht, schloss dann aber die Tür hinter sich und schlüpfte aus seinen Schuhen. "Hallo Schatz." sagte Kim und lächelte ihm zu. André sah nur noch irritierter aus. "Oh, habe ich was vergessen?" fragte er, stellte seine Tasche auf der Anrichte ab und schlüpfte aus seiner Jacke. Er schaute sie an wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Kim stieß sich von der Wand ab und kam langsam auf ihn zu. Sie legte ihm die Arme um den Hals und schaute ihm in die Augen. "Ich dachte wir könnten heute ein bisschen Spaß haben. Dazu hab ich mir extra was Schönes angezogen." hauchte sie. Sie küsste ihn auf die Nasenspitze, löste sich von ihm und drehte sich einmal langsam um sich selbst damit er sie von allen Seiten in Augenschein nehmen konnte. André schaute sie mit großen Augen an und grinste schief. "Aber es ist doch gar nicht Samstag und ich komme doch grad von der Arbeit. Hubert war heute echt langsam und Ben und ich mussten viel von seinem Zeug nacharbeiten." Er hängte seine Jacke an den Hacken und stand unsicher vor der geschlossenen Haustür. Kim wich einen Schritt zurück und schaute erst irritiert und dann verärgert drein. War das jetzt wirklich sein Ernst? "Jetzt guck doch nicht so Muffin. Lass uns das am Wochenende nachholen. Was gibt's denn zum Abendessen?" Er warf einen Blick in die Küche und schaute dann wieder zu seiner Freundin. "Ist das dein Ernst? Ich warte in hübscher Wäsche auf dich und du fragst mich nur was es zu Essen gibt?" fragte sie bemüht sachlich. Sie schnaubte, ballte ihre Hände zu Fäusten und schaute ihn verständnislos an. Kann mich bitte jemand kneifen? Ich fasse es nicht. "Bist du jetzt sauer?" fragte André perplex. Er war sichtlich ernsthaft überrascht. "Weißt du was André, bestell dir doch ne Pizza bei Pepe, ich zieh mich um und fahr nach Hause." Wütend und gedemütigt stapfte Kim in sein Schlafzimmer zurück, pustete die Kerzen auf dem Nachttisch aus und kramte ihre normale Kleidung aus Andrés Schrank. Sie zog sich das kurze Kleidchen über die Schultern, knüllte es zusammen und warf es in den Schrank. Soll es doch hier verrotten oder zum Putzlappen werden. "Kim, hab dich doch nicht so, heute war echt ein harter Tag." Na immerhin war irgendwas an diesem Tag hart – schoss es ihr durch den Kopf während sie sich genervt ihre Sachen aus dem Schrank zog. André war ihr ins Schlafzimmer gefolgt, stand im Türrahmen und schaute ihr zu. "Lass uns Pizza bestellen und Grays Anatomie schauen. Das kann doch noch ein gemütlicher Abend werden." meinte er. Kim wurde immer wütender. Hörte er sich eigentlich selber reden? Ich fasse es nicht dass er mich so auflaufen lässt. Wütend zog sie sich ihre Jeans über und eines ihrer Shirts. "Nein danke, ich esse lieber mit Lexy. Du kannst gern deine bescheuerte Serie alleine gucken. Viel Spaß mit deiner Pizza." Sie warf ihm einen wütenden Blick zu, drängte sich an ihm vorbei in den Flur und schlüpfte barfuß in ihre Turnschuhe. Ihre Tasche samt Handy schnappte sie sich schnell aus der Küche und schon war sie zur Tür hinaus. "Ach Muffin komm schon." versuchte es André noch, aber da fiel die Wohnungstür auch schon laut scheppernd ins Schloss. Was für ein Arsch! Muffin lass uns Pizza bestellen anstatt mal zu vögeln. Kim stapfte die rustikale Treppe nach unten und kramte nebenbei in ihrer Tasche nach dem Autoschlüssel. André wohnte in der Einliegerwohnung im ersten Stock im Haus seiner Eltern in einer ruhigen Gegend in einem Kaff namens Langfeld-Müritz. Die perfekte Idylle auf dem Land – fernab der Großstadt aber doch nahe München – so oder so ähnlich war der Werbeslogan des Dorfs. André und sie waren jetzt knapp 1,5 Jahre zusammen und sie wohnte schon halb mit in dieser Wohnung. Hauptsächlich weil sie keine Lust hatte jedes Mal nach Hause zu fahren. Endlich fand sie ihre Schlüssel und war im Nu im Hof bei dem roten Polo den sie sich mit ihrer Schwester teilte. Sie schloss genervt die Fahrertür auf, warf ihre Tasche auf den Beifahrersitz, stieg ein und fuhr nach Hause.

Ihre Schwester Lexy (mit bürgerlichem Namen hieß sie Alexandra) und sie wohnten zusammen in einer 3 Zimmer Eigentumswohnung in einem zweistöckigen Eckhaus im Ortsteil Unterhaching, also außerhalb der Münchner Stadtmitte. In dem Haus wohnten nur 2 Parteien, die Schwestern unten im EG und die Wohnung über ihnen war vermietet. Das Haus gehörte ihren Eltern und sie wohnten schon lange zusammen in der WG. Die knapp 20 Kilometer von dem Kaff in dem André wohnte waren um diese Uhrzeit schnell geschafft – es verirrte sich niemand in den kleinen Ort, weil es dort absolut nichts zu sehen gab. Kim war froh dass sie heute das gemeinsame Auto zur Verfügung hatte. Zu ihrem Wohnhaus gehörten 2 Anwohnerparkplätze, einer für jede Wohnung und auf den stellte Kim den Polo ab. Es war eine ruhige Straße in einer Wohngegend und meistens war hier nicht viel los. Kim schloss die Haustür auf, durchquerte den Gemeinschaftsflur und sperrte die eigentlichen Wohnungstür auf. Sie huschte hinein, ließ die Tür nach sich schwungvoll ins Schloss fallen und schleuderte ihre Schuhe ins Regal. Sie war nach wie vor wütend und auch die Autofahrt hatte nichts daran geändert. Da nicht abgeschlossen war, wusste sie dass ihre große Schwester auch zu Hause war. "Hey, ich bin´s." rief sie überflüssigerweise – außer ihren Eltern hatten nur die Schwestern einen Wohnungsschlüssel. Kim hängte ihre Tasche an einen Kleiderhacken und tapste barfuß ins Wohnzimmer. "Was für ein Auftritt. Was machst du denn hier?" Lexy stand vom Sofa auf, im Fernseher lief irgend ein Krimi und eine Schüssel mit Chips stand auf dem Sofa. Sie trug ihren bequemen Hausanzug mit Zebramuster und ihre Haare in einem losen Dutt. "Naja, ich wohne hier." brummte Kim und schwang sich neben den Knabbereien aufs Sofa. "Ärger im ländlichen Paradies?" frage Lexy nachdem sie sich wieder gesetzt hatte. Sie schaltete die Lautstärke des Fernsehers stumm, setzte sich in den Schneidersitz und schaut Kim fragend an. "Ja und wie." Kim schnaubte wütend. Eigentlich wusste sie nicht so recht ob sie eher sauer oder verletzt sein sollte – anscheinend eine Mischung aus beidem. Lexy schaute sie gespannt an und wartete. "Ich wollte den Kerl heute überraschen, hab mir sogar so ein blödes biederes Negligé gekauft. Ich warte also im Flur auf ihn, hatte alles vorbereitet – mit Kerzen, Licht gedimmt und dem ganzen romantischen Mist – und er guckt wie´n Auto, meckert über die Arbeit und fragt mich zur Krönung noch was es zu Essen gibt." Kim zog sich ein Kissen auf den Schoß und lehnte sich an die weiche Lehne des Sofas. In Lexys Gesicht flammte kurz Belustigung auf aber sie verkniff sich das Lachen. "Ein typischer André, was? Hat er immer noch so nen Stock im Arsch?" frage sie dann doch mit einem Grinsen. Kim war kurz verärgert – sie wusste das Lexy ihren Freund nicht mochte – wollte aber lieber mit ihr über das Thema sprechen als sich zu streiten. "Es ist doch nicht Samstag." äffte sie Andrés Tonfall nach und knuffte das Kissen auf ihrem Schoß. Jetzt konnte sich Lexy das Lachen nicht mehr verkneifen. Es dauerte einen Moment bis sie sich wieder gefangen hatte, ihre Wangen waren gerötet und ihre Augen tränten. "Hach nach wie vor nur Samstags? Alle 2 Wochen das selbe Programm. Wie alt ist der nochmal? 60?" fragte sie belustigt und fächerte sich mit den Händen Luft zu. "Du weißt dass er Anfang 30 ist, aber ja, man könnte meinen er geht bald in Rente. Man sollte meinen jeder Kerl freut sich wenn seinen Freundin Sex haben will, aber er braucht da seinen Samstag. Da ist er entspannt und nicht gestresst. Du weißt ja die Arbeit, Herbert und Ben." Kim atmete hörbar aus und sah ihre große Schwester an. "Ich versteh echt nicht was du überhaupt mit dem Typen willst. Ich hab selten so einen verstockten Spießer erlebt. Wundert mich das ihr überhaupt Sex habt – so vor der Ehe." Lexy schüttelte den Kopf. Kim rollte mit den Augen. Das war der Lieblingswitz ihrer Schwester und sie brachte ihn bei jeder sich bietenden Gelegenheit. "So ein Quatsch, natürlich haben wir Sex." brummte sie. "Das klingt ja echt begeistert. Such dir doch endlich nen richtigen Kerl, oder ne Frau und schieß den Typ in den Wind. Der wohnt bei seinen Eltern und ist ein verzogenes Muttersöhnchen und ein Waschlappen." sagte Lexy und machte ein ernstes Gesicht. "So nen Kerl kannst du dir noch wenn du 45 und einsam bist ans Bein binden. Oder nach der dritten Scheidung oder der Entzugsklinik." fügte sie hinzu. "Aber er kann schon auch süß sein. Außerdem ist er ja nicht spießig, sondern solide." Kims Zorn war verraucht und sie war nur noch deprimiert. Ihre Schwester hatte natürlich nicht Unrecht. André war ein Spießer wie er im Buche stand, er war für sein Alter wirklich langweilig. Diese Gedanken hatte sie sich selber schon oft gemacht – zu oft wenn sie ehrlich war. Außerdem war es auch nicht die erste Unterhaltung die sie zu diesem Thema geführt hatten. "Jetzt denk nicht weiter drüber nach. Hack es ab und entspann dich. Willst du was essen? Ich hab noch Lasagne über. Das bringt dich auf andere Gedanken." Lexy nahm die Fernbedienung in der Hand und schaute sie fragend an. Anscheinend ist unser Gespräch jetzt beendet. "Ja du hast Recht, ich nehme mit was und verkriech mich in meinem Zimmer. Falls er am Festnetz anruft, bin ich ausgewandert." Sie warf das Kissen auf die Couch und stand auf." Okay geht klar. Ach, Robin kommt gegen 10, wir haben Morgen beide frei. Sorry falls es laut wird." Lexy grinst breit, zwinkerte ihr zu und stellte den Ton des Fernsehers wieder an.

Wenige Minuten später hatte sich Kim mit einem Teller Lasagne in ihr Zimmer verkrochen. Sie hatte ein paar Happen gegessen, den Teller auf ihren Schreibtisch verfrachtet und sich mit ihrem Notebook aufs Bett gefläzt. Super, Robin kommt vorbei – anscheinend haben heute alle Sex, nur ich nicht. Robin war ein Arbeitskollege von Lexy, sie waren beide Single und sie bezeichnete ihn scherzhaft als ihren Freund mit gewissen Vorzügen. Ihre Schwester war 2 Jahre älter als sie – also 27 – und gern Single. Sie arbeitete als Grafikerin in einer kleinen Agentur. Robin war der Sohn ihres Chefs und freier Web-Designer. Sie hatten sich in der Uni kennengelernt und so hatte Lexy auch diesen coolen Job ergattert. Klar war sie auch gut in dem was sie machte – aber Vitamin B schadete eben auch nicht. Kim warf einen Blick auf ihr Handy. Eine neue Nachricht von André wurde angezeigt und genervt tippte sie auf Öffnen. "Sei nicht sauer Muffin. Kommst du Morgen oder erst am WE zurück? Meine Mutter macht sonntags Braten. Kuss" stand dort. Ich fasse es echt nicht. "Nenn mich nicht Muffin. Ich hasse diesen dummen Spitznamen." murmelte sie leise vor sich hin und drehte das Handy aufs Display ohne zu antworten. Einen Moment wusste sie Nichts mit sich anzufangen, dann öffnete sie ihr Notebook. Sie surfte erst eine Weile durch die sozialen Medien, hatte aber eigentlich keinen rechten Nerv dafür. Sie war frustriert – und geil. Nicht nur wegen des Vorfalls heute – insgeheim hatte sie so etwas befürchtet und auch kommen sehen. Ihr Sexleben mit André war nicht gerade aufregend und war es auch nie gewesen. Als sie sich kennengelernt hatten war er schüchtern und zurückhaltend gewesen und seit dem hatte er sich nicht viel verändert. Er hatte erst mit einer anderen Frau vor ihr geschlafen – auch das waren kein sinnlichen Abenteuer gewesen, sondern eher peinliches Gefummel mit Sex im Anschluss. Also hatte er keine große Erfahrung mit Frauen oder gar Routine. André war nicht abenteuerlustig, spontan oder kreativ. Er mochte alles in geordneten Bahnen, nach dem gleichen Schema mit keinen großen Abwandlungen. Am liebsten hatte er es wenn sie ihm einen bließ und dann entweder er oder sie oben lag. Stellungswechsel oder etwas in der Richtung mussten nicht sein. Er nannte es die "grundlegenden Basics – erprobt und gut." Am Anfang der Beziehung hatte sie es noch auf seine Unsicherheit geschoben und fand es auch irgendwie niedlich. Kim gab gern den Ton an – war quasi seine Lehrerin in Sachen Erotik – und wollte seinen sexuellen Horizont erweitern. Jedenfalls hatte sie sich das ganze so schöngeredet. Aber mit der Zeit war es nicht besser geworden sondern lediglich Routine. Oralsex hatte André gar nicht drauf, sie fühlte sich dabei wie eine Puddingschüssel die er auslecken sollte – daher verzichtete sie gern darauf. Spontan hatten sie seit Monaten keinen Sex mehr gehabt – wenn dann nur samstags nach dem bekannten Schema: er duschte, sie wartete im Bett auf ihn, er zog sie aus. Küsse auf den Mund, die Nippel und ein kurzes Streicheln ihrer Muschi, dann übernahm sie das Kommando: Blowjob wenn er auf dem Rücken lag, Kondome rauskramen und entweder er lag oben oder sie. 5 Minuten Sex bis er fertig war und Ende. Das wars dann. Die Initiative in solchen Dingen ging meistens von ihr aus – außer Samstags – da war die abendliche Dusche das Startsignal. Frei nach dem Motto: die Woche war lang nun möchte ich als Belohnung meine Freundin besteigen. Entspannung muss ja auch sein. Wie deprimierend. Kim schnaubte und wollte nicht weiter darüber nachdenken. Wobei noch armseliger und deprimierender konnte es eh nicht mehr werden – also musste eine Ablenkung her. Sie beschloss auf Netflix eine Serie zu schauen und den Rest ihres Abendessens aufzuessen. Kurz vor 10 Uhr klingelte es an der Haustür. Genervt spitzte Kim die Ohren und hörte wie Robin ihre Schwester begrüßet. Sie lachten und unterhielten sich kurz im Flur. Gottseidank verlagerte sich dann alles schnell in Lexys Zimmer. Alle Zimmer in ihrer Wohnung gingen zum Park hinaus und zwischen ihrem und Lexys Zimmer lag ein großes Badezimmer. Sicher würde es nicht lange dauern bis die beiden sich das Hirn rausvögelten. Damit sie nichts hörte, zog Kim ihre Kopfhörer aus dem Nachttischchen und stöpselte sie an ihrem Notebook ein. Auf die Serie hatte sie keine Lust mehr, daher wechselte sie zu ihrer Netflix-Playlist, fand aber auf Anhieb nichts Interessantes. Man ich will auch endlich mal wieder Sex haben! Guten Sex- wild und laut – nicht nur Samstags. War dass den zu viel verlangt? Frustriert surfte sie weiter planlos durchs Netz und landete schließlich auf eine kostenlose Pornoseite. Wenn sie selbst schon keinen Sex hatte, konnte sie sich wenigstens einen heißen Film reinziehen. Sie klickte sich durch die einzelnen Kategorien, sah sich zig Vorschaubilder und Videos an und war doch unentschlossen. Sie war durchaus kritisch bei der Auswahl – schlimmer als jeder Kerl. Dann fiel ihr Blick auf ein kleines Werbebanner. "N-joy.club" stand da. Ein Sexforum, kostenlos und diskret, News, Events und Kontakt mit Leuten aus deiner Nähe. Sie überlegte kurz. Warum eigentlich nicht? Ist ja nicht so das ich was besseres vorhätte. Neugierig klickte sie auf das Banner und wurde auf die passende Seite weitergeleitet. Auf den ersten Blick sah alles an der Homepage seriös aus, die Mitgliedschaft war kostenlos und die Anmeldung dauerte nur wenige Minuten. Also beschloss Kim sich anzumelden und sich ein Profil anzulegen. André wäre sicher vor Entsetzten vom Stuhl gefallen – er hatte nichts übrig für "solch schmuddelige" Sachen. Alles was über normalen Sex hinausging war nichts für ihn und wurde als schmutzig, unsittlich oder anstößig abgetan. Bei dem Gedanken an sein entsetztes Gesicht musste Kim lachen. Sie selbst war nicht prüde – zwar nicht ganz so freizügig wie ihre Schwester, aber neugierig und aufgeschlossen. Schnell hatte sie ihre Mailadresse bestätigt und konnte mit dem Profil loslegen. Kim beschränkte sich erst auf die allgemeinen Angaben. Ein Nickname, woher sie kam, Alter, grobes Aussehen usw. Interessiert klickte sie sich dann durch das enorme Forum, hier gab es Bilder und Gespräche zu allen möglichen Themen. Schließlich fand sie einen Chatroom für den Raum München und Umgebung. Sie warf einen Blick auf die Uhr. Jetzt war es fast 11 Uhr an einem Dienstagabend – war da überhaupt Jemand online? Sie zuckte mit den Schultern, betrat den Raum und schaute sich um.