Teenage Dream
Der Abend war ruhig, die Straßen nass und in der Luft hing dieser wohlige Geruch von Petrichor, der nach einem heftigen Regen entstand. Die Stadt war belebt, und das Licht der Straßenlaternen spiegelte sich in den schmutzigen Pfützen wider. Es war romantisch.
Kurt Hummel konnte sich gerade nichts Besseres vorstellen, als mit einem warmen To-Go-Becher Kaffee neben seinem großartigen Freund herzulaufen und über die alte Zeit zu sprechen.
Alte Zeit. Es war erst ein paar Monate her, aber es hatte sein Leben verändert. Blaine machte alles besser.
»Hahh...«, seufzte der Schwarzhaarige, während er einen Schluck aus dem Kaffeebecher nahm und auf seine Schuhe blickte. »Der Typ war irgendwie schon—«
»Gar nicht dein Typ?«, unterbrach Kurt ihn mit einem frechen Grinsen. »Zu alt für dich? Hässlich...?« Er blickte den Jüngeren neckend an.
Ein verlegenes Lächeln spielte um Blaines Lippen, ehe er den Kopf schüttelte. »Wie gemein von dir. Aber ehrlich...« Er blickte auf und schaute in die neugierigen Augen seines Freundes. »Ich glaube, zwischen ihm und mir wäre nichts geworden, selbst wenn ich nicht minderjährig gewesen wäre.«
Kurt nickte langsam und verstehend – innerlich auch erleichtert, dass nichts aus dem Kleiderverkäufer und dem ehemaligen Warbler geworden war. »Dafür hast du jetzt mich«, verkündete der Braunhaarige selbstbewusst. »Und glaub mir, ich bin nicht nur aufregender als er – singen kann ich auch!«
Blaine lachte und nahm einen weiteren Schluck seines Kaffees. Ein kurzer Seitenblick brachte seinen Freund zum Blinzeln. »Was denn? Habe ich was im Gesicht?«, fragte der 18-Jährige irritiert grinsend.
»Nein, außer deinem süßen Lächeln ist da nichts«, entgegnete der Schwarzhaarige neckend, wurde dann aber wieder ernst. »Spaß beiseite – ich bin froh, dass ich dich habe.« Seine Stimme klang verletzlich und ehrlich, als er zu Kurt hinübersah.
Kurt hätte sich beinahe an seinem Kaffee verschluckt, hielt aber vor Überraschung den Atem an.
»Also ich für meinen Teil war bereits von der ersten Sekunde in dich verschossen«, gestand der Braunhaarige und trank einen weiteren Schluck.
»Ach ja?«
»Ja, ich meine: hallo?« Der 18-Jährige machte eine kurze, dramatische Pause. »‘Teenage Dream’ von Katy Perry! Meinst du, ich hatte zuvor schon mal jemanden so beeindruckend einen schnulzigen Pop-Song singen hören?«
Blaine nickte verstehend, bevor er grinsend einwarf: »Ich bin mir sicher, dass Rachel bereits Finn dazu gezwungen hat.«
»Ja, aber ich rede hier von jemandem Wundervollen wie dir! Einem Kerl, der freiwillig singt und nicht von Rachel Berry zu Duetten genötigt wird«, konterte Kurt mit selbstgefälligem Unterton und nahm wieder einen Schluck Kaffee.
Die Autos zogen an ihnen vorbei, füllten die Stille und spritzten das dreckige Wasser zur Seite – Kurt befürchtete schon, es würde seine Hose treffen. Doch dann wurde das Schweigen plötzlich und gefühlvoll unterbrochen.
»You think I’m pretty without any make-up on~♪ You think I’m funny when I tell the punch line wrong~♪«, begann der ehemalige Warbler zu singen.
Kurt lauschte auf, als Blaine spontan zu singen begann. Breit schmunzelnd protestierte er: »Neiiiin, hör auf~« Verlegen lachend nahm er einen Schluck seines Kaffees.
Nun noch enthusiastischer begann der Schwarzhaarige leicht seitwärts zu gehen und sang ungestört weiter, seine Stimme warm und vertraut in der kühlen Nachtluft. »Now every February, You’ll be my Valentine, Valentine~♪«
Der Braunhaarige schüttelte ungläubig lächelnd den Kopf und beobachtete aufmerksam seinen kindischen Freund, der gut gelaunt für ihn sang.
»You make me~♪« »Feel like I’m livin’ a teenage dream« »The way you turn me on, I can’t sleep«
Es war hoffnungslos. Blaine war unaufhaltsam, wenn er einmal zu singen begann, und Kurt konnte nichts anderes tun, als seinen Kaffee zu trinken und zuzuschauen, wie sein Freund den Song beendete.
»Bravo, Blaine. Wirklich.« Kurts Stimme klang sarkastisch, aber gleichzeitig liebevoll ehrlich. »Du weißt, wie du mein Herz zum Schmelzen bringst.«
Sein Freund grinste und leerte den letzten Rest seines Kaffees. »Weißt du, eigentlich ist es witzig, wie gut der Song passt«, bemerkte Blaine und blickte zu Kurt hinüber.
Dieser hob schmunzelnd die Augenbrauen. »Was?«
»Katy Perry singt über Skinny Jeans und du trägst welche – ironisch, nicht wahr?« Er neckte den Älteren und legte dabei seinen Arm um seine Schulter.
Grinsend rollte Kurt mit den Augen. »Super lustig! Wirklich...«
Sie gingen weiter durch die glitzernden Straßen, ihre Schritte im Einklang mit dem Rhythmus der Stadt um sie herum. Die leeren Kaffeebecher hatten sie längst in einen Mülleimer geworfen, aber die Wärme zwischen ihnen blieb.
»Du weißt«, murmelte Kurt, während sie an einer roten Ampel warteten, »dass du unmöglich bist, oder?«
Blaine lachte leise. »Das sagst du, als wäre es etwas Schlechtes.«
»Ist es nicht«, gab der Braunhaarige zu, seine Stimme weicher geworden. »Es ist nur... ich hatte nie gedacht, dass jemand wie du in mein Leben treten würde.«
Die Ampel sprang auf Grün, aber keiner von beiden bewegte sich sofort. In diesem Moment, zwischen den Reflexionen der Lichter auf dem nassen Asphalt und dem leisen Summen der Stadt, fühlte sich alles perfekt an.
»Komm«, sagte der Jüngere schließlich und stupste Kurt sanft an. »Lass uns nach Hause gehen, bevor wir beide noch romantischer werden, als es gut für uns ist.«
Sein Freund lächelte und folgte ihm über die Straße. Manche Abende wie diese, wollte Kurt für immer in Erinnerung behalten. Denn schließlich machte Blaine alles besser.
⊱ ────── {.⋅ ♫ ⋅.} ───── ⊰
Ohohoho~
Hallöchen meine lieben Leser und danke für das Lesen des Oneshots!
Ich bin seit heute (10.09.2025) neu hier auf der Plattform und probiere mich ein wenig hier herum. Hauptsächlich erst einmal mit einem kleinem Oneshot-Buch zu meinem Lieblings-Pairing aus GLEE, bevor ich irgendwann dazu übergehe einen richtigen Roman zu schreiben.
Über winziges Feedback freue ich mich immer <
Eure Lara ♪









Du schreibst sehr gut und der Einstieg ist Dir mit Deinen Protagonisten sehr gut gelungen.
Hello 🤗 Vielen lieben Dank, das freut mich sehr 💕